Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im April 2022 ein neues Zuhause gefunden haben

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Dira

DiraDiraDira (geboren am 25.09.2012) wurde zusammen mit drei weiteren Nordischen Ende November von Ihrer Besitzerin zu uns gebracht, weil die Hundegruppe aus privaten Gründen verkleinert werden musste.

Als Dira am Tag des letzten Arbeitseinsatzes des Jahres 2021 mit ihren Hundefreunden das vorderste Gehege bezog, löste sie ohne Absicht eine Welle von Emotionen aus. Wir verteilten gerade Kies in den Gehegen und im Freilauf, als ein ehrenamtlicher Helfer aufgeregt rief: ‚Wo ist meine Frau‘? Sie stand bereits sichtlich gerührt auf der anderen Seite des Geheges und hatte beim Anblick von Dira ein Déjà-vu!

Es folgte eine schlaflose Nacht. Die nächsten Wochenenden wurden wieder auf der Station verbracht. Wir stellten in der Zeit noch ein merkwürdiges Fressverhalten bei Dira fest, unsere Tierärztin untersuchte sie und gab Tipps, schon fuhr Dira mit ihrer neuen Familie nach Hause und erschien in unserer Homepage direkt bei den ‚reservierten Hunden‘. Alles ging zügig und war sehr spannend. Wir überlassen am besten Diras neue Familie die ‚Aufklärung‘:

‚Liebe Nothilfe,

nachdem wir uns in 2021 gleich von Käte und Alice verabschieden mussten und aus unserem Bekanntenkreis wieder einen Familienzuwachs in Form von Alcatraz bekommen hatten, war unsere Gruppe mit 3 Hunden und 2 Menschen für uns eigentlich wieder bei einer guten Größe angekommen. Vier Hunde müssen ja nicht sein, irgendwann ist auch mal gut. Der Scherz zwischen uns war immer: Okay, wenn Nachwuchs von Käte in die Nothilfe käme, das wäre was Anderes! Aber wie wahrscheinlich ist das schon?

Tja, nun liegt Dira neben mir und schnarcht ein wenig. Es ist keine Tochter von Käte bei uns eingezogen, aber ihre Wurfschwester. Sie (auf den ersten Blick ein Klon ihrer Schwester) bei Ihrem Einzug auf der Station zu sehen, war aufwühlend, traurig, freudig und auch ein bisschen gruselig zugleich. Ein echter Gänsehautmoment.

Käte und Dira

Dass sie zu uns kommen sollte war schnell klar, schließlich gehörte sie ja schon zur Familie.Dira DiraNach ein paar Kennenlernterminen hat sie am 4. Advent ihr Köfferchen gepackt und kam mit uns nach Hause. Sie blickt nicht zurück, sondern hat sich voll auf uns eingelassen und genießt das Leben im Haus sichtlich.

Mit ihrer Speiseröhrenerweiterung (Megaösophagus) kommen wir aktuell gemeinsam gut klar. Sie wird in mehreren kleinen Portionen über den Tag hinweg erhöht gefüttert, das klappt sehr gut. Etwas anderes ist es natürlich, wenn sie im Haus auf Raubzug geht und sich eine Extraportion besorgen will. So viel kriminelle Energie hat noch keiner unserer Hunde gezeigt.

Wir haben keine „Käte 2.0“ adoptiert und das ist auch gut so. Dira zeigt uns ihre eigene, starke Persönlichkeit jeden Tag. Sie ist ein kleiner Wildfang, dem man seine 9 Jahre nicht anmerkt, der aber auch menschliche Zuwendung unendlich genießt. Wir nennen sie gerne unseren Hobbit: klein, haarig, laut und immer hungrig. Was will man mehr?

Herzliche Grüße von Michael, Sarah und den vier Mäusen‘

Auch wir wollen nicht mehr als eine glückliche Dira in der für Sie passenden Familie. Dass sie das bei Euch seit dem ersten Tag ist, sehen wir immer wieder bei Euren Einsätzen auf der Station! Auch wie kreativ und einfach Ihr das Thema Speiseröhrenerweiterung löst ist faszinierend.

Nennt man so etwas Fügung oder Schicksal? Wie auch immer, es kam wie es kam und das ist wunderbar! Wir wünschen Euch eine lange gemeinsame glückliche Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde


Aschki

Aschki

AschkiAbschiedsspaziergangDer braun-weiße Siberian Husky Rüde Aschki wurde zusammen mit Nascha und Nino anlässlich des Todes ihres Besitzers Mitte Oktober zu uns auf den Hasleberg gebracht. Aschki (geb. 07.02.2014) war der kleinste und unscheinbarste der Drei, dafür aber der anhänglichste und schmusigste, aber auch der nervöseste.

Dennoch ließ der erste Interessent nicht lange auf sich warten. Doch trotz aller Bemühungen von beiden Seiten wollte der Funke nicht so richtig überspringen.

Schon einen Tag nach dem endgültigen „Aus“ durch den Interessenten kam Besuch auf den Hasleberg. Herr C. war auf der Suche nach einem neuen Hund und wollte sich mal umschauen. Gleich fiel sein Augenmerk auf Aschki und Aschki zeigte sich auch sofort begeistert.

Man sagt ja Herrchen/Frauchen und Hund werden sich mit der Zeit immer ähnlicher, doch hier brauchte es die Zeit gar nicht mehr. Aschki und Herr C. waren der perfekte Topf und Deckel. Nach einer kurzen Kennenlernphase zog Aschki schon Anfang Januar wieder aus.

Aschki reist ab

Nach einer unruhigen ersten Nacht, eroberte Aschki Schritt für Schritt jeden Winkel des mehrstöckigen Hauses und auch das Herz der mit im Haus lebenden Mutter von Herrchen.

Alle sind mittlerweile ein tolles Team. Herrchen sorgt für die körperliche Auslastung und Frauchen für die benötigten Schmuseeinheiten. Auch mit den Kindern der Schwester klappt es super. Aschki ist ein super toller Familienhund geworden, der von der Oma bis zum Enkel mit allen klar kommt, sowohl zu Hause als auch unterwegs. Auch wenn Herrchen mal weniger Zeit hat, gibt’s immer helfende hundeerfahrene Hände, die Herrchen gerne unterstützen.

Wir freuen uns, dass Aschki so schnell den passenden Deckel gefunden hat und jetzt in einem super tollen zu Hause alt werden kann. Gerne warten wir auf neue Post von Aschki und wünschen allen bis dahin eine schöne gemeinsame Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde