Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im August 2018 ein neues Zuhause gefunden haben

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Silver – nicht mehr wegzudenken!

Silver

Das bisherige Zuhause des sechsjährigen Husky-Rüden Silver war ein Garten. Vor einiger Zeit hat er auch dieses Zuhause verloren, weil seine Besitzer keine Zeit mehr für ihn hatten.Silver mit Freund Silver ist mit Artgenossen sehr gut verträglich, aber seine ganze Liebe gilt den Menschen. Sein großes Problem war/ist das Alleinebleiben, aber wir sahen es nicht als unmöglich an, dass er dies lernt. Er ist zwar immer noch nicht gerne alleine, aber er kann es zur Not, muss es allerdings in seiner neuen Familie auch nicht oft, denn er darf mit ins Büro:Silver am Rad

"Hallo, liebes Team der Nothilfe für Polarhunde, wie versprochen ein paar Bilder und einen kurzen Bericht über Silver.

Am Anfang war er etwas zurückhaltend, aber immer mittendrin, meist liegend. Sobald man die Straßenschuhe in die Hand nimmt, ist er bereit und wartet vor seiner Leine und ist etwas enttäuscht, wenn er nicht mit darf, denn alleine bleibt er nicht gerne.

Für lange Spaziergänge oder einen kurzen Ausflug mit dem Fahrrad ist er immer zu haben. Es sollte aber nicht zu früh sein, er schläft gerne aus. An den heißen Tagen hat es sich auch herausgestellt, dass er gerne schwimmt. Nicht nur ein bisschen planschen, sondern ganz rein und sofort geschwommen. Er lässt auch selten einen Bach aus, wenigstens Reinstehen muss sein.

Silver liebt Wasser

Im Büroalltag hat er sich schnell eingefunden - schlafend unter dem Schreibtisch. Er spürt aber genau, wenn die Mittagspause naht, da wird er aktiv und unterhält alle Anwesenden mit seinem "Gesang", dass er jetzt bereit für einen Spaziergang ist. Genauso freut er sich auch über den Feierabend.

Liebe Grüße aus dem Schwarzwald

Familie F."

Wir freuen uns sehr für den lieben Huskybuben, dass sich seine heutige Familie von seinem Handicap „will nicht alleine bleiben“ nicht abschrecken ließ und ihm ein Zuhause geschenkt hat. Wir wünschen Ihnen eine lange und glückliche gemeinsame Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Keyla und Yuma, die glücklichen – oder - eine ungewöhnliche Geschichte

Es geschieht manchmal, dass es ein Hund nicht in unsere Vermittlungsseite schafft, weil er schneller Interessenten findet, als wir seinen Text fertig haben. Dieses Glück hatten sowohl Keyla als auch Yuma, die beide – zeitversetzt - in der gleichen Familie ankamen.

Keyla und Yuma Keyla und Yuma

"Hallo liebes Team und Freunde der Nothilfe für Polarhunde,

vor genau vier Jahren fand unser erster Besuch auf der Station in Gauselfingen statt. Dort wurden wir herzlich begrüßt und gleich auch alle auf der Station lebenden Nordischen gezeigt und vorgestellt. An diesem Tag wurde auch gleich ein erster Termin fürs „Gassi-Gehen“ ausgemacht. Und, ab da an, waren wir mit dem „Husky Virus“ infiziert. Wöchentlich zu den Gassi-Zeiten besuchten wir unsere nordischen Fellnasen und führten sie bei jedem Wetter, ob Regen, Schnee oder sommerlichen Temperaturen, immer regelmäßig aus. Es waren viele Hunde, die kamen mit ihren Geschichten, die wir streichelten, kraulten, bürsteten und liebten. Und es tat auch immer ein wenig weh, wenn sie die Station verließen, natürlich mit dem Wissen, dass sie in eine neue, bessere Zukunft starteten.
Aber so langsam kam uns der Gedanke selbst einem Nordischen ein neues zu Hause zu geben. Wir, die noch nie einen Hund hatten und dazu noch unsere Katze Lilly! Dann vor ungefähr zwei Jahren kam Keyla in unser Leben.

Keyla Keyla Keyla

Ein 8-Monate altes Husky-Mädchen, war damals auf der Station eingezogen, scheu, schüchtern und hatte noch nicht viel im Leben gesehen.
Sie wurde in Ungarn geboren, landete irgendwie in Italien in einem Tierladen, wurde dort von Tierschützern entdeckt und kam „Gott sei Dank“ in die Station.
Sofort hatten wir uns in das hübsche Husky-Mädchen verliebt und als die Stationsleiterin dann noch zu uns sagte: „Ihr müsst nicht nur reden, sondern auch handeln“, war in einer Woche alles geregelt.

Zuerst wurde von jedem Familienmitglied Urlaub für die Eingewöhnungszeit eingereicht, dann erklärte der Chef das „Ja“, sodass Keyla tagsüber mit ins Geschäft durfte.
Von nun an bereicherte Keyla unser Leben.

Keyla und Yuma Keyla und Lilly Keyla

Wir waren natürlich sehr aufgeregt und gespannt ob alles gelingen würde, auch mit unserer Katze, aber es ging meistens alles gut. Bis auf unseren Garten, der von Keyla natürlich umgestaltet wurde (schließlich muss man ja flexibel bleiben).
Bei der Arbeit wurde es viel interessanter mit ihr und auch beim Gassi gehen sieht man vieles, was man ohne Hund nie sehen würde! So hatte sich Keyla bei uns eingelebt und war aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Weiterhin gingen wir regelmäßig nach Gauselfingen um die Fellnasen auszuführen und Keyla viel Kontakt zu anderen Hunden zu ermöglichen.

Keyla und Yuma Yuma Husky

So kam es, wie es kommen musste. Yuma, ein stattlicher 4-jähriger Husky-Kerl, war im Mai auf der Station angekommen. Ein „Sahneschnittchen“ wie die Stationsleiterin sagte: aufgeschlossen, verschmust und offen für Menschen.

Yuma Yuma

Nun durften wir ihn mit zu unserer Gassi-Runde nehmen. Es war eine sehr lange Gassi-Runde, denn wir hatten uns in den Prachtburschen verliebt und Keyla war auch sehr angetan von ihm. Nach einer Woche begleitete Yuma uns nach Hause.

Keyla und Yuma Keyla und Yuma

Somit tollen die beiden im Garten miteinander, natürlich wird auch ausgetestet wer das Sagen hat und ab und zu werden die Zähne gezeigt, wenn es zu wild wird. Doch meistens schmeißt sich Yuma auf den Rücken und dann beruhigt sich alles wieder. Anschließend wird ein ausgiebiges Schläfchen gemacht.

Keyla und Yuma Keyla und Yuma Lilly und Yuma

Mittlerweile hat er sich auch mit unserer Katze Lilly angefreundet, aber das braucht alles seine Zeit! Bei der Arbeit musste er zuerst alle begrüßen und alles beschnuppern, bis er sich dann unter den Schreibtisch legt und ein Nickerchen macht. Auch sonst bei den Gassi-Runden auf der Station ist er immer dabei. Wir sind meistens in einer größeren Gruppe unterwegs, da sich das Husky-Virus in unserer Familie weiter ausgebreitet hatte. Daher sind wir immer mit einem größeren Rudel unterwegs.
Sie sind jetzt ein echt tolles Team, Keyla und Yuma. Aus unserer Familie nicht mehr wegzudenken und wir hoffen sie noch lange bei uns zu haben.

Keyla und Yuma

Liebe Grüße an alle
Keyla und Yuma und das ganze Menschen-Rudel"

Wir möchten uns bei Familie G. recht herzlich für ihr stets verantwortungsbewusstes und einfühlsame Handeln im Sinne der Tiere bedanken und wünschen Keyla und Yuma noch viele schöne Jahre im Kreise ihrer neuen Familie. Wir freuen uns immer wieder, die beiden mit der gesamten Großfamilie zur ‚Gassi-Time‘ zu sehen.

Das Team der NfP - Freudenstadt