Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juni 2020 ein neues Zuhause gefunden haben

Lesen Sie auch
Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 
 

Maverick – mit Charme ins Glück

Maverick

MaverickMaverickMaverick wurde in einem Tierheim anlässlich eines Beißvorfalls mit einem Kind im Krabbelalter abgegeben. Man bat uns um Hilfe und Maverick zog Anfang Februar 2020 in der Station ein.

Der hübsche, gerade mal dreijährige Rüde - er wurde am 16.12.2016 geboren - zeigte uns gleich, dass er Menschen liebt und anhänglich ist, allerdings mit durchaus erkennbaren Ansätzen zur Eifersucht. Wir ahnten, dass er seine Menschen nur ungern mit anderen Artgenossen teilen würde und suchten nach einer Familie, die einen Einzelhund bevorzugt. Andere Hunde zu treffen ist sicher auch nicht ganz unwichtig für ihn, wobei das beim gemeinsamen Spaziergang oder in der Hundespielstunde für Maverick ausreichen sollte.

MaverickMaverick

Kurz darauf meldeten sich zwei jüngere Menschen bei uns, sie hätten Interesse an einem Nordischen. Sie waren sehr offen, sowohl bezüglich des Kandidaten auf vier Pfoten als auch uns gegenüber. Sie scheuten sich nicht, ihr ganzes erarbeitetes Wissen um die Rasse der Huskys sowie ihr Lebensumfeld offenzulegen. Sie hatten sich bereits viele Gedanken über ein Zusammenleben mit einem Nordischen gemacht. Vorbildlich!

Maverick

Bei einem unverbindlichen ersten Treffen auf der Station nutzte Maverick die Gunst der Stunde und wickelte die beiden gleich mal um seine Pfote. Mehrere gemeinsame Gassi-Gänge folgten, die die spontane Entscheidung für Maverick festigten. Nebenbei wurde noch kurz ein geplanter Umzug durchgeführt, dann konnte Maverick Anfang Mai mit in sein neues Zuhause umsiedeln. Er packt zwar hin und wieder seine ‚Eifersucht‘ aus, seine Menschen nehmen es jedoch gelassen und holten sich entsprechende professionelle Unterstützung.

Maverick

Wir beobachten mit Anerkennung, Dank und Freude den konsequente Umgang mit und das bewusste Herangehen an Mavericks Eigenheiten! Alle Daumen sind gedrückt, dass es bald von Erfolg gekrönt sein wird und Ihr drei zusammen viel Spaß am gemeinsamen Leben haben werdet.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt


Mogli alias Quax

Mogli

Menschen taten anderen Menschen einen Gefallen und blieben auf einem Hund sitzen, der mit der eigenen Hündin nicht harmonierte. Der Jahresurlaub 2020 war bereits komplett aufgebraucht, weil Mogli nicht alleine bleiben wollte und man bat uns dringend um Hilfe für den Husky-Mix.QuaxQuax

Vor uns stand Ende Februar 2020 ein zierlicher junger Kerl, bei dem nichts an einen Husky erinnert außer etwas Unterwolle und die Stehohren, aber selbst die nur von hinten. Seinem Verhalten nach war ziemlich schnell klar, dass ein erheblicher Einfluss eines Border-Collies in Mogli steckt. Ebenso, dass der Jungspund noch viel zu lernen hat.

Quax und Skylla

Dann wurde Mogli gewissermaßen zu einem ‚Corona-Opfer‘ in der Vermittlung. Er hatte zwar viele Anfragen, aber es waren leider keine Vor-Ort-Termine in der Station zum gegenseitigen Kennenlernen möglich. Und wie es das Schicksal wohl wollte, landete Quax im Zuhause unserer Stationsleiterin. Dort hat er jetzt alles, was er für seine Entwicklung braucht. Seine Menschen und die Hunde in der Gruppe sind erfahrene und gelassene Partner für Quax auf dem Weg in ein glückliches Hundeleben. Und Quax (geboren am 06.12.2018) hat mir seinem Einzug gleich mal den Altersdurchschnitt der Hundegruppe massiv nach unten gedrückt.

Quax und Wutang

Er joggt und wandert auch sehr gerne und hat noch das Schmankerl der Zielobjektsuche auf dem künftigen Plan.

Quax liebt immer noch seine ‚Stöckchen‘ und seine Spiele mit den erwachsenen Hunden, bei denen er viel lernt. Und ab und zu kommt er gerne auf einen Besuch im Stationsbüro vorbei, um ‚Opa Wutang‘ mit jugendlichem Schwung zu bespaßen. Was für ein Leben!

Wir freuen uns riesig mit der kompletten Familie über die gelungene Kombination und dass wir immer wieder daran teilhaben dürfen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt

 

Ariel – oder: einmal ist immer das erste Mal

ArielArielAriel wurde von ihrer Familie Ende Oktober 2019 wegen Überforderung bei uns abgegeben. Nein, sie war nicht der erste nordische Vierbeiner der Familie, aber jung, dynamisch und voller Tatendrang. Grenzen, Erziehung oder Frustrationstoleranz waren bei ihrer Ankunft Fremdwörter für sie und der pubertierende ‚Jungschnösel‘ - sie wurde am 17.09.2018 geboren - versuchte gleich mal, die Station aufzumischen. Wir nahmen die Herausforderung an, ihren sehr starken Charakter nicht zu verbiegen und ihr gleichzeitig klare Leitplanken im Zusammenleben zu geben. Nach und nach bezogen wir unsere ehrenamtlichen Gassi-Geher in Ariels Lernprogramm mit ein. Ariel hat sich in den folgenden Monaten enorm entwickelt. Aus dem eher dünnen Jungspund ist rein körperlich eine junge Dame mit entsprechenden Rundungen geworden. In ihrem Inneren prägten sich gleichzeitig die ‚Ecken und Kanten‘ weiter aus.

Zur gleichen Zeit kam ein junger Mann als Ehrenamtlicher auf die Station, um sich bei uns mit den nordischen Charakteren näher zu beschäftigen und auseinanderzusetzen, die ihn faszinieren. Er wollte gewissermaßen ‚live‘ herausfinden, ob denn so ein Husky zu ihm und in sein Leben passen würde.

Er blieb im März 2020 an Ariel hängen. Ariel bekam genau das, was wir uns für sie wünschten, einen Platz als Einzelhund bei einem Menschen, der sich komplett auf sie einlassen und konzentrieren kann.

Beide haben uns neulich besucht und gezeigt, dass Ariel unseren Wunsch für sie absolut teilt und ihr die natürliche Ausstrahlung und Autorität ihres neuen Menschen sehr gut tut.

Klingt nach dem Beginn einer lebenslangen wunderbaren Freundschaft, oder?

Ariel

Wir freuen uns sehr für die beiden und sind gespannt auf Post und Fotos von den beiden, die wir sicher bekommen werden, wenn sich alles eingespielt hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt