Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juli 2018 ein neues Zuhause gefunden haben

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Milow – endlich ein Zuhause für immer

Milow

Der hübsche eineinhalbjährige Siberian-Husky-Rüde war schon „durch mehrere Hände gegangen“, bevor er bei uns landete. Schon wieder alles auf Anfang, hat Milow wohl gedacht, und entsprechend verunsichert war er zunächst in der Station. MilowAber dies sollte der Anfang eines neuen Lebens sein. Dringend brauchte der freundliche junge Hundemann endlich Orientierung und Stabilität in seinem noch so jungen Leben – und genau dies bekommt er nun in seiner neuen Familie. Dass er dort der dritte Hund im Bunde ist, gefällt Milow sehr gut. Milow

Hallo liebes Team der NfP,

vor vier Wochen kam eine Familie zu Euch, die mit mir spazieren ging. Sie hatten noch einen Husky-Rüden dabei. Als der Spaziergang zu Ende war, ging es aber nicht zu Euch, sondern ins Auto. Im Auto war eine Hunde-Box, vor der hatte ich etwas Angst und wollte nicht einsteigen, doch mit gutem Zureden haben sie es dann doch geschafft, und es ging in mein neues Zuhause. Nach zwei Stunden Fahrt war es soweit, und wir kamen an. Sie haben auch noch eine Aussi-Hündin; mit ihr habe ich schnell Freundschaft geschlossen.

Milow und seine Gang

MilowMilowDie ersten paar Tage war ich etwas zurückhaltend, doch das legte sich ziemlich schnell. Als sie am Mittag grillierten, hatte ich Angst vor den Stäben, die sie in der Hand hielten. Doch ich lernte schnell, dass ich ihnen vertrauen kann sowie sie auch mir und dass mir nichts passieren wird.

 

Sie haben einen riesigen Platz, auf dem ich immer mit meinen Hundekumpels rumtoben darf. Ich bin froh endlich ein Zuhause gefunden zu haben, indem ich bleiben darf.

Liebe Grüße

Milow, die Hunde-Gang und Familie F.

 

 

Endlich durfte der junge Huskybub in einer Familie so richtig ankommen. Wir freuen uns sehr für ihn, dass seine Odyssee nun zu Ende ist, und bedanken uns herzlich bei Familie F., dass sie sich für Milow entschieden haben. Wir wünschen der ganzen Familie und Hunde-Gang eine lange glückliche Zeit miteinander.

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Ukko (ehemals Kaleb) – der Beau – Fotos sagen mehr als Worte

Wenig konnten wir über den im Dezember 2014 geborenen hübschen Husky-Rüden, den wir von einer anderen Tierschutzorganisation übernommen hatten, schreiben, und so bestand seine Vermittlungsanzeige hauptsächlich aus Fotos.Ukko, ehemals Kaleb Diese waren wohl entsprechend anziehend, denn schon bald fand sich eine neue Familie für Kaleb:

UkkoHallo liebes Nothilfe-für-Polarhunde-Team,

nun ist etwas mehr als eine Woche vergangen, seit Ukko bei uns eingezogen ist. Nach anfänglichen kleineren Differenzen seitens Sukkla ist nun wieder Harmonie eingekehrt.

Der kleine Mann ist ein Goldjunge, er ist neugierig, aufmerksam, wissbegierig, knuddelig und hat so manchmal seine „fünf Minuten“, da flitzt er wie von der Tarantel gestochen durch den Garten.

Ukko schwimmt gerne

Er hat schon sämtliche Herzen erobert. Mittlerweile hat er schon die ganze Husky-Gang kennengelernt und hat viel Spaß beim Spielen und Laufen. Ukko schwimmt gerne, genießt lange Wanderungen und erschnüffelt Stück für Stück den Schwäbischen Wald.UkkoUkkos Gang

Die Futterumstellung und die gemeinsame Verköstigung der drei war von Anfang an kein Problem. Unser kleiner Mann hat auch schon verstanden, dass mit Ukko er gemeint ist und die Zweibeiner hinter ihm nicht nur komische Laute von sich geben.

Ukko

Liebe Grüße von

M. und S. K.

Da bleibt uns nur, herzlich danke zu sagen für die herzliche Aufnahme von Ukko/Kaleb und dem ganzen Rudel eine lange und schöne gemeinsame Zeit zu wünschen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. v., Freudenstadt


Navajo, der Coole

Navajo ist schon etwas ganz Besonderes – und doch auch wieder nicht. Besonders ist sicherlich seine „Rasse“: vermutlich ein Saarloos-Wolfhund-Mix; seine Augen: eins blau, das andere grün; zwar aus privater Haltung stammend, hatte er aber vor seiner Vermittlung noch nie ein Haus von innen gesehen, er hatte nur in Keller und Garten leben dürfen, was seinem freundlichen und offenen Wesen jedoch keinen Abbruch getan hatte. Das „Nicht-Besondere“ an Navajo: Er ist ein typischer Junghund, grade einmal ein Jahr alt geworden, voller Tatendrang, voller Flausen im Kopf, austestend, was geht (und was nicht). Zum Glück hat Navajo in seiner neuen Familie ein ganzes „Trainerteam“, das ihn in sein Erwachsenenleben begleitet und ihn anleitet: Frauchen (in seinem Bericht „Chefin“ genannt), drei Vierbeiner-Kollegen, eine Hunde-Sitterin und zu guter Letzt auch eine Hundeschule:

"Liebes NfP-Team,

wo soll ich anfangen?

Dass ich jetzt ein neues Zuhause in der Schweiz bei meinen drei Kollegen Black Youkon, Chinook und Muna habe, ist der Vermittlung von Ismo, dem Schlauen, zu verdanken. Über die Information, dass für Ismo Ende April der Startschuss für den Auszug aus der Auffangstation eingeleitet wurde, hat sich meine neue „Chefin“ sehr gefreut, denn sie hat die Schwester von Ismo seit drei Jahren bei sich bzw. sie weiss, dass auch die Eltern und die Geschwister ein tolles zu Hause haben. Auf jeden Fall hat sie halt wegen mir nachgefragt, und nach einigem Informationsaustausch zwischen den Menschen wurde kurzfristig ein Besuch in der Auffangstation geplant.

Am Sonntag, den 24. April, konnte ich erstmals meine drei Kollegen im Areal kennen lernen. Neben den beiden Mädels Chinook und Muna auch den alten Herrn Black Youkon, der aber nur Youkon gerufen wird. Alles in allem war dieser Erstkontakt unter uns vier Nasen ziemlich entspannt und vielversprechend, so dass der Umzug in die Schweiz gleichentags beschlossene Sache wurde.

Navajo im neuen RudelDa es ja aber nicht nur um mich alleine, sondern eben auch um meine drei Kollegen ging, hat sich meine „Chefin" mit der Zusammenführung noch Zeit genommen. Sie ist mich dafür den ganzen Mai besuchen gekommen, sie hat mich zusammen mit den anderen drei Kollegen vor das Trike gespannt, und ich durfte Zugarbeit kennen lernen. Auch Kuscheln und Schlafenbei der „Chefin", bei den anderen Hunden Mitfressen bzw. wiederkehrende Spaziergänge mit allen drei oder mit Youkon alleine standen auf dem Plan. Das Gute daran: Ich konnte alle meine neuen Kollegen in Ruhe kennen lernen bzw. ich bekam immer wieder Ruhephasen bei meinen NfP-Kollegen im Areal. Das ging so lange, bis meine „Chefin“ Ende Mai noch einmal kam und mich dann mit zu sich nach Hause nahm.

Die Nacht vor der Heimreise wiederum wurde von heftigem Durchfall überschattet. Ob das alleine dem Umzugsstress geschuldet war, lässt sich nicht genau sagen, nur so viel: Meine Chefin musste in der Nacht vor der Heimfahrt jede Stunde mit mir raus…
Die Heimfahrt ging dann gut über die Bühne, aber wir alle waren bei der Ankunft ziemlich müde. In den ersten beiden Wochen zu Hause habe ich dann meine Kollegen etwas besser kennen gelernt, ich durfte jeden Morgen am Trike laufen bzw. wir haben zusammen im Garten „gechillt“…

Nun sind seit meinem Auszug aus der NfP vier Wochenvergangen und ich kann bestätigen: Es geht mir super gut. Ich habe innerhalb weniger Tage nach dem Einzug festgestellt, dass es im 1. Stock ein Schlafzimmer mit integrierter vier Quadratmeter grosser Liegematte gibt (wobei meine „Chefin" die Nutzung der Liege zu Anfang noch etwas begrenzen musste: Denn diagonal bzw. auf der Seite der „Chefin" auf dem Bett liegen, geht fairerweise nicht, daneben und längs ausgerichtet ist aber nach Ansicht der „Chefin“ kein Problem).

Mit Chinook, meiner «raufbegeisterten» Kollegin, habe ich fast täglich eine „Gaudi“, wobei sie mir zwischenzeitlich auch mal ein paar Pflöcke einschlägt. Vor allem wenn ich zu „frech" werde oder den „Kühlschrank“/den Sommerschlafplatz der „Chefin" im Garten zu meiner Ressource erkoren möchte. Dann kracht es kurz im „Gebälk". Das tönt dann immer recht laut, nach 10/20 Sekunden ist es aber wieder vorbei, und wir beruhigen uns schnell wieder (die „Chefin" lässt uns diese Meinungsverschiedenheiten austragen, sie kontrolliert uns danach einfach auf „Löcher").

Von Muna wiederum kann ich, was das Ziehen am Trike betrifft, sicher noch einiges lernen. Muna läuft ja immer im Lead bzw. im Gegensatz zu mir „Cheechako“ lässt sie sich halt durch keine äusseren Einflüsse ablenken. Daheim scheint Muna wiederum noch etwas irritiert von mir als Neuzugang zu sein, wir haben aber „null Stress“ bzw. können nebeneinander schlafen und beginnen miteinander zu spielen. Navajo und Muna

Was Youkon betrifft: Der ist, wenn ich das richtig versteh, etwas „genervt" von mir… dabei ärgere ich ihn ja gar nicht (Pfadfinder-Ehrenwort, so was mach ich nicht)! Meine „Chefin" meint auch: Es liegt nicht an meinem Verhalten oder dem fehlenden Respekt vor dem „alten Herr", sondern einfach an dessen Alter. Doch wenn ich bedenke, dass Youkon schon über 13 Jahre alt ist, dann kann ich gut nachvollziehen, dass man einen grossen Wunsch nach Ruhe verspürt. Youkon blufft mich dabei vor allem von der Seite an, er „schimpft", wenn ich mit Chinook „rumalbere" und damit Unruhe verursache. Aber hej, sein „Gemotze“ wird weniger. Bzw. wenn wir alle am Trike laufen, am Fluss baden gehen oder den Sonnenuntergang geniessen, dann können wir auch entspannt nebeneinander liegen und stehen.

Jetzt fängt dann langsam die Zeit an, wo meine Chefin mit mir in die Hundeschule gehen will. Sie hat mit mir schon angefangen, kleine Übungseinheiten zu trainieren; dabei durfte ich Leckerlis suchen, Rampen hoch und runter gehen, Futterbeutel bringen. Das beste daran: leckere Würstchen. Die kriege ich übrigens auch von der Hundesitterin Y.. Sie hat gerade zu meiner „Chefin" gemeint, dass ich ein ganz Netter beim Warten bin und schon genau verstanden habe, dass Youkon immer als erster drankommt.

Zu Hause habe ich mir einige Lieblingsplätze ausgesucht bzw. ich hab tolle Plätze gefunden. Einige davon sind im Haus und vor allem im Schlafzimmer, der andere ist auf der Hundehütte, den ich dann aber mit Chinook teilen muss. Das Gute daran: Ich sehe immer sofort, wer kommt. Ich helfe auch immer mit, wenn es ums Melden geht. Meine Stimme ist zwar noch etwas hoch, ich schaff es auch noch nicht ganz über die gesamte Länge, meine „Chefin" belustigt dies, sie meint halt: „Junghund". Auch dass ich manchmal noch Dummheiten im Kopf habe, die Küchenpapierrolle in tausend Fetzten zerlege, die Schuhe rumtrage und alles erst mal ins Maul nehme, nimmt sie mir bis jetzt nicht krumm, aber das soll sie Euch selber bestätigen…

Navajo ist jetzt seit Ende Mai bei mir, und er macht es super. Er ist ein kleines charmantes „Schlitzohr", das langsam beginnt, seine Grenzen zu testen. Sei dies, indem er mein Kopfkissen besetzt, sei dies, wenn er ins eingezäunte Areal soll, sich auf den Rücken legt bzw. sich nicht angesprochen fühlt. Navajo ist ein liebenswürdiger „Junghund", der sein Leben geniesst und viel Freude in mein Leben bringt. Die Entscheidung, Navajo zu übernehmen, habe ich neben verschiedenen anderen Faktoren von der gesundheitlichen Verfassung von Youkon abhängig gemacht. Navajo bringt dafür alle Voraussetzungen mit, und ich bin einfach nur glücklich mit meinem Entscheid. Ich freue mich auf den Zughundesport mit meinem Team und auf den kommenden Winter in den Bergen.

Dem ganzen NfP Teammöchte ich für das entgegengebrachte Vertrauen und die zur Verfügung gestellte Infrastruktur während der Vergesellschaftung danken. Ohne diese wäre die Übernahme und Integration von Navajo in mein bestehendes Team nie so harmonisch verlaufen…

Ich verspreche, mich zu melden bzw. weitere Bilder von Youkon, Chinook, Muna und Navajo zu schicken.

Liebe Grüsse und bis bald

N.D."

Wir bedanken uns herzlich für die liebevolle und äußerst gut vorbereitete und wohl überlegte Aufnahme von Navajo und freuen uns, dass sich Navajo nicht zuletzt deswegen sehr schnell eingelebt hat. Wir wünschen dem ganzen Team ganz viel Zeit und Spaß miteinander und viele aufregende Winter in den Bergen!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Buddy (ehemals Pax) – das kleine Hunde-Einmaleins wird kein Problem werden

Den eineinhalbjährigen Siberian-Husky-Rüden Pax haben wir von einem anderen Tierschutzverein übernommen. Hübsch, freundlich zu Menschen und mit viel Gespür im Umgang mit seinen Artgenossen – so haben wir ihn in der Station kennen gelernt. Klar, dass ein Husky in diesem Alter auch noch seine Grenzen austesten möchte, aber das bekommen sein neues Frauchen J. und seine „Lebensgefährtin“ Arkani ohne Probleme in den Griff:Buddy und ArkaniBuddy und Arkani

Hallo zusammen,

die ersten vier Wochen sind dann fast um, und Buddy (ich konnte mich einfach nicht mit dem Namen Pax anfreunden) hat sich bisher recht gut eingelebt.

Buddy und Arkani

Die Fahrt war unspektakulär, Arkani akzeptierte ohne Probleme einen weiteren Mitfahrer auf ihrer Rückbank, beide lagen entspannt bis nach Hause. Daheim erst einmal den Garten inspizieren lassen - ganz ohne Stress und Hektik. Als draußen erkundet war, sind wir ins Haus, aber erst einmal auf der mittleren Ebene geblieben. Alles wurde mit einer erstaunlichen Ruhe unter die Nase genommen.Buddy mit Hundekumpel Ein Sprung auf Mutters Bett, was ich ihm aber gleich untersagen musste. Auf die obere Ebene sind wir dann erst abends, als es zu Bett ging. Er schaute sich gar nicht groß um, stieg selbstverständlich mit aufs Bett und kuschelte sich extrem an mich, und dann war Ruhe.

Er ist ein super lieber Kerl, der schon viele Freunde gefunden hat, sehr verspielt und verschmust ist er, bisher die vier Stunden allein bleiben mit Arkani kann er, und er zieht schon super am Fahrrad mit. Allgemein zieht er eben noch sehr auch beim normalen Gassi, aber es gibt auch schon Momente, wo er sich benimmt. Gastronomie und bei Freunden grillen etc. ist auch kein Problem, er liegt lieb mit Arkani hin.

Er hat zwar noch sehr viel nachzuholen, grad was das kleine Hunde-Einmaleins betrifft, aber das sind alles Sachen, die einfach jetzt ein wenig Zeit brauchen und kein Problem darstellen sollten.

Er wird in einem halben Jahr noch einmal tierärztlich komplett durchgecheckt werden, um zu schauen, wie die Muskulatur sich aufgebaut und somit dann vielleicht sein Gangbild auch stabilisiert hat und hoffentlich auch HD ausgeschlossen werden kann.

Buddy und Arkani

Ich danke auf jeden Fall erneut für das Vertrauen.

Arkani, Buddy und J.

Das klingt nach einem Traumstart in ein neues Leben für den jungen Husky-Mann. Wir freuen uns sehr für Buddy/Pax, dass nun sein Leben in „geordneten Bahnen“ verläuft und er zwei Damen an seiner Seite hat, die ihn lieben und zugleich auch liebevoll anleiten. Wir bedanken uns sehr herzlich für die liebevolle und verständnisvolle Aufnahme von Buddy/Pax in Ihrem „Rudel“.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt