Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juni 2018 ein neues Zuhause gefunden haben

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Charly – will noch viel lernen

Charly

Der im März 2017 geborene Husky-Mix landete wegen Überforderung seiner früheren Besitzer bei uns in der Station. Dabei ist Charly ein sehr freundlicher und gelassener Hund und ein äußerst angenehmer Begleiter auf Spaziergängen, da er meist, ohne zu ziehen, in angenehmem Tempo an der Leine läuft. Egal wie hübsch, Mixe tun sich immer ein bisschen schwer mit der Vermittlung, und so dauerte es auch bei Charly, bis sich die richtigen Menschen für ihn meldeten. Seit circa vier Wochen lebt Charly nun in der Schweiz, hat schon viel erlebt in dieser Zeit und noch mehr vor sich:CharlyCharly

"Liebes Team der NfP,

nach knapp vier Wochen seit meinem Auszug aus der Station will ich Euch doch ein paar Infos über mein neues Zuhause geben.

Nach 2,5 Stunden Autofahrt, die ich sehr genossen habe, durfte ich meine neue Umgebung erkunden. Ich kam in ein schönes großes Haus mit großer Terrasse und großem Garten. Auch ein Bettchen stand für mich bereit. Ich habe mich ganz artig benommen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Doch wegen der ganzen Aufregung habe ich doch glatt die Stubenreinheit vergessen. Zum Glück war mein Frauchen sehr verständnisvoll - mein Herrchen fand das gar nicht lustig - und hat mit mir circa eine Woche lang fleißig geübt, bis ich wieder wusste, wie das funktioniert.

Charly und Rusty

Charly und RustyKlar, es gab so viel Neues zu entdecken, so viele Katzen in der Umgebung, der Wald in unmittelbarer Nähe, einen Pferdehof und, und, und .... Einen Kumpel habe ich auch; Rusty heißt er und ist viel kleiner als ich, aber doch ein paar Jahre älter. Zwischen uns gab es nach ein paar Tagen eine handfeste Auseinandersetzung, aber Rusty hat mich doch ganz klar in die Schranken verwiesen. Seit die Fronten geklärt sind, sind wir dicke Freunde.

Am liebsten bin ich mit meinem Frauchen draußen im Garten und helfe ihr bei der Gartenarbeit. Das macht richtig Spaß. Frühmorgens sitze ich auch sehr gerne auf der großen Terrasse und höre den vielen Vögeln zu, die munter zwitschern und den Tag begrüßen. Obwohl ich schon viel kann, habe ich die erste Trainingsstunde mit meiner Trainerin Petra hinter mir. Da ich doch sehr in den Jagdmodus umschalte, wenn eine Katze oder ein Fuchs oder ein Dachs oder ein Marder auftaucht - und von denen gibt es viele, auch Rehe, vor denen habe ich aber doch Respekt - hat mein Frauchen etwas Mühe mit mir und wird demnächst in der nächsten Trainingseinheit fleißig mit mir draußen üben. Auch an Trainingsspaziergängen werde ich mit meiner Familie regelmäßig teilnehmen, ich möchte doch schließlich noch viel lernen und andere Kollegen kennenlernen und mit denen spielen.

Charly

Also, mir geht es richtig gut. Spätestens am Weihnachtsmarkt sehen wir uns wieder. Bis dahin wünsche ich Euch alles Gute und viel Erfolg bei Eurer Arbeit. Und vielen, vielen Dank für die gute Betreuung bei Euch!

Liebe Grüße aus der Schweiz
Euer Charly und Familie H.

P.S.: Ach ja- und Berge gibt es hier auch viele!"

Lieber Charly, wir freuen uns sehr, dass Du nach dem anfänglichen „Problemchen“ nun schon ein tolles Team mit Deiner Familie und Deinem Hundekumpel bist. Du scheinst dort zu wohnen, wo andere Urlaub machen. Genieße es und lass es Dir gut gehen. Deiner Familie sagen wir ganz lieben Dank, dass sie Dich so willkommen geheißen hat. Auf das Wiedersehen freuen wir uns natürlich ganz besonders, aber auch über kleine Berichte und schöne Fotos zwischendurch.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

Juno (ehemals Silas) – kein Tag mehr ohne ihn!

Juno

Silas war abgegeben worden, weil seine ehemaligen Besitzer mit ihm überfordert waren und weil es Stress mit der ebenfalls zur Familie gehörenden Hündin gegeben hatte. Recht schnell konnte der hübsche vierjährige Siberian-Husky-Rüde eine Interessentin begeistern und durfte als Juno bei ihr einziehen. Vier Wochen nach Junos Umzug erreichte uns ein immer noch begeisterter Bericht seines Frauchens.JunoJuno

Liebes NFP-Team,

am Sonntag sind es dann vier Wochen, wo mein super guter Bube Juno (ehemals Silas) bei mir sein Zuhause gefunden hat. Und ich kann Ihnen sagen, kein Tag mehr ohne meinen Juno!

Er hat sich unterdessen sehr gut eingewöhnt, und wir haben unsere Routine/unseren Ablauf gefunden. Anfänglich, vor allem die ersten sieben Tage, folgte er mir in der Wohnung auf Schritt und Tritt, nicht mal meinen Toilettengang konnte ich ohne Juno machen (hihi), aber mit Übung und Sicherheit-Vermitteln ist jetzt vor allem zu Hause alles easy und normal.

Juno

Auch das Alleinebleiben habe ich ab der zweiten Woche ins Training eingebaut, und auch das klappt jetzt bereits sehr gut und ohne Stress für Juno, so dass er bereits auch mal eineinhalb Stunden alleine sein kann oder könnte.

JunoDie Spaziergänge sind unterdessen auch entspannt geworden, anfänglich war für Juno halt alles neu, und er wollte nur vorwärts und zog ziemlich heftig (wohlverstanden, er muss nicht Fuß laufen), aber er hatte richtig Drang nach vorne und laufen, laufen, laufen. Unterdessen können wir schön zügig marschieren, an der Zehn-Meter-Schleppleine, entspannt, Juno kann schnüffeln, ganz locker, kann sich auch auf mich konzentrieren und zwischendurch etwas lernen miteinander, neuen Dingen können wir jetzt gemeinsam begegnen, weil er sich auf mich einlässt und zu mir kommt, was wunderschön ist.

Womit er noch Mühe hat, ist alles, was sich bewegt, wie z. B. Kühe, Schafe, Pferde, da reagiert er sehr heftig mit Bellen, und Bellen tut er sonst wirklich nie. Aber da sind wir auch am Üben. Wohne ja schließlich auf dem Land.Juno

Begegnungen mit anderen Hunden sind bis jetzt sehr gut verlaufen. Ich kann eindeutig sagen, dass Juno Weibchen auf Anhieb besser mag als Rüden, und bei den Rüden kommt es dann darauf an, wie der andere reagiert. Aber ich bin auf Juno sehr stolz, und er macht es super!

Wir sind jetzt auch in der Hundeschule, finde diese Begegnungen tun ihm wie auch mir gut. Er macht ganz toll mit, obwohl lange Fuß laufen, Sitz und Platz findet Juno dann nach einer Weile doof, "Duuuu Mami" (hihi), jetzt ist genug mit dem Artigsein“ und macht dann "Blödsinn" ... ja typisch Husky ... aber ich liebe einfach diesen Charakter, und für mich ist das absolut in Ordnung.

Sobald dann die Wiesen gemäht sind, fange ich mit Juno den Aufbau in der Fährtenarbeit an. Mal schauen, ob ihm diese Arbeit Spaß macht.

Ja, es gäbe eigentlich noch viel zu schreiben, weil ich und Juno sehr viel erleben, weil wir sehr viel miteinander unternehmen, weil er eingebunden ist in meinem Leben und ein fester Bestandteil in meinem Leben geworden ist. Sicherlich muss er noch einiges lernen, aber alles step by step. Wichtig sind zuerst einmal eine gute und solide Bindung und das Vertrauen ineinander, und ich kann Ihnen sagen, in den nur vier Wochen ist da schon viel Nähe entstanden.

Juno

Ich bin sehr glücklich mit Juno, und ich liebe meinen Hund ohne Wenn und Aber!

Wenn ich in Junos Augen schauen darf, blüht mein Herz auf und ich empfinde einfach nur große Dankbarkeit, so einen wunderbaren Hund und Freund an meine Seite haben zu dürfen. Ich habe in Juno nicht nur meinen Herzenshund, sondern auch wieder meinen Seelenhund gefunden!

Gerne schreibe ich wieder, wie es uns geht, und grüße das ganze Team ganz herzlich aus der Schweiz

N. M. mit Juno"

Da haben sich offenbar zwei gefunden, die einfach zusammen gehören. So schön, diese Zeilen zu lesen! Wir freuen uns sehr für Silas/Juno, dass er nun endlich vollen Familienanschluss genießen darf und geliebt wird, und wünschen eine weiterhin wunderschöne gemeinsame Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt