Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juli 2020 ein neues Zuhause gefunden haben

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Brenda – Lebensfreude auf vier Pfoten

Brenda

Wenn es den sagenumwobenen Jungbrunnen wirklich gibt, ist diese Hündin im Besitz des Schatzes seiner Koordinaten!

Das war der führende Satz über Brendas Steckbrief, als die Siberian Husky Hündin Mitte Juli 2019 in unsere Station einzog.

BrendaBrendaBrenda hatte Glück mit einer Patin, die sich intensiv um sie kümmerte und sie aus einem viel zu kleinen Zwinger befreite. Sie nahm auch Kontakt mit uns auf und wir gaben die Ankunft auf dem Hasleberg frei, sobald die Stationsbelegung passte. Wir überlegten schon viel im Vorfeld. Was würde wohl auf uns zukommen mit der damals ‚offiziell‘ 14 ½-jährigen Hündin (geboren: 24.11.2004, so steht es in ihrem Impfausweis).

Und dann stand sie vor uns, voll im Leben, fit, neugierig, Menschenfreundlich, anderen Hunden gegenüber selbstbewusst und bestimmt! Na, wenn sich da nicht mal jemand beim Geburtsdatum verschrieben oder verschätzt hat. Um ein Lebensende geht es bei Brenda noch lange nicht, eher um einen dritten Lebensabschnitt! Unsere Tierärztin schätzt sie aufgrund ihres körperlichen Zustandes und der Zähne locker zwei Jahre jünger.
Brenda war innerhalb kürzester Zeit auf dem Hasleberg diejenige in ihrer Gruppe, die den Rüden auf souveräne Art zeigte, was Anstand unter Hunden bedeutet. Mit Menschen ist die fröhliche Hündin gerne in der Natur unterwegs oder lässt sich pflegen und noch lieber streicheln.

Bald nach ihrem Einzug wurde sie läufig. Vier Wochen später stellten wir bei der Abendversorgung auf ihrer Decke Tropfen einer Flüssigkeit mit merkwürdiger Farbe fest. Ein Tempo, mit dem wir Brenda gleich berührten, zeigte einen gelb-bräunlichen Ausfluss, der Verdacht einer Gebärmuttervereiterung lag nahe. Die Stationsleiterin griff sofort zum Telefon und bereits am nächsten Morgen in aller Früh war Brenda auf dem Transport zur Tierklinik, um den ersten OP-Termin zu erreichen. Und der war, wie sich bei der OP herausstellte, genau zum richtigen Zeitpunkt! Brendas Gebärmutter war nicht nur vereitert, sondern auch tordiert! Das hatten wir noch nie erlebt.

Brenda überstand die OP sehr gut, musste aber weitere zwei Tage anlässlich schlechter Nierenwerte in der Klinik bleiben und wurde mit Infusionen versorgt.

Am 9.9.2019 durften wir sie in der Klinik wieder abholen. Auch dort waren alle erstaunt, wie robust die ältere Husky-Dame alles weggesteckt hatte und zu jedem Menschen dabei immer freundlich war.

Brenda

Zurück in der Station schlief sie erst mal viel und wir waren alle gespannt, wie sie sich erholen würde. Überraschung! Am 1. Oktober bereits war Brenda wieder ‚die alte‘. Wir waren kaum in der Lage, anständige Fotos von ihr zu machen, weil sie vor lauter Lebensfreude immer sofort auf die Fotografin zustürmte um zu schmusen.

Wir waren sehr glücklich, dass Brenda alles so gut überstanden hat, um jetzt in ihren verdienten dritten Lebensabschnitt durchzustarten! Aber es sollte noch ein wenig dauern.
Sie lebte bald ein Jahr auf dem Hasleberg, bis es endlich mit einem neuen Zuhause für Brenda passen wollte. Die Option eines Dauerpflegevertrages – quasi als Krankenversicherung für Brenda – nahm die neue Familie nicht an. Brenda sollte ganz zu ihnen gehören!

Und das tut sie seit dem 11. Juni, wie wir sie kennen. Sie ist überall mit Freude dabei, begeistert Menschen mit ihrer liebenswerten Art, auch ihre neue Tierärztin. Brenda ist zuhause angekommen! So hatten wir es uns sehnlich für sie gewünscht. Unser herzlicher Dank gehört den Menschen, die ihr das ermöglicht haben.

Passen Sie bitte gut auf das ‚alte Mädchen‘ auf und haben viel Spaß mit ihr, damit sie noch lange Freude in Ihr Leben bringt.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt


Eddy Blue – die schöne Überraschung im Huskypelz

Eddy Blue

Als der Husky-Mix Eddy Blue Anfang Februar 2020 wegen Überforderung zu uns gebracht wurde, zeigte er sich von der ersten Stunde an als äußerst angenehm und kooperationsbereit. Mit seinen gerade mal acht Monaten (geboren am 13.05.2019) hatte er natürlich noch jede Menge Flausen im Kopf.

Eddy BlueEddy BlueEs war dennoch gleich erkennbar, dass Eddy Blue überdurchschnittliche Rückorientierung zu Menschen zeigt. Seine Vorbesitzer gaben an, dass durch seinen Stammbaum wohl mal ein Kelpie gehuscht sei. Es war also klar, dass der attraktive Junghund nicht übermäßig lange auf dem Hasleberg auf ein neues Zuhause warten musste, wenn die passenden Menschen gerade einen Blick in unsere Homepage werfen würden. Die C-Krise bremste sein Glück etwas, konnte es aber nicht verhindern. Anfang Juni zog er mit seiner neuen Familie davon. Und es passt!

‚Hallo Satu,

Eddie Blue ist nun schon gut fünf Wochen bei uns und du wirst vielleicht gerne erfahren, wie es ihm und uns mit ihm so geht. Wenn wir es ganz kurz ausdrücken sollen, dann: sehr gut. Die längere Version: Eddy Blue (oder meist einfach nur Eddy) ist einfach ein toller Hund. Von unserem Husky-Rüden Aiko waren wir relativ distanzierte Eigenständigkeit gewohnt, auch mit einem gewissen Gehorsam, den er jedoch oft genug hinter seine eigenen Interessen zurückstellte. Ohne Leine waren 100 Meter im Umkreis um „Frauchen“ oder „Herrchen“ seine Definition vom miteinander Laufen beim Gassigehen, sodass in der Regel nichts ohne Schleppleine ging.

Da ist Eddy sehr anders. Er ist stark auf uns bezogen, blickt sich meist bei 20 Metern Abstand um, ob wir noch da sind, und lässt sich so gut wie immer auch willig herbeirufen. Deshalb darf er auch seit zwei Wochen immer wieder mal ganz ohne Leine seine Freiheit genießen. Und wir genießen einen Hund, der eher wenig von einem eigenen Husky-Kopf erkennen lässt. Die 25% Kelpie-Erbe, die er unter dem Husky-Kleid äußerlich verbirgt, scheinen seinen Charakter doch stärker geprägt zu haben.

Mit anderen Hunden, die uns beim Gassigehen begegnen, geht Eddy übrigens sehr souverän um, und er lässt sich auch von gelegentlich anzutreffenden Kläffern und kampfeslustigen Artgenossen kaum aus der Ruhe bringen. Die vier Monate Auffangstation mit ausreichend Gelegenheit zur Sozialisation im Rudel mit anderen Hunden hatten hier offenbar auch ihr Gutes.Eddy Blue

Einiges seiner Anhänglichkeit ist natürlich auch dem Umstand zu verdanken, dass Eddy sich mit uns nunmehr an sein 3. Rudel erst noch gewöhnen musste, und dieser Prozess ist natürlich noch nicht völlig abgeschlossen. Anfangs kam Panik bei ihm auf, wenn wir nur kurz nicht im selben Raum mit ihm waren. Das bedeutete für die Nächte auch, dass sein Schlafplatz direkt neben unseren Betten zu sein hatte. Inzwischen schläft Eddy bei noch geöffneter Tür im Gang vor dem Schlafzimmer und kommt irgendwann in der Nacht mal für eine Zeit wieder zu uns. Dass wir, wenn einer von uns mal eine Zeitlang das Haus verlässt, nicht aus seinem Leben verschwinden, hat Eddy inzwischen ebenfalls kapiert.

Dabei sind dann auch gewisse Unterschiede in seiner Verbundenheit zu den Angehörigen seines „Rudels“ feststellbar. Ich (Volker) bilde mir zwar ein, dass Eddy mir etwas besser gehorcht, aber seine größte Liebe gehört unzweifelhaft Susanne. Geht sie ohne ihn aus dem Haus, wird das erstmal mit jämmerlichem Fiepen begleitet, und manchmal liegt er dann solange sehnsuchtsvoll hinter der Haustür, bis sie wiederkommt. Mich hingegen scheint er zunächst nicht so sehr zu vermissen, begrüßt mich aber geradezu überschwänglich, wenn ich zurückkehre. Auch an unserer Tochter, die fast jede Woche mal bei uns ist, hat er „einen Narren gefressen“. Anscheinend liebt unser Eddy ja Frauen ganz besonders.

Es gäbe noch vieles zu berichten. Fürs Erste dürften diese Zeile aber genügen, um dir zu vermitteln, dass Eddy bei uns recht gut angekommen ist. Wir haben jedenfalls viel Freude an einem ganz wunderbaren Hund.

Herzliche Grüße und weiterhin Freude an deiner wertvollen Arbeit wünschen

Susanne und Volker‘

Vielen Dank für den tollen Bericht und dass Ihr Eddy adoptiert habt! Die Freude bei uns ist groß über den Inhalt Eurer Zeilen. Wir wünschen Euch weiterhin erfolgreiches Annähern und viel Spaß am gemeinsamen Leben. Und falls Ihr mal wieder etwas schreiben möchtet, wir freuen uns immer über Post von schon langen glücklich vermittelten Hunden.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt


Sugar – eine außergewöhnliche Geschichte

Sugar

Sugar verlor ihr Zuhause aufgrund eines Todesfalls der Familie. Fast hätte ihr das selbst das Leben gekostet, wäre nicht eine beherzte Tierschützerin eingeschritten. Sie übernahm kurzerhand Sugar und brachte sie zu uns auf die Schwäbische Alb.SugarSugar

Die am 01.11.2010 geborene Husky-Malamute-Mix-Dame ist Diabetikerin und war wohl erst kurz vorher erblindet. Sie gab seit ihrer Ankunft Mitte April 2019 auf dem Hasleberg die Taktung des Tages vor, da sie mehrfach täglich Blutzuckermessungen, Spritzen und Spezialfutter benötigt. Die Prozedur war ihr nie zu viel, sie war immer freundlich und verschmust im Umgang mit uns Menschen. In der Hundegruppe gab sie ebenso die Regeln vor und lehrte so manchem Rüden sich anständig zu benehmen. Ihre innere Uhr zeigte stets die Gassi-Zeit an und sie rief schon mal laut nach ihrem speziellen Begleiter, dass er auch ja in ihr Gehege findet.

Sugar

Über ein Jahr suchten wir für die außergewöhnliche Hündin ein ruhiges Zuhause. Dann meldeten sich außergewöhnliche Menschen auf der Suche nach einem in der Vermittlung ‚chancenlosen‘ Nordischen und besuchten sie und uns. SugarSugar und Knuth

Das Warten hat gelohnt! Sugar zog - fest übernommen - mit ihnen gen Norden!

‚Hallo meine Lieben, hier meldet sich endlich eure Sugar aus dem hohen Norden…ich wollte euch ja schon viel früher endlich mal schreiben und berichten, wie es mir hier in meinem neuen Zuhause so gefällt – leider war hier in den letzten Tagen echt viel los. Die Mama von meinem neuen Frauchen hatte einen Unfall und musste ins Krankenhaus. Da hat das Frauchen dauernd das Handy blockiert und ich konnte nichts tippen…

Füße

So, also, jetzt aber: mir geht’s hier echt ganz gut und mir gefällt es wirklich total. Martin und Dörte kümmern sich gut um mich und geben mir viel Freiraum. Ehrlich gesagt, ich glaub, ich wollte wohl immer gern bei einer Familie im Haus sein – in den dämlichen Garten bin ich zwar schon ein paar Mal gegangen, aber der ist ziemlich blöd - nichts los da, was soll ich also da? Man kann mal pinkeln oder „das Andere“, aber ansonsten ist es da blöd.Sugar und KnuthSugar und Knuth

Ich bin lieber im Haus und vor allem in der Küche. Stellt euch bloß vor – ich koche und backe jetzt jeden Tag! Bloß diese dämliche Dörte will meist alles allein auffressen – irgendwas stimmt doch da nicht, ich hab die Arbeit und sie die Leckerei! Deswegen klaue ich mir auch einfach mal was, wenn sie nicht dran denkt, dass ich ja so schön groß bin! Sie lässt dann mal was auf der Arbeitsplatte liegen und geht zum Vorratsraum und schwupps sind die geschnippelten Gürkchen oder Äpfel weg – ätschi! Sie hat gesagt, Ayumi wäre viel kleiner gewesen und hätte nichts von der Arbeitsplatte geklaut – schade, dass ich Ayumi nicht kennenlernen konnte; ich hätte ihr schon gezeigt, wie man sich was organisiert – die arme Kleine musste hier bestimmt hungern…. Naja, wahrscheinlich nicht… eigentlich bekomme ich auch genug. Wirklich viel sogar, ehrlich gesagt. Sie füttern mir zwar jetzt nur noch zweimal einen vollen Becher mit dem köstlichen Diabetes-Futter, aber dafür krieg ich jeden Tag massig Gemüse zusätzlich, was ich echt gern mag. Am liebsten nasche ich Kohlrabi, Gurke und Radieschen, aber Spargel, Rote Bete oder Mairübchen gehen auch. Was mich echt ärgert, ist, dass die mir kaum Obst gibt. Das ist soooooo lecker süß, ich mag das und es passt doch auch zu meinem Namen. Leider krieg ich nur zweimal die Woche mal einen Apfel oder eine Birne und nicht mal die Erdbeersaison kann ich genießen, wenn es immer bloß drei Stück gibt. Könnt ihr mal hier anrufen und sagen, dass Obst sehr gesund ist? Najaaa…Eier und Käse darf ich immerhin fressen, das sei wohl für den Blutzucker irrelevant.

Sugar

Sonst ist das Haus auch ganz gut. Ich hab hier richtig viele Plätze, wo ich liegen kann, aber eigentlich liege ich die meiste Zeit entweder *im* Bett oder, wenn es mir dann doch zu warm wird, davor auf einer schönen kuscheligen Bettdecke.

Sugar und KnuthKnuthHeute geht’s mir irgendwie nicht ganz so gut, ich schwitze so doll und bin ein bisschen schlapp. Diese Dörte meinte, wir müssen sowieso nächste Woche mal die neue Tierärztin kennenlernen – pfff, da hab ich ja nicht viel Lust drauf! Zum Glück ist wenigstens die Impfung noch ausgefallen, weil wir ja nun doch nicht nach Schweden fahren, wegen des Unfalls.

Sugar

Ja, was gibt’s sonst noch zu erzählen? Den Knuth finde ich ja irgendwie so la-la… man kann ganz toll mit dem spielen, der kann richtig gut toben. Außerdem muss ich zugeben, dass der sich hier super auskennt und ich kann mich total auf ihn verlassen – ich lauf an fremden Stellen gern einfach hinter ihm her und er führt mich gut an Hindernissen vorbei. Deswegen mag ich ihn echt gern. Ich finde es auch gut, dass der gar nicht erst versucht, mir Futter wegzunehmen – ihr wisst ja, da kenne ich keinen Spaß! Daher ist es auch eigentlich ok, wenn er mal eine Gurke abbekommt oder ein Stück Kohlrabi, das erlaube ich. Aber ich sag es euch im Geheimen, sagt es nicht weiter, ich bin voll eifersüchtig und ich hab irgendwie Angst, dass die mich nicht so gern haben wie den. Da hab ich den anfangs ein paar Mal richtig böse angeknurrt, einmal hab ich auch nach dem geschnappt, ich dachte, der zieht vielleicht aus! Leider hab ich dann Ärger bekommen und ich musste eine Woche immer *nach* dem ins Haus gehen, ins Auto steigen, Gemüse knabbern, aufs Bett springen. Das war echt hart, aber ich hab mir dann überlegt, ich will echt hier bleiben und eigentlich macht es gar nichts, wenn der Knuthi hier ist… ich lass ihn jetzt doch mit im Bett schlafen, wenn er will und er kann auch zugucken, wenn ich Insulin bekomme und fresse. Ist doch ok mit dem… und als letztens am Strand ein blöder Hund kam, hat er mich sofort verteidigt, das fand ich gut. Wenn mich jetzt was stört, dann grummel ich nur ganz leise, der Knuth ignoriert das sowieso und dann ist es auch sofort wieder ok, wir kriegen das zusammen hin. Apropos zusammen – zum Glück war hier die ganze Zeit, bis auf heute, das Wetter gut und wir waren jeden Tag lange am Strand. Das war schön – wir baden dann, also Knuth und ich, außerdem dürfen wir ohne Leine sein – ich will eh nicht weglaufen… und man kann prima buddeln oder einfach im Schatten rumliegen. Mittags gibt’s dann lecker Gemüse-Picknick. Echt toll… ich schick euch gleich mal ein paar Bilder und Videos und so…puh, ehrlich, jetzt hab ich aber echt viiiiiieeel geschrieben, sorry, aber es gibt hier so viel zu berichten! Ich könnte noch zehn Seiten tippen.

Also, meine Lieben, bitte bleibt alle gesund, vergesst mich nicht und besucht mich mal hier im Norden, ich zeig euch dann mal meinen Strand und wie toll man hier toben kann. Vor allem bitte auch ganz liebe Grüße an meinen Uwe – den vermisse ich ganz besonders dolle – vielleicht kann ich meine Leute bequatschen, dass wir mal wieder auf die Alb fahren, ich würde mich freuen, euch mal wieder zu sehen! Oh Mann, der Knuth schnarcht schon wieder und Dörte will ihr Handy wiederhaben.

Servus, ihr Lieben, eure Sugar!‘

Moin Sugar! Wie könnten wir Dich jemals vergessen! Du wohnst ja jetzt echt da, wo und wie andere Urlaub machen! Danke liebe Dörte, lieber Martin und Knuth, dass ihr Sugar das ermöglicht. Vielleicht schaffen wir es ja wirklich mal, im Norden vorbeizuschauen, Ihr seid ebenfalls im Süden jederzeit herzlich willkommen. Lasst es Euch zwischenzeitlich gut gehen und habt viel Spaß mit- und aneinander!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt


Ragnard – der Sagenumwobene Nordische hat großes Glück!

Ragnard

Ragnard hatte Mitte November im Nebel über eine andere Tierschutzorganisation den Weg zu uns auf die Alb gefunden. Er zeigt sich uns als klassischer Junghund (geboren am 08.01.2019) mit großem Nachholbedarf in Sachen Sozialisation und Sicherheit - sowohl mit und in belebter als auch unbelebter Umwelt. Er hatte auch vor allen möglichen Dingen und Menschen regelrecht Angst. Seine Gesundheit gab uns ebenso Fragen mit, die es zu klären galt. Warum ‚grinst‘ Ragnard, warum mag der junge Hund sein Fell nicht wechseln? Blutuntersuchungen und CT bestätigten uns einen gesunden Hund. Wir begannen parallel dem noch dazu heftig pubertierenden Schnösel Vertrauen zu Menschen und Sicherheit in allen Situationen zu geben. Anfänglich saß sein Begleiter erst einmal eine halbe Stunde mit ihm in der Halle, bevor es entspannt in die Natur gehen konnte.RagnardRagnard

Ragnard zog durch seine äußerliche Ausstrahlung einige Interessenten an, sein im Übersprung gezeigtes begleitendes Verhalten verstärkte manche Fehlinterpretation seines Wesens. Wir machten uns damit nicht nur Freunde, blieben aber im Sinne des Rüden hart. Ragnard brauchte unserer Einschätzung nach Menschen mit Erfahrung und Empathie, die sich nicht blenden lassen.

Im Winter verloren - weit entfernt von der Schwäbischen Alb - solche Menschen ihren Rüden. Nachdem die Trauer verarbeitet war, diskutierten sie, ob sie es erstmal bei den zwei Felldamen belassen sollten und kamen zu dem Schluss: drei sollten es schon wieder sein! Und ein Rüde wäre perfekt. Sie schauten nach, was denn auf dem Hasleberg aktuell auf eine neue Familie wartete und zwei Rüden weckten das Interesse. Dummerweise war gerade C-Krise, Reisebeschränkung und Übernachtungsverbot. Wir blieben in Verbindung, bis endlich die Möglichkeit bestand, dass alle vier zur Station kommen konnten. Ivy und Umea sollten schließlich auch mitentscheiden, bei wem die Chemie stimmt!

Ragnard

Im Mai war es endlich soweit und einen ganzen Tag lang wurden viele Kilometer und Stunden zusammen getestet. Am Abend fuhr man in die Pension, um noch eine Nacht darüber zu schlafen. Es war am Wochenende unseres ersten reduzierten Arbeitseinsatzes und wir waren uns alle sicher, wie die Entscheidung ausgehen würde. Am nächste Morgen wurde sie bestätigt und wir hatten alle viel Spaß und Freude damit und winkten den Fünf nach, als sie sich auf die weite Heimreise machten – natürlich mit Ragnard!

Wir hören, die Eingewöhnung zuhause läuft sehr gut und haben das Versprechen, bald bebilderte Post zu bekommen. Und wenn Familie S. etwas verspricht, ist darauf 100% Verlass!

Vielen lieben Dank, dass Ragnard zu Ihnen ziehen durfte, wir könnten uns keinen besseren Platz für ihn vorstellen und wissen ihn in den besten Händen. So hatten wir es uns für ihn und für Euch gewünscht!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt


Flummy – attraktiver Jungspund auf Familienkurs
Flummy

Der hübsche, zwei Jahre alte Siberian Husky Flummy - geboren am 29.06.2018 - lebte ab November 2019 problemlos auf einer Pflegestelle mit drei anderen Rüden zusammen und beherrscht Hundeknigge grundsätzlich sehr gut, altersbedingt wurde ab und an natürlich auch mal getestet, wo Hund so steht, was sich aber im normalem Rahmen bewegte.FlummyFlummy

Er ist ein sehr sportlicher zugfreudiger Hund und kennt Scootern, wo er mit vollem Einsatz und großer Begeisterung dabei ist. Er ging ebenfalls auf Wanderungen mit und kennt bergab auch hinten laufen. Insgesamt ist er ein schlaues und grundsätzlich sehr kooperatives Kerlchen, ab und zu sind die Ohren eben mal auf Durchzug, insbesondere wenn es gerade etwas Spannendes zu entdecken gibt. Rassebedingt ist er mit ordentlichem Jagdtrieb ausgestattet.

Zu Zweibeinern zeigte er sich ausnahmslos aufgeschlossen, freundlich und sehr verschmust und anhänglich. Das Pflegefrauchen hatte sich leider verletzt, Flummy zog daraufhin im Februar 2020 auf den Hasleberg um, integrierte sich auch hier problemlos in die Hundegruppe und wartete geduldig auf die passende Familie.

Währenddessen verloren alte Bekannte der Nothilfe auf tragische Weise ihren Rüden. Sie und ihre Hündin wollten gerne wieder einen Partner auf vier Pfoten haben. Man beriet sich mit uns, welcher unter den aktuellen Stationsbewohnern der Richtige zur Ergänzung der Familie sein könnte. Das Ergebnis – oh Wunder – beide Seiten kamen auf den gleichen Hund: Fummy!

Mitte Mai war es soweit, Flummy durfte endlich in sein Zuhause umziehen. Wir hören, es funktioniert dort gut, alle verstehen sich prächtig. Die Kalenderverdächtigen Fotos zeigen einen entspannten und sich wohl fühlenden Hund.

Flummy

Alle vier sind viel miteinander in der Natur unterwegs und Flummy hat auch das Angebot, künftig wieder etwas Zughundesport machen zu können, das freut uns sehr für ihn. Wir wünschen dem vierblättrigen Kleeblatt viel Glück und freuen uns darauf, Euch bald wieder auf der Alb zu sehen. Vielleicht wird das ja noch mit dem diesjährigen Weihnachtsmarkt!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt


Charly Brown – umwerfende Herzlichkeit auf vier Pfoten

Charly Brown

Charly Brown kam zusammen mit seinem Bruder Odin Anfang Februar zu uns auf die Station, weil die Hundegruppe verkleinert werden musste, in der sie in Gehegehaltung lebten. Der Husky-Malamute-Mix ist ein äußerst verschmuster und liebenswerter Hund. Er liebt Menschen sehr. Beim Ausdruck seiner Freude war er sich nur seiner ‚umwerfenden‘ Kraft nicht bewusst, wir mussten in Sachen Erziehung erst mal den ‚Reset-Knopf‘ drücken und mit den Basics anfangen. Regelmäßige Bewegung stand auch auf dem Programm, denn für Charly Browns Gelenke ist es sicher von Vorteil, die Figur etwas zu optimieren und Fettgewebe langsam in Muskeln umzuwandeln. Er ist ja noch jung, geboren wurde er am 15.07.2018. Und es hat sich gelohnt!Charly BrownHaley und Charly Brown

Gerade noch rechtzeitig vor dem Vermittlungsstopp anlässlich der C-Krise schaffte Odin dann den Absprung in seine neue Zukunft. Charly Brown bekam noch sein Augenlid operiert, weil es immer im Auge scheuerte und sehr unangenehm für ihn war. Und reizende Gesellschaft bekam er natürlich auch wieder ins Gehege, so ließ es sich aushalten.

1,5 Autostunden von der Station entfernt leben Menschen mit Erfahrung im Umgang mit Nordischen. Nach einer hundelosen Zeit schauten sie mal wieder in unsere Homepage, wer denn so bei uns auf sie warten könnte. Sie verguckten sich in Odin, der war aber bereits ausgezogen. Wen wundert es, Charly Brown eroberte sie! Im Mai durfte das neue Familienmitglied umziehen. Die Rückmeldungen sind sehr positiv, es passt super. Charly Browns Menschen sind ebenso herzlich wie er und melden ‚den geben wir nicht mehr her!‘

Charly Brown

Wir freuen uns riesig über die gute Passung und wünschen viel Freude miteinander. Und natürlich sind wir sehr gespannt, wie sich so alles entwickelt. Vielleicht bekommen wir ja bald Post von Euch Dreien?

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt