Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Dezember 2018 ein neues Zuhause gefunden haben

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Cher - aus großen Ohren und einem artigem Wesen kann nur eines werden: Großartig!

Mit knapp einem Jahr haben wir Cher von einem anderen Tierschutzverein übernommen. Etwas verunsichert durch die vielen neuen Reize begann die am 20.06.2017 geborene Hündin ihren Alltag auf der Station.
Schnell entwickelte sich der schöne Husky - Mix mit den großen Ohren zu einer fröhlichen und überaus quirligen Mitbewohnerin, die vor allem zu Fütterungszeiten oder draußen an der Leine, auch mal ihren Anstand vergaß und vor lauter Glück und Lebensfreude, sowie gesundem Appetit, ein klein wenig hibbelig agierte.

Doch Cher ist voller Vertrauen in die Menschen und nahm die Trainingseinheiten in Sachen Ruhe und Gelassenheit gerne an.
So war es nicht anders zu erwarten, dass Cher Besuch auf der Station bekam und von ihrem neuen Frauchen vom Fleck weg adoptiert wurde.

Cher

Die beiden passen sehr gut zusammen und es wird viel für die gemeinsame neue Zukunft geübt. Das anfängliche schwierige Thema des Alleine Bleibens wird derzeit mittels einer Hundepension gelöst, in die Cher gebracht wird, während Frauchen die ‚Schweineohren verdienen‘ geht. Die liebevolle Konsequenz zahlt sich langsam aus, wir erfahren immer wieder kleine Erfolgserlebnisse in der positiven Entwicklung des Mensch-Hund-Teams. Und sehen konnten wir es am Weihnachtsmarkt bei dem Besuch der Beiden auch!
Die große Geduld und die viele Energie helfen und schweißen zusammen.
Vielen herzlichen Dank dafür.

Wir wünschen dem Team weiterhin viel Spaß zusammen und sind gespannt auf die Post, die wir vielleicht bald aus dem neuen Zuhause bekommen werden.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Hope – jetzt Nikki
"Gegen die Schmerzen der Seele gibt es nur zwei Heilmittel -
Hoffnung und Geduld"
(Pythagoras)

Hopes Name war Programm.
Voller Zuversicht und grenzenloser Lebensfreude zog die hübsche Husky - Mix Hündin von einer anderen Tierschutzorganisation im Sommer 2018 zu uns in die Auffangstation.
Zu diesem Zeitpunkt war Hope ein knappes Jahr alt (geb. am 27.07.2017) und wusste noch nicht viel von der großen, weiten Welt.
Aber es war, als wüsste sie genau, dass das Glück bereits in Form von liebevollen Menschen auf sie wartet und sie gab sich größte Mühe, in kurzer Zeit so viel wie möglich zu lernen von all den Dingen, die ein kleiner Hund können sollte.

Sie wurde zutraulich, lernte an der Leine laufen, unternahm erste Spaziergänge, blieb immer fröhlich und blickte voller Hoffnung in die Zukunft.
Geduld war allerdings nie Hopes Stärke, somit war klar, dass ihre Menschen den geduldigen Part in der zukünftigen Hunde - Mensch - Familie übernehmen können sollten.
Und genau diese Menschen ließen nicht lange auf sich warten.
Hope war nach einem ausgiebigen Schnuppertest genauso begeistert wie ihre Besucher und zeigte sich von ihrer besten Seite.

Hope

Wie nicht anders zu erwarten tobte sie sich in die Herzen ihrer Menschen und bereits nach kurzer Zeit hieß es für sie Sachen packen.

Hope

Unsere kleine Hündin hat nun gefunden, was sie gesucht hat und es ist an der Zeit, Abschied zu nehmen und sie in ihr Glück zu entlassen.
Auch ihren Namen braucht sie nicht mehr, sie muss nicht mehr hoffen, sie hat gefunden. So wird aus Hope Nikki, die, ohne sich umzudrehen, mit ihren Menschen in das gemeinsame Leben spaziert.

Hope

Wir haben weiter Kontakt und erfuhren, dass Nikki anfangs Mühe mit lösen hatte, da sie wenig entspannt war, aber das hat sich schnell gelöst. Von der Katze hat sie am ersten Tag eine Ohrfeige kassiert, daraufhin ist Nikki abgezottelt, das braucht wohl noch etwas Zeit. Nikki freut sich aber schon über die Wiese unterhalb des Hauses, da hat es ganz viele Mauselöcher. Ein Versuch, einen Markt zu besuchen hat nicht funktioniert, da wollte sie auf keinen Fall hin. Sie schläft gern in Ruhe im unteren Stock und wie man auf dem Bild sieht, wurde das Bett schon ausprobiert. Und sie traf sich bereits zweimal auf dem Hundeplatz mit Freunden zum Spielen, danach war sie platt. Ihre Menschen haben echt Freude an ihr und sind offen für alles, was da noch kommt.

Nikki erobert das Bett Nikki auf dem Hundeplatz müde vom Toben

Wir wünschen Nikki noch ein kleines bisschen mehr Gelassenheit und ihren Menschen Geduld, aber wir wissen, dass sich Mensch und Tier gefunden haben. Das haben die drei uns am Weihnachtsmarkt ‚live‘ bestätigt.
Alles Gute für Euch!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Asira (jetzt Samira) - Gesehen und geliebt

Die Siberian Husky Hündin Asira wurde am 03.11.2011 geboren und kam im Alter von 7 Jahren zu uns auf die Station. Abgegeben wurde sie zusammen mit ihren Gruppenfreunden Rakete und Grinch und sie lebte sich schnell und ohne Komplikationen in ihrer neuen Umgebung ein.
Schnell erkannten wir, dass Asira nicht nur ein sportlicher, sondern auch sehr menschenbezogener Husky ist, die einen großen Bedarf an Streicheleinheiten hat.
Auf diese musste Asira nicht lange warten. Kaum auf der Station angekommen, hatte sie schon Verehrer und ehe wir uns versahen,  konnte Asira uns schon wieder verlassen in ein neues und glückliches Leben.
Husky erfahrene Menschen mit liebevollen Händen nahmen die schöne Hündin gerne bei sich auf.

Asira, jetzt Samira - Abholung

 Sie trägt jetzt den Namen Samira und wir hören nur Erfreuliches aus ihrem neuen Zuhause von der Genießerin auf vier Pfoten:

‚Hallo liebes Nothilfe-Team,

nun bin ich schon 5 Wochen bei meinen neuen Eltern und es ist an der Zeit, dass ich einen kurzen Zwischenbericht abgebe.
In meinem neuen Zuhause habe ich mich schon sehr gut eingelebt. Der schöne Garten in Blaubeuren gefällt mir sehr. Dort kann ich mich richtig austoben (und auch manchmal graben). Aber auch die große Dachterrasse in Kirchheim ist nicht schlecht. Dort gibt es einen Wintergarten und viele Pflanzen für mich. Aber am schönsten sind die ausgedehnten Spaziergänge mit meinem neuen Papa. Manchmal kommt er ganz schön ins Schwitzen mit mir. Meine Mama hat leider noch nicht so viel Zeit, um mit mir on Tour zu gehen. Leider muss sie immer noch viel arbeiten. Sie hat mir aber versprochen, dass sich dieser Zustand in absehbarer Zeit ändert. Wenn sie mit mir Gassi geht, versucht sie mir Italienisch beizubringen. Dann muss ich auf Anweisungen hören wie "giri a sinistra / a destra, vai avanti al .... e cosi via. Sie lässt ihr ganzes geballtes Wissen vom Italienisch-Kurs an der Volkshochschule auf mich los. Was man so als Hund im Alter noch lernen muss! Die beiden sind sehr lieb zu mir; man kann richtig gut schmusen und kuscheln mit ihnen. Eigentlich sollte das Schlafzimmer für mich ein Tabu sein, aber mit viel Durchsetzungsvermögen habe ich jetzt dort meinen Platz erobert. Manchmal schlafen wir auch zu Dritt im Bett - das ist natürlich das Highlight.

Auch die Küche ist nicht zu verachten. Neben dem üblichen Trockenfutter gibt es z. B. Hähnchenbrust, Rindfleisch und ab und an auch schwäbische Spätzle. Abends bekomme ich ein Betthupferl. Ich glaube, ich habe schon ein wenig zugenommen, aber mein Herrchen sagt: "Ein Mädchen braucht ein bisschen weibliche Rundungen." Manchmal muss ich für kurze Zeit alleine sein. Das passt mir natürlich überhaupt nicht. Ich bin es leider nicht gewöhnt, alleine zu sein. Na ja, meine Eltern sind der Ansicht, dass wir daran noch ein bisschen arbeiten müssen.

Ansonsten gibt es nichts zu meckern - ich bin rundum zufrieden und möchte mich bei euch danken, dass ihr mir ein so gutes neues Zuhause vermittelt habt.
Auf ein Wiedersehen freut sich eure Samira.
Viele liebe Grüße auch von meinen Eltern.‘

SamiraSamira

Liebe Samira, der Dank liegt ganz auf unserer Seite! Wir freuen uns von ganzem Herzen, dass sich drei so prima harmonierende Wesen auf der Alb gefunden haben. Wir konnten am Weihnachtsmarkt Eure drei gleichermaßen strahlenden Gesichter bewundern, das war ein wunderschöner Anblick! Ihr seid immer wieder herzlich willkommen! Bis bald…

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Loup -
"Es gibt keinen Weg,
der nicht irgendwann nach Hause führt"
(Volksweisheit)

Wie ein Designer Stück wurde der schöne Huskywelpe Loup gehandelt und über online Seiten verkauft an Menschen, die sich mit ihm schmücken wollten.
Zu seinem großen Glück ist der am 10.02.2018 geborene Loup mit Leib und Seele ein echter Husky und bewies unermüdlich immer und immer wieder, dass er mehr braucht, als ein schickes Halsband und Strasssteine am Futternapf.
Und obwohl er mehrfach den Besitzer wechselte, machte er weiter freundlich und konsequent auf Hundeart auf seine wahren Bedürfnisse aufmerksam, bis er verstanden, nicht mehr weiter verkauft, sondern zu uns auf die Alb gebracht wurde.

Von hier aus gab es kein Halten mehr.
Der fröhliche Welpe war wissbegierig, lernbereit und liebte die große, weite Welt, die sich ihm nun zeigte.

 Loup

Und schneller als die meisten unserer Hunde hatte Loup seine neue Familie gefunden, die ihn mit ihrer Hündin zusammen oft besuchten und auf lange Spaziergänge mitnahmen, um ihn letztendlich für immer nach Hause zu holen.

Loup

Wir wünschen Loup und seiner Familie eine glückliche Zeit und freuen uns immer wieder, dass es so viele Menschen gibt, die wissen, dass ein Hund die Seele schmückt, nicht den Leib.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Thore - weißer Riese mit besonderen Eigenheiten

Der am 15.06.1016 geborene Thore wurde im Sommer wegen Überforderung bei uns abgegeben.Thore
Der hinreißend schöne, stattliche weiße Riese war ein rassetypischer Jäger, voller Kraft, Energie und jugendlicher Lebensfreude.
Menschen gegenüber aber reagierte er misstrauisch und zurückhaltend.
Kamen Fremde ihm ungebeten zu nahe, machte er sofort und mit Nachdruck deutlich, dass dies für ihn ein "No go" ist.

Inzwischen hat Thore Menschen gefunden, die von ihm keinen Vertrauensvorschuss erwartet haben, sondern sich dieses liebevoll und souverän erarbeiten. So hat er Vertrauen gefasst und zeigt sich anhänglich und verschmust.Thore
Der mutige Husky begleitet seine Menschen überall hin, geht brav an der Leine und lässt sich von Besuchern seiner Menschen auch mal mit Leckerli davon überzeugen, dass nicht jeder Fremde eine Bedrohung ist.
Die vorhandene Hündin wird wohl nicht seine große Liebe werden, aber Thores Menschen sorgen mit großer Zuversicht und Durchhaltevermögen erfolgreich dafür, dass die Hunde friedlich und freundschaftlich zusammen leben.

Thore

Es ist schön, zu wissen, dass es unerschütterliche Menschen gibt, die das Gute in unseren Huskys sehen und bereit sind, es wieder hervor zu holen, ohne zu erwarten, dass morgen in Ordnung ist, was vielleicht bisher ein Huskyleben lang gar nicht in Ordnung war.

Alles Gute für Thore und seine Familie,

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt