Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Januar 2019 ein neues Zuhause gefunden haben

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Cosmo – findet sein Glück in der Pfalz

Cosmo Cosmo

Der hübsche junge Rüde startete mit seiner Geburt am 20.11.2016 nicht unbedingt in ein Leben wie im Bilderbuch. Über neue Medien verkauft, wechselte er in seinen ersten Lebenswochen dreimal den Besitzer, während andere Welpen zu dieser Zeit artgerechte Sozialisation erfahren. Spurlos ging das auch an Cosmo nicht vorbei. Als er im September 2017 zu uns auf die Station kam, hatte er einen ganzen Rucksack voller Aufgaben dabei, die es auf dem Weg in seine Neue Zukunft mit ihm behutsam zu lösen gibt.

In der Hundegruppe fand er sich gut zurecht, bei Menschen testete er anfangs Grenzen aus, war dabei oft grob, zeigte sich unausgelastet und wollte ungern alleine bleiben.
Den in der Station konstanten Tagesablauf, die regelmäßige körperliche und geistige Auslastung nahm er gerne an. Der schlaue junge Nordische entwickelte sich auch unter der konsequenten Führung und akzeptierte langsam Grenzen. Cosmo ist einer dieser ganz speziellen Hunde, die etwas länger warten, bis ganz spezielle Menschen in ihr Leben kommen. Im Herbst 2018 war es so weit. Seine neue Familie kam an vielen Wochenenden auf die Alb, um ihn kennen zu lernen und sein Vertrauen zu gewinnen. Nicht zuletzt ihre ruhige Ausstrahlung zeigte Erfolg bei Cosmo. Am 2. Dezember 2018 durfte Cosmo mit ins Auto steigen und seine Heimreise in die Pfalz antreten.

Cosmo Cosmo

Wir sind in Kontakt und die Rückmeldungen beschreiben, dass die Eingewöhnung sicher nicht so einfach ist. Aber Cosmos Familie steht voll hinter ihm und er wird zunehmend ausgeglichener.
So viel Geduld ist bewundernswert und wir möchten uns nochmals herzlich dafür bedanken. Wir sind sicher, dass sie mit dem schlauen Cosmo ins Ziel eines langen gemeinsamen Lebens führen wird.

Vielleicht bekommen wir mal Post zu den weiteren Fortschritten aus der Pfalz? Das würde uns sehr freuen.

Das Team der NfP – Freudenstadt e.V. Freudenstadt


Vroni hat sich ihr Glück gewissermaßen selbst verdient und wird jetzt Scylla gerufen!

Scylla

Als die am 23.04.2011 geborene altdeutsche Hütehündin als ‚Exot‘ zusammen mit Aika und Cora im Oktober 2017 zu uns auf die Station kam, sah man ihr durchaus den Notfall an. Zottiges, stumpfes Fell, erwartungsvolle Blicke. Sie zeigt uns deutlich, dass sie in der letzten Zeit stark unterfordert war. Sie gierte förmlich nach Beschäftigung und die bekam sie!ScyllaScylla

Robust, souverän und unheimlich schlau entwickelte sie sich bei den entsprechenden Führungsqualitäten unserer Stationsleiterin gewissermaßen zur ‚Nanny’ für viele unsere Notfelle. Kam ein schüchterner oder junger Hund, verbrachte sie die ersten Tage und Nächte an seiner Seite. Brauchte ein rüpelhafter Neuling etwas Nachhilfe in Sachen ‚Hunde-Knigge‘ oder auch im Umgang mit Menschen, reichte ihre Nähe und Ausstrahlung und es ging gleich viel harmonischer zu. Sie blühte richtig auf und ihr Fell begann zu glänzen. Es verging auch kaum ein Tag, an dem sie sich nicht unserer Bewunderung sicher sein konnte. Umso erstaunlicher war es für uns, dass sich nie ein Interessent für sie meldete, obwohl wir sie auch bei spezialisierten Nothilfen für Hütehunde gemeldet hatten. Ein Jahr verbrachte sie in der Station, bis sich für sie ein Türchen öffnete. In ihrer neuen Familie wurde ein Platz frei und auch dort gibt es Aufgaben, die ihr sehr liegen. Fanny und Leo und die ganze Familie erfreuen sich jetzt täglich mit ihr ihrer Zugehörigkeit. Sie brauchte nur einen neuen Namen, denn wurde Vroni angesprochen, stand sofort Fanny da und bestand darauf, ihren Namen verstanden zu haben! Jetzt heißt sie Scylla, was für das schlaue Mädchen überhaupt kein Problem darstellt.

Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung und wünschen der ganzen Familie noch viel und lange Freude aneinander.

 

Das Team der NfP – Freudenstadt e.V. Freudenstadt

PS: Auch unsere Notfelle haben Scylla nicht verloren! Landet mal wieder ein ‚Früchtchen‘ bei uns, darf sie auch auf der Station mal wieder für eine Stunde ihrem Frauchen bei dessen Sozialisation helfen.


Hutcho - fand sein Glück in Windeseile

Im Juli 2018 wurde ein Siberian Husky namens Gujo zu uns auf die Alb gebracht. Eine beherzte Frau hatte ihn abgefangen, bevor der am 21.05.2017 geborene junge Husky weiter wie ein Wanderpokal durch verschiedene Hände in der Vermittlung ohne Chance auf ein festes artgerechtes Zuhause ging. Zeitgleich besuchte eine Familie auf der Suche nach einem passenden hündischen Partner die Auffangstation. Die Wege kreuzten sich und bevor wir überhaupt in der Lage waren, Gujo in unserer Seite vorzustellen, war er auch schon auf dem Weg in seine neue Zukunft. War es Zufall? Lesen wir einfach zusammen den folgenden Bericht aus der neuen Familie:HutchoHutcho

"Liebes Nothilfestationsteam,

zu Beginn möchten wir uns für unsere verspätete Nachricht entschuldigen. Es gab so viel Schönes mit unserem neuen, treuen Freund zu erleben - und da haben wir es doch glatt vergessen, eine Nachricht zu schreiben. Das wollen wir jetzt nachholen!

Es gibt eigentlich nur einen Satz, der alles über unseren Hutcho aussagt: "Er ist eine Bereicherung für unser Leben!"

Hutcho

Vom ersten Tag an, fühlte er sich wohl bei uns. Seine Futterschüssel war bereits am ersten Abend leer, sein neues Zuhause vom Dachboden bis in den Keller inspiziert und in unserem Hof fand er gleich seinen Platz auf der Liege und in unserer angegrenzten Halle seinen Spielplatz zum Toben. Von fremdeln keine Spur. Aber auch uns kam es nach ein paar Tagen schon so vor, als wäre schon immer dagewesen.HutchoHutcho Er gehört zu uns - nicht nur auf dem Papier, sondern auch vom Herzen her. Wir haben uns gefunden und wir passen zusammen. Außerdem hält er uns fit und jung! Hutcho spielt sehr gerne mit und apportiert (manchmal) auch sehr gern seine Bälle - oder Kissen, die er uns ab und an von der Couch klaut. Bei uns in der Familie hat es sich die letzten Monate so eingespielt, dass ich (Nina) für Beschäftigung- und Intelligenzspiele zuständig bin, Naomi die Schleppleinerziehung aus der Hundeschule und Bewegungsspiele übernimmt und Mario und Daniela die Wanderungen mit Hutcho genießen. Jedes Wochenende gehen wir außerdem als gesamte Familie die verschiedensten Landschaften und Orte erkunden, zum Beispiel die Karlstalschlucht 20km Fußmarsch oder auf der Kollerinsel am Hundestrand und das Wellbachtal, welches er so liebt - denn Wasser ist sein Element. Er hat auch schon einige Freunde gefunden, unter anderem einen acht Monate alten Mischlingsrüden namens Meilo. So oft es geht treffen wir uns und die beiden toben gemeinsam auf den Wiesen und in Bächen.

Hutcho

Wir lieben unseren kleinen Clown.

Hutcho

Er gibt uns so viel zurück und wir sind so dankbar für seine lustige Art, die uns oft zum Lachen bringt. Er hat ein liebevolles Wesen, ist auch manchmal ein richtiger Schmusebär, temperamentvoll, freundlich und ausgeglichen. Daniela nimmt, je nach Schicht meines Vaters, Hutcho immer mit ins Büro und dort haben ihn ihre Arbeitskollege und ihre Kunden vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Hauptsache er ist bei uns und nicht alleine. Auf unserem Campingplatz fühlt er sich ebenfalls wie zu Hause, da dort immer viel Neues zu entdecken ist und keine Langeweile entsteht. Was Hutcho dort nicht besonders mag, ist sein Anbindepflock draußen. Diesen hat er bereits mehrmals versucht auszugraben. Und die Enten dort? Die würde er, unseren Beobachtungen nach, lieber jagen und essen - als ansehen (lach).

Und Hutcho bellt - ein sehr lustiges, helles Bellen - aber nur dann, wenn er etwas möchte oder er vor einer geschlossenen Tür steht, in die er gerne rein möchte. Sonst bellt er nie. Außerdem liebt er es zu buddeln. Man könnte danach dann fast meinen, es wäre dort ein Wildschwein gewesen - und kein Hund (lach).

Hutcho

Liebe S., Sie haben uns einen so tollen, liebevollen Familienhund vermittelt und dafür möchten wir Ihnen von Herzen danken, insbesondere für Ihr Gespür für die Hunde und für die Menschen, die sich nach einem sehnen.
Und U., auch Dir ein ganz herzliches Dankeschön für die Platzbesichtigung, denn ohne Dich hätten wir unseren Schatz nicht bekommen. Auch für Deine Ratschläge und Tipps, die wir schon verinnerlicht haben, möchten wir uns bedanken.

Als Schlussatz möchten wir noch sagen:
»Until one has loved an animal, a part of one’s soul remains unawakened.« – Anatole France, französischer Schriftsteller (*1844; †1924).
»Bis jemand ein Tier geliebt hat, bleibt ein Teil seiner Seele
unerwacht/ohnmächtig.«

Herzliche, liebe Grüße und einen guten Rutsch ins nächste Jahr
wünschen euch Daniela, Mario, Nina und Naomi aus dem Pfälzerwald
"

Da hat der berühmte Deckel wohl gleich mehrere Töpfe getroffen, auf die er perfekt passt. Das kann kein Zufall gewesen sein! Wir freuen uns tierisch über so viel Glück auf menschlicher und hündischer Seite und wünschen dem Dream-Team noch ganz viele Jahre mit vielen gemeinsamen Erlebnissen und Spaß.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V. Freudenstadt