Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Februar 2021 ein neues Zuhause gefunden haben

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Pepa – klein, aber oho – und passt!

Pepa

Pepa wurde Anfang November 2020 zu uns auf den Hasleberg gebracht, da ihr Besitzer sie beim Umzug nicht mitnehmen konnte. Wie auch immer der Name der kleinen Husky-Hündin ausgesprochen wird, uns drängte sich das englische Wort ‚pepper‘ regelrecht auf. Denn Pfeffer hat das junge, am 18.07.2018 geborene, Husky-Mädchen reichlich unterm Fell!PepaPepa Sie lebte im Gehege u.a. mit Pelle. Wenn der zweimal so große Rüde eine Party mal wieder zu toll feierte, wusste Pepa sich durchaus zu wehren und sagte ihm deutlich ihre Meinung. Und erstaunlicherweise verstand Pelle, was sie meint!

Man warnte uns bei der Abgabe vor, dass Pepa eine Ausbrecherkönigin sei. Sie klettert wie eine Katze, kann Türen mit hochgestellten Klinken öffnen und sich aus dem Geschirr winden. Stimmt!

Dreifach gesichert waren wir das erste Mal mit ihr rund um den Hasleberg unterwegs. Pepa verriet uns beim ersten Spaziergang, dass sie mit vorbeifahrenden Autos und Verkehrsgeräuschen umgehen kann. In der Natur ist sie an allem interessiert. Grashalme, Blätter, Mäuse, sie staunt, beobachtet und schnüffelt liebend gerne. Dabei läuft sie sehr angenehm an der Leine. Wir schätzten sie ein, sich sowohl in ländlicher Gegend wohlfühlen, als auch den eventuellen Weg dorthin durch bewohntes Gebiet meistern zu können.

Pepa hat offensichtlich das Glück gepachtet. Vermutlich wegen ihrer ansprechenden Optik und handlichen Größe kamen sehr viele Anfragen für sie. Ihre Interessenten haben sich schon lange mit dem Thema Husky beschäftigt und Pepa war der Treffer!

Pepa

So durfte sie nach nur einem Monat Aufenthalt in der Station mit ihrer neuen Familie nach Hause fahren, gerade noch rechtzeitig vor dem zweiten ‚lock down‘. Pepa hat zuhause immer ein paar Ideen und Überraschungen parat und macht das Leben der Familie damit recht kurzweilig. Die nimmts mit Humor und Gelassenheit. Unsere Stationsleiterin erhielt eine Nachricht von Pepa aus ihrem neuen Zuhause:

‚Hi Satu,
also ich muss mich hier mal etwas über meine neue Familie beschweren. Ich bekomme hier große Fleischstücke zum Fressen. Vorgestern und heute ist das Herrchen mit mir Joggen gegangen. Sie geben mir auch Wasser mit Fisch-Geschmack. Ansonsten versuchen die mich mit Outdooraktivitäten bei Laune zu halten. Ich hatte dir doch gesagt, was für Ansprüche ich an mein Zuhause habe! Im großen Ganzen sind das schon einigermaßen umgängliche Menschen, ich halte trotzdem die Telefonnummer des Tierschutzes parat.‘

Wir sind gespannt, mal wieder von Pepa und ihrer Familie zu hören und wünschen weiterhin viel Spaß miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt


Tapui – das mit dem ‘Christkind’ hat geklappt!
Tapui

TapuiTapuiHusky Tapui wurde Ende Oktober 2020 von seinen letzten Besitzern zu uns auf den Hasleberg gebracht, um ihn in die ‚richtigen‘ Hände zu übergeben. Tapui wurde an ‚Heilig Abend‘ (24.12.2019) geboren, war also noch kein Jahr alt. Wir erlebten einen Junghund, der noch viel lernen und nachholen muss. In Sachen Erziehung, Erfahrung, aber auch zur Ruhe zu kommen, denn auf einige Situationen reagiert er nervös bzw. hibbelig. Er bekam erst einmal Spezialbetreuung durch einen Betreuer, der ihn behutsam weiterbrachte. Tapui ist durchaus gewillt, Führung anzunehmen und sich an Menschen zu orientieren. Liebevolle Konsequenz wird auch hier der Katalysator sein.

Wir hatten zwei Wünsche für ihn. Menschen, die bei Interesse gleich mit in die Trainingseinheiten einsteigen, um sie zielführend weiter fortführen zu können. Und wenn es jetzt noch klappen würde, Tapui im zweiten Anlauf die Chance auf ein Leben als ‚Christkind‘ im neuen Zuhause ermöglichen zu können, wäre das wie Weihnachten für uns!

Sie ahnen es schon: unsere Wünsche wurden erhört!

Tapui

Bald kamen seine Interessenten zur Station und anschließend immer wieder, um Tapui über die schöne Schwäbische Alb zu bewegen und sich mit ihm zu beschäftigen. Anfang Dezember war es soweit. Tapui wurde motiviert, ins Heck des Fahrzeuges zu springen und mit nach Hause zu fahren.

Tapui verläßt die Station

Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Tapui lebt sich sehr gut ein und seine Familie beschreibt ihn eher als pflegeleicht. Die folgende Schlussfolgerung brachte uns zum Lachen: Die Menschen stellten fest, dass ihre Arbeitsplatte in der Küche eine etwas ungünstige Höhe hat. Tapui konnte einmalig eigenständig dort frühstücken.

Im Haus verhält sich Tapui ruhig und war schnell und unkompliziert an die Abläufe zu gewöhnen. Seine ‚Baustellen‘ kommen noch draußen an die Oberfläche. Er ist noch sehr stark aufgeregt und reagiert auf alle bewegten Reize. Aber man arbeitet zusammen daran und es sieht schon sehr vielversprechen aus.

Hätten wir uns mehr für den großen Jungspund wünschen können? Nein, er hatte so ein Glück! Wir danken Familie B. herzlich für den zielführenden, gelassenen Umgang mit Tapuis Entwicklungspotential, die ‚hundefreundliche‘ Sichtweise zum entgangenen Menschen-Frühstück und wünschen ein Hundeleben lang viel Freude miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt