Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Dezember 2017 ein neues Zuhause gefunden haben

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Cora macht alles perfekt

Cora

CoraDie vierjährige Border-Collie-Mix-Hündin Cora kam mit ihrer Mutter Aika und der altdeutschen Hütehündin Vroni (wartet noch auf ihre Menschen) im Oktober zu uns in die Auffangstation. Die drei wurden abgegeben, weil ihr Mensch schwer erkrankt war. Cora hat seitdem eine schöne Entwicklung durchlaufen: Zunächst war sie völlig von ihrer Mutter abhängig, folgte dieser auf Schritt und Tritt. Aber bald schon, unter der richtigen Anleitung, entwickelte sie ihre eigene Persönlichkeit und ging gerne auch alleine mit auf die Spaziergänge rund um die Station. Seit dem Umzug zu ihrer Familie taut sie weiter auf: Cora

„Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

Cora hat sich in ihrem neuen Zuhause sehr gut eingelebt! Sie wird täglich lebhafter, ist total verspielt und kuschelt mit uns und ihren Hundekumpels. Streicheleinheiten und Zuwendung kann sie gar nicht genug kriegen! Nach der Zeit, die sie jetzt bei uns ist, kann ich wirklich sagen, dass Cora perfekt zu unserem Rudel und uns passt. Sie ist eine ganz wunderbare und herzensgute Hündin, die wir nicht mehr missen möchten. Wir sind dankbar und überglücklich, dass sie bei uns ist!

Cora

Danke an Euch alle, dass Ihr sie gerettet und Euch ihrer angenommen habt!

Ganz liebe Grüße und Euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Cora und ihre Familie“

Cora

Wir freuen uns sehr, dass Cora sich so gut in die neue Familie eingelebt hat und dass sie diese so schnell von sich begeistern konnte.
Wir wünschen allen eine lange gemeinsame und schöne Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Kim – ein bunter Strauß voll Leben für die wilde Hummel

 

KimKim, die eineinhalbjährige wilde Hummel mit weitgehend unbekannter Vergangenheit, sportlich, energiegeladen, zutraulich, aber auch unsicher, hat IHREN Platz in IHREM Rudel gefunden und offenbar bereits alle Rudelmitglieder um ihre Pfötchen gewickelt. Von „ganz vernarrt in sie“ bis zu „ein Lächeln auf das Gesicht zaubert“ reichen die Beschreibungen ihrer Menschen. Wir sind sehr froh, dass Kim in diesem Rudel genau den richtigen Mix aus Spiel, Sport, Spaß, Ruhe und Erziehung gefunden hat, den sie braucht, um sich zu einer Traum-Husky-Hündin entwickeln zu können.

Kim im Rudel

„Unser Glücks-Felle-Bericht ist so vielfältig, wie das Leben mit drei Hunden sein kann. Der Bericht reicht von "wir verstehen uns alle super" bis hin zu "wir lassen uns mal alle ein wenig in Ruhe". Die für uns wichtige Entwicklung dabei ist, dass Kim sich in ihre Rolle als neues Familienmitglied eingefügt hat und sie uns jeden Tag mit ihrem netten Wesen ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Nicht nur, dass sie unseren Zweithund Mika total für sich eingenommen hat und er ganz vernarrt in sie ist. Auch im Umgang mit unserem Ersthund zeigt sie sich zunehmend aufgeschlossen und ist nicht mehr unterwürfig wie am ersten Tag.Kim Sie ist sehr fröhlich und verfressen, so dass wir das Letztere gut zur Vervollkommnung der erzieherischen Übungen einsetzen können. Unsererseits mit Futtertasche bewaffnet, erfüllt sie fast alle Wünsche sogleich, und wir hoffen natürlich, dass nach einiger Zeit das dann auch ohne diese Tasche gut funktionieren wird. Rundherum sind wir nach sechs Wochen gemeinsamer Zeit sehr zufrieden, wissen aber durch unseren Zweithund, dass die Eingewöhnung eines Tierheimhundes in eine neue Umgebung insgesamt eine längere Zeit in Anspruch nimmt und sind daher ganz geduldig und zuversichtlich für die Entwicklung unseres Hunde-Menschen-Rudels.Kim beim Canicross

Hundesportmäßig stecken wir noch in den Anfängen. Geplant und in Eingewöhnung ist momentan das Scootertraining. Kim zeigt da ihr Läuferherz und ihre eigentliche Bestimmung. Das Ungestüme kann sie dann völlig rauslassen und ist sehr glücklich. Ein wenig Kommandotraining muss dann insgesamt noch geübt werden, dann läuft sie bestimmt bald auch immer in die richtige Richtung ... Beim Canicross zeigte sie bei einem kleinen Wettkampf, dass sie ganz super laufen kann. Nur der Sinn des Ganzen bis zum letzten Kilometer ging dann kurz vor Ende etwas verloren, zumal die Mäuschenlöcher zu sehr lockten... Aber der Spaß geht nicht verloren und steht im Vordergrund! Sportliche Entwicklung +++, und wir haben auch schon ein Kilo abgenommen! Trotz Leckerchen!

Kim

Mit lieben Grüßen und besten Wünschen an alle Mitarbeiter

Ihre Familie A./S“.

Solch eine Einstellung, Geduld und Zuversicht bei der Eingewöhnung eines neuen Familienmitglieds würden wir uns von so manchen Interessenten wünschen, bei denen alles (d. h. Hund) am besten gleich perfekt sein sollte. Wir bedanken uns herzlich ganz herzlich bei Familie A./S. für die Aufnahme von Kim und eben diese Einstellung. Wir können uns in Fall Kim ganz beruhigt zurücklehnen und hoffen auf weitere Berichte über Kims Entwicklung. Wir wünschen dem ganzen Rudel eine lange, glückliche und gesunde Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Kayana – Topf findet Deckel und umgekehrt

Kayana

Die eineinhalb Jahre alte, hübsche schwarz-weiße Siberian-Husky-Hündin Kayana wurde wegen Zeitmangels von ihrer vorigen Familie abgegeben. Wir haben Kayana trotz ihres jugendlichen Alters als reife, älter wirkende Traumhündin kennen gelernt, und das ist sie offensichtlich auch in ihrer neuen Familie geblieben. Alles Neue – neue Hundekumpel, Dogscooter, Hundeschule, Wohnmobil – alles wird souverän gemeistert, und jedermann und -hund ist von Kayana einfach nur begeistert: Kayana und Suki

„Kayana ist bei uns sehr gut angekommen. Sie und Suki sind wie siamnesische Zwillinge, ständig beieinander. Ein Bild von Kayana alleine zu machen, war gar nicht so einfach.

Kayana und Suki

Jetzt an den Feiertagen hat Kayana auch noch Trixi, den Hund meiner Eltern, kennen gelernt. Unser Familienrudel ist perfekt.

Kayana, Suki und Trixi

Auch in der Hundeschule hat Kayana schon viele Freunde gefunden. Sie ist sowohl bei allen Fellnasen als auch bei den Zweibeinern sehr beliebt.

Sportlich ist sie auch unterwegs und hat zusammen mit Suki schon die ersten Runden am Dogscooter gut gemeistert.

                                                                                                                                                                     Kayana und Suki am Dogscooter

Als nächstes lernt sie Urlaub im Wohnmobil kennen. Die ersten beiden Testnächte haben schon super geklappt.

Zusammengefasst haben sowohl wir als auch Kayana den richtigen Topf zum Deckel gefunden oder anders herum.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr.

Viele Grüße

Kayana mit Familie“

Wir bedanken und herzlich bei der Familie, dass die junge Kayana bei Ihnen ihre „Lebensstellung“ gefunden hat und einfach nur glücklich und unbeschwert sein darf.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Liouba – Tagebuch einer Husky-Dame (die jetzt Noora heißt)

Liouba war so schnell wieder aus unserer Station ausgezogen, dass sie es nicht auf unsere Website schaffte. Liouba lebte ursprünglich in Südfrankreich, zog als Welpe bei einem achtzigjährigen Ehepaar ein. Als diesem bewusst wurde, dass sie dem Energiebündel nicht gewachsen waren, gaben sie Liouba in ein Tierheim. Eine deutsche Tierschützerin erfuhr von Liouba, holte sie zu sich, konnte aber selbst keine Familie für Liouba finden. Schließlich übereignete sie Liouba uns. Bei uns hat Liouba sich schnell wohlgefühlt und im Rudel integriert, wurde aber auch schnell von Interessenten entdeckt, die sich in sie verliebt hatten. Nach positiver Platzkontrolle konnte Liouba dann auch schnell umziehen. Von ihrer ersten Zeit in ihrer neuen Familie hat Liouba, jetzt Noora,Tagebuch geschrieben:

Hallo,

Liouba auf dem Weg nach Hausemein Name ist Liouba. Seit Juli höre ich auf dem Namen Noora. Hier ein kleiner Auszug aus meinem Tagebuch.

Heute ist der 26.07.2017. Ich bin so aufgeregt, es ist schon 8.00 Uhr, und gleich kommt meine neue Familie. Oh, ich höre da was am Tor. Sind sie das? Ja, sie sind es. Ich kann mich vor Freude nicht bremsen. Jetzt muss ich cool bleiben, sonst denken die noch, ich hab einen Floh am Popo. Es ist so aufregend, ich darf mit Autofahren. Das macht Spaß.

Nicht mehr lang, und ich bin in meinem neuen zu Hause. Endlich sind wir da. Unglaublich, da ist ja überall Wald, und einen Fluss gibt es hier auch. Jetzt muss ich erst mal alles in Ruhe anschauen.

Noora besichtigt ihr neues Heim

Oh, wir gehen in die Wohnung. Jetzt bin ich aber richtig nervös. Erst mal überall rum tigern. Nein, ich bin so nervös, dass ich vor lauter Aufregung in die Hose machte, wenn ich eine an hätte. Ups, zu spät. Leider ist mir das nicht nur einmal passiert. Auch als die Frau von der Auffangstation da war, ist es mir passiert. Ganz schön peinlich. Aber meine neue Familie ist immer cooler geworden, sie haben mir gesagt, dass ich das nicht darf, und haben alles gleich sauber gemacht. Deswegen durfte ich in einen Raum zwei Tage nicht rein, da ist so ein alter Holzboden drinnen. Die haben bestimmt Angst, dass da was wächst. Mir ist es auch in meiner ersten Nacht passiert, aber nur einmal.

NooraWir sind dann am Morgen richtig lange laufen gegangen. Als wir wieder zu Hause waren, hatte ich richtig Durst, aber wenn ich was trinke, muss ich es ja wieder rauslassen. Ups, schon wieder ist es mir passiert, alles auf den Boden. Meine neue Familie ist sehr gut ausgerüstet und hat alles wieder reine gemacht. Sie gehen mit mir sehr viel laufen, aber ich bin immer noch nervös und unruhig, wenn wir zu Hause sind. Ich habe auch mit meinem Herrchen zusammen mein Frauchen von der Arbeit abgeholt. Jetzt werde ich langsam müde, es ist auch Schlafenszeit. Bis morgen.

Da bin ich wieder. Heute ist der 28.07.2017. Wir sind sehr zeitig aufgestanden. Mann, warum freuen die sich so? Ah, schau mal da, ich habe heute Nacht nicht in die Wohnung gemacht, das ist ja wunderbar. Mein Herrchen ist heute ein bisschen nervös, darum laufen wir auch gleich eine große Runde. Warum lobt der mich so überschwänglich? Ich pinkel doch nur. Der ist ja komisch. Wir sind jetzt im Auto und fahren Richtung Hochschule.

Noora auf dem Weg zur Uni

Jetzt ist mir klar, warum er nervös ist. Da sind so viele Leute, ein ganzer Raum voll. Da steht nur einer vorne und redet, die anderen sind still. Ok, ich bekomme das Zeichen, dass ich artig sein soll. Ich probiere es mal. Puuh, geschafft, ganze 90 Minuten ruhig halten, das war schwer. Ich muss das richtig gut gemacht haben, denn nicht nur mein Herrchen freut sich, auch die ganzen anderen Leute. Beim Spazierengehen mache ich immer noch nicht mein Geschäft, aber meine Familie ist nicht dumm, sie haben gleich kapiert, dass ich da voll im Lauf-Modus bin. Da bin ich unschlagbar. Jetzt bleiben sie solange auf der Wiese stehen, bis ich mein Geschäft mache, und dann loben sie mich so übertrieben, das ist mir fast ein bisschen peinlich. Wir bleiben den ganzen Tag an der Hochschule, und die sind alle so lieb zu mir. Am Abend wird noch gegrillt und gefeiert, dann geht es nach Hause. Noch eine kleine Runde auf der Wiese und dann schlafen.

Ein paar Tage später
Noora chilltDas war mal eine gute Nacht, ich habe geschlafen wie ein Bär. Heute habe ich auch direkt vor dem Schlafzimmer meiner Familie geschlafen. Die sind ja sooo nett. Wir sind auch schon auf dem Sprung für die morgendliche Runde, und jeden Tag laufen wir eine andere Tour. Ich hab jetzt langsam den Dreh raus wenn ich mein Geschäft draußen mache und das gleich, habe ich mehr Zeit zum Laufen. Außerdem muss sich meine neue Familie nicht mehr zum Affen machen, indem sie mich so überschwänglich loben. Das ist mir echt peinlich. Heute ist lernen angesagt, für mich und meine Familie. Später gehen wir dann wieder eine richtig große Runde. Dazwischen wird gespielt, geübt und gekämpft. Das macht Spaß. Aber wisst Ihr was? Ich liebe es vor allem, in meinem neuen Zuhause zu chillen, so sagt man das doch heutzutage.

Nach einer erholsamen Nacht beginnt der 10. Tag mit Frühsport und einer Erholungsphase. Später wird gespielt und die Grundkommandos geübt sowie eine kleine Runde zur Entspannung gelaufen. Heute wurde auch mein Verhalten beim Reinigen der Wohnung getestet. Dieser Staubsauger macht ganz schön Lärm. Aber ich bin überzeugt, dass ich das gut gemacht habe. Noora liest Hundezeitung

Heute ist Wochenende. Jetzt erst mal richtig ausschlafen. Heute kommt Besuch, ich freu mich so. Beim Laufen habe ich aber keine Zeit, um mich um den Besuch zu kümmern, denn ich muss ja Fährten lesen. Am Abend durfte ich mich über eine sehr lange Leine so richtig austoben und auspowern. Was sich durch starke Müdigkeit bemerkbar macht.

Sonntag ist auch einer meiner Lieblingstage; nach dem Joggen am Morgen muss ich mich doch nochmal hinlegen, weil ich so müde bin.

Müde nach dem Joggen

Ich wollte heute was vom Tisch klauen, aber es ist ja so schwer, das zu bekommen, was man will. Aber ich probiere es weiter. Meine Familie ist da wie ein Fels, einfach nicht zu verschieben. Am Mittag habe ich mit meinem Frauchen und der Schwiegermama einen richtig schönen Spaziergang gemacht. Am Nachmittag stehen Training und Ausruhen auf dem Plan. Abends noch eine Runde zum Abschließen des Tages und ab in die Federn.

Jede Woche erlebe ich was Neues. Ein paar Momente hat meine Familie in Fotos festgehalten.

Wandern
Hier waren wir wandern

Sonnenuntergang

Hier genießen wir den Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang
vor einem Bergrestaurant



Vor einem Bergrestaurant
Schnee, BabySchnee, Baby! Schnee
 

Zum Abschluss einige Worte von Nooras Menschen:

Wir danken dem ganzen Team für die tolle Beratung und Betreuung. Noora ist uns allen sehr ans Herz gewachsen und ist eine Bereicherung für die ganze Familie.

 

Viele Grüße

Familie S.

Wir sagen herzlich danke, dass Sie, liebe Familie S., Noora so schnell abgefangen haben und ihr nun ein huskygemäßes, aktives Leben bieten. Wir wünschen Ihnen allen noch eine lange schöne und gesunde Zeit und viel Spaß miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.


Jonas und Ingo – nie gehört?

Jonas und Ingo – nie gehört? Kein Wunder, denn keiner der beiden stand auf unserer Website zur Vermittlung. Sie sind auch, obwohl hier gemeinsam über ihre glückliche Vermittlung berichtet wird, kein „Doppelpack“. Die einzige Gemeinsamkeit ist, wie gesagt, dass sie nicht auf unserer Website zur Vermittlung standen. Nein, halt, es gibt viele weitere Gemeinsamkeiten: Sie wurden von ihren früheren Besitzern nicht mehr gewollt; sie waren „Wundertüten“ – und fanden trotzdem schnell ein neues Zuhause; sie wurden dort bei den „neuen Menschen“ so angenommen, wie sie eben sind; sie entpuppten sich – in den offenbar richtigen Händen – als Traumhunde; sie sind heute aus ihrer Familie nicht mehr wegzudenken...

Auf der Hundewiese„Jonas kam zu uns, da wir für unseren Troll einen Hundekumpel gesucht hatten. Nach einem Telefonat haben wir uns verabredet, um Jonas kennen zu lernen und um zu sehen, was Troll dazu meint. Wir waren gespannt, wie die erste Begegnung verläuft, aber als es soweit war, war alles „easy“. Die zwei haben sich kurz abgeschnüffelt, um zu sehen, wer das ist, und dann sind sie nebeneinander hergelaufen und haben an denselben Stellen geschnüffelt wie ein altes Paar. Tja, so schnell geht es manchmal… Also haben wir dann Jonas mit nach Hause genommen, er ging kurz durch die Wohnung, um sich alles anzusehen, und hat sich dann einen Schlafplatz gesucht. Und Troll, der ja eh ein sehr sozialer und freundlicher Husky war, hatte auch nichts dagegen. Die beiden haben dann auch mal gemeinsam am Sonnenplatz gelegen oder sich beim Spazierengehen gegenseitig gejagt. Auch auf der Hundewiese hatte Jonas Kontakt zu anderen Hunden, mit denen er immer klar kam. Im November ging es in die Normandie in den Urlaub mit anderen Malamuten eines befreundeten Paares… Jonas ist gerade bei Frauen ein echter Charmeur.

Aber leider musste im April 2017 Troll über die Regenbogenbrücke gehen. Was überraschend kam….

So kam es, dass wir im Oktober dann einen Kumpel für Jonas suchten, und sich Ingo vorstellte. Eigentlich hieß er Ringo, aber Ingo passt einfach besser zu ihm, irgendwie.

Ingo hatte eine schlimme Vorgeschichte, und ein Zusammenstoß mit einem anderen Hund hatte ihn zum Humpeln am Hinterlauf gebracht. Aber auch mit dem Fressen hatte Ingo Probleme, war ein lustloser Fresser, der nur das Nötigste zu sich nahm. So haben wir Ingo kennen gelernt. Wir waren spazieren mit Jonas und Ingo, und als Jonas Ingo unterwegs zum Spielen aufforderte, war alles klar. Ingo durfte die Auffangstation mit uns verlassen, und als er in das neue Zuhause kam, lief alles entspannt ab.Am StrandAm Strand

Beim Röntgen von Ingo gab es Entwarnung, die Wirbelsäule, Hüfte und Knie sind in Ordnung und ohne Befund. Und es stellte sich nach zwei Wochen schon eine deutliche Besserung ein. Das Gangbild war sichtbar besser geworden.

Und dann ging es wieder ab in die Normandie. Strand, Meer, Sonne, Spaß….
Ingo hat Wassertreten im Meer gemacht, auch mal einen Spurt über den Strand hingelegt und war auch bei Dünenwanderungen immer mit dabei. Konnte es kaum abwarten, wenn er gemerkt hat, dass es jetzt losgeht.

Auch das Fressverhalten hat sich gebessert, denn mittlerweile steht Ingo „Gewehr bei Fuß“ wenn das Futter gerichtet wird. Auch wenn manchmal noch immer nicht alles aufgefressen wird.

Aber es gibt nix Schöneres nach dem Fressen, als sich gemütlich hin zu legen….

Familie W. mit Jonas und Ingo“

 

Klingt eindeutig nach einem entspannten Miteinander von Menschen und Hunden! Den beiden Hundebuben hätte nichts Besseres passieren können, als nach ihrer Abgabe so schnell aufgefangen zu werden. Wir wünschen dem kleinen „Rudel“ noch viele schöne Jahre und viel Spaß miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Aus Tanya wird Okja, und der Name wird zum Programm

Okja

OkjaOkjaTanya wurde bei uns abgegeben, weil ihr Herrchen keine Zeit mehr für sie hatte und in der Folge überfordert war, weil Tanya eben nicht ausgelastet war. Der Abschied fiel schwer, aber zum Wohle von Tanya musste es denn sein. Auf unsere Website hat es die hübsche Dame gar nicht geschafft – ihre Katzenverträglichkeit öffnete ihr Tür und Tor in die Schweiz. Leicht war der Start dort wahrlich nicht, weder für Mensch noch für Hund:

„Nachdem wir dieses Jahr gleich zweimal Pech hatten und unsere beiden Polarhunde Eywa und Yukimo verloren haben, hat uns die NfP Tanya ans Herz gelegt. Sie kam unverhofft in die Station und war völlig überfordert mit der neuen, ihr unbekannten Situation.

Da Tanya katzentauglich ist, haben wir uns entschlossen, dem Schicksal nochmals eine Chance zu geben im Jahr 2017. Und knapp zehn Tage später, am Tag der Offenen Türe der NfP, fuhr Tanya mit uns zurück in die Schweiz. Es war Liebe auf den ersten Blick, sie kam sofort zu uns. Und wir fühlten ihre Geborgenheit und Dankbarkeit.

Okja
Okja

Doch leider ging unsere Pechsträhne von vorne los …. Nach nur wenigen Tagen erkannten wir, dass Tanya, welche nun Okja heisst, Schmerzen hat. Und zwar sehr starke. Sie wollte nicht laufen, hat sehr schlecht bis gar nicht gefressen, hatte sehr schlechte Blutwerte (zum Teil kurz vor dem Tod, die Schleimhäute waren kreideweiss, und sie hatte viel zu wenig Blutkörperchen), wollte nicht Treppen steigen geschweige denn ins Auto springen, und mochte es überhaupt nicht, angefasst zu werden. Und andere Hunde mochte sie auch nicht, wich diesen aus.Okja

Da Okja eine dreijährige Siberian-Husky-Hündin ist, konnte da etwas nicht stimmen. Da war ja unsere elfjährige Eywa fitter. Leider ist das vorher nicht aufgefallen, da Okja eine stille Dame ist, und ihren Schmerz gekonnt versteckte. Man ging davon aus, dass Okja einfach eine sehr rücksichtsvolle und ruhige Vertreterin ihrer Rasse ist. Was es ja auch gibt. Aber bei Okja traf das leider nicht zu, sondern sie war so still, weil sie Schmerzen hatte.

Nun ist Okja seit fünf Monaten bei uns, und seither sind wir auf der Suche nach der Ursache, warum Okja so starke Schmerzen hat. Wir waren bei verschiedenen Tierärzten, im Tierspital, bei Spezialisten, Neurologen und Physiotherapeuten …. Okja musste viel über sich ergehen lassen, aber Okja ist eine so tapfere Maus. Sie hat super bei allem mitgemacht, auch das MRI und die Liquor-Entnahme (in Narkose selbstverständlich) perfekt gemeistert! Es war/ist für uns alle ein sehr langer und kostspieliger Weg.

Okja

Nun seit kurzem haben wir wahrscheinlich das Hauptproblem gefunden. Okja hat Spondylose. Zudem viel zu enge Brustwirbel und einen Hick in einem Halswirbel, was auf ein Trauma hindeutet. So wie es aussieht, hat Okja ihr ganzes bisheriges Leben mit Höllenqualen überlebt. Leider ist das bisher niemandem aufgefallen und wurde auch trotz MRI und Spezialisten erst durch eine Physiotherapeutin entdeckt, und dann mit den entsprechenden Röntgenbildern bestätigt. OkjaDiese Diagnose war ein Schock, denn Spondylose bei einem dreijährigen Hund ist eine schlimme Sache. Was das für uns alle heisst? Schonen, schonen, und nochmals schonen! Also eigentlich darf Okja nichts machen, was einem dreijährigen Hund Spass macht: Spielen, toben, rennen. Okja bekommt seit Anfang August sehr starke Schmerzmittel (unter anderem Morphium), und damit geht es ihr relativ gut. Ist aber natürlich keine Lösung für den Rest ihres hoffentlich langen schmerzfreien Lebens.

Wir erkennen Okja seit November fast nicht mehr. Die sehr ruhige, zurückhaltende Hündin, welche nicht laufen, springen, geschweige denn etwas von Spielen oder anderen Hunden wissen wollte, ist nun eine freche aktive Hündin. Sie liebt andere Hunde, liebt es zu springen und zu spielen, wobei wir sie schonen und bremsen müssen, da sie sonst kurze Zeit später die Quittung fürs Herumtollen bekommt, nämlich starke Schmerzen. Und das ist nicht immer so einfach, denn endlich lebt sie. Sie ist ein totaler Ball-Freak und liebt alles, was quietscht, sich bewegt und man stibitzen kann.

Mit den Katzen verträgt sie sich super und fordert diese seit kurzem immer wieder zum Spielen auf. Wobei die Katzen sie gnadenlos ignorieren, und dann Okjas Gesangstalent zum Vorschein kommt. Die Papageien können über ihren Kopf hinwegfliegen, das interessiert sie zu 90 % überhaupt nicht. Nur wenn diese zwei Rabauken lustige Geräusche von sich geben, versteht Okja die Welt nicht mehr und sucht vergeblich nach der Quelle. Okja hat noch nicht verstanden, dass das die Papageien sind, die sich einen Spass daraus machen, sie zu veräppeln! Okja

Sie bereichert jede Sekunde in unserem Leben und ist eine wirklich tolle Hündin geworden. Nun gehen wir zweimal wöchentlich mit ihr zur Physiotherapie (welche sie nicht sooo gerne mag, da das natürlich wieder mit Schmerzen verbunden ist), aber wir sehen deutliche Fortschritte. Sie kann mit anderen Hunden herumtollen, und geniesst das Leben einer dreijährigen, quirligen Polarhündin. Wir haben zudem einen neuen Weckdienst dazu bekommen, denn Okja ist eine Frühaufsteherin, und punkt 05:30 Uhr beginnt sie damit, uns mit ihrem Gesang zum Aufstehen zu bewegen. Immerhin wartet draussen die grosse weite Welt auf die noch so unerfahrene freche Okja.

Täglich entdeckt sie neue „Gefahren“ auf den Spaziergängen. Sei es der Misthaufen, ein Papier in der Wiese oder der Anhänger der Pöstlerin, alles wird erforscht und genau inspiziert. Und wenn nötig vertrieben. Es ist schön, mit anzusehen, wie sie beginnt, das Leben zu geniessen! Sie ist eine sehr lernbegeisterte Hündin, welche für ein Haribo-Gummibärchen ALLES macht.

Wisst Ihr, was Okja übersetzt heisst? Nein? Dann verraten wir es Euch. Wir haben mit Okja SUPER SCHWEIN gehabt, und genau das bedeutet ihr Name. Wir haben zwar noch einen sehr langen und schwierigen Weg vor uns, aber wir werden alles Nötige dafür tun, dass Okja endlich schmerzfrei durchs Leben rennen kann.

Okja

M. und P. mit Okja“

Wir sind überwältigt, wie diese Familie zu Okja hält trotz deren schwerwiegender gesundheitlicher Probleme – ganz herzlichen Dank dafür. Wir drücken alle verfügbaren Daumen und Pfötchen, dass Okja wirklich bald gesund und schmerzfrei durch ihr neues Leben rennen kann, und wünschen eine lange und schöne gemeinsame Zeit!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Tiu – der Stationsclown ist nun Eidgenosse

Der zweijährige Samojeden-Mix-Rüde Tiu ist Eidgenosse geworden. Das ist sicherlich das richtige Klima für unseren Stationsclown, wie auch auf den ersten Fotos von seiner neuen Familie zu sehen ist.

Tiu, Ankunft in der Schweiz
nach der Ankunft in der Schweiz.

und schon in den Alpen
Und schon in den Alpen

Tiu
Wie komme ich nur an das Fressen ran?

Tiu
Oh, ein neuer Nachbar...

Tiu liebt Kälte
Kälte gefällt ihm...

Wir hoffen, dass Tiu trotz allem Übermut vernünftig genug ist, auf seine Gelenke aufzupassen, und wünschen dem neuen Menschen-Hund-Gespann alles Gute.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 


Lumi - Weil einfach, einfach zu einfach wäre...

Lumi

Gott sei Dank sehr selten, steht so manches Mal eine Vermittlung irgendwie unter keinem so guten Stern und gestaltet sich als recht kompliziert.

LumiLumi war nach einigen Kennenlern-Besuchen umgezogen und es schien für eine Weile, als habe sie endlich ihr Zuhause für immer gefunden.
Weit gefehlt – Veränderungen im Leben des neuen Besitzers führten Lumi schon nach sehr kurzer Zeit wieder zurück zu uns in die Vermittlung. Lumi musste vom Besitzer in einer Hunde-Pension untergebracht werden, da sie die Hunde der neuen Partnerin innerhalb der Wohnung nicht duldete.

Lumi wurde wieder als „suchend“ auf unserer Website vorgestellt, aber gemeldet hat sich leider niemand. Bis zu dem Tag, als ein Arbeitskollege der Erstbesitzer von ihrem Schicksal erfuhr. Herr O. kannte Lumi von klein an und hatte sie in seiner Familie öfter bei Urlaub der Erstbesitzer betreut. Er nahm Kontakt zu uns auf und nach einigen organisatorischen Hindernissen sollte die Hündin fest übernommen werden.

Doch auch hier ergaben sich unvorhergesehene Ereignisse oder klarer gesagt, geplante Veränderungen, wie der Umzug in ein Haus, die dann doch nicht eintraten.Lumi

Also suchten wir für Lumi wieder nach den passenden Menschen. Aber wenn die Geschichte hier enden würde, wäre es zu einfach. Der „Arbeitskollege“ ließ nichts unversucht, Lumi von der Haltung her doch mehr bieten zu können und seine Mühe wurde mit Erfolg belohnt, dass sich ein weiteres Familienmitglied in die Betreuung einbrachte.
Nun stand einer festen Übernahme nichts mehr im Wege und für die Tochter war sowieso schon lange klar, dass Lumi für immer bleiben sollte.

Für Lumi hätte es besser nicht kommen können, sie kennt und mag die Menschen und diese sind im Umgang mit ihr versiert, so dass sie auch dort wieder frei laufen kann, so wie sie es von klein an kennt. Für Lumi recht wichtig, da sie sich weigert, ihr Geschäft an der Leine zu verrichten.
Auch wir waren vom Hin- und Her wenig begeistert, aber letztlich geht’s um das Wohl des Hundes.

Wir hoffen, dass nun diese Vermittlungs-Odyssee wirklich ein Ende gefunden hat und Lumi ihren Lebensabend bei Familie O. verbringen wird und wünschen den Zweibeinern und Lumi ein weiterhin glückliches Zusammenleben. Lumi

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

Liebes Nothilfe-Team,
liebe Besucher der Website,

wir kannten Lumi schon als Welpe und hatten sie ab und zu bei Urlauben oder Besuchswochenenden der Besitzer in Pflege gehabt.

Fest davon überzeugt ihr mit einem Wohnort in der Stadt und mit einer Wohnung nicht gerecht werden zu können haben wir sie nicht sofort übernommen als sie obdachlos wurde. Aber als uns die Nachricht erreichte, dass auch der neue Besitzer sie auch nicht behalten konnte und sie in einer Hundepension wohnte, gab es kein Halten mehr:

Lumi

Hin und Lumi holen war eines - Nachdenken kam leider erst anschließend.

Bei jeder Diskussion wie es mit ihr weitergeht hat Lumi ganz einfach mit entschieden: Angetrottelt kommen, sich anschmusen und treu gucken...Lumi

Und um die Sache zu entscheiden, hat sie sich der Tochter der Familie angenommen. (Hoffentlich bleibt das auch so wenn der erste Freund ansteht!)

Jetzt steht für alle fest: Lumi ist ein Teil der Familie.

Sie frisst getrockneten Lachs, ihre Menschen Reis. Sie bestimmt den Urlaub am Hundestrand der Ostsee, ihre Menschen verzichten auf die Atlantikküste Südfrankreich - na und!

Ein Graffiti aus einem U-Bahnhof in Berlin erklärt, warum Lumi sich einfach nur dankbar zeigt:

Lumi

Wenn ein Hund nur darf, wenn er soll,
aber nie kann, wenn er will,
dann mag er auch nicht,
wenn er muss.

Wenn er aber darf, wenn er will,
dann mag er auch, wenn er soll,
und dann kann er auch,
wenn er muss.

Denn schließlich:
Hunde, die können sollen,
müssen wollen dürfen...

 Familie O. mit Lumi

Greta – gerade noch mal mit einem blauen Auge davongekommen – heißt jetzt Lupa

Greta

Als Greta bei uns auf der Station Einzug hielt, brachte sie pure Lebensfreude mit. Die bereits 11-jährige Hündin genoss das Leben in vollen Zügen. Sie ließ auch keinen Spaziergang und kein Spiel mit Artgenossen aus und wies mit ihrer souveränen Lebenserfahrung den einen oder anderen Schnösel in die Schranken.

Es dauerte ein bisschen, bis Interessenten auf sie aufmerksam wurden. Passend zu ihrem Glückstag mit der ersten Begegnung mit dem neuen Frauchen hatte sie sich noch ein ‚Boxer-Outfit‘ zugelegt. Aber selbst das schreckte Frau G. keinesfalls ab. Lesen sie selbst über die folgenden Wochen in der Schweiz:

Hallo ihr lieben Zwei- und Vierbeiner in Gauselfingen, ich bin es, eure Greta, die wilde Hummel aus der Senioren Abteilung.

GretaViel Laub lag auf den Wegen und die Sonne wärmte meinen Pelz, als ich mit zwei neuen Frauen und einem neuen Hund auf eine Spazierrunde gehen durfte. Ich konnte zwar nur mit einem Auge schauen, das zweite war noch zugeschwollen von einer heftigen Spieleinlage, aber die Drei schienen ganz ok, und das andere Ende der Leine war mir eigentlich egal, Hauptsache es war was los. Frohgemut lief ich mit meinem drolligen Watschelgang vorne weg und zeigte schon mal, wo’s lang ging. Als wir wieder auf die Station zurück kamen, habt ihr Menschen viel geredet und schliesslich Papiere hin und her geschoben. Ich habe derweil munter alle Ecken parfumiert, Hund weiss ja nie.

Tatsächlich ging dann plötzlich alles ganz schnell. Ich wurde in den hinteren Teil dieser Kiste auf vier Rädern gepackt, Deckel zu und los.Wälder, Felder und Häuser zogen ganz schnell an uns vorbei und ich wurde ständig hin und her geschüttelt. Was soll das? Mir war gar nicht wohl! Viel später, draussen war es dunkel, hat die Kiste angehalten und die eine neue Frau ist mit den Papieren ausgestiegen. Als sie wieder zurück kam meinte sie ich wäre jetzt Eidgenossin? Mir doch egal, ich wollte nur raus aus dieser Kiste!

Als es dann endlich soweit war, wäre ich doch lieber sofort wieder eingestiegen und zu meinen alten Kumpel zurück gefahren. Erst musste ich im Haus vier Stockwerke hoch klettern. Das dauerte, da ich auf jedem Zwischenboden eine Pause brauchte. Als es dann nicht mehr weiter ging, versperrte mir Kelly, der neue Hund, knurrend und Zähne fletschend den Einlass. Selbstverständlich habe ich zurück geknurrt, aber das hat sie gar nicht beeindruckt. Die neue Frau hat versucht ruhig mit uns zu verhandeln, aber das haben wir ignoriert. Also wurde ich kurzerhand auf die Terrasse gebracht und mit einem langen Seil angebunden. Greta Im FahrradanhängerUnser Drohgehabe haben wir durch die Fenstertüre fortgesetzt. Nach und nach wurden Decken, Matten, Futter- und Wassernapf, Spielis und zuletzt eine Hunde-Farradanhänger-Hütte gebracht. Soll das jetzt meine neue Unterkunft sein? Ich habe gleich einmal losgeheult, geheult, geheult und gebellt – sollte bloss die ganze Umgebung erfahren, dass ich nicht alleine sein und zu meinen Freunden gehen wollte!

Hatte alles nichts genützt, nicht einmal mein Fressstreik, die waren sturer als ein Husky. So musste ich meine erste Nacht draussen im Fahrradanhänger verbringen.
Am nächsten Morgen habe ich sehr früh auf mich aufmerksam gemacht und hatte damit Erfolg. Ich wurde losgebunden und angeleint. Die Treppen runter zu gehen habe ich mich geweigert, ich durfte mit dem Aufzug fahren. Dann ging es los. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und war ganz aus dem Häuschen: Gehweg, Unterführung, eine riesige Pfütze, Schiffe, Wellen, Enten, Schwäne, Möven, Krähen, Tauben, Störche, Hühner, Gänse, Geissen, Schafe, Esel, andere Hunde, kleine und grosse Menschen, Fahrräder, Kinderwagen, Stöcke... am interessantesten fand ich die kleinen Wollschweinchen, ich habe sie zum Spielen aufgefordert, ihnen die Schnüffelnase abgeleckt und mich am Zaun entlang gerieben, was sie dann auch taten. Ich wollte da gar nicht mehr weg und später noch lange wieder zurück. Die Schweinchen wurden meine Freunde, sie kamen mich munter begrüssen, wenn wir bei ihnen vorbei spazierten. Leider müssen sie nun in ihrem Haus bleiben.Greta und die Schweinchen

Nicht nur die Schweinchen freuen sich, wenn sie mich sehen, meine Rädelsführerin sagt, dass ich eine Herztürchen-Oeffnerin bin; ich zaubere vielen Begegnungen ein Lächeln ins Gesicht.
Ob ich es wohl einmal schaffen werde, Kelly ein Lächeln abzuringen? Meine Aufgaben hier wären, Kelly die einsamen Wartezeiten und das Auswärts in die Ferien gehen zu erleichtern und mit ihr zu spielen. Mit meinen Menschen ist sie ganz lieb, schlau, geduldig und folgsam (also lieb und schlau bin ich auch!) aber mit mir... Alle meine, mittlerweile auch sanften und leisen Spielaufforderungen beantwortet sie mit einem Knurren. Immerhin kriegen wir uns nicht mehr so oft in die Wolle. Wenn ich einen Abstand von einem Meter einhalte, bleibt sie friedlich. Drei Ausnahmen gibt es sogar; im Aufzug, beim Belohnen unterwegs und beim Mäusebuddeln darf ich ganz nah sein.

Kelly und Greta beim Mäusebuddeln

Mit meiner Managerin bin ich ganz zufrieden. Wir sind viel unterwegs und entdecken neue Wege. Ich habe gelernt, dass die Kiste auf vier Rädern gar nicht so übel ist und ich kann auch schon viel besser einsteigen. Sie fordert mich manchmal zu einem Spiel auf, knuddelt mich, hilft mir beim Fressen, wenn es nicht so gut klappt und hält Kelly in Schach, wenn nötig. Wenn sie zuhause ist, bin ich immer in ihrer Nähe und am allerliebsten würde ich auf ihrem Sofa kuscheln, aber das darf ich nicht – na ja, so schnell gebe ich natürlich nicht auf. Zickig wird sie nur, wenn wir Mädels uns zoffen oder wenn ich mal wieder die Wohnung markiert habe.Greta im SchneeGreta im Schnee

Etwas ganz Besonderes sind die Tage, wenn der Haupt-Mann unseres Rudels da ist. Meistens fahren wir dann mit der kleinen Kiste eine Weile auf kurvigen Strassen zu einem kleinen Häuschen. Da gibt es Hügel, grosse Wiesen und Wälder, Schnee und viel Bewegung an der frischen Luft. Da darf ich an der ganz langen Leine frohgemut um meine Leute herumflitzen und sie auch mal einwickeln. So sind meine Beine schon etwas kräftiger geworden und ich darf mit meinem Helden joggen gehen. Wir sind ein tolles Gespann, das macht Spass!

Habe ich euch schon erzählt, dass die mich gar nicht mehr Greta rufen? Ich höre jetzt auf „Lupa“ – wenn ich will. In meiner alten Heimat soll dies früher ein beliebter Mädchenname gewesen sein und in einer anderen Sprache sagt man das zu einem Wolfsweibchen – das verpflichtet, wouhhhh. Na, vielleicht sollte ich es nicht übertreiben, schliesslich möchte ich hier bleiben und meine Zweibeiner weiterhin um meine Pfoten wickeln, und irgendwann vielleicht auch Kelly.

Meine lieben Freundinnen und Freunde in Gauselfingen, meine Familie und ich wünschen euch von Herzen eine schnee- und lichterreiche Adventszeit und ein fröhliches Weihnachtsfest mit vielen Leckereien!

Greta und Kelly

Eure Lupa-Greta

Wir blieben stets in Kontakt und hielten die Luft an, als wir erfuhren, dass Lupa krank ist. Niemand hätte das vermutet und es machte uns sehr traurig. Umso glücklicher waren wir, als Frau G. signalisierte, dass Lupa bleiben darf und es keine unüberwindbaren Herausforderungen gäbe.

Wir sind zutiefst dankbar, dass Familie G. zu Lupa steht und wünschen dem vierer-Team eine baldige und lange unbeschwerte lebensfrohe Zeit miteinander. Niemand anderem hätten wir lieber ‚unsere‘ Greta anvertraut.

Das Team der NfP - Freudenstadt


Unsere wunderbare Emma

So wunderbar die dreijährige Emma auch ist – sie hatte es schwer, bei uns Interessenten auf sich aufmerksam zu machen: Als Labrador-Mix war sie eine „Exotin“ unter unseren Nordischen, die wir übernommen haben, weil unser Veterinäramt uns darum gebeten hatte und wir einsprangen, weil im Tierheim kein Platz war. Zu allem „Übel“ (so sehen dies leider und ungerechtfertigerweise viele Menschen) ist Emma auch noch groß und pechschwarz.Emma Es galt also, einen der wenigen Menschen zu finden, die der Meinung sind, „black is beautiful“, oder denen das Aussehen egal ist und für die hauptsächlich die inneren Werte zählen. Bei Emmas neuen Menschen scheint beides zuzutreffen, so begeistert, wie sie über Emma schreiben. Uns wundert dies nicht, denn wir haben Emma als eine überaus freundliche Hündin kennen und lieben gelernt. Sie war zwar aufgrund ihrer Vorgeschichte in unbekannten Situationen ängstlich bis panisch, aber immer gut händelbar, und fremden Menschen gegenüber zeigte sie Interesse. Ihre Ängste hat Emma bei ihren neuen Menschen in der kurzen Zeit schon so gut wie abgelegt:

„Seit dem 22.10.2017 lebt die wunderbare Emma nun schon bei uns in Neuss. Wir können uns einen Tag ohne sie nicht mehr vorstellen.

Emma hat sich sehr schnell eingelebt und sich an den neuen Rhythmus gut gewöhnt. Sie liebt, wie wir, die langen Spaziergänge in den Feldern. Oft geht Emma mit Brötchenholen und wartet schon ganz ruhig vor der Bäckerei. Jeden Morgen begleitet sie meine Tochter zum Kaninchenfüttern in den Garten. Emma

Emma hat kaum noch Ängste. Am Anfang machten ihr z. B. Mülltonnen, Mülltüten oder der Fernseher schwer zu schaffen. Das ist jetzt alles kein Problem mehr. Am Wochenende waren wir sogar mit Emma shoppen. Sie hat ein neues Geschirr und eine neue Leine bekommen.

Durch die täglichen Übungen mit der Schleppleine und das Training in der Hundeschule hat es Emma sogar geschafft, die Spaziergänge in gewohnter Umgebung ohne Leine zu gehen. Emma ist aus jeder Situation sofort abrufbereit. Sie ist einfach toll!

Auch mit ihren Artgenossen ist sie sehr verträglich und tollt auf der Hundewiese mit vielen Hunden wild herum. Uns geht jedes Mal das Herz auf, zu sehen, wie viel Freude Emma das Spielen mit ihren Artgenossen macht. Sie hat schon viele Hundefreundinnen und Hundefreunde gefunden.

Wir freuen uns auf alles, was noch kommt.

Ein großes Dankeschön an die Auffangstation, die so tolle Vorarbeit geleistet hat.

Emma

Viele liebe Grüße
E. H. „

Wir freuen uns sehr, dass wir für die bisher vom Leben nicht verwöhnte Emma ein so tolles Zuhause finden konnten und wünschen allen eine lange und gesunde gemeinsame Zeit!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.


Yasi – ohne Hund geht es nicht

YasiDie fünfjährige Siberian-Husky-Hündin Yasi ereilte das Schicksal so manchen Fellträgers:
Irgendwann wurde irgendjemand in der Familie allergisch, und klar, die Ursache der Allergie muss aus dem Haus. Yasi hat bei ihren vorigen Besitzern mit im Haus gelebt, als Einzelhund, denn offenbar kannte sie Hundegesellschaft nicht, jedenfalls nicht über längere Zeit. Schlechte Voraussetzungen für ein – wenn auch nur vorübergehendes – Leben in unserer Station. Wir haben sie dann schrittweise an ein Leben in einer Hunde-WG herangeführt, indem Yasi immer wieder eine kleine Auszeit in der Quarantänestation abseits von ihren neuen Kumpeln nehmen durfte. So passte sich die quirlige, freundliche Hündin schnell an die neue Situation an.
Und kein Wunder, zumal wir nichts Negatives über Yasi schreiben konnten und sie ja auch ausgesprochen hübsch ist, fand sie recht schnell Interessenten, und aus diesen Interessenten wurde ihre heutige Familie:

                                            Yasi 

„Nach Monaten voller Trauer um unsere Inci und des Alleine-durch-die-Gegend-Laufens war klar, es geht nicht ohne Hund. Also auf nach Gauselfingen! Schon nach der vierten Gassirunde mit Yasi war klar: die kommt mit! Als wir sie abgeholt haben, hat sie sich sofort ins Auto gelegt, als ob sie schon immer dabei gewesen wäre! Zuhause angekommen hat sie sich gleich mit unserem Porzellanhund angelegt, dann aber ganz entspannt geschlafen bis zum Gassigehen. Sie freut sich über jeden Hund, den wir treffen, und spielt auch gleich. Allerdings ist sie, seit sie hier ist, um einiges lebhafter geworden. Zuhause ist sie ein Traum.

Yasi

Liebe Grüße M. S.“

Mehr Worte braucht es nicht. Yasi hat die Lücke, die Inci hinterlassen hat, gefüllt und Menschen und Hund sind glücklich miteinander. Da bleibt uns nur, allen eine lange glückliche gemeinsame Zeit zu wünschen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Ein neues Zuhause für Cara

Cara

Cara im GartenCara war ein unbeschriebenes Blatt, als sie nach Deutschland kam. Sie war in Rumänien in einem Tierheim abgegeben worden, man wusste nichts über sie. Private Tierschützer brachten sie nach Deutschland, als sie kein Zuhause für Cara fanden, übereigneten sie sie uns. Cara war nur 13 Tage in der Station, schaffte es nicht einmal auf unsere Website. Denn auf der Suche nach einer Nachfolgerin für ihre verstorbene Malamutehündin wurde eine Familie auf sie aufmerksam. Es klappte auch mit der Ersthündin, und so durfte Cara umziehen.

                                                           Cara mit Freund im Garten 

„Nach dem viel zu frühen Tod unserer Malamutehündin Hetty suchten wir, um unsere Trauer und die Trauer unserer Malamutehündin Kira zu überwinden, nach einem neuen Zweithund. Kira und CaraBei der Nothilfe für Polarhunde e.V. Freudenstadt wurde uns die gerade erst auf Umwegen aus Rumänien eingetroffene Cara vorgestellt. Die ängstliche Unterwürfigkeit war gepaart mit viel Lebensfreude und großer Neugier. Zu diesem Kennlerntermin war natürlich auch unsere Kira dabei, zeigte aber wenig Interesse an Cara, aber auch keinerlei Abwehrverhalten.

Nach unserem zweiten Besuch in der Auffangstation Burladingen konnten wir die kleine Cara mitnehmen. Ihre panische Angst ins Auto zu steigen verlor sie bald, denn sie merkte, dass wir immer wieder zu ihrem neuen Zuhause zurückkamen.

Unser Grundstück ist eingezäunt, und Cara kann hier frei herumlaufen, was sie sichtlich genießt. Ihre Lebensfreude wurde durch die Geduld und Zuneigung unserer Kira noch verstärkt.

Die ersten sechs Wochen war sie auf unseren Spaziergängen immer angeleint, in dieser Zeit lernte sie einige Grundkommandos in Deutsch und wie sie sich auf den Wegen in Wald und Flur verhalten soll. Mittlerweile läuft Cara frei ohne Leine, natürlich abseits von Straßen, und ist sehr gut abrufbar.

Cara ist neben unser Kira der zweite Goldschatz, sie ist bei allen unseren Freunden und Verwandten sehr beliebt, ganz besonders bei Kindern.

Wir möchten allen Mitarbeitern der Nothilfe für Polarhunde e.V. Freudenstadt ganz herzlich danken, ganz besonders der Stationsleiterin.

Herzliche Grüße

Familie F.“

Wir bedanken uns herzlich bei Familie F., dass Sie sich auf das Abenteuer Cara eingelassen haben, und wünschen allen eine lange gemeinsame Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt