Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Oktober 2018 ein neues Zuhause gefunden haben

Lesen Sie auch
Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Louis – der ‚junge Wilde‘ startet in seine Neue Zukunft

Husky Louis mit dem weiß-creme-farbigen Fell und den stechend blauen Augen wurde im März 2016 geboren. Wer weiß, was aus ihm geworden wäre, wenn er nicht im Mai 2018 den Weg über eine andere Tierschutzorganisation zu uns auf die Alb gefunden hätte. Anfangs war er etwas verunsichert, stellte uns Menschen aber stets ‚Fragen‘. Wir gaben Antworten und er setzte um. Die Orientierung am Menschen gibt ihm Sicherheit. Auch in der Hundegruppe zeigte er mit der Zeit immer mehr Ruhe und Gelassenheit.
Nach fünf Monaten meldete sich eine Familie – bestehend aus drei Generationen – bei uns und besuchte Louis anschließend. Ende September wurde er bereits abgeholt. Er freute sich sehr über den erneuten Besuch und genoss die Streicheleinheiten. Noch ein Abschieds-Gassi über die Alb und schon war er im Kofferraum des Autos. Völlig entspannt legte er sich gleich hin und man sah nur noch die Spitzen seiner Ohren durch die Heckscheibe.

Louis Louis Louis

Bald darauf erhielten wir die folgende Rückmeldung:

"Liebes Team von Nothilfe für Polarhunde,
Louis ist nun bereits seit einer Woche bei uns!
Die zwei stündige Heimfahrt ist ihm nicht ganz so gut bekommen, im Auto musste er sich einmal übergeben.
Zu Hause angekommen, fühlte er sich vom ersten Moment an wohl. Im Haus und Garten selbst, weiß sich Louis vorbildlich zu benehmen. Ihm ist das Leben in einer Wohnung wohl nicht ganz unbekannt. Auch die Nächte waren von Beginn an ruhig. Momentan ist Louis im Garten noch angeleint, was ihm nicht gefällt. Um näher bei meinem Mann und meinem Sohn zu sein, die im Sandkasten spielten, hat er in kurzer Zeit die Leine durchgebissen. Wir glauben, dass er nicht abhauen wollte, sondern wirklich nur immer in unserer Nähe sein möchte. Die Leine für den Garten haben wir daraufhin um einige Meter verlängert.
Ansonsten ist er auch sehr anhänglich, verschmust und liegt immer bei unseren Füßen. Das Leben mit mehreren „Herrchen" scheint Louis nichts auszumachen. Er weiß, dass er in der unteren Wohnung bei meinen Eltern zu Hause ist. Wenn er Lust hat und wir zu Hause sind, kommt er die Treppe hoch und besucht uns in der oberen Wohnung.
Beim Spazierengehen macht Louis seinem Namen, der Wilde, alle Ehre und wir werden sportlich ganz schön gefordert. Wir teilen uns das Gassi gehen auf, so hat jeder etwas davon.
Auch hier macht es Louis nichts aus, mit unterschiedlichen Menschen unterwegs zu sein. Er passt sich gut an!
Wir sind alle froh, dass Louis bei uns ist und möchten ihn nicht mehr missen!

Ganz viele Grüße
Ihre S. A."

Geschirr gerissen Louis
Louis Louis relaxt

Glück muss man haben! Louis und seine komplette neue Familie haben es verdient. Vielen herzlichen Dank, dass Sie es ihm ermöglichen, immer einen SEINER Menschen um sich zu haben. Wir wünschen allen eine schöne und lange Zeit miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Janis – alles auf Anfang – Ergebnis: glücklich
Janis

JanisJanisAls ein ‚Nicht-Nordischer‘ kam Janis im Januar 2018 zu uns auf die Station. Der am 28.2.2010 geborene Mischling sollte wegen Überforderung abgegeben werden und wurde buchstäblich in der letzten Minute zu einem unserer Notfelle.

Der damals knapp 8-jährige Rüde wurde sanft in eine Gruppe mit den Hounds integriert und lernte auf der Station erst mal alles, was er in seinem bisher eher reizarmen Leben versäumt hatte. Im Stationsalltag begegnete er Spül-, Waschmaschine und Staubsauger und half beim ‚Betten machen‘. Wichtig war für ihn immer dabei zu sein und auch freundlich nach Streicheleinheiten zu fragen.

Janis

Er entwickelte sich bald prächtig zu einem hübschen und Menschenbezogenen Hund, was ihm auch im Juli seine neue Familie bescherte. Seine Familie schreibt nicht so gerne, aber sie hat uns Bilder geschickt, auf denen man sieht, wie Janis in seinem neuen Garten mit eigens für ihn erhöhtem Zaun seine Herbst-Winter-Kollektion vorführt.

Wir sollen ausrichten: Janis hat sein neues für-immer-Zuhause gefunden!

Janis Janis Janis
Janis   Janis

Als nächstes ist ein gemeinsamer Urlaub geplant. Vielleicht bekommen wir eine Urlaubskarte? Das würde uns sehr freuen.

Wir danken Familie D. von Herzen, dass sie Janis so vorbehaltlos aufgenommen haben und ihm seinen Wunsch nach Nähe, Vertrauen, Sicherheit und ‚immer dabei sein dürfen‘ erfüllt.
Wir wünschen einen tollen Urlaub und noch viel Spaß an- und miteinander in den nächsten Jahren!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Tascha – die junge Hübsche – ist angekommen

Tascha

Geboren wurde Tascha am 16.10.2015. Ihr Weg führte sie über einem anderen Tierschutzverein Anfang 2018 zu uns auf die Schwäbische Alb. Die junge Husky-Hündin zeigte keinerlei Berührungsängste, war von Beginn an sehr offen, zutraulich und menschenbezogen. Auch in der Hundegruppe ging es sehr harmonisch zu. Bald zeigte sie uns ihre Freude an sportlicher Bewegung rund um die Station.

Es dauerte nicht allzu lange, bis ein Ehepaar mit drei Husky-Hündinnen im April auf sie aufmerksam wurde und Kontakt mit uns aufnahm. Kurz darauf fuhren allesamt zum Hasleberg. Die erste Begegnung der Hündinnen verlief sehr harmonisch in unserer Halle, die Chemie stimmte. Tascha durfte ihre Heimreise antreten.
Die Rückmeldungen sind positiv und wir haben tolle Fotos bekommen.

Tascha Tascha
Tascha Tascha
Tascha Tascha

Vielen Dank, dass Sie Tascha so gelassen in Ihre Familie integriert und herzlich aufgenommen haben. Wir wünschen allen weiterhin zusammen eine tolle harmonische Zeit im Sextett und würden uns freuen, mal wieder Fotos von gemeinsamen Aktivitäten beim Campen oder auf dem Hundeplatz zu bekommen!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Kappa – einer unserer ‚Exoten‘ – realisiert langsam sein Glück in der Pfalz

Kappa

Kappa, der am 25.08.2010 geborene Mischling, hat eine traurige und Spuren hinterlassende Vergangenheit hinter sich. Durch mehrere Hände mit mangelnder Sozialisation gegangen, landete er über einen Kleinanzeigenverkauf bei einer jungen Frau. Sie verdient unseren großen Respekt, dass sie sich ihre Überforderung durch Kappa eingestand und nach Hilfe suchte. Letztendlich bekam sie und damit Kappa diese Hilfe im Juni 2017 bei uns auf der Alb. Kappa kam spindeldürr und mit geschorenem Fell bei uns an, erholte sich aber körperlich schnell. Seine Muster im Verhalten hatten sich allerdings über Jahre gefestigt und er bellte gerne die ganze Station zusammen auf der Suche nach seinem so heiß ersehnten Menschen. Es dauerte bis zum Februar 2018, bis eine langjährige Freundin der Nordischen genau ihm eine Chance einräumte. Mit unendlich viel Geduld und Energie zeigt sie ihm seither den Weg in ein entspanntes Leben. Die kleinen Erfolge kosten alle Zeit und Energie, weshalb auch bisher noch keine Glücklich-Meldung bei uns einging. Dafür war die neu zusammengefundene Gruppe – auch mit den ‚ehemaligen‘ Uppik und Juri - zwischenzeitlich schon zu Besuch auf der Station und wir freuten uns alle über die Fortschritte Kappas. Jetzt haben wir auch Fotos aus seinem neuen Zuhause bekommen und können sein beginnendes Glück vermelden.

Kappa Kappa
Kappa

Wir sind sehr gespannt auf Kappas weitere Entwicklung zur Gelassenheit und freuen uns auf weitere Post von ihm oder darauf, ihn mal wieder zu treffen.
Wir danken vor allem Frau S. für ihre Geduld und die unendlich hingebungsvolle Unterstützung Kappas auf dem Weg in seine Neue Zukunft.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstad


Ronja – startet vorsichtig in ihre Neue Zukunft in der Schweiz

Die am 11.10. 2006 geborene. zurückhaltende Hündin kam am12.08.2018 mit ihren zwei Wurfgeschwistern und ihren befellten Eltern zu uns auf die Alb. Das Rudel seines verstorbenen Herrchens verlor sein Zuhause, da die Witwe die fünf Fellnasen bei ihrem Umzug nicht mitnehmen konnte. Ronja musste nicht lange auf der Alb auf ihre Chance warten, denn - wie es das Schicksal wohl wollte – wurde ziemlich zeitgleich genau der für sie perfekt passende Platz in ihrer neuen Familie frei, die uns die wunderschöne Geschichte anbei geschickt hat.

Am Samstag, 22. September fand ich mich auf der Nothilfe zum Arbeitseinsatz ein. Aber nicht nur das - schon Wochen zuvor war ich bei der Stationsleiterin S. auf Besuch, um eines der Mädels aus dem Oldi-Rudel kennen zu lernen.

Ronja schien für mich in mein Rudel zu passen, jedenfalls vom Alter her. Aber mein Rüde fällte die Entscheidung in den ersten Sekunden, in denen er sie sah: aufgestellte Ohren, der Schwanz ging im Scheibenwischer-Modus aufgeregt hin und her, sie wurde geküsst und angespielt… Da war die Entscheidung auch schon gefallen. Meine Prinzessin war wie immer hochnäsig, bei ihr reichte es nur für ein kurzes schnüffeln "ok, kein interessanter Rüde… können wir jetzt los?"

Ronja Ronja Ronja

Wir nutzten die Tage auf der Alb nicht nur zum Arbeiten, sondern auch für Spaziergänge, um das baldige Rudel mehr und mehr miteinander bekannt zu machen. Am Mittwoch war es dann soweit, meine Arbeit war fast erledigt und Ronja unterstützte mich die letzten Stunden beim Streichen. Ihr müsst euch nicht über ihre rote, rechte Seite wundern… sie hatte sich entspannt zu mir an die frisch gestrichenen Wand gelehnt. Nach Abschluss der Malerarbeiten wurde der Bus bepackt, in dem für genügend Bewegungsfreiheit gesorgt wurde, und das neu zusammen gestellte Rudel nahm Platz. Auf der Rückfahrt in die Schweiz gesellte sich Nanuk zu Ronja, was ihr offensichtlich sehr gut tat.

Ronja Ronja Ronja

Nun haben wir die ersten Tage hinter uns und es gibt noch nicht so viel zu erzählen. Ronja ist sehr vorsichtig, sie liegt ausschließlich in der zugewiesenen Kudde und verschläft die meiste Zeit des Tages. Dabei ist sie extrem am Träumen, sie hat wohl einiges zu verarbeiten und der Verlust ihres Rudels, in dem sie von klein auf lebte, muss ja auch noch verkraftet werden. Sie wandert ab und an durch die Wohnung und schaut sich um, danach findet man sie sofort wieder in ihrer Kudde. Mir erscheint es fast, als ob sie unsichtbar sein möchte, nur nicht auffallen, dann ist alles gut… Sie ist zwar ängstlich, aber dabei nicht kopflos. Als mir der Besen zu Boden fiel, setzte sie sich zwar erschrocken auf, beurteilte die Situation aber schnell als ungefährlich und bettete sich erneut zur Ruhe.

Beim Laufen ist sie recht gut zu führen, dank der guten Vorarbeit auf der Alb, sie hört extrem gut auf Kommandos. Außerdem lässt sie sich ab und an von den anderen Zweien zum Schnüffeln verführen, eine scharrende Pfote am Mauseloch konnte ich auch schon beobachten. Da sie bis anhin nur gefahren wurde, muss sie das entspannte spazieren gehen und Welt erkunden erst noch lernen - oder besser, sie muss lernen, dass sie das darf. Ronja scheint eine sehr zarte und feinfühlige Hündin zu sein, wobei ich mir gut vorstellen kann, dass da auch noch was Freches in ihr schlummert.

Ronja Ronja Ronja

Die Anfänge sind gemacht, nun lassen wir uns gerne überraschen, was noch alles in der kleinen Fledermaus (oh diese herzigen, riesen Ohren) steckt und werden zu gegebener Zeit wieder berichten.

Vielen Dank an die Nothilfe für die gute Begleitung und Beratung bei der Suche nach einem „Gspänli“ für mein kleines Rudel. Herzliche Grüsse Simone mit Akuna, Nanuk und Ronja.

Der Dank liegt ganz auf unsrer Seite! Es machte richtig Spaß zu beobachten, wie sich Ronjas abgeklappte Ohren während des Arbeitseinsatzes aufstellten und auch die Rute immer öfter zwischen den Schenkeln hervorkam. Wir wünschen den ‚Vieren‘ noch ganz viel und lange Spaß miteinander und freuen uns schon, sie bald wieder auf dem Hasleberg zu treffen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde


Oberon - Gut Ding will Weile

Oberon

Lange musste unser großer Teddybär nach dem Tod seines Herrchens auf eine neue Familie warten – völlig unverständlich, denn der vierjährige Oberon ist ein Bild von einem Malamute, er verträgt sich gut mit Artgenossen, orientiert sich am Menschen, hat immer gute Laune, ist freundlich und liebenswert. OberonOberonNur ein bisschen tollpatschig war er – wenn er sich unbändig über Zweibeiner freute, wurden diese schon mal über den Haufen gerannt, und in manchen Situationen war Oberon auch ein wenig unsicher – wahrscheinlich hatte in seinem früheren Zuhause seine ältere Schwester Freya den Ton angegeben. Vielleicht waren dies die Gründe, warum es so lange keine Anfrage für ihn gab. Wir wissen es nicht, es ist inzwischen aber auch egal, denn das Warten hat sich gelohnt. Bereits die ersten E-Mails von Oberons Familie zeigten, dass sich hier Hund und Menschen gefunden haben. Es fielen Sätze wie: „Man erlebt jeden Tag so viele Kleinigkeiten, manchmal aber auch Großigkeiten.“ „Wecker brauchen wir nicht mehr.“ „Er bringt einen immer wieder zum Lachen.“ Eine Liebeserklärung folgte der anderen, und auch der Glücksfelle-Bericht zeugt von viel Liebe und Humor – seitens Menschen und Hund:

"Auf der Homepage stand bei der Beschreibung zu Oberon, dass er einen dringenden Weihnachtswunsch hätte: Endlich eigene Menschen und ein Zuhause. Das mit Weihnachten hat nicht so ganz hingehauen, aber das mit den eigenen Menschen und dem Zuhause dann doch.

Als wir mit Oberon, bei uns meist nur Ronnie genannt, zu Hause eingetroffen waren, hat er sein neues Zuhause erst mal ausgiebig untersucht, hat alle freudig begrüßt und angesprungen. Normalerweise nicht so das Problem, aber wenn Ronnie mit seinen knapp 50 Kilo einen anspringt, dann ist Standfestigkeit gefragt.

Oberon

Da wir das auch noch lernen mussten, haben wir uns lieber alle ins Gras gelegt. Mittlerweile hat er gelernt, dass er dies nicht darf, damit unsere Besucher keinen Schaden nehmen.

Unser Garten gefällt Oberon besonders gut, weil er da so richtig toben kann ganz ohne Leine.Oberon

Seine ganz große Leidenschaft ist die Neugierde. Egal, wer ins Haus kommt oder was, alles muss ausgiebig untersucht werden. Bei diesen Untersuchungen ist der Einkauf besonders gefährdet. Alles, was sich in irgendwelchen Kartons befindet, wird stibitzt, und er flüchtet damit in den Garten zwecks weiterer Untersuchungen. Kartons brauchen wir generell nicht mehr mühselig für die Papiertonne klein reißen. Darum kümmert sich Oberon mit Begeisterung.

Sein erstes großes Erlebnis mit uns war am Rursee. Er wollte nicht auf den Steg gehen, weil ihm dies zu wackelig war. Dann hat er sich entschlossen, um den Steg herum zu schwimmen, um dahin zu kommen, wo unsere Töchter schon saßen. Irgendwann haben wir ihn aber doch von der Sicherheit des Steges überzeugen können. Beim nächsten Besuch gelingt uns dies hoffentlich hinsichtlich des Segelns.Oberon
Bis zu Ronnies Einzug habe ich noch überlegt, was ich mit den vielen Kuscheltieren unserer Töchter machen soll, die einfach nicht mehr so gefragt sind. Das Problem ist gelöst: Oberon kümmert sich liebevoll um alle. Gut, es fehlt nach der vielen Liebe schon mal ein Arm oder ein Bein, aber ein bisschen Schwund ist ja immer.

Mittlerweile haben wir das Gefühl, dass Oberon hier angekommen ist und sich wohl fühlt. Er ist ein Teil dieser Familie, und wir hoffen auf viele schöne Jahre mit unserem Schelm.

Familie S."

 

Hund glücklich, Menschen glücklich, also sind wir es auch! Oberon war uns sehr ans Herz gewachsen mit seiner liebenswerten Art, wir vermissen ihn in der Station, aber wir sind froh, ihn bestens aufgehoben zu wissen, als vollwertiges Familienmitglied. Wir wünschen dem ganzen „Rudel“ eine lange glücklich Zeit und weiterhin viel Spaß miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt