Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 
 
 
 
 

Grinch – „ein wahrer Sonnenschein, ein Sunnyboy … ein Geschenk als Familienmitglied“

Grinch ist ein Phänomen – er bewegt jeden! Das merkten wir schon bei seinem Einzug in der Station im Oktober 2018, an seinem damaligen Herrchen und an uns: Das Herrchen fragte uns, ob wir etwas für Grinch tun könnten, denn er selbst könne die für die Korrektur der Fehlstellung des Beines notwendige Op nicht finanzieren. Wir waren uns SOFORT einig „ja, wir helfen Grinch“ (obwohl wir zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung hatten, wie). Das Herrchen trennte sich unter Tränen von Grinch, Grinch zuliebe, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Als die Dimension der Op feststand, entschlossen wir uns zu einem Spendenaufruf – und waren „platt“ ob der Hilfswelle, die auf Grinchs Konto schwappte. Wir waren sehr dankbar, dass eine Pflegestelle Grinch vor der Op übernehmen wollte, da seine ideale Versorgung nach der Op in der Station nicht sichergestellt hätte werden können.Grinch Auch wenn das bedeutete, dass die Pflegeeltern für die Op nach Weihnachten quer durch Deutschland fahren mussten. Egal, Grinch war das wert. Inzwischen, zwei weitere Ops (und entsprechende Fahrten durch Deutschland) später, darf Grinch in seiner Familie das leben, was er ist: ein Wirbelwind, ein Sonnenschein, ein Charmeur – und seit neuestem ein Schmusebär! Die Familie schrieb uns kürzlich: Grinch

"Einige haben sicher Grinchs aufregende Wochen in der Station verfolgt, samt aller Hochs und Tiefs, auch als er schon bei uns war. Einige OPs und einen langen Heilungsprozess hat unser Junge mitgemacht, bis seine schlimme Pfotenfehlstellung endlich Geschichte war.

Etwa alle ein bis zwei Wochen geht es nun noch für seinen verspannten Rücken zur „Wellness-Behandlung“ bei einer unglaublich lieben Tierärztin und Physiotherapeutin. Anfangs ließ er unserem älteren Husky-Mädchen Jessie gerne schüchtern den Vortritt; heute komplimentiert er sie dezent zur Seite, indem er sich - ganz „Gentlemen-unlike“ – nach dem Betreten der Praxis einfach schnell auf die Behandlungs-Matte legt. ERSTER!!

Grinch ist ein wahrer Sonnenschein, ein Sunnyboy, der jeden um die Pfoten wickelt. Manch einer, der ihn nicht kennt und ihn von Weitem mit Jessie im Schlepptau sieht, hat im ersten Augenblick ein wenig Sorge angesichts der beiden „großen Hunde“. Aber beim Näherkommen weicht dies nahezu immer einer anerkennenden Bewunderung.

Grinch

Manchmal schlagen noch – ach, zwei Seelen in seiner Brust – einerseits zugänglich und zutraulich und dann plötzlich wieder ängstlich und scheu.

Hier sehen wir aber den Weg der kleinen Schritte und freuen uns über jeden kleinen Fortschritt, den Grinch macht.

Im letzten Urlaub an der Nordsee war er so entspannt und anhänglich, dass es eine wahre Freude war. Sogar das körpernahe Schmusen war eine Wohltat für ihn. Er ist förmlich in uns hineingekrochen und hat dabei stundenlanges Streicheln regelrecht in sich aufgesogen. Und das alles bei strahlendem Wetter am Sandstrand. Wobei wir uns nicht sicher sind, was am Ende schöner war: der Urlaub oder Grinchs Schmusebedürftigkeit. Endlich wieder ein großer Schritt in Richtung „Ankommen“.

(Während wir das schreiben, liegt er – sich genüsslich streckend – auf seiner Hundedecke ... gechillt geht also auch zuhause!)

Grinch

Manchmal wirkt er fast verschmitzt und lächelnd, und das sind die Momente, für die wir uns so für ihn freuen.

Ein toller Hund, ein Geschenk als Familienmitglied! Danke, dass er bei uns sein darf!

Ganz liebe Grüße an alle und bleibt alle gesund!!

H. und A. d'H. "

Grinchs Fortschritte, physisch wie psychisch, sind unglaublich. Wir sind sicher, Sie zaubern in Zukunft noch öfter ein verschmitztes Lächeln in Grinchs sanfte dunkle Augen! Wir freuen uns riesig für ihn, und wir freuen uns für Sie, dass Sie in Grinch so wertvollen Familienzuwachs bekommen haben. Vor allem aber sind wir dankbar, Ihnen und auch immer noch den Spendern und dem ehemaligen Herrchen, dass Grinch dieses schöne Leben ermöglicht wurde.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde
Juli 2020


Lana – ihre Menschen schreiben: „Lana und wir sind eine glückliche Familie geworden.“

Lana

Lana wurde in der Station liebevoll „unser Aal“ genannt, weil sie anfangs wie ein solcher versuchte, durch jede sich öffnende Tür zu schlüpfen. Es war nicht bös gemeint, auch keine Panik – Lana versuchte nur, jede Gelegenheit wahrzunehmen, die Welt kennen zu lernen, was ihr in ihrem vorigen Leben versagt geblieben war. Die meiste Zeit war sie in diesem vorigen Leben sich selbst überlassen gewesen, in einem Garten. Was macht ein junger Hund – Husky sowieso – dann? Richtig – er sucht das Weite … die weite Welt, Beschäftigung, Abenteuer. Und da Lana ein „helles Köpfchen“ und kreativ ist, gelang ihr das immer öfter. So landete sie schließlich Ende Juli, ein Jahr und vier Monate alt, wegen Überforderung ihrer Menschen in unserer Station. Bereits im Oktober jedoch konnte sie zwei Menschen, die wegen eines anderen Hundes in die Station gekommen waren, restlos von sich überzeugen und durfte in ihr neues Zuhause ziehen. Der heutige Bericht der Menschen zeigt: „Unser Aal“ ist angekommen! LanaLana

Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

nun ist es mal Zeit, dass wir uns mit ein paar Bildern von Lana melden und kurz berichten, wie es uns so geht. …

Lana entwickelt sich prächtig, sie hat uns, glaube ich, endgültig auch adoptiert, und es geht uns allen gut. Jan ist täglich bis 5,5 Stunden mit ihr unterwegs (ich schaffe momentan, so mal eine Stunde spazieren zu gehen, da ich ernsthafte Probleme mit der Achillessehne habe). Lana hat Schwimmen im Neckar entdeckt, und ich glaube, sie ist sehr glücklich.

Lana

Mittlerweile geht sie mit mir „bilderbuchmäßig“ an der Leine, an der Schleppleine ist sie für die Gehorsamkeits-Ausstellung fertig: Sie geht an Hunden brav vorbei (mit etwas Ablenkung durch Leckerlis), läuft Fuß, links, rechts, stop, warte, langsam – alles fein .... Manchmal passiert es, dass die Schleppleine sich irgendwo verfängt, und man muss Lana ableinen – sie wartet brav.LanaLana

Aber! Auf dem Hundeplatz vergisst die gute Lana alles und ist kaum zu fangen .... So muss damit erst mal wieder eine Pause eingelegt werden... was schade ist, denn Lana hat es so gerne, mit Freunden zu spielen und zu toben. Sie hat dort allerdings gelernt, den „guten Hunde-Ton“ perfekt zu beherrschen, und bevor sie sich in die Menge stürzt, lässt sie sich geduldig abschnüffeln etc.. Nur nach Hause - no go.

Lana

Mit dem Fahrrad kann sie noch nicht viel anfangen. Ich glaube, das fangen wir dann im Herbst von vorne an. Jetzt ist es eh zu warm. Mit Joggen ist es auch mal so, mal so – das langweilt sie.

Lana

Aber, um es einfach zu sagen: Lana und wir sind eine glückliche Familie geworden.

Bürsten ist auch so ein Ding, müssen wir zu zweit machen: Einer muss sie ablenken, und der andere schnell bürsten …. Aber dies wird auch besser.

Auto, offene Treppe – alles kein Thema mehr. Sie war noch nie alleine zu Hause – sie bleibt halt im Auto beim Einkaufen oder sogar, als wir im Konzert waren. Jetzt ist dies sowieso nicht nötig. Aber, peu à peu, wird sie auch lernen, zu Hause mal alleine zu sein. Jetzt ist es schon so, dass viel weniger aus Protest kaputt gekaut wird ... und so kann man langsam anfangen zu üben.

Wir spielen noch immer mit dem Gedanken, ein „Geschwisterchen“ für Lana zu holen .... Sommer wäre vielleicht eine gute Zeit dafür, da man viel draußen sein kann. Mal sehen.

Ich hoffe, Sie alle sind gut durch diese Corona-Krise durchgekommen, gesund und „unbeschädigt“. Vielleicht ergibt sich bald die Möglichkeit, uns mal alle wiederzusehen.

Viele liebe Grüße
Ihre
Snezana und Jan D.

Herzerfrischend Ihr Bericht! Danke! Ihre Gelassenheit tut Lana ganz offensichtlich gut – deshalb entwickelt sie sich „so prächtig“. Wir sind sehr froh, dass Sie sich für Lana entschieden haben. Jetzt muss sich Lana das Leben, das sie sich gewünscht hat, nicht mehr selbst erkämpfen und gestalten – sie bekommt es geschenkt, von Ihnen! Wir hoffen auch auf ein baldiges Wiedersehen!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt
Juni 2020


Hera – 14 Jahre alt, seit 3 Jahren in ihrer Familie – „gefühlt, als wäre es nie anders gewesen“

Hera, die „Göttliche“, ist mit ihren 14 Jahren immer noch eine „Powerlady“ und genießt stundenlange Spaziergänge mit ihrer Familie durch die Natur. Hera kam 2017 mit ihrem Sohn Panda zu uns in die Station, und wir hatten etwas Sorge, wie schnell sie ein Zuhause finden würde, da sie damals bereits elf Jahre alt war und nur in Draußenhaltung gelebt hatte – zwei Faktoren, die viele Interessenten ungerechtfertigterweise abschrecken. Aber dann eroberte Hera die Herzen ihrer heutigen Familie „im Flug“ (Zitat von damals) und durfte noch vor ihrem Sohn umziehen. Hera

Liebe Crew von der Nothilfe-Station für Polarhunde,

immer wieder denken wir dran, dass es doch mal an der Zeit wäre, uns zu melden.

HeraUnsere Hera hat vor circa einem Monat ihren 14. Geburtstag gefeiert. Nun lebt sie bereits seit drei Jahren mit uns – gefühlt, als wäre es nie anders gewesen.

Die C-Krisen-Zeit ist für sie der volle Gewinn, denn wir haben vermehrt Zeit für sehr ausgedehnte Wanderungen. Gesundheitlich geht es ihr noch immer gut – manchmal tut sie sich etwas schwer mit dem Hinlegen – so wie ihr Frauchen mit dem Aufstehen 😊. Unsere Gelenke machen sich wohl bei uns beiden manchmal bemerkbar, aber das ist für uns kein Hinderungsgrund, stundenlang durch die Landschaft zu wandern.

Manchmal besuche ich Eure Homepage, und es ist echt erstaunlich, was Ihr so während eines Jahres alles schafft.

Liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen für Eure Arbeit!

Elka, Hannes und Hera

Hera ist uns in lebhafter Erinnerung. Wir haben nur tolle Hunde, aber Hera ist wahrhaft „göttlich“, und wir schwärmen immer noch von ihr - friedlich, souverän, anhänglich, verschmust, aber nie aufdringlich. Wie schön, dass es Menschen gibt, die nicht nach dem Alter geschaut haben, sondern diesen wunderbaren Charakter gesehen haben. Liebe Elka, lieber Hannes, ganz herzlichen Dank dafür! Ihr wurdet mit einem wunderbaren Familienmitglied belohnt, und das freut uns riesig für Euch alle. Ach ja, liebe Elka, wie ist eigentlich der „Streit“ mit Hera um Deinen Schaukelstuhl ausgegangen? Die guten Wünsche geben wir gerne zurück – bleibt gesund!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt
April 2020


Jacky – er genießt …

Jacky

Jacky genießt die Sonne, Urlaub im Schnee und trotz seines Alters (er wurde am 24.02. 12 Jahre alt) gemeinsame sportliche Aktivitäten mit seinem Rudel …. Das ist nicht selbstverständlich. Denn Jacky war, bevor er zu seiner heutigen Familie umziehen durfte, bereits neun Jahre alt und hatte damals schon Spondylosen. Für viele ein Grund, sich gar nicht erst für diesen absolut lieben und sanften Husky-Jungen zu interessieren. Aber nicht für Familie H. und ihre beiden Rüden Minus und Amor – und das ist gut so, denn die fünf sind ein tolles „Gespann“. Jackys RudelJacky

Hallo liebes NfP-Team,

Jacky grüßt mit seinem Rudel.

Zunächst hoffen wir insbesondere, dass es Euch in dieser für uns alle sicherlich schwierigen Zeit gut geht. Lasst uns wissen, wenn wir etwas für Euch tun können.

Jacky möchte Euch mitteilen, dass er seinen Umständen entsprechend wohlauf ist. Er genießt derzeit die ersten warmen Tage im Garten. Die Spondylose und den Diabetes haben wir medikamentös „gut im Griff“.

Jacky schreibt uns:

„Kurz bevor der ganze Schlamassel mit dem Virus los ging, konnten wir noch ein paar Wintertage in der Schweiz verbringen. Das war sehr schön. Da mein Herrchen Probleme mit der Bandscheibe hatte, konnten unsere Menschen nicht viel Skifahren und hatten umso mehr Zeit für uns. Und wir hatten vieeeel Sonne und vieeeel Schnee und dem entsprechend vieeeel Spaß.

Jacky

Nun sind wir Vierbeiner froh, dass unserer Spezies das Virus nichts anhaben kann, und wir hoffen, dass Ihr Zweibeiner gut auf Euch aufpasst. Wir lieben Euch doch. Ihr gehört zu unserem Rudel, und wir brauchen Euch. Also, Ihr Menschen: bleibt gesund!

Und dann sind wir schon voller Erwartung, wann unser Hundesport wieder möglich ist. Auch wenn ich, Jacky, altersbedingt kürzertreten muss, so ist doch die gemeinsame sportliche Aktivität mit unseren Menschen ein wesentlicher und schöner Bestandteil unseres Rudellebens. Gemeinsam stehen wir das durch und freuen uns auf bessere Zeiten.

Jacky

Liebe Grüße,

Jacky mit seinem Rudel Minus, Amor und den Häuptlingen Ilo und Didi

Liebe Ilo, lieber Didi, genau das wünschen wir Euch auch: Bleibt gesund! Und herzlichen Dank, dass Ihr Jacky damals, nach dem Verlust seiner Familie – zum zweiten Mal – abgefangen habt und Euch so liebevoll um ihn kümmert!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt
April 2020

 

Shanuk – sein Hobby: Radeln

Shanuk am Rad

ShanukShanukObwohl Shanuk dieses Jahr zehn Jahre alt wird und er gesundheitliche Baustellen hat (andere bereits „gemeistert“ hat), genießt er es, draußen aktiv zu sein, am liebsten am Fahrrad. Shanuk hat ja auch einiges nachzuholen, lebte er doch viele Jahre, zusammen mit Kumpels, in einem wegen Krankheit des ehemaligen Frauchens verwahrlosten Gehege, Spaziergänge natürlich auch Fehlanzeige. Seit drei Jahren nun ist er an der Seite seines neuen Herrchens unterwegs, und die beiden sind ein tolles Team geworden.

Liebes Polarhunde-Team,

in diesen etwas ungewöhnlichen Zeiten möchte ich mich mit viel Dankbarkeit an Euch wenden und am Beispiel von Shanuk Mut machen, um Eure Arbeit auch unter den veränderten Verhältnissen fortzusetzen.

Eigentlich wollten wir Euch besuchen, aber das verschieben wir.

Die viele Zeit, welche ich jetzt gerade habe, nutze ich nicht nur, um den Schreibtisch leer zu bekommen, sondern sie kommt auch Shanuk zugute.

ShanukBeim „Frühjahrscheck“ hat sich eine leichte Verschlechterung der Nierenwerte gezeigt. Die daraufhin sofort begonnene homöopathische Therapie wirkte bei Shanuk wie ein Raketenbooster. Daher sind wir derzeit zwischen drei und vier Stunden am Tag mit dem Radel unterwegs. Shanuk gefällt es, und ich komme auch an die frische Luft.

Nochmals vielen Dank, macht weiterhin so tolle Arbeit, und bleibt gesund!

G. B.

Shanuk

Lieber Herr B., ganz herzlichen Dank für Ihre guten Wünsche – wir sind sehr dankbar und wissen es sehr zu schätzen, dass Sie, wie viele andere, trotz bestimmt eigener Schwierigkeiten an uns denken! Herzlichen Dank dafür und auch herzlichen Dank dafür, dass Sie Shanuk so ein schönes und abwechslungsreiches Leben bieten und auch in gesundheitlich schwierigen Zeiten zu ihm halten. Weiterhin gute Gesundheit für Sie beide und viel Spaß bei Ihren gemeinsamen „Radel-Touren“!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt
April 2020


Grappas und Pinos „Rudel“ senden Kraftgrüße aus Ettenheimmünster!

Das „Ettenheimer Trio“ ist bei uns eine Legende. Wer die Geschichte nicht kennt, kann sie nachlesen bei <klick> . Und sie ist wirklich lesenswert, denn sie handelt von vielen Happy Ends für Chancenlose und von zwei Menschen, die diese Geschichten wahr werden lassen.

Zuletzt, nachdem Luna über die Regenbogenbrücke gegangen war, musste aus dem Ettenheimer Trio Luna/Grappa/Pino allerdings erst einmal ein Duo werden, denn das Frauchen hatte sich kurz vor Lunas Tod im Februar 2019 beim Spaziergang schwer verletzt und war froh, zwei Hunde händeln zu können. Inzwischen sind sie wieder ein Trio – natürlich erweitert um eine Chancenlose – und das Frauchen berichtet über die beiden Fellnasen, die sie von uns übernommen hat: Sowohl Grappa mit ihren fast 15 Jahren also auch Pino, mit fast 10 Jahren auch nicht mehr „der Jüngste“, geht sehr gut. Grappa, die aufgrund ihres nicht-nordischen Aussehens ohne die Ettenheimer bestens „geeignet“ gewesen wäre, bei uns dauerhaft „übersehen“ zu werden, hat zwar nur noch ein Auge, aber das tut anstandslos seinen Dienst für zwei, und die Nase funktioniert sowieso am besten. Pino, der mit circa sieben Jahren wegen Überforderung seiner Vorbesitzer bei uns in der Station gelandet ist, kann in Ettenheim einfach nur er selber sein und genießt das Leben. Typisch Ettenheimer Rudel, dass sie in diesen Krisenzeiten auch an uns denken und uns diesen Bericht schicken:

Liebes NfP-Team,

unsere Gedanken sind in diesen Wochen sehr oft bei euch, und wir wollen euch auch, wie viele andere NfP-Fans, von ganzem Herzen viele gute Wünsche senden. Bitte bleibt gesund und habt genug Kraft für eure anspruchsvolle Arbeit mit den Fellnasen!

Ich will kurz berichten, wie es den beiden Schätzen bei uns geht:

Unsere Grappa wird im Juni 15 Jahre alt! und ist zum Glück gut drauf. Sie schläft sehr viel, aber wenn es raus geht, dann steht sie wie eine Eins da und freut sich, hopst herum und rennt zur Gartentür. Nur nach dem Spaziergang, da will sie sofort wieder in ihr Bettchen und raus aus der Sonne, dann ist ausgedehnte Siesta-Time für alte Ladies angesagt! Aber wenn ich Suchspiele im Garten mache, dann ist sie sofort wieder zur Stelle. Die Nase ist das, was nun im Alter noch richtig gut funktioniert, das Hören hat doch schon etwas nachgelassen – am besten ist es, wenn ich in die Hände klatsche – und beim Sehen muss sie sich ganz auf ihr linkes Auge verlassen, das andere ist ja leider schon seit zwei Jahren nicht mehr da. Aber das macht sie so, als wären beide Augen vorhanden ... unglaublich! Sie hatte im Februar leider auch noch aus heiterem Himmel eine heftige Harnwegsentzündung, hat aber zum Glück mit Antibiotika alles gut überstanden.

Und Pino, unser sensibler, witziger Bub, der freut sich, dass er sooo viel im Garten sein, auf dem Hundesofa liegen und mit Bessi, unserer "Maus" von der Tötungsstation in den Pyrenäen, spielen kann. Er läuft perfekt an der Leine, kann Sprünge von fast 360 Grad machen, wenn er sich freut und guter Laune ist, heulen wie ein Wolf, wenn er sein Fressen noch nicht vorgesetzt bekam, und danach am besten bis Mitternacht draußen liegen und die frische Luft und Ruhe genießen.

Da wir nun auch nur zuhause sind, ist diese Corona-Situation aus Hundesicht natürlich traumhaft, denn sie sind gar nie allein in diesen Wochen. Wir haben viel trainiert in den letzten Monaten, und es geht auch tatsächlich, dass alle drei frei laufen beim Spaziergang auf den weiten Feldern Richtung Rhein. Im Wald, an dessen Rand wir wohnen und wo wir auch täglich laufen, da probieren wir das aktuell allerdings nicht aus ... man muss ja nicht noch mehr Risiken haben ....

Anbei zwei Fotos für euch, dass ihr wisst, dass bei uns alles o.k. ist.

Alles, was wir aus der Ferne machen können, ist euch etwas zu spenden. Macht es alle gut und bleibt gesund!

Ein riesengroßes Danke allen, die euch gerade jetzt helfen und für die Hunde und euch da sind!

Liebe Grüße, besonders an Satu

B. R. und T. B.-M.

Liebe Ettenheimer, das „riesengroße Danke“ können wir nur zurückgeben, danke für Euer Engagement für die „Chancenlosen“ und danke für Eure Unterstützung, finanziell und vor allem auch gedanklich. Es ist gut zu wissen, dass man in solchen Ausnahmesituationen wie jetzt nicht alleine ist.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde  Freudenstadt
April 2020

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