Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Dezember 2016 ein neues Zuhause gefunden haben

Lesen Sie auch
Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

Sookie - Man kann in Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln.
(Astrid Lindgren)

Damit man die unglaubliche Verwandlung, die Sookie in der Pflegestelle und vor allem in IHRER Familie durchgemacht hat, nachvollziehen kann, die Ausgangssituation noch mal in Kurzform: Durch die Haltung in der Gitterbox bei ihrem ersten Besitzer, einem „Vermehrer“, war sie mit vielen Dingen nicht vertraut, mit denen ein normal aufwachsender Hund tagtäglich konfrontiert wird.Sookie in der Pflegestelle
Total verwahrlost, körperlich ausgezehrt; unsicher; Kreiseln an der Leine; unbekannte Geräusche – und das waren fast alle Geräusche – lösten Panik aus; direktem Kontakt zum Menschen ging sie aus dem Weg.

Bereits bei uns in der Shiba-Pflegestelle lernte sie das Laufen an der Flexi-Leine.
Anfangs jagte ihr die Hundebox im Auto Angst ein (kein Wunder bei ihrer Vergangenheit), aber sehr schnell lernte sie die Verbindung „Autofahren = laufen – Autofahren = nach Hause.
Draußen allerdings gab es wieder unvorhersehbare Situationen, wo man sie sehr unter Kontrolle halten musste. Dann half nur, sie dicht zu sich heranzuholen, damit Mensch ihr die nötige Sicherheit vermitteln kann. Immer gelang es nicht…

Aufgrund dieser unvorhersehbaren Ängste war es nicht leicht, den richtigen Platz zu finden.
Es gab jede Menge Interessenten – kein Wunder bei diesem niedlichen Gesichtchen. Und natürlich stößt unsere Entscheidung GEGEN Interessenten nicht immer auf deren Verständnis.
Wir sind jedoch gehalten, stets im Sinne der Tiere zu entscheiden.

Nach der Vorkontrolle bei einer Interessentin in der Schweiz durch liebe Aktive waren wir uns sicher: das Warten hat sich gelohnt, Sookie hat ihren 6er im Lotto gefunden.Sookie trifft die Neuen
Und so fuhren wir mit Sookie und ihren Hunde-Freundinnen Ronja und Gipsy in die Schweiz, und, sollte es mit der „vorhandenen“ Husky-Mix-Hündin Fata klappen, dann würde Sookie dort bleiben.

Herzlich wurden wir in Empfang genommen und nach einem längeren Spaziergang stellten alle erfreut fest, dass die Vergesellschaftung mit Fata PERFEKT klappte.

Sookie inspiziert den GartenSookie in der Wohnung

Das gemeinsame Betreten der großen Wohnung mit wunderbarem Garten war auch kein Problem, und alle Hunde fühlten sich nur wohl. Es war dann auch schnell klar, dass Sookie bleiben sollte – auch wenn es für uns schwer war, Abschied zu nehmen.

Urlaub in DänemarkSookie

Fata und SookieWir hatten Sookie sehr ins Herz geschlossen, auch nach dem gemeinsamen Urlaub in Dänemark und weil sie nach der Eingewöhnung ein total unkomplizierter Hund war, trotz ihrer oft unvorhersehbaren Ängste.

Als wir abgereist waren, hat sich Sookie schnell an Fata orientiert. Das Fressen schien anfangs plötzlich wieder ein „Problem“ zu sein, aber mit einigen Tricks war dies schnell behoben.
Erstaunt ist das neue Frauchen über die Ausdauer beim Laufen: 10 km am Stück sind für Sookie völlig normal.

Sookie trifft Hunde

Begegnungen mit fremden oder befreundeten Hunden verlaufen freudig, Sookie ist eine absolut gut sozialisierte Hündin.
Sookie und Fata haben sich angefreundet, und auch das neue Frauchen ist nicht nur begeistert von der kleinen agilen Hündin, sondern mag sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.Sookie

Was für uns erstaunlich war: Bereits vor unserem Besuch in der Schweiz wurden schon alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, dass Sookie keine Möglichkeit hat, „stiften“ zu gehen. Es ist immer unsere größte Sorge, dass durch irgendwelche außergewöhnlichen Situationen ein unsicherer Hund panikartig die Flucht ergreift.

Sookie Zuhause

Aber nicht nur die „Vorsichtsmaßnahmen“ stimmen, Sookie hat sich auch sehr gut eingelebt und einen guten Kumpel in ihrer neuen Freundin Fata gefunden.
SookieDass das neue Frauchen ein begeisterter Naturmensch ist, kommt Sookie sehr entgegen, und jede freie Minute wird gemeinsam verbracht. Dadurch, dass man fast im Grünen lebt, hat Sookie die Möglichkeit, sich langsam an viel Neues, das ihr in ihrem früheren Leben nicht bekannt war, zu gewöhnen.

Man hat immer Sorge, ob man die richtige Entscheidung für seinen Pflegling getroffen hat.

Sookie

Nach all den positiven Rückmeldungen wissen wir es aber sicher, dass Sookie es für ihre speziellen Belange hätte nicht besser treffen können. Wir sagen ein herzliches DANKESCHÖN in die Schweiz und freuen uns immer über mitgeteilte Fortschritte, die die kleine Hündin macht.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Ella - heute Laika

Der Tag der offenen Tür 2016 – längst Vergangenheit und doch unvergessen. Unvergessen schön wie immer, wenn Tierfreunde, Hundefreunde, Freunde der nordischen Hunde zusammenkommen. Und diesmal bot dieser Tag gleich noch ein weiteres Mal Grund zur Freude: Ella fand just an diesem Tag ihre neue Familie und durfte auch gleich mitreisen, in die schöne Schweiz zu einem Huskykumpel und einer schon betagten Kumpeline. Inzwischen hat sich Ella, die jetzt Laika heißt, super eingelebt, und die zurückhaltende sanfte Hündin, die vom Leben nichts mehr zu erwarten schien, wird immer kecker und aufgeweckter. Aber lassen wir das Frauchen selbst von den Fortschritten erzählen.Laika Uns bleibt nur, ganz herzlich Danke zu sagen, dass hier „ja“ gesagt wurde zu einer Hündin, über die wir nicht wirklich viel wussten (außer, dass sie es nicht gut gehabt hatte), einer Hündin, die schon fast resigniert hatte, die es aber mehr als verdient hat, nun auf der Sonnenseite angekommen zu sein.

„Am Tag der offenen Tür habe ich mit meinem Rüden die Alb besucht, um mal zu schauen, ob er eine neue Partnerin findet. Es gab eine vom Alter her passende Hündin namens Ella. Die spärlichen Informationen über sie waren erschreckend … Kettenhund aus Ungarn (dementsprechend wenig Muskeln), etwas Übergewicht, taub, Fettansammlung unter der vorderen Achsel, mental eher in sich gekehrt, erwartet nichts vom Leben und wenn, dann nur Schlechtes … Nach einem Spaziergang und Austausch mit der Pflegerin nahm sie trotz allem mit großen Augen in meinem Bus Platz, und zusammen fuhren wir nach Hause in die Schweiz. Auf der Fahrt wurde schon an einem neuen Namen herum studiert. Schlussendlich wurde es „Laika“ - mit der Zeit stellte sich heraus, wie passend der Name doch ist. Die berühmte Namensgeberin war eine streunende Husky-Mischlingshündin, das erste Lebewesen, das in einer viel zu kleinen Raumkapsel in die Umlaufbahn geschickt wurde. Sie hatte in ihrem kurzen Leben einiges zu ertragen, leider mit keinem guten Ende.Laika

Wie schön, dass das bei meiner Laika anders ist. Die Entwicklung, die sie bis jetzt durchgemacht hat, ist großartig. Zu allererst die beste Nachricht von allen: Laika ist nicht taub! Ich vermute, sie besaß in ihrem Leben nie einen Namen, wurde nie gerufen (warum auch an der Kette?). Ich erlebte Situationen, in denen sie das Öffnen der Kühlschranktüre registrierte, andererseits ein vorbeifahrendes Mofa komplett ignorierte und einfach weiter trottete. Ich arbeite in der Pflege und wenn man den Begriff Autismus in die Hundewelt übertragen darf, dann ganz sicher für Laika. Sie hat sich eine Fähigkeit angeeignet, von einer Sekunde auf die andere komplett abzuschalten, sich mental von der Welt abzuschotten, um das Leben ertragen zu können. So erlebt, als ich sie vor einem Laden angebunden habe, sie legte sich hin und schlief nach 5 Sekunden ein. Ein Passant lobte mich für den super folgsamen Hund, ich war nur traurig, aus welchem Grund sie so „folgsam“ war.Laika

Laika hat sich super eingelebt. Sie kommt wie erwartet auch mit meiner alten, senilen Hündin sehr gut zurecht und lässt sie vollkommen in Ruhe. Sie hat einen Lieblingsplatz im Garten unter dem Bauwagen, wo sie sich ein riesen Loch gegraben hat. Ein Ruf genügt und unter dem Bauwagen wird es lebendig, in Erwartung, dass nun etwas Aufregendes passiert.

Die Hundeklappe ist inzwischen auch kein Problem mehr, was vor allem an der Entfernung der Fettansammlung liegt. Diese 700 g haben sie beim Anziehen der Beine so behindert, dass sie immer mit einem großen Kawumm durchsprang. Mittlerweile geht sie da schon recht elegant durch. So elegant, wie es mit ihrer Figur eben geht. Sie hat ja schon einen stabileren Körperbau als meine anderen Huskys. Tagsüber wechselt sie zwischen Garten und Haus im Stundentakt, um nichts zu verpassen, und drinnen angekommen, wird als erstes eine kleine Leckerlei eingefordert.

Sie nimmt immer wieder Kontakt zu mir auf, hebt den Kopf und schaut mich mit offenen Augen an. Inzwischen beginnt sie leise zu quietschen, wenn sie der Meinung ist, dass es nun Zeit für einen Spaziergang wäre. Anfangs trottete sie meist einfach nur mit uns mit. Nur in kurzen Momenten nahm sie am Geschehen teil. Mit viel Animation bekam ich sie auf Gras zu kurzen Rennstrecken. Sie ließ meist alles teilnahmslos mit sich geschehen, wenn ihr etwas unheimlich wurde, warf sie sich auf den Boden und ergab sich.Mauslöcher

Sie hatte auch schlechte Zähne und rissige Pfoten. Heute sind ihre Zähne gereinigt, zwei entzündete wurden gezogen, und sie wiegt 3.5 kg weniger. Ihre Pfoten sind fast abgeheilt, sie rennt nun auch von alleine auf Teer oder Waldwegen und manchmal dreht sie Achter um mich, aus purer Lust am Rennen. Die Spaziergänge dauern jetzt länger, weil sie ihre Nase überall reinstecken muss, die Welt erkundet. Sie geht auf andere Hunde und Spaziergänger interessiert und freundlich zu, beschnüffelt sie und erwartet ein Goodi.

Sie orientiert sich immer mehr an meinem Rüden und übernimmt seine Mauselöcher, an denen er die Lust verloren hat. Laika zeigte bei eurem Weihnachtsmarkt das erste Mal durch Verweigern an, was sie nicht will. Kurzum, sie wird wacher, lebendiger und nimmt mit immer mehr Neugierde am Leben teil. So geschehen mit einem alten Katzenkorb, den sie bei einem Besuch entdeckt hat und sich da unbedingt drin breit machen wollte. Bequem war es wohl nicht…

Laika im Katzenkorb

Ich freue mich schon auf ihre weitere Entwicklung, auf jeden neuen Tag, denn im Moment überrascht sie mich täglich. Ich möchte jeden Interessierten ermuntern, sich so einer geschundenen Hundeseele anzunehmen. Es lohnt sich doppelt und dreifach, und der Einsatz ist meist nicht so hoch als angenommen.

Die Grundlagen für ein glückliches Huskyleben haben wir gelegt. Nun hat der Muskelaufbau und ihre Beweglichkeit Priorität, und ich möchte fast wetten, dass ich irgendwann meine beiden Fellnasen vor das Dreirad spannen kann und wir zusammen eine kurze Strecke durch den Wald rennen können.

Liebes NfP-Team ich möchte mich bei Ihnen für Laika bedanken, sie ist eine süße und tolle Hündin und bereichert unser Leben. Ihre Arbeit ist so wichtig, macht weiter so!

Simone B.“

Und wir sagen vielen Dank dafür, dass Ella, jetzt Laika, von Ihnen so liebevoll aufgenommen wurde. Viel Glück euch Vieren.

Das Team der NfP – Freudenstadt

 


 

Yuki – ein Schatz auf vier Pfoten

Yuki ist angekommen

Yuki und AnnaAnfang Juli 2016 kam Shiba-Hündin Yuki (zusammen mit ihrer Gefährtin Jari) in keinem guten Zustand zu uns in die Vermittlung. Mal wieder Shibas aus schlechter Haltung. Infos über das Vorleben gab es nur sehr dürftig, und ob die, die es gab, der Wahrheit entsprachen, war fraglich. Solche nicht sozialisierten Hunde zu vermitteln, ist sehr schwer. Da unsere Shiba-Pflegestelle noch mit einem anderen Notfell belegt war, zogen beide Hundedamen erst einmal in der Auffangstation ein.

                    Yuki, Ronja und Anna

Schon seit Februar 2016 stand eine junge Interessentin für einen Shiba in der Warteschleife. Durch den Kontakt zu unserer Shiba-Pflegestelle und zu anderen Shiba-Haltern bereitete sie sich intensiv auf ihren ersten Shiba vor. Yuki und RonjaMitte Juli kam sie dann in die Station, um Yuki zu treffen. Yuki war zwar eher interessiert an den Shibas der Vermittler, Ronja und Gipsy, aber sie zeigte sich dadurch einigermaßen zugänglich. Die Interessentin war sich sicher, dass sie die nötige Ruhe und Zeit dafür hat, Yuki in ein neues Leben zu begleiten, und sie wollte Yuki eine Chance geben.

Yuki

Vor Yukis Umzug musste jedoch noch einige Zeit ins Land gehen, da alles gut geplant, vorbereitet und abgestimmt werden musste. Auch eine Vorkontrolle war noch angesagt. So konnte Yuki in der Station auch noch das Laufen an der Leine besser lernen, wobei sie gute Fortschritte machte.

Yuki mit den WestisEnde September war es dann soweit: Die Shiba-Vermittler „packten“ Yuki „ein“ und nahmen sie mit auf die Reise in ihr neues Zuhause. Beim ersten Spaziergang dort orientierte sich Yuki an Ronja und Gipsy und lief mit ihnen, als wenn sie schon immer ein Team gewesen wären. Auch in der Wohnung ging es harmonisch zu. Als sich das Vermittlerteam nach einigen Stunden verabschiedete, wollte sich Yuki natürlich gleich wieder ihren Artgenossinnen anschließen. Aber keine Chance – das kleine Pummelchen musste sich nun an ein Leben als Einzel-Shiba gewöhnen.

Was Yuki sehr schnell tat: Alle Rückmeldungen von Yukis Frauchen waren fast ausschließlich positiv. Nur das Alleinebleiben war anfangs nicht so ganz Yukis Ding, aber mit unserer Schützenhilfe war auch dies schnell kein Thema mehr. Besuche bei Frauchens Mutter und drei Westi-Mädels wurden zu Yukis Highlights. Draußen war Yuki in Begleitung der Westis viel stabiler, besonders mit Ginger hat sie schnell Freundschaft geschlossen. Die Westis gehören nun zu Yukis Leben, sie hat ständigen Kontakt und verlernt so nicht, sich sozial zu verhalten.

Yuki und die Westis

Leider gab es in der Eingewöhnungszeit ein nicht so schönes Erlebnis, das Yuki in Panik versetzte – und schnell wie der Blitz war sie weg! In einem Gebiet, das sie nicht kannte! Wir gaben dem verzweifelten Frauchen die halbe Nacht Infos und die notwendige Stärke. Am Morgen schickten wir Flyer, die umgehend überall ausgehängt wurden. Immer wieder wurde Yuki gesichtet, doch habhaft wurde man ihr nicht. Eineinhalb Wochen suchte das Frauchen unermüdlich und scheute keine Möglichkeit, Yuki wieder zu bekommen. Yuki kuscheltVöllig unerwartet tauchte Yuki dann in der Nähe von Frauchens Wohnung auf und konnte durch eine aufmerksame Passantin mit der Leine ihres eigenen Hundes gesichert werden. Ein überaus glückliches Frauchen schloss das ein bisschen abgemagerte und dreckige Hundebündel fest in die Arme, und Yuki ließ sich Zuhause erst mal richtig fallen. Die Vorstellung beim Tierarzt ergab, dass Yuki keinen gesundheitlichen Schaden von ihrem „Ausflug“ zurückbehalten hat. Und so unschön dieser Vorfall auch war – ab diesem Zeitpunkt war der Knoten geplatzt: Yuki sucht nur noch die Nähe ihres Frauchens, und die zwei sind eine wunderbare Einheit. Und sehr oft ist enges Kuscheln angesagt.

Yuki beim Spaziergang

Eine Woche später wurde Yuki kastriert, und dies gab nochmals einen Schub des Vertrauens. Seitdem ist Yuki wesentlich offener, stabiler und an neuen Entdeckungen interessierter geworden.

YukiAnlässlich einer Nachkontrolle durften wir erleben, wie harmonisch und ausgeglichen die Verbindung Mensch/Hund ist – wir konnten es fast nicht glauben. Bei einem gemeinsamen Spaziergang liefen Yuki, Ronja und Gipsy wie selbstverständlich nebeneinander. Besonderes Interesse zeigte Yuki an Ronja, und diese ließ es einfach über sich ergehen, immer wieder beschnüffelt zu werden. Unsere kleine Zicke Ronja ist ein fantastischer Begleiter für scheue Hunde geworden. Trotz der Artgenossinnen hielt Yuki ständig Blickkontakt mit IHREM Frauchen, und wir kamen zu der Überzeugung, dass es für beide, Yuki und Frauchen, „Bestimmung“ gewesen ist, dass sie sich gefunden haben.Yuki

Für uns war es eine Bereicherung mitzuerleben, mit wieviel Feeling und Verantwortungsbewusstsein ein junger Mensch an die „Anschaffung“ eines Hundes herangeht. Sehr oft erlebt man das nicht, und wir sagen vielen DANK, dass die Entscheidung gerade auf Yuki gefallen ist.

Yuki

Das Team der NfP – Freudenstadt

 


 

Ronja – Liebe auf den ersten Blick

Ronja

RonjaEigentlich hätten wir die wegen Umzugs abgegebene Ronja gerade zur Vermittlung auf der Homepage ausschreiben wollen, aber dann überschlugen sich die Ereignisse. Es hatten sich Interessenten in der Station angemeldet, die nach dem Verlust ihres Vierbeiners einfach „nur mal gucken“ wollten, welche Hunde denn derzeit so da seien.

Beim Gang durch die Station stach sofort Ronja ins Auge. Und obwohl die kleine Hundedame bei Fremden eher zurückhaltend ist, zeigte sie vor Familie K. keine Scheu. Das gemeinsame Gassigehen genossen dann sowohl Zwei- als auch Vierbeiner. So war die Entscheidung für Ronja eigentlich nur logisch.

Ein paar Tage zogen schon noch ins Land, bis Ronja der Station den Rücken kehren konnte. Aber ihre künftigen Menschen besuchten sie zwischendurch und festigten so die Bindung. Es dauerte dann im neuen Zuhause auch nicht lange, bis sich das frischgebackene Familienmitglied eingelebt hatte:

Ronja

„Nun ist Ronja vier Wochen bei uns – und wir möchten sie nicht mehr missen.

Aus dem schüchternen Hund ist eine richtige Schmusebacke geworden – auf der einen Seite. Und auf der anderen eine kleine Powerfrau, die nichts lieber tut als laufen und laufen. – Und wir tun beides gerne mit ihr.Ronja

Alles in Allem kann man sagen: wir haben einen superlieben Hund von euch bekommen.

Viele liebe Grüße
Familie K. mit Ronja"

Ronja

Wir freuen uns, dass unsere Süße Menschen gefunden hat, denen sie sich ganz öffnen kann und wo sie so schnell Vertrauen gefasst hat. Manchmal ist es eben einfach so, dass Zwei- und Vierbeiner wie füreinander geschaffen sind.

Für die nächsten Jahre wünschen wir dem Quartett noch jede Menge Spaß und viele gemeinsame Erlebnisse.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 


 

Richi - Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt…

RichiDer kleine Zwergpinscher „Richi“ hatte bisher nicht unbedingt ein Leben, wie man es sich für einen Hund wünscht. Er zeigte dadurch im Zuhause sehr viele Verhaltensauffälligkeiten, die uns die Nachbarin (sie hatte sich an uns gewandt) mitteilte. Diese hatten wir allesamt in den Vermittlungstext und im persönlichen Gespräch weitergegeben.

Eben wegen dieser „Baustellen“ war es uns sehr wichtig, wirklich passende Menschen zu finden, wenn sich denn überhaupt jemand für diesen mit Problemen behafteten kleinen Kerl interessieren würde.

Aber es kommt glücklicherweise meistens anders als wir denken.

Recht schnell meldete sich eine junge Frau die ihm nach mehreren Telefonaten zusammen mit ihrem Partner ein neues Zuhause geben wollte. Sie scheuten auch nicht den Weg, um Richi kennen zu lernen und bereits beim ersten Treffen zeigte sich der sonst Männern gegenüber sehr reservierte „Richi“ der männlichen Begleitung gegenüber sehr freundlich und fast sogar verliebt. Hier wurde schon gestaunt, aber als dann der erste Bericht aus dem neuen Zuhause nebst Fotos kam, war es für uns wie vorgezogene Weihnachten.

Richi

„Richi“ ist nicht mehr der „Richi“ der er war. Wohl nicht nur der Umgebungswechsel hat Wunder gewirkt, auch das ausgeglichene Wesen der neuen Menschen hat sein übriges getan.

Wir wünschen den Zwei- und Vierbeinern, dass alles weiterhin so harmonisch läuft und bedanken uns ganz herzlich, dass der kleine Kerl nun endlich ein richtiges Zuhause hat.

RichiEin herzlicher Dank auch an die Nachbarin, Irene L., die hingeschaut und gehandelt hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

„Liebes Nothilfe-Team,

ich bin sehr glücklich, dass wir den kleinen Richi aufnehmen konnten.

Richi wurde uns als sehr ängstlich und schüchtern vorgestellt, aber nach der ersten freundlichen und zutraulichen Umarmung, auf der Couch der Pflegestelle, hatte sich Richi in unsere Herzen gekuschelt.

Nachdem er die lange und ungewohnte Autofahrt gut überstanden hat, durfte er sein neues Zuhause kennen lernen.
Er hat sich super schnell eingelebt und ist eine große Bereicherung.

Man kann nur staunen wie anpassungsfähig, intelligent und aufgeschlossen der kleine Kerl ist. Wir sind viel in der Natur zum Laufen und an Fahrradausflügen findet er großen Gefallen.

Nur in manchen Situationen kann man das frühere Schicksal, des kleinen Goldstücks, erahnen. Von Aggressivität oder beißendem Verhalten keine Spur.
Wir freuen uns auf weitere tolle Ausflüge und eine glückliche Zukunft.

Richi mit dem Kater

Herzliche Grüße
Nadine & Richi“

 


 

Gibbs – das Sahnehäubchen hat seine Torte gefunden

Gibbs

Nicht oft haben wir einen solchen Traumhund in der Vermittlung wie Gibbs: jung, hübsch, freundlich, offen, superverträglich mit Artgenossen und kein übermäßiger Power-Husky. Ehrlich gesagt wunderten wir uns, weshalb uns Gibbs nicht sofort aus den Händen gerissen wurde, aber offensichtlich hat es einfach eine Weile gedauert, bis die Interessenten so richtig auf ihn aufmerksam wurden. Doch dann gab es auf einen Schlag mehrere Adoptionswillige.Gibbs mit seiner Kumpeline und Frauchen

Den am besten auf den jungen Rüden zugeschnittenen Platz konnte Familie S. bieten. Dort lebt bereits die Beagle-Hündin Quiri (die nun Gibbs‘ neue „Kumpeline“ ist), der sonstige Familienanschluss ist ebenfalls gewährleistet und auch ausreichende körperliche Beschäftigung steht auf dem Programm – es bleiben also keine Wünsche offen.

Auch Gibbs selbst ist dieser Meinung, wie er uns in einer netten Mail wissen ließ:

„Hallo liebes Team,

ich wollte mich mal bei euch melden.

Gibbs und seine neue FreundinMeine Familie sagt, ich wäre ein absoluter Kuschelhusky. Im Vergleich zu meiner Kumpeline sicher. Sie hat mir auch schon einiges beigebracht. Meine Familie meint, das wäre alles nicht so gut, aber wir beide haben unseren Spaß. Neulich haben wir uns sogar mein Körbchen geteilt.

Am besten ist, wenn wir beide gemeinsam auf Maulwurfsuche sind.

Eine Gassifreundin habe ich auch schon gefunden. Die ist ein Streberhund, sagt mein Frauchen. Geht leider auch überhaupt nicht jagen. Komisch... Da ist mir meine Kumpeline doch lieber.

Gibbs Gassifreundin

Jagen und Fressen, das sind einfach tolle Beschäftigungen.

Das Beste ist überhaupt: meine Familie hat mir ein X-Back Geschirr gekauft. Da freue ich mich total, wenn ich es anziehen darf.

Wir haben jetzt auch eine Jöringleine mit einer verlängerten Seite. Die bekommt meine kleine, dicke Kumpeline und kann so mit mir im Wald joggen gehen. Das ist ein Spaß, wenn wir dann gemeinsam dem Reh hinterherrennen. Da muss Frauchen erst mal mit, bis sie uns wieder bremsen kann. Wobei wir das Abbremsen ziemlich doof finden...

Die ganzen Katzen in der Nachbarschaft darf ich auch nicht jagen. Könnt ihr da mal mit meiner Familie reden?

Gibbs auf Mäusejagd

Mäuse hab ich schon zwei erwischt. Sogar an der kurzen Leine, toll oder?

Besuch im HundiversumAb und zu darf ich tagsüber mit meiner Kumpeline ins „Hundiversum“, das ist so eine Art „Hundegarten“. Das ist cool. Da sind viele Hunde. Alle ohne Leine und wir können ganz toll spielen. Da bin ich nur so mittelgroß. Dort springe ich gerne über die inneren Zäune zum Weg abkürzen. Gibt komischerweise vom Rudelführer einen Anpfiff. Aber der äußere Zaun ist zu hoch. Da komm ich nicht drüber. Die Kumpeline hat auch unten noch kein Loch entdeckt.

Bald fahren wir wieder mit dem Haus auf Rädern weg. Das ist auch cool.

So, jetzt wünsche ich euch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch, auch von meiner Familie.Gibbs und Kumpeline

Sie haben mir versprochen, dass wir euch im neuen Jahr mal besuchen kommen.

Liebe Grüße
Euer Gibbs“

Auf den versprochenen Besuch freuen wir uns jetzt schon riesig und bis dahin wünschen auch wir Gibbs und seinem Rudel fröhliche Festtage und einen gelungenen Start in ein gesundes und glückliches neues Jahr.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Nikita – unsere große Schmusebacke hat ihren Traumplatz gefunden

Nikita

NikitaAls Anfang 2016 ein Musher starb und insgesamt 14 Hunde zurückließ, wurden die Tiere auf verschiedene Vereine aufgeteilt. Bei uns landeten nach einer Zwischenstation im Tierheim Karlsruhe drei der Nordischen, unter ihnen Nikita.

Monate zogen ins Land, ohne dass es für Nikita ernsthafte Interessenten gegeben hätte. Dafür wickelte sie jedoch langsam, aber sicher ein Gassigeher-Paar um ihre dicken Pfoten und becircte die Zweibeiner mit ihrem Charme. Die Freude war denn auch immer auf beiden Seiten groß, wenn es zu den gemeinsamen Runden losging.

Nikita

Tja, und irgendwann reifte in Familie K. der Entschluss, Nikita nicht nur in der Station zu besuchen, sondern sie fest zu adoptieren. Der Hundewunsch war ja schon länger vorhanden, aber bis dato hatte es keinen passenden Kandidaten gegeben. Doch mit Nikita waren die Zweibeiner auf einer Wellenlänge und es schreckte sie auch nicht, dass die Hündin aus ihrer Vergangenheit als Sportlerhund vieles nicht kannte, was für Familienhunde selbstverständlich ist. – Gemeinsam würde man die kommenden Herausforderungen schon meistern!Nikita

Wie gut das tatsächlich gelang, war schon in der ersten Rückmeldung abzulesen, die uns eine knappe Woche nach Nikitas Umzug erreichte:

„Wir wollten uns mal mit ein paar Infos und Bildern aus Nikitas Eingewöhnungsphase melden. Es ist unglaublich für uns, wie einfach es Nikita uns macht. Sie macht alles, was wir uns wünschen.

Sie macht keine Anstalten flüchten zu wollen oder sich auch nur von uns entfernen zu wollen. Sie läuft an der Leine mehr oder weniger "bei Fuß" ohne dass wir das je von ihr erwartet oder verlangt hätten. Sie will viel gestreichelt und geknuddelt werden, was wir gerne tun...

An den letzten sehr warmen Tagen war sie etwas träge, was wir voll und ganz verstehen... Sie schläft an dem ihr zugedachten Platz die ganze Nacht und erwartet uns morgens freudig wedelnd im Wohnzimmer, obwohl unsere Schlafzimmertür die ganze Nacht offen steht. Obwohl sie anfangs versucht hat, meine Couch in Beschlag zu nehmen (ich musste sie 2 Mal von dieser herunter schicken), bleibt sie auch nachts auf ihrem Platz liegen.

Das mit dem Fressen wird auch besser; wir glauben ein Futter gefunden zu haben, das ihr schmeckt.Nikita

Das mit dem ins Auto einsteigen funktioniert nur, wenn einer von uns alleine auf der Ladekante sitzt und ihr ein wenig Zeit (unter 30 Sekunden) lässt – dann klettert sie murrend hinein ohne dass wir nachhelfen müssen. Wir sind überzeugt, dass das bald von alleine klappt.

Wir sind überglücklich mit Nikita und freuen uns auf hoffentlich viele Jahre mit ihr.“

Ein toller Einstieg! Doch leider stand das Glück des Trios wenig später auf der Kippe, als das Frauchen erkrankte und es über Wochen nicht klar war, ob Nikita angesichts der unerwarteten Belastung bleiben dürfte. Aber mit beeindruckender Ausdauer kämpfte das Herrchen darum, die kleine Familie zusammenzuhalten. Und es gelang! Inzwischen ist alles wieder in bester Ordnung und Nikita gehört untrennbar zu ihren Menschen.

Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass Nikitas Zweibeiner so fest zu ihr stehen. Wir wissen sie bei Familie K. in besten Händen und freuen uns, dass die drei zueinander gefunden haben.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

 


 

Jim begeistert auf ganzer Linie

Jim

Als wir Jim und seinen Kumpel Joe bei uns in der Station aufgenommen haben, wussten wir noch nicht so recht, was auf uns zukommt, denn die beiden waren Fundhunde, so dass sämtliche Angaben über die Vorgeschichte fehlten. Richtige Überraschungspakete eben – welche, die am Anfang durchaus etwas raubauzig waren und erst mal lernen mussten, dass es selbst im Tierschutz gewisse Grundregeln gibt, an die man sich halten sollte.Jim und Ghiny Wer also spazieren gehen will, der muss sich vorher sein Geschirr anziehen lassen und das möglichst ohne dem Gassigeher davor in wilden Sprüngen fast das Nasenbein zu brechen. Und es macht auch keinen guten Eindruck, wenn man zur Fütterungszeit die Angestellte anpinkelt, wenn sie einem gerade den Napf hinstellen möchte.

Es dauerte aber nicht allzu lange, bis Jim diese Spielregeln begriffen hatte. Ab da entwickelte er sich immer mehr zu einem faszinierenden und liebenswerten Rüden. Just zu diesem Zeitpunkt meldete sich ein sympathisches Paar, das seiner jungen Husky-Hündin Ghiny einen Gefährten zur Seite stellen wollte. Ursprünglich waren sie auf der Suche nach einer Hündin, doch da auch im Nachbarhaus zwei Husky-Mädels leben und in der Verwandtschaft ebenfalls Hündinnen vorherrschen, ließen sie sich auf ein Kennenlernen mit unseren Rüden ein.

In der Station kristallisierte sich dann während der Gassirunde Jim als Favorit heraus. Beim leinenlosen Spiel mit Ghiny im Gehege gab es nicht die kleinste Unstimmigkeit – es machte schon beim Zuschauen richtig Spaß. Nach diesem tollen Auftakt war die Wartezeit bis zu Jims Umzug eine regelrechte Geduldsprobe. An Ghinys 1. Geburtstag war es dann soweit: Jim durfte die Station verlassen und in ein neues Leben starten. Ab hier geben wir das Wort ab an sein neues Herrchen:Jim und Ghiny auf der Heimfahrt

„Die Heimfahrt war absolut unkompliziert. Jim ist gleich zu Ghiny in den Kofferraum gesprungen, wo sie 2,5h absolut friedlich zusammen heimgefahren sind.

Zu Hause sind wir gleich zu einer Runde los, wo wir sogar Leo (dem Golden Retriever) begegnet sind und die beiden haben sich ganz freundlich beschnüffelt und wollten gleich loslegen zu spielen.

Jim hat in aller Ruhe alles im Haus, ums Haus im Garten etc. begutachtet und hat den Rest des Tages einen Heidenspaß mit Ghiny gehabt. Füttern war ähnlich unkompliziert – beide haben ihre Schüssel unabhängig und desinteressiert des anderen geleert und als Ghiny etwas eher fertig war, hat sie Jim noch auf Distanz unbeeindruckt zugeschaut und der ließ sich auch nicht stören. Gegen 22 Uhr ist dann langsam Ruhe eingekehrt und jeder hat sich seine Ecke gesucht und geschlafen.

Jim und Ghiny

Ach ja, stubenrein klappt bis jetzt auch absolut vorbildlich – kein einziger "Unfall" und wenn wir raus sind mit beiden sofort Pipi.Jim und Ghiny beim Kuscheln

Mal schauen, was die nächsten Tage bringen, aber bis jetzt ist es als wäre er schon ein halbes Jahr da. Auch Geschirr anziehen/ausziehen oder Pfoten abtrocknen ist ohne das kleinste Meckern vonstatten gegangen und er ist unfassbar anhänglich und streichelbedürftig.“

JimFellpflege muss sein

Auch in den Tagen danach gab es von Jim nur Gutes zu berichten. Und nicht nur Ghiny, sondern auch die anderen Hunde in der Gegend hatten den Neuzugang schnell ins Herz geschlossen. Besonders wichtig war den Zweibeinern im Vorfeld, dass es mit den beiden Husky-Hündinnen von nebenan auch gut klappt, denn die Freundschaft mit deren Dosenöffnern sollte nicht leiden. Doch Jim übertraf die Erwartungen sogar noch.

Wir treffen andere Hunde

„Jim scheint sich mittlerweile eingelebt zu haben. So langsam haben wir alle Hunde, mit denen es regelmäßigen Kontakt gibt, kennen gelernt und das alles komplett ohne Probleme oder ähnlichem. Er ist UUUUUUNGLAUBLICH anhänglich, was wirklich sehr süß ist. Er folgt uns auf Schritt und Tritt. Mit Ghiny verträgt er sich absolut perfekt. Sie spielen, schlafen, fressen, laufen im Duo wie ein altes Ehepaar.

Jim und Ghiny

Wir sind wirklich sehr, sehr, sehr froh, dass wir Jim in unserem Quartett haben – er ist ein absolut feiner Kerl und so unkompliziert. Wir haben uns schon auf ein paar anstrengendere Eingewöhnungsphase-Tage eingestellt und können selbst noch gar nicht so ganz verstehen, wie einfach seine Integration war.“

Nach einer guten Woche im neuen Zuhause fanden die Lobeshymnen kein Ende…Jim und Ghiny

Jim ist definitiv angekommen. Er und Ghiny harmonieren sensationell gut. Es ist fantastisch den beiden täglich zuzuschauen. Er hat die Umgebung im Sturm erobert. Unser Nachbar ist auch fasziniert davon, wie grandios er sich verhält. Man hat ununterbrochen das Gefühl, dass er einfach alles richtig machen will. Er sucht, wenn wir unterwegs sind, ständig den Blickkontakt zu uns und weicht Ghiny nicht von der Seite. Bleibt sie stehen, bleibt er unmittelbar danach auch stehen und wartet auf sie. Rennt sie los, rennt auch er los. Egal, was vorher war.

Jim und Ghiny

Ich würde ja auch mal etwas von Schwierigkeiten oder Problemen erzählen, aber ehrlich gesagt gab es noch keine. Jim und GhinyAufgefallen ist, dass er, wenn er dunkel wird und wir noch draußen sind, sehr unsicher wird. Er weicht kaum von unseren Beinen und reagiert auf jedes kleine Geräusch sehr intensiv. Aber das hat sich auch täglich gebessert. Wir reden viel mit ihm in diesen Momenten und das scheint ihm sichtlich Sicherheit zu geben. Auch Ghiny scheint es zu merken und wirkt sichtlich auf ihn ein, dreht oft ab zu ihm und gibt ihm ein Bussi quer über die Nase. Aber im Großen und Ganzen läuft es sensationell gut. Dass es so unkompliziert wird, war nicht zu erwarten.“

Jim

Na, das ist doch umso schöner. Wir hätten zwar selbst nicht damit gerechnet, aber wir freuen uns gemeinsam mit Jims Menschen, dass er sich so nahtlos eingewöhnt hat. – Ganz herzlichen Dank an die Zweibeiner für den Mut, diese „Wundertüte“ zu adoptieren. Einen passenderen Platz hätte es für Jim wohl kaum geben können und wir wünschen dem netten Rudel noch viele schöne und erfüllte Jahre zusammen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 


 

Tjara – als Prinzessin lebt sich’s ganz gut…

Tjara

TjaraEigentlich müsste die Vermittlung einer jungen, gesunden und noch dazu so hübschen Hündin wie Tjara ja ganz einfach sein. Tja, eigentlich – wenn nur die Sache mit dem Alleinbleiben nicht wäre. Da nämlich die meisten Zweibeiner arbeiten gehen müssen, um die nötigen Groschen für sich selbst und ihre tierischen Begleiter zu verdienen, bleibt es oft nicht aus, dass die Hunde auch mal ohne menschliche Gesellschaft klarkommen müssen. Doch Tjara fällt dies sehr schwer und so schieden etliche Adoptionswillige gleich wieder aus.

Tjara

Es war schließlich ein richtiger Glücksfall, als sich Interessenten meldeten, die eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung bieten können. Erfahrung mit Nordischen war auch bereits vorhanden und die Chemie zwischen Tjara und ihren künftigen Dosenöffnern stimmte auf Anhieb. Also stand einem Umzug nichts im Wege.

Tjara im Garten

Mittlerweile hat sich Tjara hervorragend eingelebt. Aus der anfangs etwas zurückhaltenden und vorsichtigen Husky-Dame ist eine selbstbewusste, neugierige und freche Kameradin geworden, die ihr Leben in vollen Zügen genießt.Tjaras großes Gartenrevier

An Beschäftigung mangelt es nicht: da wäre zum einen der große Garten, der erkundet und bewacht werden will. Dann stehen natürlich täglich ausgedehnte Spaziergänge auf dem Programm, die gerne auch in Gesellschaft von Artgenossen stattfinden dürfen.

tjara geht mit Freunden spazieren

Gelegentliche Zerrspiele und Kräftemessen mit Herrchen ist auch nicht zu verachten. Daheim wartet dann die Pflege-Oma auf eine Stippvisite, die ihr etwas die Zeit vertreibt und zu guter Letzt soll auch die heimische Couch ihren Zweck erfüllen und dient als Kuscheloase für Mensch und Hund. Na, wenn das mal kein tagesfüllendes Programm ist!

Tjara auf der Couch

Kuschelsofa

kuscheln auf dem Sofa

Tjaras Menschen sind absolut begeistert von ihrem Familienzuwachs und können sich ein Leben ohne ihr Pelzgesicht gar nicht mehr vorstellen. Und vermutlich geht es Tjara gleich. In ihrem jetzigen Zuhause hat sie nämlich alles, was sie zum Glücklichsein braucht.

Tjara fühlt sich wohl

Wir freuen uns sehr, dass das Schicksal es so gut mit Tjara meinte und die passenden Menschen vorbeigeschickt hat – und ebendiesen danken wir, dass sie Tjara nun eine sorgenfreie Zukunft ermöglichen!

Tjara glücklich

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt