Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 

Louis – der absolut „richtige“ Hund für ein Vier-Generationen-Haus

Louis

LouisLouisAls Louis im Mai 2018 als Zweijähriger über eine andere Tierschutzorganisation zu uns kam, zeigte er sich zunächst sehr verunsichert. Aber er orientierte sich immer am Menschen und schon bald wurde er sicherer. Auch in „seiner“ Hundegruppe integrierte er sich schnell und wurde zu einem ruhigen und gelassen Hund. Fünf Monate nach seinem Einzug in die Station meldeten sich Interessenten, für die Louis wie geschaffen war: eine Familie, bestehend aus vier (!) Generationen. Nicht jeder unserer Schützlinge wäre geeignet, sich auf Zweibeiner jeglichen Alters einzustellen und sich entsprechend zu verhalten – aber Louis!

"Hallo zusammen,

mittlerweile ist Louis schon über ein Jahr bei uns und aus unserem Leben absolut nicht mehr wegzudenken. Da habt Ihr uns wirklich zielsicher den „richtigen“ Hund vermittelt! Er hat sich von Anfang an in unserem Vier-Generationenhaus sehr gut eingelebt und seinen Platz im Rudel gefunden. Obwohl er immer noch ein z. T. sehr ungestümer „Powerhund“ ist, unterscheidet er automatisch, wann er wild sein darf und wann nicht. So nimmt er besonders viel Rücksicht auf unseren Dreijährigen und unsere 90jährige Oma.

Louis

Zu seinem fast unbändigen Laufdrang ist er auch sehr verspielt und verschmust und lässt sich hierbei keine Gelegenheit entgehen.

Kurzum, Louis gehört einfach zur Familie und ist ein immer motivierter Trainingspartner, der uns überall begleitet; ob beim Wandern, Joggen, mit dem Scooter oder im Winter beim Langlaufen, Ski-Jöring oder auf Skitouren.

Louis Louis Louis

Nochmals vielen Dank für die Vermittlung von Louis und viele Grüße ans ganze Team!

Viele Grüße

Familie K., Familie A. und natürlich Louis"

Dieser Bericht und dazu tolle Fotos - danke, liebe Familie K. und Familie A.! Wir sind sehr glücklich darüber, dass Louis sich so schön in Ihre Großfamilie eingefügt hat. Bei Ihnen darf er die Sicherheit genießen, dazu zu gehören, ein vollwertiges Familienmitglied zu sein. Vor allem dafür unseren herzlichsten Dank!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Oktober 2019


Flocke – „hat eine … schöne Entwicklung durchgemacht“

FlockeFlockeAls Flocke vor drei Jahren, damals fünfjährig, aus unserer Station ausziehen durfte, war sie ein unsicheres Mädel, da sie wahrscheinlich bis dahin ohne Umweltreize gelebt hatte. Das aber war ihr einziges „Handicap“, ansonsten war Flocke einfach nur charmant: menschenbezogen, verträglich mit Artgenossen, gerne sportlich unterwegs, aber keineswegs „nervig“. Kein Wunder, dass sich Interessenten spontan in Flocke verliebten und sie umziehen durfte. Inzwischen hat Flocke, mit IHREN Menschen an ihrer Seite, ihre Unsicherheit abgelegt, wie auch der Urlaubsbericht aus dem Allgäu 2019 zeigt:

An das Team der Nothilfe für Polarhunde,

drei Jahre schon ist Flocke nun bei uns. In dieser Zeit hat sie eine aus unserer Sicht schöne Entwicklung durchgemacht - sie ist sehr aufmerksam, hört (meistens) auf die wichtigsten Kommandos wie „bleib“, „sitz“, „komm“, „geh“; Leine usw. und darf daher auch öfter ohne Leine laufen.

FlockeFlocke

Sie ist eine zutrauliche und - mittlerweile - sehr verschmuste Hündin, und auch mir macht diese Vertrautheit großen Spaß, so dass wir beide öfter Mal Zeit mit Fellpflege und Streicheleinheiten verbringen.

Gelegentlich treibt sie die Neugierde auch mal in die Nachbarschaft, was ihr aber glücklicherweise niemand verübelt, da wegen ihrer charmanten Art kein Nachbar richtig böse wird.

Nun ging unsere Urlaubsreise ins Allgäu zum Wandern und Spazierengehen. Flocke läuft gerne und viel - mit entsprechenden Pausen kann man den ganzen Tag unterwegs sein. Manchmal wird man auch angesprochen, welch 'hübscher und angenehmer Hund‘ unsere Flocke sei. Dem kann ich natürlich nicht wiedersprechen! In unserer Ferienwohnung mit Terrasse und Grünfläche fühlten wir uns beide sehr wohl, sodass unsere Woche leider viel zu schnell verging. (Unser nächster Ausflug ist natürlich schon in Planung.)

Flocke

Viele Grüße vom Hochrhein sendet Gisela A. mit Familie
und ... Flocke

Wir sind immer wieder erstaunt und vor allem glücklich, wie sich unsere ehemaligen Schützlinge in ihren Familien entwickeln. Danke, liebe Familie A., dass Sie Flocke in Ihre Familie aufgenommen haben und Flocke bei Ihnen gelernt hat, zu zeigen, was „in ihr steckt“. Wir sagen herzlich Danke für diesen Bericht und wünschen Ihnen allen viele weitere wunderschöne Ausflüge. (Und wenn Sie uns daran teilhaben lassen, umso schöner für uns!).

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Oktober 2019


Balu – „alles läuft gut in der Männer-WG“

Balu

BaluBaluWer in den letzten dreieinhalb Jahren unsere Website besucht hat, kann sich sicherlich an Balu erinnern. Balu, der „Bissige“, der nicht angefasst werden wollte, der Menschen erst einmal misstraute, statt sie, wie die meisten anderen Nordischen, zu lieben; dessen Vertrauen sich Mensch hart erarbeiten musste – und auch nach langer Zeit des Kennenlernens würde dazu nicht jeder Mensch fähig sein. Balu machte es uns nicht einfach – wahrlich nicht! – weder den Umgang mit ihm noch die Suche nach einer Familie. Aber dann, nachdem Balu drei Jahre in der Station war, kam Frau P.!

Balu

Dazu musste, wie so oft, eine andere über alles geliebte Fellnase, Chadie, über die Regenbogenbrücke gehen. Traurig, aber oft wahr: einer macht Platz für einen anderen. Durch Chadie hatte Frau P. bereits genügend Erfahrung sammeln können mit „schwierigen“ Nordischen, und trotzdem (oder gerade deswegen?) war Chadie zu Frau P.‘s Herzenshund geworden. Nun sollte es, wenn denn wieder ein dritter Hund, einer sein, der sich in der Vermittlung schwertut. Und auf wen hätte diese Beschreibung besser gepasst als auf Balu? Die Entscheidung für Balu war (nach dem Song von Joris) eine „Herz-über Kopf“-Entscheidung; viele „Berater“, die Frau P. hinzugezogen hatte, rieten ab – doch Frau P. wollte nun einmal diesen und keinen anderen Hund. Balu dankt es seinem Frauchen inzwischen mit stetig wachsendem Vertrauen und Zuneigung. Auch der Tenor des letzten Berichts: „alles gut“. BaluBalu

"Anbei ein Lebenszeichen von Balu, der nun fast ein halbes Jahr bei uns ist.

Wir gehen eifrig zu Berg, und Balu war auch schon auf seinen ersten 4000ern im Monte-Rosa-Massiv und auf diversen anderen Touren mit Biwak, im VW Bus, im Hotel etc.. Restaurant- und Beizbesuche macht er prima, dazwischen joggen und biken wir, machen Degility und Denksport, und er begleitet mich mit den anderen auch ins Büro. In Sachen Abruf ist er ein echter Streber und leicht zu motivieren.

Bei Tierarzt, Physio und Co. haben wir noch etwas Entwicklungspotenzial, das findet er doof und tut auch so.

Ansonsten läuft alles gut in der Männer-WG.

Liebe Grüsse von uns und bis spätestens zum Weihnachtsmarkt.

Familie P. "

Balu

So wenige Worte für so große „Wunder“! Wir wissen nicht, wie viele Menschen „da draußen“ nachvollziehen können, was solche Berichte in uns auslösen. Drei Jahre harter Arbeit, neuer Herausforderungen, Hoffen und Bangen für und mit einem unserer Schützlinge, der oft sich selbst im Weg stand, enden endlich in glücklichen „Mensch-Hund-Gespannen“. Weil es einen Menschen gibt, der bedingungslos „ja“ sagt, in diesem Fall zu Balu. Liebe Frau P., von Herzen danke!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Oktober 2019


Rakete – Urlaub? „Super Konzept!“

Rakete macht Urlaub

RaketeVor fast einem Jahr, im Oktober 2018, kam Rakete, zusammen mit Asira und Grinch, aus Draußenhaltung zu uns in die Station. Rakete entpuppte sich, anders als ihr Name vermuten ließ, als eher gemütliche Spaziergängerin – Zeitunglesen war viel wichtiger als Rennen. Auch in der Annäherung an Menschen, vornehmlich Männer, war Rakete alles andere als schnell – Zweibeiner wurden erst einmal aus der Distanz taxiert. Zum Glück interessierten sich Zweibeiner für Rakete, die ihr die nötige Zeit gaben, um Vertrauen zu fassen, und lieber viele Wochenenden auf die Station kamen, als dass sie Rakete mit einem sofortigen Umzug überforderten.Rakete Aber nach einem Wochenende im Januar war es soweit: Rakete trat zusammen mit ihren neuen Zweibeinern und zwei Hundekumpels die Reise in ihre neue Welt an. Die Eingewöhnung verlief, dank der guten Vorbereitung, problemlos. Jetzt erreichten uns Urlaubsgrüße von einer doch recht selbstsicher klingenden Husky-Dame:

Aufgepasst, hier kommt eine Raketen-Nachricht! Ihr wolltet ja mal wieder was von mir hören, deshalb melde ich mich direkt aus Schweden und Dänemark. Wir machen hier was, das sich Urlaub nennt. Super Konzept! Warum machen wir das nicht immer?

Aber jetzt zum Wesentlichen: Ich wohne jetzt ja schon seit etwa acht Monaten bei meinen neuen Chefs und meinen beiden vierbeinigen Mitbewohnern. Das passt mir ganz gut, ich bin inzwischen eigentlich der Boss von dem ganzen Verein. Die wichtigen Sachen (Quatsch machen, Futter erbetteln ...) habe ich mir bei den anderen beiden abgeschaut.

Hier im Urlaub lerne ich auch viele neue Sachen, z. B. über komische Holzplanken im Fjäll gehen, über rutschige Brücken laufen, auf Felsen klettern, Rentiere jagen .... RaketeAch nein, von dem Letzten waren die Chefs gar nicht so begeistert. Sind wahrscheinlich neidisch.

Außerdem darf ich auch noch am Dogscooter laufen und ganz viel spazieren gehen. Das Wohnmobil bringt uns immer wieder an andere spannende Orte, die ich natürlich ganz genau untersuche. Die Chefs sind ganz stolz darauf, dass ich nun auch einfach mal vor dem Wohnmobil liege und schlafe, weil ich sonst doch immer so vorsichtig bin. Zum Abschluss des Urlaubs sind wir noch eine Woche im Ferienhaus in Dänemark. Hier gibt es eingezäunte Wälder für Hunde, in denen ich ohne Leine mal so richtig Gas geben kann.

So, das war es erst mal von mir. Ich komme euch bald mal wieder besuchen!

Wir sagen herzlich Danke für diesen kleinen Urlaubsbericht und freuen uns auf das Wiedersehen!

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
September 2019


Anny (vorher Pamy) – eine „Streberin“ genießt das Leben

Anny

Neugierig, lernwillig, zunehmend selbstsicher, lebt sich schnell in neue Verhältnisse, ob Station oder neues Zuhause, ein – klingt nach der Beschreibung einer jungen Hündin? Falsch, Pamy, jetzt Anny, wird im November elf Jahre alt! Wir hatten die Hübsche von einem anderen Tierschutzverein übernommen. Anfänglich etwas zurückhaltend, vor allem Männern gegenüber, wurde aus Pamy sehr rasch ein immer lachendes Pelzgesicht. Und als dann uns schon länger bekannte Zweibeiner mit Husky Ingo anreisten, auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied für den verstorbenen Jonas, konnte Pamy (und nur Pamy!) bei Ingo punkten. Auch mit den Zweibeinern passte es: Sensitive Menschen für die sensible Pamy. Für das Zeichen des Neuanfangs wurde aus Pamy Anny, und diese bereichert nun das Leben des Viererrudels. Anny im FreilaufAnny

"Hallo an alle von der Nothilfe,

ich möchte mal Neues von Anny kundtun. Sie läuft mittlerweile, wo es möglich ist, frei. Was wirklich sehr gut klappt, denn sie ist gelehrig (fast schon eine Streberin) und schaut auch immer, wo der Rest des Rudels ist.

Sie geht mittlerweile freiwillig ins Wasser und „vertraut“ uns, auch wenn es mal „tiefer“ ist, wo sie ein bisschen schwimmen muss.

Anny

Und sie freut sich einfach mal des Lebens .…

Wir waren mittlerweile beim Doc mit ihr, da sie angefangen hat, ihre Unterwolle abzustoßen. Und er meinte, dass sehr wahrscheinlich eine Zyste an der Gebärmutter dafür verantwortlich ist und den Östrogenspiegel hochtreibt. Aber da wir sie eh sterilisieren lassen wollten, passt es ja so zusammen.

Man sieht es auf den Bildern, dass sie etwas dünn bekleidet aussieht.

Grüße aus dem mittlerweile etwas kühleren Rheintal

J. W. "

Liebe Familie W., Sie haben uns mit Ihrer Nachricht eine riesige Freude gemacht! Wie sich Anny bei Ihnen entwickelt hat, und wie sie auf den Fotos lacht! Ein älterer Hund, kein „formvollendeter“ Husky – es gibt viele Menschen, die das abgehalten hätte, Anny überhaupt in Betracht zu ziehen. Danke, dass Sie sich für Anny entschieden haben und ihr ein so liebevolles Zuhause bieten, in dem es Anny offenbar ganz leicht fällt, Vertrauen zu fassen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
September 2019


Lynn schickt Urlaubsgrüße aus Norwegen

Lynn

LynnLynn im SchneeKnapp zwei Jahre ist es her, dass Husky-Mix-Hündin Lynn vermittelt wurde. Obwohl sie es anfangs ihren neuen Menschen nicht nur leicht gemacht hat, steht die Familie voll hinter dem vierbeinigen Rudelmitglied und möchte ihre Pelznase nicht mehr missen. Da ist es auch eine Selbstverständlichkeit, dass Lynn im Urlaub nicht in eine Hundepension gesteckt wird, sondern mit ihren Dosenöffnern auf Reisen geht.

Anfang August haben uns Urlaubsgrüße aus Norwegen erreicht. Während in Deutschland schweißtreibende Temperaturen herrschten, hat Lynn sich im hohen Norden erfrischt und dem zufriedenen Gesichtsausdruck nach den Aufenthalt auch sichtlich genossen.

Lynn

„Ganz liebe Grüße aus Norwegen. Wir haben mit Lynn einen sagenhaft schönen Urlaub. Die genießt es 24/7 bei uns zu sein. Wir reisen mit Wohnwagen, was das Ganze noch viel interessanter macht. Lynn hat sich top entwickelt und geht gerne mit uns in die Berge. Sie ist dort absolut umsichtig und beherrscht die Kommandos „steh“ und „weiter“ absolut gut, so dass ein sicherer Auf- und Abstieg möglich ist. Da haben wir schon ganz andere Begebenheiten mitbekommen. Mordsgefährlich!

Lynn

Also, nochmal liebe Grüße an alle.
Lynn und Familie“

Es hat uns gefreut, von Lynn und ihren Zweibeinern zu hören und wir wünschen der ganzen Familie weiterhin viel Spaß miteinander – sowohl im Urlaub als auch im Alltag.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt


Chio - ein freundliches Hauulo vom Rande der Schwäbischen Alb!

Anfang März 2019 war der hübsche vierjährige Chio mit seinem Kumpel Loui zu uns in die Station gekommen, weil deren damalige Zweibeiner aus beruflichen Gründen ins Ausland gingen und die beiden nicht mitnehmen konnten. Chio und Loui kannten bis dahin keine Wohnung, was die Vermittlungschancen für die Hübschen jedoch nicht minderte. Beide durften im Mai 2019 in ihr jeweils neues Zuhause umziehen. Chio hatte Gnade gefunden vor den Augen einer unserer ehemaligen Schützlinge: Comtesse. Der Name ist bei Comtesse Programm, und so war die Anfangszeit für Chio hart, aber nun haben sich Chio und Comtesse/Tessi zusammengerauft. Chio berichtet:

"Ich bin`s! Chio!

Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde. Aber hier ist ziemlich was los! Von vorne: Chio

Seit ein paar Monaten lebe ich jetzt schon in meinem neuen Rudel. Durch mich wurde aus dem Viererpack ein Fünferpack! Eigentlich ist das Wohnen in einem Haus für mich ziemlich ungewohnt. Ich wurde in Außenhaltung gehalten. Naja, dachte ich, schauen wir uns das Ganze einmal an.

Chio und ComtesseDenke, ich habe zunächst alles falsch gemacht, so wie Comtesse abging. Ich durfte mich ihr nicht nähern, durfte nicht nachschauen, ob sie noch etwas von ihrem Essen übriggelassen hatte, durfte nicht an ihrem Bettchen schnuppern und schon gar nicht eine Pfote auf ihr Polster setzen. Als ich ihr zu nahekam, uiuiui … das gab Ärger. Also habe ich mich erst einmal hinter die Couch verkrümelt und die Streicheleinheiten des Halbstarken der Zweibeiner genossen.

Irgendwann habe ich dann mitbekommen, dass Comtesse von unseren Zweibeinern gar nicht Comtesse genannt wird … es sei denn, sie hat auch mal etwas falsch gemacht – was natürlich niemals vorkommt …. Sie wird Tessi genannt. Hab mich ihr dann noch einmal genähert und sie mit Tessi angesprochen. Das gab Stress! Aber zwischenzeitlich ist Comtesse lockerer geworden. Wir können jetzt aus einem Wassernapf trinken, und ich bekomme keines auf den Deckel, wenn ich mit meinem Essen fertig bin und nachschaue, ob Hoheit etwas übriggelassen hat. Sie schaut ja auch bei mir im Napf nach. Anfangs hatte ich immer etwas übriggelassen, was zur Folge hatte, dass Tessi, nachdem wir wegen Zecken den Tierarzt aufgesucht haben – da bekommt man übrigens Leckerlies – zugenommen hatte. Und wieder war ich schuld.

Das Wohnen im Haus ist gar nicht mal so übel! Es ist zwar etwas eng, weil Möbel auch noch rumstehen, aber es gibt da so einen Raum, den Tessi und ich nicht betreten dürfen, aus dem kommen die leckersten Düfte. Ich bekomme aber nichts. Selbst wenn ich meine Schnute auf der Tischplatte ablege. Doch! Dann bekomme ich was! Ärger von Comtesse! Die schnauzt mich an, legt dann aber selbst die Nase auf den Tisch. Aber sie wird auch weggeschickt! Hihi!

Das ist ganz anders, wenn wir die Eltern des männlichen Zweibeiners besuchen. Sein Papa ist der Herr über den heiligen gekühlten Schrank, aus dem Geflügelwurst wie von Zauberhand erscheinen kann. Habe mitbekommen, wenn man dem Papa lange genug nachläuft und dabei ganz lieb guckt, bekommt man eine Scheibe Wurst (oder auch zwei oder drei Schreiben).

Comtesse und Chio

ChioChioDiesen Sommer ist es häufiger ziemlich heiß gewesen, aber ich habe lange nicht verstanden, warum mich Tessi und die Zweibeiner mit an ein fließendes Gewässer nehmen. Ich habe versucht, mir die Pfoten nicht nass zu machen und habe mal ein paar Schluck Wasser getrunken. Das war dann aber wohl nicht das, was die Zweibeiner wollten. Die bringen mich nämlich häufiger an fließendes Wasser. Mal an ein breites fließendes Wasser, dann wieder an ein schmales. Als sie mich wieder mal an ein schmales fließendes Wasser geführt haben, habe ich erst getrunken, was sie jedoch nicht von mir gewollt haben, glaube ich. Also habe ich mich über das schmale Wasser gehockt und habe mal rein gepinkelt. Das war´s wohl auch nicht, und Tessi war dann auch sauer mit mir, weil sie gerade trinken wollte, als mein Pipi an ihr vorbei trieb. Irgendwann habe ich dann gesehen, dass Tessi in das große fließende Gewässer steigt und habe es ihr nachgemacht. Habe jetzt einen Tauchschein, weil ich gleich mal unter die Wasseroberfläche gucken musste. Leute! Da gab es Fische!

Tessi und ich verstehen uns zwischenzeitlich gut. Ab und an weist mich Hoheit noch zurecht, weil ich nicht ganz verstehe, warum ich mir den Nymphensittich von Papa und Mama männlicher Zweibeiner nicht genauer anschauen darf. Auch verstehe ich nicht so recht, warum eine Tür, hinter der es so verführerisch duftet (Hoppelhasen), für mich tabu ist. Nicht einmal am Ninchenfutter darf ich naschen. Dafür esse ich jetzt ihre Karotten. Hihi!

Auch mit den Zweibeinern um mich herum verstehe ich mich gut. Zumindest, so lange ich nicht an den Mülleimer gehe. In einer Hundesendung hat Tante Zweibeiner gehört, dass man mir mit einer aufgeschnittenen Zwiebel den Mülleimer madig machen kann. Ich habe einfach die Zwiebel gegessen. Tessi konnte mich danach nicht mehr riechen. Aber der Mülleimer ist trotzdem noch interessant. Vielleicht kann mir ja Hoheit erklären, warum man Verpackungen nicht auslecken darf.

Ich sende euch die liebsten Grüße und ein Hauuuauaugrr auch von Tessi, ähm von Comtesse der Ersten, geborene Runter vom Sofa!

Euer Chio"

Lieber Chio, danke für diesen anschaulichen Bericht; wir haben, müssen wir Dir gestehen, herzhaft gelacht. Wir hoffen, Du verzeihst uns. Comtesse wäre nicht Comtesse, wenn sie anders reagieren würde – und Du wärst nicht Chio, wenn Du nicht so cool reagieren würdest. Sag Deinen Zweibeinern danke für ihre Gelassenheit und Geduld mit Euch beiden. Weiterhin viel Spaß Euch Fünfen!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
August 2019


Nita und Freilauf – wer hätte das gedacht?

Nita

NitaNitaWer hätte im April 2017, als der erste Bericht des glücklich vermittelten Frauchens eintraf, gedacht, dass Nita einmal frei laufen gelassen werden kann? Aber Nita kann! Die Zeit der Pubertät, der geöffneten Türen und Tupperdosen, des geöffneten Kühlschranks, der geknackten Kindersicherungen, der bunten Schokostreusel-Mehl-Küchendeko, der verspeisten Orchideen, der zernagten Cowboystiefel ist vorbei. Nita ist immer noch „Wirbelwind, Dickkopf und Charmebolzen“ in einem - neu hinzugekommen ist der Kosename „Kröte“ – aber sonst ist „alles prima“.

"Ihr Lieben,

herzliche Grüße von Nita. Vier Jahre, kaum zu glauben, so alt ist sie schon, die Kröte. Sie macht sich super. Hat immer noch jede Menge Flausen im Kopf, setzt denselben auch schön regelmäßig durch und macht das mit vehementem Durchsetzungsvermögen, solange bis es so läuft, wie sie es will. Sie kann mittlerweile relativ oft frei laufen und kommt super zurück, WENN die richtigen Leckerli aus dem Beutel purzeln. Also alles prima. Ich hoffe, das findet sie auch.

Nita

Viele Grüße an Euch und bis zum Weihnachtsmarkt.

Sabine"

Nita

Nita und ihr Frauchen – einfach immer herzerfrischend. Danke für den Bericht, liebe Sabine! Wir freuen uns, dass es Euch beiden miteinander sooooo gut geht und dass wir Euch am Weihnachtsmarkt wiedersehen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
August 2019


Iron und Mexx – das Brüder-Doppelpack

Alle 3

Im Frühjahr 2016 zog ein Brüder-Trio aus einer erzwungenen Rudelauflösung in unserer Station ein, Ben, Iron und Mexx. Nicht mehr ganz jung (9 Jahre), aus Draußenhaltung, Mexx zudem sehr scheu gegenüber Fremden – keine guten Voraussetzungen für eine schnelle Vermittlung. Ben schaffte im Sommer 2016 als erster den Absprung in eine neue Familie; Iron und Mexx warteten und warteten und warteten … bis November. Und wie gut, dass sich vorher keiner interessiert hatte für einen von ihnen, denn es gab Interessenten für beide!!! Und diese Interessenten waren auch noch huskyerfahren! Wir trauten damals kaum unserem Glück – bzw. natürlich dem Glück von Iron und Mexx – aber es wurde wahr: Die beiden durften gemeinsam umziehen. Und nicht „nur“ das, sie durften bei Zweibeinern einziehen, die beide so nehmen, wie sie eben sind.MexxMexx Inzwischen sind Iron und Mexx gute 12 Jahre alt, aber immer noch aktiv mit ihren Menschen unterwegs:

Hallo,

wollte mich nur mal wieder melden.

Den beiden geht es gut, und sie rennen immer noch gerne auf den Berg. Mexx hat seit Ende 2018 nun auch das Bett in Beschlag genommen, und kaum haben wir im Garten angefangen umzubauen, hat Iron gleich mitgemacht und gemeint „was Ihr könnt, kann ich schon lange“.

Wie bereits im letzten Jahr waren wir auch dieses Jahr in den Dolomiten, und beide sind sehr aufmerksam. Sie gehen perfekt hinter einem, wenn es ein schwierigeres Terrain wird. Damit ist‘s aber auch gleich wieder vorbei, wenn es 'normal' wird.

Mexx ist zwar immer noch zurückhaltend gegenüber Fremden, aber bei weiten nicht mehr so wie am Anfang. Man glaubt es nicht, aber er kommt doch ab und an und holt sich seine Streicheleinheiten ab.

Grüße

Jörg

Wir sind immer noch sehr dankbar über diese glückliche Fügung in Irons und Mexx‘ Leben und freuen uns, dass die beiden noch so fit sind. Wir wünschen dem gesamten „Rudel“ weiterhin eine gute, gesunde und glückliche Zeit miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Juli 2019

 


Loui – Happy Birthday

 

LouiLouis GeburtstagstorteErinnern Sie sich an Loui? Lange ist es ja noch nicht her, dass er sein neues Zuhause fand; es war im Mai 2019. Ja, natürlich erinnern Sie sich – so einen hübschen jungen Husky-Buben haben wir schließlich nicht jeden Tag in der Vermittlung. Loui war zusammen mit seinem Kumpel Chio bei uns abgegeben worden, weil seine Zweibeiner ins Ausland umzogen und die beiden nicht mitkommen konnten. Schnell hatte der freundliche Husky-Bub neue Zweibeiner um seine großen Pfoten gewickelt und durfte unsere Station wieder verlassen. Die „Eingewöhnung“ verlief völlig unkompliziert, obwohl Loui bis dahin noch keine Wohnung von innen kannte. Am 14.07.2019 ist Loui ein Jahr alt geworden, und seine Familie lässt uns an den „Feierlichkeiten“ teilhaben:

Die Torte ist lecker

Unser kleiner Franzose hatte am 14. Juli seinen ersten Geburtstag. Wir haben den Tag sehr genossen und Loui seinen selbst gebackenen Hundekuchen mit leckerem Thunfisch.

Louis Pool

Liebe Grüße an alle von der Nothilfe

Loui guckt Pferd

Familie K.

Fotos sagen mehr als Worte, und so ließ dieser Satz und die Fotos unsere Herzen höher schlagen – nichts Besseres hätte Loui passieren können, als bei Familie K. einziehen zu dürfen. Wir sagen „Happy Birthday, dear Loui“ und „alles Gute Dir und Deiner Familie für viele, viele Jahre“.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
im Juli 2019


Queen Rose schickt Fotogrüße

Die mittlerweile dreijährige Queen Rose durfte Anfang 2019 vom Hasleberg in ihre neue Zukunft bei ihrer neuen Familie starten. Ehemals ‚ungewollt‘ und medizinisch unbehandelt, darf sie jetzt umsorgt erleben, was sie glücklich macht: überall dabei sein, um die Felder ziehen, kuscheln, baden, sie hat jetzt sogar ihren eigenen Pool in ‚ihrem Rosengarten‘!

Wir wissen, dass viele von Ihnen ihr Schicksal berührt hat und Sie Queens Entwicklung in der Station mitverfolgten. Sie fieberten mit uns, was die Zukunft für Queen Rose wohl bereithält. Jetzt ist sie schon länger ein wahres Glücksfell und schickte uns allen Fotogrüße.

Queen Rose Queen Rose Queen Rose
Queen Rose   Queen Rose
Queen Rose Queen Rose Queen Rose

Vor kurzem erreichte uns auch noch ein wunderschönes Geschenk für das Husky-Mädchen. Eine liebe und kreative Frau hat ein neues rotes Halsband für sie gehäkelt und mit den besten Wünschen eingerahmt. Das haben wir gleich an Queen Rose weitergegeben, dass es sie gewissermaßen als ‚Schutzengel‘ immer begleiten wird.
Kann ein Leben als Hund schöner sein? Wir sind froh und dankbar, dass Queen Rose so viel Glück und Zuneigung erfährt.

Das Team der Nothilfe e.V. Freudenstadt
Juli 2019


Es kommt uns vor, als sei es gestern gewesen, als wir Casabel mit ihrer neuen Familie beim Start in ihre Neue Zukunft vor der Station nachwinkten, dabei sind schon wieder ein paar Wochen ins Land gegangen. Zum Abschied hatte sie uns Post aus dem Urlaub versprochen und sie hat es wahr gemacht! Sie diktierte jetzt Ihren neuen Menschen einen Brief an uns alle in die ‚Feder‘:

‚Liebes Nothilfe Team,

es ist jetzt wirklich an der Zeit, dass ich Euch erzähle, wie es mir ergangen ist und wie es mir ergeht.
Es begann mit einem ganz normalen Morgen in der Auffangstation Burladingen-Gauselfingen, jedoch musste an diesem Tag etwas anders sein, ich bekam kein Frühstück, was bis heute für mich ganz wichtig ist, ebenso wie alle anderen Mahlzeiten.

CasabelDann holte mich Satu aus meinem Zuhause aus der Auffangstation und da waren wieder der eine nette Huskyrüde Nanouk mit seinem Herrchen und Frauchen, die mich vor gut einer Woche schon mal besucht hatten. Ich war da schon ein bisschen freudig erregt. Mir wurde dann auch gleich ein fremdes Geschirr angelegt und alle fummelten rum, bis es endlich passte und schwupps, waren wir auch schon entspannt beim Gassigehen. Als wir die Runde beendet hatten wurde der Kofferraum eines Autos aufgemacht und unter großer Verabschiedung vom Nothilfe Team durfte ich zu Nanouk in den Kofferraum steigen. Und schon ging die Fahrt ins Ungewisse los.

Wir machten regelmäßig Pausen, gingen Gassi und bevor es weiterging gab es immer was zu trinken und, ganz wichtig, auch ein Leckerli. So ging es den lieben, langen Tag, bis wir dann irgendwann an meinem neuen Zuhause angekommen sind. Mann, war ich fertig, aber dann gingen wir erstmal lange spazieren und nun war es soweit, ich durfte in meinem neuen Zuhause einziehen. Das dachte ich mir auf alle Fälle damals.Casabel

Die Frau und der Mann, vermutlich mein neues Frauchen und Herrchen zeigten mir die Wohnung, die bereits hergerichteten Plätze für Nanouk und mich und auch den Balkon. Frauchen hat mich darauf hingewiesen, dass das Balkongeländer die Grenze ist und ich nicht daran hochspringen, oder noch schlimmer darüber springen durfte. Irgendjemand hatte den zwei Menschen gesagt, dass ich wohl früher gerne mal den Zaun nicht als Grenze angesehen hatte. Aber für mich war der Balkon gar nicht so wichtig, auch wenn der Rest des Rudels auf dem Balkon war, lag ich vor der Balkontür und habe nur genüsslich rausgeschaut. Ich darf jetzt nämlich in der Wohnung wohnen, was ich echt super finde.

Casabel

Dann begann der echt anstrengende Alltag mit meiner neuen Familie, wir waren jeden Tag viele, viele Hundeschritte unterwegs und ich habe Wasser kennen gelernt, das leicht salzig geschmeckt hat. Aber da Nanouk in das große Wasser ging, musste ich nachziehen. Ich wollte mir ja auch keine Blöße geben.
Nanouk war am Anfang übrigens teilweise echt fad, aber mit der Zeit hat mein Charme gewirkt und wir waren auf dem Weg beste Freunde zu werden. Ich konnte Nanouk auch noch den einen oder anderen Trick beibringen, den man nur in einem richtigen Huskyrudel lernt.

Ab und zu mussten wir auch alleine zu Hause bleiben, aber da ich ja nie alleine war, Nanouk das scheinbar cool meisterte und er mir mehr oder weniger mitgeteilt hat, dass Frauchen und Herrchen immer wieder kommen, konnte ich das gut ertragen. Ich habe mich umso mehr gefreut, wenn dann das Rudel wieder komplett war, da ist mir dann schon das eine oder andere quietschende Bellen herausgekommen.
So vergingen die Tage und ich habe mich jeden Tag wohler gefühlt. Wir haben viele verschiedene, teilweise echt lange Gassirunden gedreht und immer war das salzige Wasser in der Nähe. Ich habe festgestellt, dass das Wasser echt cool ist, wenn ich mich angestrengt habe und mich darin abkühlen konnte.
CasabelAuch waren da immer Schwäne, Enten und andere Wasservögel in der Nähe, Nanouk war ganz wild auf die. Hat wahrscheinlich einen ähnlichen Jagdtrieb wie ich und deshalb müssten Frauchen oder Herrchen immer beruhigend auf Nanouk einreden. Ich habe das sehr wohl zur Kenntnis genommen, weil wir des Öfteren auch Katzen beobachtet haben und da wurde ich immer ganz unruhig. Aber auch hier konnten mich die Zwei meisten beruhigen, außer wenn ich die Katze zuerst gesehen habe, dann ging die Post ab.

Dann kam jedoch ein seltsamer Tag, Nanouk war schon irgendwie aufgeregt und ich sah, wie Frauchen und Herrchen die Koffer packten, die Hundebetten wegräumten und die Wohnung sauber machten. Ich machte mir nicht viele Gedanken, da ich gut gefrühstückt hatte und wie Nanouk in das Auto einsteigen durfte.
Da mir das Autofahren nichts ausmacht und alle mit dabei waren, war ich auch sehr entspannt. Nach gefühlt einer Ewigkeit mit Unterbrechungen und Verpflegung, kamen wir dann in einer anderen Umgebung an. Ich dachte mir, dass das schon alles seine Richtigkeit haben würde und stieg mit Nanouk aus dem Auto aus.
Wir inspizierten gleich die nähere Umgebung und es hat überall nach Nanouk gerochen. Als wir wieder am Auto angekommen sind, hat Frauchen ein Gartentor geöffnet und wir gingen in einen kleinen, übersichtlichen Garten mit Teich, Vogelhaus und einer großen Terrasse. Die Terrassentür wurde aufgeschlossen und schon wieder ging es von vorne los. Mir wurde die Wohnung gezeigt, die bereits vorbereiteten Hundebetten und auch noch die Verhaltensweisen für den Garten dargelegt. Hier wurde verstärkt von Frauchen und Herrchen auf die Grenzen hingewiesen und was ich durfte oder nicht. Auch durfte ich am Anfang nicht alleine, da reichte auch Nanouk nicht als Aufsichtshund, in den Garten.Casabel

Aber wie schon in der anderen Wohnung, genieße ich es in der Wohnung zu sein und aus der offenen Terrassentür in den Garten zu schauen. Ich bin sowieso am liebsten bei Frauchen und Herrchen. Vor allem, wenn die Zweibeiner mich ausgiebig streicheln. Irgendwie interessiert mich auch der Gartenzaun nicht besonders, weil ich alles habe, was ich brauche. Jedoch muss ich auch anmerken, dass es mich sehr wohl interessiert, wer am Gartentor vorbeigeht und wenn die Menschen dann stehen bleiben und noch schlimmer, wenn die Menschen über den Gartenzaun fassen, muss ich schon nach den Rechten sehen und auch mal mit einem lauten Bellen oder Hochspringen an der Pforte aufzeigen, dass das Privatgrund ist. Inzwischen kenne ich aber schon die meisten Menschen, die mit Herrchen oder Frauchen am Zaun ratschen und somit ist das dann auch für mich in Ordnung. Dann muss ich keine Wache halten.
Hier ist auch der Alltag ein anderer. Meistens sind wir, Nanouk und ich vormittags alleine, außer Herrchen arbeitet im Homeoffice, aber auch dann hat er nicht immer so richtig Zeit für uns. Aber wenn Frauchen dann mittags heim kommt, ist die Freude groß. Das bedeutet nämlich, dass wir Essen bekommen und auch Gassi gehen dürfen.
Das regelmäßige Essen ist übrigens für mich sehr wichtig und ich muss auch diesbezüglich nicht genötigt werden, im Gegensatz zu Nanouk, der sich mit dem Fressen schon ab und zu sehr ziert.
Das Gassi gehen macht hier übrigens super Spaß. Zwischendurch treffen wir viele fremde Hunde, mit Frauchen und Herrchen kann ich gut an diesen vorüber gehen. Ab und zu werden mir diese dann auch vorgestellt, dann darf ich diese auch begrüßen, beschnuppern und spielen. Wenn wir keinen anderen Hund treffen, animiere ich Nanouk zum wild toben. Da kommt Herrchen schon mal an seine Leistungsgrenze. Hier gibt es viele verschieden Gassiwege und meistens ist ein Bach oder Fluss in der Nähe, in dem wir uns kurz erfrischen oder unseren Durst stillen können.

CasabelFrauchen und Herrchen habe ich um alle vier Pfoten gewickelt, bzw. ich finde die Zwei und Nanouk ganz cool und fühle mich hier super wohl. Ich glaube, die zwei Zweibeiner haben mich schon in ihr Herz geschlossen und Nanouk mag mich insgeheim auch ganz gerne, auch wenn er das nicht immer so offen zeigt.
So, jetzt muss ich leider zum Ende kommen. Es steht der Mittagsspaziergang an.
Ich halte Euch weiter ab und zu auf dem Laufenden.
Viele liebe Grüße und noch einmal vielen Dank für die Zeit bei Euch.

Casabel

Eure Casabel

P. S.
Ich soll auch viele liebe Grüße von Frauchen und Herrchen ausrichten.‘

Wie haben wir uns über den ausführlichen Erlebnisbericht gefreut! Vielen Dank auch an Frauchen und Herrchen für die Bereitschaft zu diesem herrlichen Diktat.
Wir wünschen den VIERen vom Dreamteam noch viele tolle gemeinsame Urlaube und jeden Tag einen schönen und harmonischen Alltag zusammen! Und natürlich wollen wir auf dem Laufenden gehalten werden, nicht nur wir, auch viele Freunde von Casabel aus ihrer ‚Stationszeit‘ freuen sich über Post von Euch.
Das Team der Nothilfe e.V. Freudenstadt
Juni 2019


Nanuk (ehemals Nico) – „wie die Zeit vergeht“

Nanuk

Nico kam als gerade einmal ein paar Monate altes Husky-Bübchen zu uns, und hatte natürlich viele Anfragen. Das ist immer so bei Welpen, und es ist für uns oft sehr schwierig, unter all den Angeboten „DIE richtigen“ Menschen zu finden. Bei dem hübschen Nico war das nicht anders. Als sich Menschen meldeten, die bereits bewiesen hatten, dass sie mit Nordischen umgehen können, und die sich der Verantwortung, eine jahrelange Partnerschaft mit einem Hund einzugehen, bewusst waren, fiel die Entscheidung letztendlich leicht. Dass dies die richtige Entscheidung war, zeigt der Bericht vom vierten Geburtstag unseres ehemaligen „Kükens“: NanukNanuk, Baikal und Shiba

"Hallo liebes Team von der Nothilfe,

zur Erinnerung: wir haben Nanuk im Oktober 2015 von Euch im Alter von vier Monaten übernommen.

Wie die Zeit vergeht, unser Schatz, unser Sonnenschein ist vor kurzem vier Jahre geworden. Wir sind so glücklich, dass wir ihn haben. Er bereichert unser Leben sehr. Auch im Rudel passt alles ganz hervorragend. Wir sind, seit wir im Ruhestand sind, sehr viel unterwegs, was uns wie auch unseren Hunden sehr gut tut.

Unterwegs

Nanuk geht immer noch jede Woche, seit wir ihn haben, in die Hundeschule. Das ist ihm wichtig, und er hat sehr viel Freude an Chillity, Gerätetraining, Dummytraining und gaaaaanz viel mehr. Die Leiterin der Hundeschule ist so begeistert, sie kann es nicht fassen, dass ein Husky so ein toller Hund sein kann. Hat sie doch schon ganz andere Huskies in ihrer Hundeschule erleben müssen. Nanuk ist halt unser Schatzele. Nun noch ein paar Bilder von Nanuk, aber auch von unseren dreien.

Auf dem Gipfel

Es war uns wichtig, Euch mal wieder über Euren ehemaligen Schützling zu informieren.

Wir wünschen Euch alles Liebe und grüßen sehr herzlich

M. S. mit Rudel"

Liebe Familie S., wir erinnern uns noch gut an Nico und die Anfangs“schwierigkeiten“ in Ihrem Rudel nach seinem Einzug – und dass Sie diese nicht als „Schwierigkeiten“ angesehen haben. Dafür, für Ihre Zeit, Geduld und Gelassenheit beim Zusammenführen ihres heutigen Rudels möchten wir Ihnen ganz herzlich danken. Dies kann für manch andere Menschen Vorbild sein! Es zeigt wieder einmal, dass „keine Erwartungen“ die besten „Erwartungen“ sind. Herzlichen Dank für den Bericht und weiterhin viel Spaß miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Juni 2019


Navajo – doch „nur“ ein 100-%-Husky

Vor ziemlich genau einem Jahr, Ende Mai, durfte Navajo aus der Station ausziehen und in sein neues Zuhause in der Schweiz umsiedeln. Navajo war und ist ein ganz Besonderer. Zum einen vom Aussehen her: ein Auge grün, das andere blau, einen Mix aus Husky und Saarloos-Wolfhund hatte (!) man vermutet (das Dementi siehe unten). Zum anderen vom Charakter her: äußerst freundlich und offen gegenüber Menschen, verträglich mit Artgenossen, und das, obwohl Navajo in seinem früheren Zuhause nur im Keller und Garten „wohnen“ durfte. Die Eingewöhnung in ein bestehendes Dreier-Rudel verlief recht unkompliziert, vor allem, weil sich das Frauchen, die „Chefin“, viel Zeit zum Kennenlernen und Zusammenführen genommen hat. Einen Monat lang kam sie mit ihren drei Fellnasen aus der Schweiz angereist, um Navajo in der Station zu besuchen – und um ihn dann schließlich Ende Mai 2018 mitzunehmen. Inzwischen ist der jetzt zweijährige Husky-Bub nicht mehr wegzudenken aus seinem Rudel, und schon einige Male haben Zwei- und Vierbeiner die Station besucht, um beim weiteren Ausbau der Station tatkräftig mitzuhelfen. Doch derzeit urlaubt man in Dänemark, hier Navajos Bericht: Navajo mit RudelNavajo

"Vor einem Jahr bin ich vom Hasleberg weg- und mit meinen drei neuen Kollegen in die Schweiz umgezogen. Ich lebe seitdem im Raum Bodensee und geniesse mein Leben auf dem Land mit aktivem Zughundesport am Trainingswagen oder am Schlitten.

Navajo

Seit dem Umzug klappt das Zusammenleben mit Youkon, Chinook und Muna so gut, dass meine «Chefin» Anfangs April entschieden hat: Wir werden campieren gehen, und zwar in den Norden, besser gesagt nach Dänemark. Denn dort kennt meine «Chefin» einen tollen naturbelassenen Campingplatz. Der Platz liegt an der Küste Nordjütlands, er ist komplett ruhig, und auch wenn wir Huskys uns einmal akustisch durch Heulen mitteilen, die Betreiber bleiben nett und die Nachbarn tolerant.YukonYukon

Gesagt, getan. Mitte Mai wurde also alles Camping- und Hundematerial im Auto und im Anhänger verstaut, auch der Trainingswagen wurde eingepackt. Denn ohne unser Trike sind wir drei Aktiven zu nichts zu gebrauchen (Youkon zieht nicht mehr, er ist seit wenigen Monaten auch ernsthaft krank) beziehungsweise ohne körperliche Auslastung wären wir mit der Zeit sicher unausstehlich auf dem Campingplatz geworden.

Als wir endlich nach langer Fahrt in Dänemark angekommen waren, war das Wetter erst mal mau. Nicht, dass uns die kühlen Temperaturen belastet hätten, aber da es jeden Tag geregnet oder gar Gewitter gegeben hat, war von grossartigem gemeinsamem Chillen im Gras erstmals nur wenig umsetzbar. Umsetzbar hingegen war das tägliche Laufen am Trike. Also wurden wir jeden Morgen von unserer «Chefin» geweckt, vorbereitet und eingespannt. Und nachdem wir umsichtig vom Platz gestartet waren, ging es ab in den Wald. Dänische Wälder sind doch etwas anders, als ich sie von zu Hause her kenne. Denn der Boden ist weich und sandig, die Bäume stehen licht, und auch Fasane, Rehe, Feldhasen und Füchse kann man jederzeit „aufmischen". Dazu geht immer etwas Wind, sprich das Laufen und Ziehen macht grossen Spass, da alle Sinne aktiviert werden. Youkon wiederum durfte während unserer Arbeit mit der «Co-Chefin» spazieren gehen. Dabei konnte er die Düne und den Strand kontrollieren, auch das Inserieren von «News» wurde durch Youkon erledigt. Meist sind wir dann wieder zeitgleich zurück auf den Campingplatz gekommen, aber ab und an haben wir uns auch an der Klippe getroffen und gemeinsam den Blick über die Jammerbucht, die Küste und die Brandung des Meeres schweifen lassen.

Navajo an der Nordsee   Navajo im Urlaub
  Nordsee  
Yukon   Navajo

In der zweiten Woche, als das Wetter besser wurde, sind wir dann einmal bis nach Skagen gefahren (also die «Chefin» mit dem Auto und ich/wir in der Box). Auch das war Neuland für mich, denn das Wasser schmeckte salzig, die Wellen klatschten von beiden Seiten um die Pfoten und, ganz ehrlich, die auffliegenden Möwen am breiten Strand weckten den Jagdtrieb in mir. Leider liess meine «Chefin» diesen Unfug nicht zu, sprich das Laufen an der Leine ist Pflicht. Chinook, Muna und Youkon waren selbstverständlich auch dabei, und als wir dann am Abend wieder auf unserem Campingplatz ankamen, waren wir doch alle etwas platt. Auch Wanderdünen und Leuchttürme haben wir im Laufe der Woche noch besichtigt, und ich muss sagen: Ich bevorzuge jedes Schneetreiben in den Alpen. Denn der Flugsand an der Küste war überhaupt nicht cool - er piekst in der Nase, er knirscht zwischen den Zähnen, und auch das juckende Fell macht nicht wirklich Spass. Aber hej, das «Zeitungslesen und Inserieren» an neuen Orten war eine coole Beschäftigung ….

Ich bin auf jeden Fall voll auf meine Kosten gekommen, und auch meine Kollegen sind meines Wissens mit dem Urlaub zufrieden. Meine «Chefin" ist zufrieden, wie wir uns auf dem Campingplatz präsentiert und während des Reisens verhalten haben, und vor allem wird der nächste Urlaub wieder in den Norden geplant.

Grüsse

Navajo mit Kollegen Youkon, Chinook und Muna / N. D.

Übrigens, damit Ihr’s wisst: Ich bin genetisch getestet und zu 100 % Siberian Husky. Also nix mit «Husky-Saarloos-Mix»."

O.k., jetzt wissen wir’s, lieber Navajo, Du bist nur ein Husky. Nein, im Ernst, Du bist etwas ganz Besonderes, aber «eigentlich» muss man das nicht erwähnen, man sieht es auf jedem Foto! Herzlichen Dank für Deinen Urlaubsbericht. Wir sind sehr froh, Dich in diesem Rudel, natürlich und besonders bei dieser «Chefin» so gut aufgehoben zu wissen und freuen uns auf das nächste Wiedersehen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Juni 2019


Lennox (ehemals Borox) – Mein erster Urlaub im Wohnmobil

Lennox

LennoxLennox„Aller guten Dinge sind drei“ lautet ein altes Sprichwort. Bei Lennox trifft das zu. Als Borox kam er 2014 zu uns in die Auffangstation, wurde vermittelt, aber dann nach vier Jahren, im September 2018, aus gesundheitlichen Gründen an uns zurückgegeben. Über den gut vierjährigen Borox gab es im Vermittlungstext nur Gutes zu berichten: ein sympathischer Rüde, verträglich mit Hunden und ein absoluter Menschenfreund. Aufgrund dieser Beschreibung wurde eine Familie auf Borox aufmerksam – der gemeinsame Spaziergang mit der bereits zur Familie gehörenden Hündin Joy klappte super, und so durfte Borox im November 2018 die Reise in die Pfalz antreten. In seinem dritten Zuhause wurde aus Borox Lennox, und Lennox ist inzwischen aus dieser Familie nicht mehr wegzudenken. Wie in jedem neuen Zuhause gab es auch für Lennox viel Neues, was er aber mit Bravour meisterte. Wie auch offenbar seinen ersten Womo-Urlaub:

"Hallo Ihr Lieben vom Team,

ich bin's mal wieder, Euer Lennox.

Also ich muss sagen, der Urlaub hat super Spaß gemacht. Am Anfang der Reise war ich sehr, sehr aufgeregt. Ich kannte das ja noch nicht. Ständig musste ich gucken, wohin die Reise geht. Aber nach einer Woche konnte ich mich entspannt unter den Tisch legen und pennen. Wir hatten viel Spaß zusammen, und ich freue mich schon auf das nächste Mal.

Es gab viele Tiere zu sehen. Und manch ein Schaf hat gut auf seine Herde aufgepasst. Das war mir nicht geheuer, und nachher hab ich's verbellt. So, das kommt vom Doof-Gucken.

Wir sind noch eine Woche in Holland. Dann ist der Urlaub vorbei. Der nächste kann kommen.

Lennox (ehemals Borox), Joy und der Rest"

Wir bedanken uns herzlich, lieber Lennox, dass Du trotz der aufregenden Zeit im Urlaub an uns gedacht und uns einen Bericht geschickt hast. Und wir freuen uns sehr, dass es Dir in Deiner neuen Familie so gut geht. Du bist so ein toller Husky-Bube und hast es so verdient, endlich endgültig ankommen zu dürfen! Genieße Dein Leben mit Deiner Familie, wir freuen uns, wenn Du uns weiterhin daran teilhaben lässt.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Juni 2019


Jacky – „Seehund“ und „Alterspräsident“

JackyJackyWir haben wieder einmal einen Bericht über Jacky erhalten – jede Zeile zeugt von der Liebe, die der sanfte Husky-Bube in seinem Rudel – drei anderen Rüden und zwei Zweibeinern – genießen darf. Jacky hatte großes Glück, dass diese Zweibeiner auf ihn aufmerksam wurden und ihn in ihrer Familie aufnahmen, als er Ende 2016 nach dem Tod seines Herrchens nicht mehr ganz jung (damals knapp neun Jahre alt) und nicht mehr ganz gesund (Spondylose) zu uns in die Vermittlung kam.

"Hallo liebes NfP-Team,

Jacky grüßt Euch recht herzlich und möchte einfach nur mal mitteilen, dass bei ihm alles in Ordnung ist.

Jacky

Er ist „voll hier angekommen“. Die kleine Bilderserie aus unserem letzten Urlaub soll dies verdeutlichen. Er ist der „Alterspräsident“ in unserem Rudel und zeigt das den anderen auch in einer unmissverständlichen, aber durchaus angemessenen Art. Inzwischen hat er noch einen dritten „Bruder“, Jury, ein kleiner Terrier-Mix, den wir übernommen haben. JackyJacky

Jacky kommuniziert weiterhin gerne durch lautes „Heulen“ und wirft dabei seinen Kopf in den Nacken wie ein Wolf. In unserem Hundeverein wird er deshalb hin und wieder liebevoll Seehund (Heuler) genannt.

Jacky der Heuler

Im Hundesport muss Jacky leider etwas zurücktreten. Seine Knochen erlauben ihm keine allzu große Belastung mehr. Aber das ist in Ordnung. Wir arbeiten im Moment mit Physiotherapie und Akupunktur. Wir Menschen haben gelernt, ihm mit „heißer Rolle“ (ein nasses heißen Handtuch) und Massage Entspannung zu verschaffen. Das genießt er.

Den Diabetes insibidus renalis hat unsere Tierärztin im Moment medikamentös sehr gut eingestellt. Er hat damit jetzt kaum noch Probleme, was auch uns das Leben erleichtert. Wir hoffen, dass es so bleibt.

Bleibt zu erwähnen, dass Jacky, anders als all unsere Hunde, die wir bisher hatten, am liebsten immer draußen wäre. Jetzt, wo das Frühjahr beginnt, tun wir ihm diesen Gefallen. Die Ostertage hat er fast ausschließlich im Garten verbracht, außer er „musste“ mit uns und den anderen spazieren gehen und zum Schlafen holen wir ihn ins Haus. Draußen beobachtet er aufmerksam das Treiben der Vögel, horcht, was in der Nachbarschaft brummt, plätschert, rauscht, bellt oder geredet wird. Es ist interessant, ihm dabei zuzusehen, wie aufmerksam er dann ist. Und er ruht gerne im kühlen Gras, dann liegt ein Grinsen auf seinem Gesicht.

Liebe Grüße

Jacky, Minus, Amor und Jury mit den Menschen Ilo und Didi"

Liebe Ilo, lieber Didi, wir sind sehr froh, Jacky bei Euch in den besten Händen zu wissen, und wir haben uns sehr gefreut, Euch und Jacky bei der Mitgliederversammlung wieder gesehen zu haben. Ihr seid ein tolles „Rudel“, danke für Eure Freundschaft, Eure Unterstützung und Eure Liebe zu Euren Hunden!

Das Team der Nothilfe e. V., Freudenstadt
April 2019


Cosmo – der erste Bericht von Zuhause

Drei Besitzerwechsel im Welpenalter und mit zehn Monaten die Abgabe bei uns auf der Station hatten aus dem hochintelligenten Cosmo einen unausgeglichenen Junghund gemacht, der Menschen erst einmal nicht ernst nahm, seine Grenzen austestete und dabei auch grob werden konnte. Ein besonderer Hund für besondere Menschen, das war uns von Anfang an klar, und wir rechneten schon damit, dass es längere Zeit dauern könnte, bis diese besonderen Menschen auf Cosmo aufmerksam werden würden. Die Wartezeit in unserer Station nutzten wir, um Cosmo mit einem geregelten Tagesablauf und körperlicher und geistiger Auslastung zur Ruhe kommen zu lassen. Und dann meldeten sich diese besonderen Menschen: Menschen mit unendlicher Geduld, Einfühlungsvermögen und Hundeverstand, Menschen, die, als sie einmal „ja“ zu Cosmo gesagt hatten, voll hinter ihm standen und stehen. Viele Wochenenden, von Herbst bis Anfang Dezember, nahmen sie die Fahrt von der Pfalz auf die Alb auf sich, um Cosmo die Gelegenheit zu geben, sie kennen zu lernen und Vertrauen aufzubauen. Jetzt, nach nur zwei Monaten, erreichte uns dieser Bericht:

"Ein Hallo an das Team der Nothilfe für Polarhunde,

wir haben Euren Bericht zu Cosmo auf der Homepage gelesen und geben Euch gerne Rückmeldung, wie es der Fellnase und uns gemeinsam geht.
Cosmo hat sich an seinen neuen Tagesablauf recht schnell gewöhnt. Er geht mit beiden von uns zum Arbeitsplatz. Das macht er ganz ohne Probleme. Entscheidend für ihn ist, dass er bei seinen Menschen ist. Wenn er gelegentlich allein im Auto bleiben muss, dann hat er das anfänglich nicht gern gemacht und verschiedenes angeknabbert. Je größer die Bindung wird, desto mehr vertraut er und bleibt nun auch beim Einkaufen oder in anderen Situationen im Auto friedlich.

Hunde, die in der Umgebung hier unterwegs sind, nimmt er positiv wahr. Er ist zunächst zurückhaltend in der Begegnung. Nach dem Beschnuppern will er dann meistens mit ihnen spielen, oder sie interessieren ihn nicht, und wir laufen weiter. In der Wohnung verhält er sich auch ganz prima. Allerdings lassen wir ihn hier nicht alleine. Mehr als kurz den Müll runter zu bringen, ist aktuell nicht drin. Er will immer „dabei sein“. Das Alleinebleiben wollen wir mit ihm noch üben und versuchen, das Zeitfenster etwas auszuweiten.

Cosmo Cosmo Cosmo

Weihnachten haben wir bei der Familie auch mit Fremdübernachtung verbracht. Der ein oder andere Restaurantbesuch war auch schon dabei. Er ist an allem interessiert, beschnuppert die Menschen, und je ruhiger man ihm begegnet, desto besser ist es für ihn. Wenn er spielen oder etwas erreichen wollte, ist er zu Anfang noch oft an uns und an anderen, die ihn begrüßten, hochgesprungen. Das hat sich mittlerweile durch ein konsequentes „Nein“ und auch, weil wir es nicht zulassen, weitgehend gelegt.
Er genießt, wie Ihr wisst, auch längere Autofahrten. Im Januar sind wir dann mit ihm für eine Woche ins Allgäu gefahren. Im Schnee rum zu tollen, zu graben, schnuppern und Schneebällen hinterher zu jagen, machte ihm viel Spaß.

Cosmo Cosmo Cosmo

Längere Wanderungen sind gut für ihn, aber nach drei bis vier Stunden ist dann auch genug. Das Joggen habe ich (Daniela) auch schon mit ihm probiert. Noch bleibt er nach spätestens 1000 m irgendwo stehen und schnuppert. Da scheint es wichtig, ihn konsequent im Laufmodus zu halten.

Cosmo Cosmo

Cosmo ist seit dem 02.12.2018 bei uns. Das sind jetzt gut zwei Monate. Auch wenn es schon einige Gewohnheiten gibt, und sein Tagesablauf klar ist, gibt es noch immer unendlich viele Situationen, die für ihn neu sind, aber auch für uns mit ihm. Wir möchten bald mit ihm Fahrrad fahren oder vielleicht auch mit einem Scooter durch die Gegend rollen. Das wollen wir mit ihm üben. Wir haben den ersten Besuch in der Hundeschule schon gehabt und schauen jetzt, was für ihn und uns das richtige Training ist.

Cosmo

Wir sind sehr glücklich, dass Cosmo bei uns in der Pfalz „angekommen“ ist und genießen jeden Tag mit ihm.

Wir werden Euch sicher im Laufe des Jahres besuchen.

Ganz herzliche Grüße
Daniela, Claus & Cosmo
"

Der Besuch ist damit versprochen, ja? Wir freuen uns jetzt schon riesig darauf, und vor allem freuen wir uns über solch positive Rückmeldungen, die alle unsere Erwartungen übertreffen. Euch Dreien weiterhin eine tolle Zeit miteinander!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt Februar 2019


Mala (ehemals Kaiyla) – „danke für diesen Rohdiamanten“

MalaMalaMalas Geschichte könnte den Stoff für einen Roman geben. Die Helden: natürlich Kaiyla selbst, ihre Pflegeeltern und ihre heutige Familie – und ein klein bisschen wir, die NfP. Die Antihelden – naja, lassen wir das. Die Zusammenfassung des Romans: Kaiyla lebte ursprünglich in Kroatien, an einer Kette in einem Garten. Ihre Pflegeeltern sahen sie dort während eines Urlaubs – und ihnen ging Kaiyla und ihr ödes Leben nicht mehr aus dem Kopf. Zurück in Deutschland kontaktierten sie auf der Suche nach Hilfe einen Verein, der sich speziell um Nordische kümmert.

MalaMala

Der Verein versprach, sich um Kaiyla zu kümmern, nur holen müssten die Leute den Hund schon selber. Also fuhren Kaylas Pflegemenschen noch einmal nach Kroatien, nicht gerade der nächste Weg und für zwei Studenten auch nicht gerade aus der Portokasse zu bezahlen. Aber die beiden jungen Leute taten es für Kaiyla und kamen mit Kaiyla nach Deutschland zurück, froh, das geschafft zu haben. Nur ab diesem Moment war der Verein nicht mehr erreichbar – und die beiden Studenten, hundeunerfahren obendrein, saßen nun mit einem gerade mal circa fünfjährigen „ungehobelten“ Malamute-Mädchen da, das nichts kannte außer Garten und Kette. Irgendwie kamen die jungen Leute dann auf uns.

Mala

MalaMalaErst versuchten wir per Telefon, Hilfestellung im Umgang mit Kaiyla zu geben, aber Kaiyla entpuppte sich als „harte Nuss“. Nach und nach kristallisierte sich heraus, dass es das beste wäre, wenn Kaiyla in die Vermittlung käme und wir nach einer Malamute-erfahrenen Familie für Kaiyla suchten. Hübsch wie Kaiyla war – und ist! –, kamen viele Anfragen – darunter auch zum Glück die goldrichtige! Familie M., die gerade ihren Malamute-Rüden verloren hatte, der anfangs ein ähnliches Verhalten an den Tag gelegt hatte wie Kaiyla. Ein nettes Detail am Rande: Familie M. wohnte nicht weit weg von Kaiylas Pflegemenschen, einem schnellen Kennlern-Treffen stand also nichts im Weg. Und so, wie sich Menschen und Hund begegneten, stand auch einem Umzug nichts im Wege. Das war im Dezember 2012. Seither bereichert Kaiyla als Mala das Leben von Familie M.:

Mala

"Mala (Kaiyla) ist uns damals als „Problem-Malamute“ anvertraut worden. Alles, was unsere Mala-Maus brauchte, war viel Liebe, Vertrauen und Sicherheit. Es war viel Arbeit mit uns dreien, die sich hundertprozentig gelohnt hat … für beide Seiten. MalaMala

Wir sind unendlich dankbar für diese Bereicherung in unserem Leben. Mala ist inzwischen elf Jahre, leider nicht mehr ganz gesund, aber wir passen uns unserer alten Dame sehr gern an. An ihrem sehr ausgeprägten, manchmal sehr einfordernden Charakter hat sie allerdings nichts eingebüßt, und das ist auch genau richtig so. Wir lieben unsere Mala abgöttisch und hoffen, dass sie uns noch viel Zeit schenkt.

Mala

Vielen Dank für dieses Goldstück! Es grüßen ganz lieb und noch ein erfolgreiches Jahr 2019

Mala

Familie M."

Wir bedanken uns herzlich für diesen Bericht und die guten Wünsche, die wir gerne erwidern. Wir wünschen Ihnen, liebe Familie M., und Mala noch eine lange und glückliche Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Januar 2019


Sky – immer noch ängstlich, aber auch sehr anhänglich und verspielt

Sky

Husky, vielleicht ein bisschen Saarloos Wolfhund und ganz viel schlechte Erfahrungen – das ist der „Cocktail“, aus dem Sky gemixt ist. Nicht gerade die besten „Zutaten“, um daraus einen freundlichen und entspannten Hund zu machen. Aber Skys Menschen ließen sich von Skys Ängstlichkeit, ja manchmal Panik in unbekannten Situationen, nicht abschrecken, sie sahen hauptsächlich ihr sehr feines und sanftes Wesen und entschieden sich ganz bewusst für Sky. Bereut haben sie es nicht – auch nicht, als Sky sich anfangs verkrochen und, wenn man sie anfassen wollte, aus Angst vor Schlägen geschrien hat. Sie haben es mit viel Liebe, Geduld und Empathie geschafft, aus Sky innerhalb von nur zwei Jahren ein gegenüber den Familienangehörigen anhängliches „Mäuschen“ zu machen!

"Hallo, liebes Team der Nothilfe,

jetzt sind es schon über zwei Jahre, seit Sky bei uns eingezogen und mittlerweile zu einer ganz tollen, anhänglichen, schlauen Gefährtin in unserem Leben geworden ist.

Sky ist zwar immer noch ein sehr ängstliches Mäuschen, das in jeder nur ansatzweise stressigen Situation panisch reagiert. Sie immer wieder gezielt und dosiert in solche Situation zu bringen, ist eine Übung, die sie immer besser meistert.

Es dauert lange, bis sie Zutrauen zu Menschen fasst. Nur von mir, meinem Lebensgefährten und meiner Mutter (die ihr bei Besuchen immer kleine Leckereien bereithält) lässt sie sich streicheln. Bei anderen Menschen kommt sie mittlerweile vorsichtig schnuppernd näher, um aber gleich wieder den Rückzug anzutreten. Die Vermutung, dass neben dem Husky ein Saarloos Wolfhund mit drin steckt, erklärt neben ihrer Vorgeschichte vielleicht zusätzlich ihr Verhalten.

Sky Sky Sky
Sky Sky Sky

Immerhin hat sie dieses Weihnachten bei meinem Bruder mit allen Geschwistern, Nichten und Neffen mitten im Zimmer gelegen! (Letztes Jahr hatte sie noch verschüchtert in einer Ecke gelegen.)

Es sind gerade die kleinen Fortschritte, die sie macht, die uns sehr viel Freude bereiten: Wie sie trotz ihrer Ängstlichkeit neugierig die Welt erkundet und erobert; zu sehen, wie sie lustig und ausgelassen sein kann, wie sie zufrieden in ihrem selbstgebuddelten Loch im Garten chillt. Die Geduld lohnt sich!

Sky

Wir wünschen allen alles Gute im Neuen Jahr!

Herzliche Grüße

D. G."

Das, was Sie beschreiben, liebe Familie G., sind keine kleinen Fortschritte, das sind riesengroße Fortschritte! Und an diesen Fortschritten wird deutlich, wie sehr Sky Ihnen vertraut. Auch die Fotos sprechen Bände. Wir freuen uns sehr für diese trotz ihrer negativen Erfahrung so sanften Hündin, dass Sie in Ihrer Familie aufgefangen wurde und nun vertrauen darf und kann. Weiterhin viel Freude miteinander und noch viele Fortschritte.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

Milow – heißt jetzt Askan, der schwarze Engel, und macht seinem neuen Namen alle Ehre

Askan

AskanAskanEineinhalbjährig war der Husky-Bub Milow in unserer Station gelandet – trotz seines noch jungen Alters hatte er bereits eine Besitzer-Odyssee hinter sich und war verständlicherweise verunsichert, aber stets freundlich und aufgeschlossen. Die Station war im Juni 2018 Milows Sprungbrett in ein behütetes, stabiles Familienleben für „immer“, die von ihm so dringend herbeigesehnte und benötigte Orientierung liefern Frauchen und zwei Hundekumpels. Zum Zeichen des Neuanfangs wurde aus Milow Askan, und der folgende Bericht des Frauchens zeigt, dass Askan bereits viel souveräner geworden ist:

Askan im Gespann

"Hallo,

mein Name ist Askan (schwarzer Engel), vorher hieß ich Milow. Ich wohne jetzt seit sieben Monaten bei meinem neuen Frauchen und ihrer Familie. Wir hatten viele schöne Momente, jedoch auch weniger schöne. Ich und Frauchen hoffen, dass es noch viele weitere schöne Momente geben wird. Mein Frauchen sagt, aus den schlechten lernt man, und die schönen genießt man.

Wir gehen viel wandern, das gefällt mir sehr gut. Wenn Frauchen wieder anhalten muss, um Fotos zu machen, kann ich auch mal etwas rumalbern an der Leine. Gar nicht toll finde ich es, wenn Frauchen versucht, Fuß mit mir zu laufen, das ist mir zu langsam; außer sie hat sehr leckere Leckerlies dabei, dann zeige ich ihr, wie supertoll ich Fuß laufen kann. Ich durfte das erste Mal am Scooter laufen, alleine! Frauchen meinte, ich mache es so toll, die Kommandos funktionieren tadellos. Weil sie so begeistert war, sollte ich mit Bao am Sacco laufen. Die zweite Stange war jedoch zu klein für mich, deswegen musste ich an die große vorne und Bao an die kleine dahinter. Mein Frauchen hatte Bedenken, da Bao bis jetzt immer vorne lief, und nicht akzeptiert hatte, dass Elena vor ihm lief. Aber dass ich vorne war, hat Bao sofort akzeptiert. Und Frauchen war stolz wie Bolle auf uns. Nach einem anstrengenden Tag darf ich aufs Sofa, kuscheln. Außerdem habe ich es geschafft, einem kleinen Mädchen die Angst vor Hunden etwas zu nehmen.

Askan

Liebe Grüße
Askan und Familie"

Danke für den Einblick in Askans neues Leben. Bereits dieser kleine Bericht zeigt, wie super sich Askan entwickelt hat. Lieber Askan und Familie, weiterhin so viel Erfolg und so viel Spaß miteinander!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Dan – „Boah, was für ein Wochenende ...“

An unserem Weihnachtsmarkt am 01.12.2018 durften wir viele ehemalige Schützlinge begrüßen – immer ein Highlight und der Lohn für unsere Arbeit, wenn wir sie an der Seite ihrer Familien entspannt und strahlend vor Glück unsere Station betreten sehen. Einen aufregenderen Start in das Wochenende als Dan durfte aber wohl kein anderer gehabt haben. Dan erzählt:

Weihnachtsmarkt der NfPLeckerli für 2-Beiner"Am Tag vor dem Weihnachtsmarkt der NfP gehen wir ganz früh zu Arno (dem Wohnmobil, Anm. der Redaktion), taghell, steht am Haus und Park, um nach Burladingen zu fahren. Steffi hat mich an der Leine, öffnet die Schiebetüre, damit ich reinspringen kann, und da steht ein Einbrecher in MEINEM Arno. Ich springe ihn an und schnapp ihn, böse schauend (so gut, wie ich kann), und Zähne zeigend an der kurzen Leine bei Steffi lässt er sich von Uwe durchsuchen ... nix außer einem Springmesser in der Tasche, ... zu früh gestört. Als ich mit Steffi das Womo inspiziere, ergreift er die Flucht. Na, der hat mal Glück gehabt, denn ich weiß nicht, ob ich Steffi hätte halten können. So, da waren wir alle wach, wir starten ins geplante Burladingen, Steffi hört nicht auf, zu meckern und zu brummeln … .

Naja, um halb 12 angekommen, sind wir überrascht, wie viele Autos schon da sind, sogar vollorganisierte und freundliche Parkplatzeinweiser sorgen für entspanntes Parken. Und jetzt kommt’s: Uwe und Steffi hatten gewettet, dass ich nicht in die Station mitgehe, ich allerdings völlig souverän, ihrer Liebe bewusst, gehe völlig entspannt voran, denn ich weiß, ich werde nie und nimmer dort gelassen. In der Station wird weiter gewettet, an der Kuchentheke … „Das ist Dan.“ – „Nein das ist er nicht.“ …. Hihi, mein charmantes Wesen hat wohl Eindruck hinterlassen bei dem kurzen Aufenthalt bei Euch, denn eine der Freiwilligen konnte sich noch an ihren Spaziergang mit mir erinnern.

Dan mit River und Shadow

Ups, Uwe und Steffi werden von einem Paar angesprochen, und die vier begrüßen sich herzlich, mmmh ... die kommen mir irgendwie bekannt vor. Na klar, das sind Sarah und Michael, die gehören zum Rudel von meinen besten Freiburger Freunden River und Shadow, die ich im März besucht hatte. Bei den vielen Komplimenten, die ich bekomme, jaha, ich weiß, dass ich ein Charmebolzen bin, ist das Schönste von Michael: „Mensch, sieht der klasse aus, was habt Ihr gemacht?“ Tja, dazu kann ich nur sagen, durch Liebe und Zuneigung beginnt das Strahlen aus dem Inneren heraus. Jetzt gehen wir on Tour, ich zeige, nachdem ich River und Shadow begrüßen darf (sie waren noch in ihrem Womo), den Hohenzollern Albkreis. Sohoooo schön, denn wir ziehen um die Wette, wenn wir nicht grad buddeln. Und da wir die Sonne immer in unserem Herzen haben, ist der Tag traumhaft, ohne einen einzigen Regentropfen.Dans Losgewinn nach 5 Minuten

Gegen 16.00 Uhr müssen wir uns alle verabschieden. Wir fahren zur Burg Hohenzollern, um da den Abend auf dem Burgstellplatz zu genießen .... Doch was ist das?????? Gefühlte 5000 Menschen mit Autos und Reisebussen wollen auch hoch, weil da ein Weihnachtsmarkt stattfindet. Kurz vor der Burg sind wir uns mal wieder einig, nöhö, nicht mit uns, wir drehen um. Steffi sucht mit ihrer App einen Stellplatz Richtung Stuargard, den wir dann in Nehren finden. Chillig und ruhig ohne Menschen genießen wir den Abend. Morgens nach ausgiebigen Frühstücks geht es wieder Richtung Monnem, unterwegs machen wir noch eine Tour durch Wald, bis wir dann am Nachmittag wieder zu Hause sind. Was nicht wirklich schön begann, entwickelte sich wieder zu einem wunderschönen Dan‘s Camper Wochenende.

Es war wunderschön bei Euch, Ihr seid ein klasse eingespieltes Team, habt mein Rudel, vor allem Steffi, nach dem Worstcase am Morgen mit Eurer Herzlichkeit und Liebe wieder runtergebracht. Mein Rudel und ich wünschen Euch allen ein gesegnetes Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2019.

Und jetzt noch eine Vorwarnung: Der Monnemer Bu wird Euch jedes Jahr besuchen, und sein Rudel wird Eure Arbeit weiterhin in ihrem möglichen kleinen Rahmen unterstützen, z. B. Kalender kaufen (auch wenn der Novemberstar dann ein anderer ist). Steffi freut sich auch schon auf ihren bestellten Schal, denn wir hatten bereits das erste Mal Dan‘s Wetter.

 

Gruß und Knuddel

Euer Dan"

Ja, der „Monnemer Bu“ ist inzwischen ein weit gereister und routinierter Womo-Urlauber. Wie er, selbstbewusst, groß, kräftig, sportlich, dem Einbrecher „Beine gemacht“ hat, können wir uns bildlich vorstellen. Wer weiß, vielleicht gibt es bald eine neue Fernsehserie: Kommissar Dan. Lieber Dan, Steffi, Uwe, wir wünschen Euch auch schöne Weihnachten – ohne ungeplante Aufregungen – und ein gesundes und zufriedenes Jahr 2019 und freuen uns auf das nächste Wiedersehen.

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 


Luna, Grappa, Pino – eine erzählenswerte Geschichte

Das Trio aus Ettenheim hat eine lange Geschichte – aber eine, die es wert ist, erzählt zu werden, immer wieder. Und wir hoffen, viele Menschen lesen diese Geschichte – vor allem Menschen, für die nur und ausschließlich ein ganz junger, wunderschöner, den Rassestandards entsprechender und absolut gesunder Hund in Frage kommt….

Das Trio aus Ettenheim hatte bereits viele Namen: Balou/Luna/Linus; Balou/Luna/Grappa; Luna/Grappa/Arco und jetzt Luna/Grappa/Pino.

Luna, Grappa und Pino auf unserem Weihnachtsmarkt

Angefangen hat alles im Dezember 2014, als das Frauchen ganz spontan wegen einer Notfall-Hündin in unsere Station kam – nur, dass diese Hündin nicht in der Station, sondern in einer Pflegestelle war. Also besuchte das Frauchen die Stationshunde – und blieb bei den bereits älteren Husky-Border-Collie-Mixen Luna und Linus „hängen“. Zwei verkannte Schätze, sieben Monate bereits in der Station, ohne jemals einen Interessenten gehabt zu haben; absolut menschenbezogene Hunde, die zuvor ein einsames Leben in einem Garten gefristet hatten, ohne Anschluss an Menschen. Aber genau solche Hunde, Hunde, die wenig Chancen auf Vermittlung hatten, suchte das Frauchen. Dieses Frauchen schaute nicht auf die Riesenohren und nicht aufs Alter, sondern den beiden tief ins Herz – und was sie da sah, gefiel ihr so gut, dass sie einen zweiten Besuch in der Station machte, mit dem bereits zur Familie gehörenden Mischlings-Rüden Balou. Alles passte, Luna und Linus durften Weihnachten in Familie verbringen.

Für Linus währte das Glück leider nur sehr kurz, schon im Januar 2015 musste er aufgrund einer Magendrehung über die Regenbogenbrücke gehen. Wenigstens hatte er noch erfahren dürfen, wie es sich anfühlt, in einer Familie geliebt zu werden. Der Schock darüber saß so tief, dass die Familie nicht nach einem neuen Dritten im Bunde suchte. Aber dann erfuhr sie von Grappa, Mitglied eines neunköpfigen Rudels, das wir im April 2015 von einem Musher übernommen hatten; Grappa, die, wie Luna und Linus, nur wegen ihres Aussehens prädestiniert dafür war, Dauersitzer bei uns in der Station zu werden. Beim Besuch in der Station mit Luna und Balou stimmte die Chemie zwischen den drei Hunden sofort – und so hatte Grappa viel schneller als von uns erwartet im Juli 2015 ihre Familie gefunden.

Nachdem Balou über die Regenbogenbrücke hatte gehen müssen, fiel die Wahl der Familie wieder auf einen Chancenlosen: Schäferhund-Mix Arco, ein vierzehnjähriger Trennungswaise. Kurz nach seinem Einzug (zunächst als Pflegehund) wurde Knochenkrebs festgestellt. Und: ohne ersichtlichen Anlass und ohne jegliche Vorwarnung biss Arco sein Herrchen und eine der Töchter! Die Familie hielt trotzdem zu ihm; nein, nicht nur das, sie übernahm Arco fest! Doch auch Arcos Glück währte nicht lange, nur viereinhalb Monate. Anfang März 2017 musste er über die Regenbogenbrücke gehen.

Ein paar Wochen gönnte sich die Familie eine „Auszeit“, aber dann hielt sie auf unserer Website wieder Ausschau nach einem neuen Dritten im Bunde. Als Pino (damals Shiro), ein achtjähriger, freundlicher, sportlicher, aber trotzdem ruhiger Husky-Rüde, der wegen Zeitmangels abgegeben worden war, bei den Vermittlungshunden erschien, war bereits aus der Ferne klar: „Der passt.“ Der Besuch in der Station bestätigte dies, und so heißt das Trio seit Juni 2017 Luna, Grappa und Pino. Jetzt gab es wieder einen Bericht des Frauchens:

"Liebes Nothilfe-Team,LunaPino

ich will Euch schon längst mal wieder berichten, wie es den drei Schätzen geht, jetzt endlich – dank einem Infekt mit Fieber und vom Büro brav zuhause Bleiben – kann ich das in Ruhe machen.

Grappa

Den dreien geht es gut, sie sind so ein braves Trio, unglaublich. Sie liegen zwar nicht zusammen in einen Korb, aber wenn es z. B. etwas zu nagen gibt, dann macht man das am besten auf einem Quadratmeter zusammen. Fressneid ist ein Fremdwort für die drei.

GrappaEin bisschen etwas hat sich dann doch getan, aber es hat sich alles zum Guten gewendet: Unsere Grappa hatte im Sommer Probleme mit dem blinden Auge bekommen. Das lassen wir ja jedes Jahr regelmäßig checken, fahren extra zu einem Spezialisten an den Bodensee (Dr. Heyder, Wasserburg, sehr zu empfehlen) und so auch in diesem Sommer. Leider war das Auge nicht ruhig geblieben, sondern hatte angefangen, permanent zu tränen. Sie war schlapp, man merkte, dass es sie ziemlich stark beeinträchtigte, wahrscheinlich hatte sie starke Kopfschmerzen, vermutete der Tierarzt. Auch Tropfen halfen nichts gegen die Ablösung der Hornhaut, und so mussten wir nach zweimaligem Besuch in Wasserburg das Auge entfernen lassen. Der Schritt ist uns nicht leichtgefallen, aber für Grappa musste es genau so sein. Und sie ist wieder munter, trotz der zwölf Jahre ist sie immer noch spritzig beim Rennen, rast durch den Garten und ist wieder fröhlich. Sie muss wohl schon noch Schatten mit dem kranken Auge gesehen haben, aber sie hat sich umgewöhnt, dass sie auf der rechten Seite nun gar nichts mehr sieht. Sie ist verschmust, eine Seele von Hund und macht das einäugig alles ganz toll. Das Gehör hat etwas nachgelassen bei ihr. Luna

Bei Luna hat das Gehör noch stärker nachgelassen, aber sie ist ja auch drei Jahre älter. Ansonsten ist Luna auch geistig voll fit, ist gern mit dem Kopf beschäftigt und aufgrund ihrer Biografie nach wie vor eine echte Stubenhockerin .... Freiwillig im Garten bleiben, das will sie fast nie. Im Frühsommer war sie auch malad, denn sie hatte einen hühnereigroßen eitrigen Abszess am Bein bekommen, praktisch über Nacht. Dank sofortiger Tierarzthilfe und Antibiotikum ist alles gut gegangen und bestens verheilt.

Pino ist ein großer Frischluftfanatiker und ist/liegt am liebsten bei fast jeder Temperatur draußen. Nur Regen ist dann doch nicht seins .... Er ist inzwischen und besonders nach dem Sommerurlaub noch einmal stärker emotional bei uns angekommen. Meine Interpretation: Er war sich lange nicht sicher, ob er wirklich hierbleiben darf, nach den beiden Wechseln in seinem früheren Leben .... Dass er dann immer wieder die Erfahrung macht, dass es immer wieder zusammen nach Hause geht, dass er überall mit hindarf, das hat wohl einfach Zeit gebraucht. Er ist sowieso ein eher zurückhaltender Bub, hört gut, langes Laufen findet er irgendwann eher langweilig, da ist dann Action mit Toben mehr angesagt, aber er lässt uns immer unmissverständlich wissen, wenn ihm etwas nicht passt. Man kann in ihm lesen wie in einem Buch.

So ist also alles (wieder) in Butter, und wir hoffen sehr, dass es so bleibt. Wir sind sehr glücklich mit den drei Schätzen und sind so froh, dass wir sie haben. Anbei noch ein fast (was das Auge betrifft) aktuelles Foto vom Trio, mit herzlichen Grüßen von den drei Fellschätzen.

Grappa, Luna und Pino v.l.

Alles Gute dem Team für die bevorstehende kalte Zeit und hoffentlich genügend erfolgreiche Vermittlungen!!!

Eure
B. R. und T. B.-M. mit Luna, Grappa und Pino"

Wie sehr haben wir uns über diesen Bericht gefreut - und wieviel mehr noch über den Besuch des Trios mit seiner Familie auf unserem Weihnachtsmarkt! Die drei sind wirklich ganz große „Fellschätze“, und wir sind sehr froh, dass sie alle in genau dieser Familie ihren Platz fürs Leben gefunden haben. Alles Gute und ein gesundes Jahr 2019!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Shanuk - Lebenszeichen aus dem ersten Schnee dieses Jahres

Shanuk

ShanukShanukLange, lange hinter sich gelassen hat Shanuk sein voriges Leben: Aufgrund der Erkrankung seines damaligen Frauchens fristete er zusammen mit Kumpels ein langweiliges Dasein in einem zunehmend verwahrlosten Zwinger, ohne großartigen Auslauf. Der Umzug in unsere Station war der erste Schritt ins Glück: er genoss sein großes Gehege und Hundehaus und die Spaziergänge. Da machte es nichts, dass er ein bisschen warten musste bis zum nächsten Schritt ins Glück, ins vollendete Glück. Sein heutiges Herrchen kam zwar nicht seinetwegen in die Station – aber Shanuk fuhr mit zurück in sein neues Zuhause. Inzwischen ist er nicht mehr wegzudenken:

Shanuk

"Hallo Polarhunde-Team,

nachdem Shanuk gerade, nach einem ausgiebigen Winterspaziergang beim ersten Schnee in diesem Herbst, den Schlaf eines Gerechten schläft, wollte ich Euch von ihm und seinem Ergehen berichten.

ShanukShanuk

Zu seinem 8. Geburtstag gibt es für ihn nichts Schöneres als stundenlang neben dem Rad herzulaufen. 20 km werden es täglich. Ein normaler Spaziergang ist einfach zu langsam. Nachdem wir Leckerlis gefunden haben, die den Magen nicht spürbar belasten und es Herbst ist, darf er wieder frei laufen. Ausnutzen tut er dies eigentlich nicht. Leider klappt dies nur in bekanntem Gebiet ganz gut, weil überall jagdbare Ablenkungen lauern. Trotzdem tut es ihm gut. Und ohne Ablenkung folgt er auch dem Pfiff der Pfeife super.Shanuk Shanuk

Seine Zähne sind wieder richtig schön geworden, und auch härtere Leckerlies sind wieder kaubar. Das Barffutter tut ihm spürbar gut. Leider verträgt er Fertigfutter immer noch nicht. Seine Ausdauer und Geschwindigkeit sinken darunter spürbar. Wenigstens bekommt er keinen Durchfall mehr davon.

Wenn es ihm gut geht, ist er ein super lieber Hund. Er ruft mich, wenn das Telefon läutet und ist ein sehr geduldiger, aufmerksamer Begleiter.

Zum Abschluss meines Berichtes noch ein paar Herbst- und Winterfotos, nochmals verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für diesen tollen Hund,

Shanuk

G. B."

Lieber Herr B., danke für diesen Bericht und die schönen Fotos. Wir freuen uns riesig, dass Shanuk endlich das Leben leben darf, das er verdient hat. Wir drücken Ihnen die Daumen für einen richtig schönen Winter, wünschen weiterhin viel Spaß miteinander und freuen uns auf den nächsten Bericht.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Inuk (ehemals Loki) – es hat sich gelohnt

Inuk

InukSiebenjährig abgegeben wegen eines Beißvorfalls – nicht gerade die besten Voraussetzungen, um schnell eine neue Familie zu finden. Doch Loki bekam diese Chance und hat sie genutzt. Der Siberian-Husky-Rüde ist nun auch kein aggressiver Hund, er ist nur unsicher und sucht Orientierung am Menschen. Aber am Menschen orientieren kann er sich nur, wenn dieser Mensch ihm sympathisch ist. Dies war offenbar bei seinem ehemaligen Frauchen nicht der Fall – bei seiner heutigen Familie hingegen stimmt die Chemie, denn Inuk ist dort ein absolut freundlicher und offener Rüde, und Menschen und Hund vertrauen sich gegenseitig.

"Hallo zusammen,

Inuk renntnun ist es fast ein Jahr her, dass Inuk (Loki) bei uns einzog. Mittlerweile haben wir gegenseitig das Vertrauen aufgebaut, um ein gutes Team zu sein. Selbst den ersten Tierarztbesuch (Impfung war nötig) meisterten wir ohne Probleme, und Maulkorb war auch keiner nötig! Das war, ehrlich gesagt, noch unsere große Sorge nach dem, was wir alles gehört hatten.

Selbst das Laufenlassen ohne Leine klappt ganz gut. Nur ist Inuk auf das Mäusebuddeln gekommen. Statt zu laufen, verbringt er die meiste Zeit auf den Feldern mit Mäusejagd. Und da hört er wirklich nichts.

Wir sind sehr glücklich, dass wir Inuk ein neues Zuhause schenken durften. Trotz seines angekratzten Rufes verhielt er sich uns und unserer gesamten Familie inklusive Kinder und anderen Haustieren gegenüber sehr freundlich und interessiert.

Sicher ist es wichtig, alles erst mit Vorsicht zu genießen, aber wenn man allen Beteiligten Raum und Zeit gibt und Verständnis aufbringt, entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft. In manchen Fällen läuft es einfach und wie von selbst. In anderen Fällen wiederum braucht man etwas mehr Durchhaltevermögen und Vertrauen.

Eins ist aber sicher: ES LOHNT SICH!

Viele dankbare Grüße

Martina"

Die Dankbarkeit ist ganz auf unserer Seite! Danke, Martina, dass Sie und Ihre Familie Inuk Orientierung und ein Zuhause geschenkt haben. Wir freuen uns sehr, dass Inuk sich bei Ihnen so gut entwickelt und gelernt hat zu vertrauen. Wir wünschen Ihnen allen noch viele Jahre der Freundschaft.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Mogwai – der Tausendsassa

Mogwai

Der quicklebendige Husky-Mix-Rüde Mogwai hat ganz offenbar seinen Wirkungskreis gefunden: Schwimmen, Mantrailing, Hundeschule, Gondelfahren, Treibball, Hürdenlauf, Kastanienfangen, Laufen vor dem Scooter, Canicross – für Mogwai sind alle dies keine Fremdwörter. Er lernt unglaublich schnell, macht begeistert alles mit und zeigt damit auch, wie sehr er bereits jetzt, nach noch nicht einmal einem Jahr, seiner neuen Familie vertraut. Und obwohl Mogwai erst zwei Jahre alt und, wie soeben beschrieben, sehr unternehmungslustig ist, ertrug er eine mehrmonatige Pfotenentzündung samt Pfotenverband mit stoischer Geduld. Nur an der Lektion „Mogwai alleine zu Hause“ muss noch gearbeitet werden, aber mit Gefährtin Ikuma an seiner Seite klappt auch das schon ganz gut.

"Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

seit unserem letzten Bericht über Mogwai ist schon einige Zeit vergangen, also höchste Zeit, mal wieder zu schreiben.

Nach gerade einmal knapp zwei Monaten in unserer Familie entwickelte sich bei Mogwai eine stark entzündete und angeschwollene Zehe am Vorderfuß. Unsere Tierärztin hielt es zunächst für eine leichte Entzündung, hervorgerufen durch eine kleine Hautverletzung, und Mogwai wurden im Anschluss Antibiotika verordnet. Während der nächsten Woche stellte sich allerdings keine Besserung ein, die Zehe entzündete sich sogar noch stärker. Zwei weitere Antibiotika konnten auch keine Abhilfe schaffen. Auf einmal stand dann ein Tumorverdacht im Raum. Um diesen Verdacht abzuklären, besuchten wir mit Mogwai eine Tierklinik. Dort wurde letztendlich unter Narkose eine Gewebeprobe entnommen und eingeschickt. Die nächste Woche war erfüllt mit bangem Warten auf das Ergebnis. Dann kam endlich die erlösende Nachricht: Es handelte sich um keinen Tumor, sondern um stark entzündete Haarwurzelkanäle. Ein viertes Antibiotikum wurde verschrieben, und es stellte sich die erhoffte Besserung ein. Nach über zwei Monaten mit Pfotenverband, welchen Mogwai mit einer unglaublichen Geduld täglich über sich ergehen ließ, war die Pfote endlich wieder ausgeheilt, und die ersten längeren Spaziergänge konnten unternommen werden.Mogwai

Nach Mogwais Genesung war schnell klar, dass wir ihm gerne die Möglichkeit geben wollten, sich frei im gesamten Garten bewegen zu können. Gesagt, getan, und so wurde in einer Wochenendaktion kurzerhand der Garten mit einem 1,80 m hohen Zaun „hundesicher“ gemacht. Seitdem genießt er die neugewonnene Freiheit, saust durch den ganzen Garten und spielt am allerliebsten mit heruntergefallenen Kastanien.Mogwai

Im April hieß es zum ersten Mal Taschenpacken, und wir fuhren für ein verlängertes Wochenende mit beiden Hunden ins Allgäu. Auf zahlreichen Wanderungen konnte Mogwai sich ordentlich austoben. Sogar eine Fahrt mit der Gondel aufs Nebelhorn hat er mit Bravour gemeistert und sich tierisch über den restlichen Schnee auf den Wanderwegen gefreut.

Damit die körperliche und geistige Auslastung für Mogwai nicht zu kurz kommt, besuchen wir regelmäßig eine Hundeschule. Aktuell stehen dort wechselnde Hundesportarten wie Treibball und Hürdenlauf auf dem Programm. Er hat dort auf Anhieb viele Hundefreundschaften geschlossen und ist auch bei den Trainern aufgrund seines freundlichen Wesens gegenüber unterschiedlichsten Hunden sehr beliebt. Zur kontrollierten Auslastung seines Jagdtriebes gehen wir seit kurzem zusätzlich zur Hundeschule noch ins Mantrailing. Es war spannend zu sehen, wie Mogwai direkt beim ersten Mal verstanden hat, worum es dabei geht, und sich zielstrebig seinen Weg zur versteckten Person erschnüffelte. Seit dem Rückgang der heißen Temperaturen gibt es jetzt endlich auch wieder die Möglichkeit zum hobbymäßigen Zughundesport. Vor dem Scooter oder beim Canicross macht es Mogwai riesigen Spaß, voraus durch den Wald zu sausen.

 

Mogwai

Eine größere Baustelle mit viel Übungsbedarf ist bei Mogwai aktuell das Alleinebleiben. Mit unserer Hündin Ikuma zusammen funktioniert es mittlerweile ganz gut (wenn man mal von Mogwais Geschick für das Öffnen von sämtlichen Türen und Fenstern während unserer Abwesenheit absieht - was für ein Glück, dass es montierbare Kindersicherungen gibt. Die hat er bis jetzt noch nicht knacken können). Alleinebleiben ohne unsere Hündin löst bei Mogwai aktuell noch großen Stress aus. Das muss noch ganz kleinschrittig weiter mit ihm trainiert werden.

Vor kurzem ging es für zwei Wochen an die Ostsee. Mogwai hat nicht schlecht beim ersten Anblick des Meeres gestaunt, sich danach umgehend ins Wasser gestürzt und ist eine Runde geschwommen. Das Planschen im Wasser hat sich zu einem seiner liebsten Hobbys entwickelt, einmal im Wasser ist er nicht mehr zu bremsen.

Mogwai

Wir sind glücklich, mit Mogwai einen tierischen Begleiter gefunden zu haben, der so gut zu unserer Hündin und zur Familie passt, und freuen uns auf noch viele gemeinsame Abenteuer.

Viele Grüße von Mogwai mit Ikuma und Familie"

Und wir sind glücklich, dass sich hier ganz offensichtlich, einmal mehr, ein richtig tolles Menschen-Hunde-Gespann zusammengefunden hat. Weiterhin viel Freude an- und miteinander!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Whiskey (Bacchus) - ein freudiger Anlass: 15 Jahre alt!

Whiskey

Wer hätte das gedacht? Erst einmal waren wir überrascht, wie viele Interessenten Whiskey, damals noch mit Namen Bacchus, bei seinem Alter (über 13) und seiner Vorgeschichte (Zwinger) hatte. Aber seine Ausstrahlung war (und ist) einzigartig.Whiskey Jetzt bekommen wir Post von seiner Familie – anlässlich seines 15. Geburtstages! Auch dass er diesen erlebt, hätte, ehrlich gesagt, kaum jemand erwartet. Gehofft ja, auf jeden Fall, alle Zeit der Welt gönnten und gönnen wir diesem lange Jahre misshandelten (Missachtung ist auch eine Form der Misshandlung) und doch so menschenfreundlich gebliebenen, liebenswerten und charismatischen Husky-Rüden. Inzwischen lässt es Whiskey langsamer angehen, aber er genießt es, voll integriertes und geliebtes Familienmitglied unter zwei Zwei- und fünf Vierbeinern zu sein:Whiskey läuft mit

"Liebes Team von Nothilfe für Polarhunde,

hier ist Mal wieder ein Update von Eurem ehemaligen Schützling Whiskey (Bacchus). Sein 15. Geburtstag ist ein guter Anlass zum Schreiben. Auch einige Bilder, damit Ihr seht, dass es ihm gut geht.

Am Mittwoch, den 07.11.2018, wurde Whiskey schon 15 Jahre alt – Wahnsinn! Das hatten wir nicht erwartet, als wir ihn im April 2017 abgeholt haben. Weg ist der scheue Hund, der „damals“ zu uns kam: Auch im Garten musste er immer angeleint sein, sonst konnte man ihn nicht mehr einfangen (ja, wir haben es mal versucht mit drei Personen, es ist uns nicht gelungen, der Garten zu groß, er zu schnell). Jetzt kann er sich ohne Leine und Geschirr im Garten frei bewegen, er kommt, wenn ich ihn rufe, und fordert auch Streicheleinheiten ein. Er ist einfach ein Goldstück!

Ja, im letzten Jahr ist er alt geworden, es gibt Tage, da will er nicht spazieren gehen, und dann darf er auch zu Hause bleiben. Wir haben ein circa 2.000 qm großes Grundstück hinter dem Haus, da hat er seine Bewegung. Aber es gibt noch immer mehr Tage, an denen er gerne mitgeht, aber nur mit mir, Frauchen, beim Herrchen geht er circa 30 Meter und kehrt dann um. Wenn Herrchen dann nicht gleich zurück geht, fängt er an zu schreien. Wahrscheinlich geht ihm das Umkehren nicht schnell genug, meinem Mann geht es ja nicht mehr so gut. Auch wenn er warten muss, weil einer der anderen Hunde etwas sieht, und es dauert ihm zu lange, fängt er an zu schreien, und ganz laut. Hören tut er nicht mehr so richtig gut, aber wenn es Leckerchen gibt, hört er auf.

Nachts ist er nicht mehr stubenrein, aber da habe ich etwas gefunden: Er macht immer an der gleichen Stelle, da habe ich jetzt einen Matratzenschoner liegen, 1 x 2 m, morgens lege ich einen sauberen hin, und abends nochmals, funktioniert super und ist umweltfreundlich. Er ist jetzt umgestellt auf Nierendiät, da seine Nierenwerte erhöht waren. Das Herz ist immer noch topfit.

Wir hoffen jetzt, dass wir nächstes Jahr sogar seinen 16. Geburtstag feiern dürfen. Ich glaube, Whiskey gefällt es noch sehr gut bei uns, also die Hoffnung ist da.

Whiskey

Liebe Grüße,
Jan und Diana B. mit Whiskey, Kingston, Sumi, Kaya und Niru"

Lieber Whiskey, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Genieße weiterhin Dein neues Leben und lass es Dir gut gehen! Diana, Jan und Ihr Vierbeiner, ganz, ganz lieben Dank, dass Ihr Whiskey diesen „Ausgleich“ für sein voriges Leben ermöglicht. Whiskey sowieso, aber auch wir sind Euch unendlich dankbar!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt


Lynn – mit ihr sind ihre Menschen „auf den Hund gekommen“

Lynn

Lynn ist der erste Hund für ihre Menschen – eine Entscheidung, die diese nie bereut haben. So jedenfalls schreiben sie in ihrem neuen Bericht. Ungefähr ein Jahr ist die jetzt sechsjährige Husky-Mischlingshündin in ihrer neuen Familie und kommt sich, so menschenbezogen, wie wir sie kennen gelernt haben, dort bestimmt wie im siebten Himmel vor. Lynn, die damals in der Station noch so manche Unsicherheit zeigte, dankt es ihren Menschen mit absolutem Vertrauen.

"Hallo zusammen im Süden,

unsere Lynn ist jetzt seit etwas über einem Jahr bei uns im Ruhrgebiet. Vieles war nicht leicht, aber es hat immer richtig Spaß gemacht. Lynn hat absolut Vertrauen gefasst zu allen in der Familie, sie kann sie aber auch ganz gut verteidigen. Durch den Mischling in ihr schafft sie es leicht, uns und unser Haus bei Bedarf ausdrucksstark zu schützen.

LynnDieses durchaus positive Verhalten ist aber auch gut händelbar. Die schwierigen Hundebegegnungen sind auch bei entsprechender "Ansprache und Beachtung der Situation" gut geworden. Allerdings wird der Gegenüber absolut eindringlich beobachtet. Eine kleine falsche Bewegung kann schon ausreichen, um klar zu zeigen, dass das Mädel absolut aufmerksam ist.

Dank einer guten Hundeschule zeigt Lynn sehr gute Fortschritte im Verhalten und im Gehorsam. Somit sind auch erste vorsichtige Freigänge in einsamerer Gegend möglich. Lynn mag Aufgaben und will ihre Fähigkeiten einsetzen. Dem wollen wir natürlich gerecht werden.... Lynn ist begeistert beim Trailen dabei. Natürlich ist sie da noch keine Professionelle, zeigt aber richtig gute Leistungen. Wir werden das auf jeden Fall weiter ausbauen.Ansonsten will sie einfach immer und überall dabei sein. Im Urlaub, in der Stadt, beim Radfahren, im Garten, egal, Hauptsache, es passiert etwas.

Unsere Lynn ist aus der Familie nicht mehr weg zu denken.

Leider hat Lynn auch eine Kastrations-Inkontinenz. Aufgetreten ist es erst nach etwa drei Monaten. Als sie anfing, entspannter in den Tag zu gehen, sprich, als sie richtig bei uns angekommen war. Dies hatte uns zuerst ziemlich in die Verzweiflung getrieben und auch einige Tierarztbesuche zur Folge gehabt. Schlussendlich haben wir uns auf eine pflanzliche, tägliche Behandlung und einen festen Tages- und Zeitablauf eingeschossen. Neun Stunden schafft sie nun in der Nacht problemlos. Und da wir mit so einem Hund ja nicht den Tag verschlafen wollen, sind wir eh dann wieder das erste Mal auf Achse.

Wie gesagt bereuen wir die Entscheidung zu unserem ersten Hund nicht. Es ist eine Aufgabe, aber auch eine Bereicherung im Leben.Lynn

Sollte es mal passen, kommen wir gerne vorbei und schauen rein. Leider liegt die Station nicht so ganz auf unserem Weg.... Bis dahin also hin und wieder mal eine kleine Info von uns!

Gruß aus dem Ruhrgebiet von Lynn und Familie R."

Wir fragten auf diesen Bericht hin nach der „Behandlung“ der Kastrations-Inkontinenz, weil diese Tipps vielleicht auch für Sie, liebe Besucher und Besucherinnen unserer Website, nützlich sein können, und bekamen diese ausführliche Information, für die wir uns hier noch einmal ganz herzlich bedanken möchten:

"Wir verabreichen Granufink Blase, am Morgen und am Nachmittag jeweils eine Kapsel zu den Hauptmahlzeiten. Abends gibt es nur noch ein paar Leckerchen bei den verschiedenen kleinen Kopfaufgaben, die man gesellig noch zu erledigen hat. Gegen 21 Uhr stellen wir das Trinkwasser zur Seite und sind bis ca. 22 Uhr noch draußen. Zur Nacht gibt es nach dem Spaziergang noch zwei Schlückchen für die Schleimhäute. Lynn hält dann locker bis 7 oder 8 Uhr am nächsten Tag durch. Meistens bin ich aber eh schon um 5 Uhr, vor der Arbeit, mit ihr unterwegs. Tagsüber sind bei freier Trinkmenge (wir füttern das hochwertige Trockenfutter mit dem Wolf drauf… ist das Werbung?) 4 bis 5 Stunden möglich, dann wird es Zeit, mal wieder Luft zu schnappen.

Sollten wir es am Morgen etwas langsamer angehen lassen, kann sie kurz in den Garten gehen, und alles geht entspannter. Lynn hält tagsüber bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen die 4 bis 5 Stunden toll durch. Hin und wieder gibt es mal ein paar Tröpfchen, wenn sie absolut tiefenentspannt ist. Ist aber wirklich sehr selten und dadurch tragbar.

Ich möchte ausdrücklich anmerken, dass dies so nicht vom Tierarzt empfohlen wurde, sondern von uns auf der Suche nach guten Möglichkeiten und viel Lesen ausprobiet wurde. Der Tierarzt ist aber darüber informiert und äußert keinerlei Bedenken dazu. Ist halt immer eine Einstellungssache, ob man gängige Medikamente mit teilweise unschönen Nebenwirkungen verabreicht oder versucht, etwas anderes mit seinem Tier zu "erarbeiten".

Solche Zeilen, die zeigen, wie sehr die Familie sich um Lynn bemüht und sorgt, sie liebt und in ihr Leben einbindet, sind der schönste Lohn für unsere Arbeit. Wir freuen uns riesig für die so liebenswerte Hündin und ihre Familie, dass alles so super passt und Sie sich gegenseitig das Leben bereichern. Danke!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Nayeli – noch schöner ist es zu zweit!

Nayeli und ihre neue "Schwester" Hanja

Noch kein Jahr ist es her, dass unser „Baby“ (damals!) ausgeflogen ist – mit gerade mal acht Monaten längst nicht „trocken hinter den Ohren“, aber bereit für ihre eigenen Menschen. Inzwischen hat sich Nayeli super entwickelt, wie bereits dem letzten Bericht ihrer Familie zu entnehmen war. Von Zurückhaltung oder gar Scheu keine Spur mehr – Nayeli weiß, dass sie wer ist, sie ist mit Hilfe ihrer Familie und durch vielfältige Erfahrungen zu einer selbstbewussten jungen Husky-Dame herangewachsen. Und nun hat sie auch noch Verstärkung durch ein weiteres Husky-Mädel bekommen:

"Liebes Polarhunde-Nothilfe-Team,

Nayeli möchte nach unserem Urlaub wieder „Hallo“ sagen.

Bei einem sehr aufregenden Urlaub durch Dänemark und Schweden durfte Nayeli das erste Mal mit dem Meer in Kontakt kommen. Unsere Wasserratte war sofort dem Meer verfallen, und im Handumdrehen schwamm Nayeli. Den Strand verlassen ohne Leckerli – unvorstellbar. Am schönsten war die viele Zeit, immer draußen, die man während der drei Wochen zusammen verbringen konnte.

Nayeli und Hanja Hanja und Nayeli beim Spiel Nayeli und Hanja Mäusejagd
auf dem Sofa Nayeli mit Baby Nayeli schläft
Nayeli am Strand Hanja und Nayeli Nayeli am Strand

Vor ein paar Wochen haben wir durch Zufall das Husky-Mädchen Hanja im Tierheim Elisabethenhof entdeckt. Bei einem ersten Treffen stimmte sofort die Chemie zwischen Hanja und Nayeli, was Frauchen und Herrchen sehr glücklich machte.

Seitdem sind wir zu viert.

Viele Grüße und bis bald! Werden Euch zum Weihnachtsmarkt besuchen kommen.

Nayeli, Hanja, M. und S."

Herzlichen Glückwunsch zum weiteren Familienzuwachs! Was für zwei Husky-Schönheiten und was für eine Harmonie zwischen den Mädels! Wir freuen uns schon riesig auf das „Vierer-Rudel“ beim Weihnachtsmarkt.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

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