Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 

Cosmo – der erste Bericht von Zuhause

Drei Besitzerwechsel im Welpenalter und mit zehn Monaten die Abgabe bei uns auf der Station hatten aus dem hochintelligenten Cosmo einen unausgeglichenen Junghund gemacht, der Menschen erst einmal nicht ernst nahm, seine Grenzen austestete und dabei auch grob werden konnte. Ein besonderer Hund für besondere Menschen, das war uns von Anfang an klar, und wir rechneten schon damit, dass es längere Zeit dauern könnte, bis diese besonderen Menschen auf Cosmo aufmerksam werden würden. Die Wartezeit in unserer Station nutzten wir, um Cosmo mit einem geregelten Tagesablauf und körperlicher und geistiger Auslastung zur Ruhe kommen zu lassen. Und dann meldeten sich diese besonderen Menschen: Menschen mit unendlicher Geduld, Einfühlungsvermögen und Hundeverstand, Menschen, die, als sie einmal „ja“ zu Cosmo gesagt hatten, voll hinter ihm standen und stehen. Viele Wochenenden, von Herbst bis Anfang Dezember, nahmen sie die Fahrt von der Pfalz auf die Alb auf sich, um Cosmo die Gelegenheit zu geben, sie kennen zu lernen und Vertrauen aufzubauen. Jetzt, nach nur zwei Monaten, erreichte uns dieser Bericht:

"Ein Hallo an das Team der Nothilfe für Polarhunde,

wir haben Euren Bericht zu Cosmo auf der Homepage gelesen und geben Euch gerne Rückmeldung, wie es der Fellnase und uns gemeinsam geht.
Cosmo hat sich an seinen neuen Tagesablauf recht schnell gewöhnt. Er geht mit beiden von uns zum Arbeitsplatz. Das macht er ganz ohne Probleme. Entscheidend für ihn ist, dass er bei seinen Menschen ist. Wenn er gelegentlich allein im Auto bleiben muss, dann hat er das anfänglich nicht gern gemacht und verschiedenes angeknabbert. Je größer die Bindung wird, desto mehr vertraut er und bleibt nun auch beim Einkaufen oder in anderen Situationen im Auto friedlich.

Hunde, die in der Umgebung hier unterwegs sind, nimmt er positiv wahr. Er ist zunächst zurückhaltend in der Begegnung. Nach dem Beschnuppern will er dann meistens mit ihnen spielen, oder sie interessieren ihn nicht, und wir laufen weiter. In der Wohnung verhält er sich auch ganz prima. Allerdings lassen wir ihn hier nicht alleine. Mehr als kurz den Müll runter zu bringen, ist aktuell nicht drin. Er will immer „dabei sein“. Das Alleinebleiben wollen wir mit ihm noch üben und versuchen, das Zeitfenster etwas auszuweiten.

Cosmo Cosmo Cosmo

Weihnachten haben wir bei der Familie auch mit Fremdübernachtung verbracht. Der ein oder andere Restaurantbesuch war auch schon dabei. Er ist an allem interessiert, beschnuppert die Menschen, und je ruhiger man ihm begegnet, desto besser ist es für ihn. Wenn er spielen oder etwas erreichen wollte, ist er zu Anfang noch oft an uns und an anderen, die ihn begrüßten, hochgesprungen. Das hat sich mittlerweile durch ein konsequentes „Nein“ und auch, weil wir es nicht zulassen, weitgehend gelegt.
Er genießt, wie Ihr wisst, auch längere Autofahrten. Im Januar sind wir dann mit ihm für eine Woche ins Allgäu gefahren. Im Schnee rum zu tollen, zu graben, schnuppern und Schneebällen hinterher zu jagen, machte ihm viel Spaß.

Cosmo Cosmo Cosmo

Längere Wanderungen sind gut für ihn, aber nach drei bis vier Stunden ist dann auch genug. Das Joggen habe ich (Daniela) auch schon mit ihm probiert. Noch bleibt er nach spätestens 1000 m irgendwo stehen und schnuppert. Da scheint es wichtig, ihn konsequent im Laufmodus zu halten.

Cosmo Cosmo

Cosmo ist seit dem 02.12.2018 bei uns. Das sind jetzt gut zwei Monate. Auch wenn es schon einige Gewohnheiten gibt, und sein Tagesablauf klar ist, gibt es noch immer unendlich viele Situationen, die für ihn neu sind, aber auch für uns mit ihm. Wir möchten bald mit ihm Fahrrad fahren oder vielleicht auch mit einem Scooter durch die Gegend rollen. Das wollen wir mit ihm üben. Wir haben den ersten Besuch in der Hundeschule schon gehabt und schauen jetzt, was für ihn und uns das richtige Training ist.

Cosmo

Wir sind sehr glücklich, dass Cosmo bei uns in der Pfalz „angekommen“ ist und genießen jeden Tag mit ihm.

Wir werden Euch sicher im Laufe des Jahres besuchen.

Ganz herzliche Grüße
Daniela, Claus & Cosmo
"

Der Besuch ist damit versprochen, ja? Wir freuen uns jetzt schon riesig darauf, und vor allem freuen wir uns über solch positive Rückmeldungen, die alle unsere Erwartungen übertreffen. Euch Dreien weiterhin eine tolle Zeit miteinander!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt Februar 2019


Mala (ehemals Kaiyla) – „danke für diesen Rohdiamanten“

MalaMalaMalas Geschichte könnte den Stoff für einen Roman geben. Die Helden: natürlich Kaiyla selbst, ihre Pflegeeltern und ihre heutige Familie – und ein klein bisschen wir, die NfP. Die Antihelden – naja, lassen wir das. Die Zusammenfassung des Romans: Kaiyla lebte ursprünglich in Kroatien, an einer Kette in einem Garten. Ihre Pflegeeltern sahen sie dort während eines Urlaubs – und ihnen ging Kaiyla und ihr ödes Leben nicht mehr aus dem Kopf. Zurück in Deutschland kontaktierten sie auf der Suche nach Hilfe einen Verein, der sich speziell um Nordische kümmert.

MalaMala

Der Verein versprach, sich um Kaiyla zu kümmern, nur holen müssten die Leute den Hund schon selber. Also fuhren Kaylas Pflegemenschen noch einmal nach Kroatien, nicht gerade der nächste Weg und für zwei Studenten auch nicht gerade aus der Portokasse zu bezahlen. Aber die beiden jungen Leute taten es für Kaiyla und kamen mit Kaiyla nach Deutschland zurück, froh, das geschafft zu haben. Nur ab diesem Moment war der Verein nicht mehr erreichbar – und die beiden Studenten, hundeunerfahren obendrein, saßen nun mit einem gerade mal circa fünfjährigen „ungehobelten“ Malamute-Mädchen da, das nichts kannte außer Garten und Kette. Irgendwie kamen die jungen Leute dann auf uns.

Mala

MalaMalaErst versuchten wir per Telefon, Hilfestellung im Umgang mit Kaiyla zu geben, aber Kaiyla entpuppte sich als „harte Nuss“. Nach und nach kristallisierte sich heraus, dass es das beste wäre, wenn Kaiyla in die Vermittlung käme und wir nach einer Malamute-erfahrenen Familie für Kaiyla suchten. Hübsch wie Kaiyla war – und ist! –, kamen viele Anfragen – darunter auch zum Glück die goldrichtige! Familie M., die gerade ihren Malamute-Rüden verloren hatte, der anfangs ein ähnliches Verhalten an den Tag gelegt hatte wie Kaiyla. Ein nettes Detail am Rande: Familie M. wohnte nicht weit weg von Kaiylas Pflegemenschen, einem schnellen Kennlern-Treffen stand also nichts im Weg. Und so, wie sich Menschen und Hund begegneten, stand auch einem Umzug nichts im Wege. Das war im Dezember 2012. Seither bereichert Kaiyla als Mala das Leben von Familie M.:

Mala

"Mala (Kaiyla) ist uns damals als „Problem-Malamute“ anvertraut worden. Alles, was unsere Mala-Maus brauchte, war viel Liebe, Vertrauen und Sicherheit. Es war viel Arbeit mit uns dreien, die sich hundertprozentig gelohnt hat … für beide Seiten. MalaMala

Wir sind unendlich dankbar für diese Bereicherung in unserem Leben. Mala ist inzwischen elf Jahre, leider nicht mehr ganz gesund, aber wir passen uns unserer alten Dame sehr gern an. An ihrem sehr ausgeprägten, manchmal sehr einfordernden Charakter hat sie allerdings nichts eingebüßt, und das ist auch genau richtig so. Wir lieben unsere Mala abgöttisch und hoffen, dass sie uns noch viel Zeit schenkt.

Mala

Vielen Dank für dieses Goldstück! Es grüßen ganz lieb und noch ein erfolgreiches Jahr 2019

Mala

Familie M."

Wir bedanken uns herzlich für diesen Bericht und die guten Wünsche, die wir gerne erwidern. Wir wünschen Ihnen, liebe Familie M., und Mala noch eine lange und glückliche Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Januar 2019


Sky – immer noch ängstlich, aber auch sehr anhänglich und verspielt

Sky

Husky, vielleicht ein bisschen Saarloos Wolfhund und ganz viel schlechte Erfahrungen – das ist der „Cocktail“, aus dem Sky gemixt ist. Nicht gerade die besten „Zutaten“, um daraus einen freundlichen und entspannten Hund zu machen. Aber Skys Menschen ließen sich von Skys Ängstlichkeit, ja manchmal Panik in unbekannten Situationen, nicht abschrecken, sie sahen hauptsächlich ihr sehr feines und sanftes Wesen und entschieden sich ganz bewusst für Sky. Bereut haben sie es nicht – auch nicht, als Sky sich anfangs verkrochen und, wenn man sie anfassen wollte, aus Angst vor Schlägen geschrien hat. Sie haben es mit viel Liebe, Geduld und Empathie geschafft, aus Sky innerhalb von nur zwei Jahren ein gegenüber den Familienangehörigen anhängliches „Mäuschen“ zu machen!

"Hallo, liebes Team der Nothilfe,

jetzt sind es schon über zwei Jahre, seit Sky bei uns eingezogen und mittlerweile zu einer ganz tollen, anhänglichen, schlauen Gefährtin in unserem Leben geworden ist.

Sky ist zwar immer noch ein sehr ängstliches Mäuschen, das in jeder nur ansatzweise stressigen Situation panisch reagiert. Sie immer wieder gezielt und dosiert in solche Situation zu bringen, ist eine Übung, die sie immer besser meistert.

Es dauert lange, bis sie Zutrauen zu Menschen fasst. Nur von mir, meinem Lebensgefährten und meiner Mutter (die ihr bei Besuchen immer kleine Leckereien bereithält) lässt sie sich streicheln. Bei anderen Menschen kommt sie mittlerweile vorsichtig schnuppernd näher, um aber gleich wieder den Rückzug anzutreten. Die Vermutung, dass neben dem Husky ein Saarloos Wolfhund mit drin steckt, erklärt neben ihrer Vorgeschichte vielleicht zusätzlich ihr Verhalten.

Sky Sky Sky
Sky Sky Sky

Immerhin hat sie dieses Weihnachten bei meinem Bruder mit allen Geschwistern, Nichten und Neffen mitten im Zimmer gelegen! (Letztes Jahr hatte sie noch verschüchtert in einer Ecke gelegen.)

Es sind gerade die kleinen Fortschritte, die sie macht, die uns sehr viel Freude bereiten: Wie sie trotz ihrer Ängstlichkeit neugierig die Welt erkundet und erobert; zu sehen, wie sie lustig und ausgelassen sein kann, wie sie zufrieden in ihrem selbstgebuddelten Loch im Garten chillt. Die Geduld lohnt sich!

Sky

Wir wünschen allen alles Gute im Neuen Jahr!

Herzliche Grüße

D. G."

Das, was Sie beschreiben, liebe Familie G., sind keine kleinen Fortschritte, das sind riesengroße Fortschritte! Und an diesen Fortschritten wird deutlich, wie sehr Sky Ihnen vertraut. Auch die Fotos sprechen Bände. Wir freuen uns sehr für diese trotz ihrer negativen Erfahrung so sanften Hündin, dass Sie in Ihrer Familie aufgefangen wurde und nun vertrauen darf und kann. Weiterhin viel Freude miteinander und noch viele Fortschritte.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

Milow – heißt jetzt Askan, der schwarze Engel, und macht seinem neuen Namen alle Ehre

Askan

AskanAskanEineinhalbjährig war der Husky-Bub Milow in unserer Station gelandet – trotz seines noch jungen Alters hatte er bereits eine Besitzer-Odyssee hinter sich und war verständlicherweise verunsichert, aber stets freundlich und aufgeschlossen. Die Station war im Juni 2018 Milows Sprungbrett in ein behütetes, stabiles Familienleben für „immer“, die von ihm so dringend herbeigesehnte und benötigte Orientierung liefern Frauchen und zwei Hundekumpels. Zum Zeichen des Neuanfangs wurde aus Milow Askan, und der folgende Bericht des Frauchens zeigt, dass Askan bereits viel souveräner geworden ist:

Askan im Gespann

"Hallo,

mein Name ist Askan (schwarzer Engel), vorher hieß ich Milow. Ich wohne jetzt seit sieben Monaten bei meinem neuen Frauchen und ihrer Familie. Wir hatten viele schöne Momente, jedoch auch weniger schöne. Ich und Frauchen hoffen, dass es noch viele weitere schöne Momente geben wird. Mein Frauchen sagt, aus den schlechten lernt man, und die schönen genießt man.

Wir gehen viel wandern, das gefällt mir sehr gut. Wenn Frauchen wieder anhalten muss, um Fotos zu machen, kann ich auch mal etwas rumalbern an der Leine. Gar nicht toll finde ich es, wenn Frauchen versucht, Fuß mit mir zu laufen, das ist mir zu langsam; außer sie hat sehr leckere Leckerlies dabei, dann zeige ich ihr, wie supertoll ich Fuß laufen kann. Ich durfte das erste Mal am Scooter laufen, alleine! Frauchen meinte, ich mache es so toll, die Kommandos funktionieren tadellos. Weil sie so begeistert war, sollte ich mit Bao am Sacco laufen. Die zweite Stange war jedoch zu klein für mich, deswegen musste ich an die große vorne und Bao an die kleine dahinter. Mein Frauchen hatte Bedenken, da Bao bis jetzt immer vorne lief, und nicht akzeptiert hatte, dass Elena vor ihm lief. Aber dass ich vorne war, hat Bao sofort akzeptiert. Und Frauchen war stolz wie Bolle auf uns. Nach einem anstrengenden Tag darf ich aufs Sofa, kuscheln. Außerdem habe ich es geschafft, einem kleinen Mädchen die Angst vor Hunden etwas zu nehmen.

Askan

Liebe Grüße
Askan und Familie"

Danke für den Einblick in Askans neues Leben. Bereits dieser kleine Bericht zeigt, wie super sich Askan entwickelt hat. Lieber Askan und Familie, weiterhin so viel Erfolg und so viel Spaß miteinander!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Dan – „Boah, was für ein Wochenende ...“

An unserem Weihnachtsmarkt am 01.12.2018 durften wir viele ehemalige Schützlinge begrüßen – immer ein Highlight und der Lohn für unsere Arbeit, wenn wir sie an der Seite ihrer Familien entspannt und strahlend vor Glück unsere Station betreten sehen. Einen aufregenderen Start in das Wochenende als Dan durfte aber wohl kein anderer gehabt haben. Dan erzählt:

Weihnachtsmarkt der NfPLeckerli für 2-Beiner"Am Tag vor dem Weihnachtsmarkt der NfP gehen wir ganz früh zu Arno (dem Wohnmobil, Anm. der Redaktion), taghell, steht am Haus und Park, um nach Burladingen zu fahren. Steffi hat mich an der Leine, öffnet die Schiebetüre, damit ich reinspringen kann, und da steht ein Einbrecher in MEINEM Arno. Ich springe ihn an und schnapp ihn, böse schauend (so gut, wie ich kann), und Zähne zeigend an der kurzen Leine bei Steffi lässt er sich von Uwe durchsuchen ... nix außer einem Springmesser in der Tasche, ... zu früh gestört. Als ich mit Steffi das Womo inspiziere, ergreift er die Flucht. Na, der hat mal Glück gehabt, denn ich weiß nicht, ob ich Steffi hätte halten können. So, da waren wir alle wach, wir starten ins geplante Burladingen, Steffi hört nicht auf, zu meckern und zu brummeln … .

Naja, um halb 12 angekommen, sind wir überrascht, wie viele Autos schon da sind, sogar vollorganisierte und freundliche Parkplatzeinweiser sorgen für entspanntes Parken. Und jetzt kommt’s: Uwe und Steffi hatten gewettet, dass ich nicht in die Station mitgehe, ich allerdings völlig souverän, ihrer Liebe bewusst, gehe völlig entspannt voran, denn ich weiß, ich werde nie und nimmer dort gelassen. In der Station wird weiter gewettet, an der Kuchentheke … „Das ist Dan.“ – „Nein das ist er nicht.“ …. Hihi, mein charmantes Wesen hat wohl Eindruck hinterlassen bei dem kurzen Aufenthalt bei Euch, denn eine der Freiwilligen konnte sich noch an ihren Spaziergang mit mir erinnern.

Dan mit River und Shadow

Ups, Uwe und Steffi werden von einem Paar angesprochen, und die vier begrüßen sich herzlich, mmmh ... die kommen mir irgendwie bekannt vor. Na klar, das sind Sarah und Michael, die gehören zum Rudel von meinen besten Freiburger Freunden River und Shadow, die ich im März besucht hatte. Bei den vielen Komplimenten, die ich bekomme, jaha, ich weiß, dass ich ein Charmebolzen bin, ist das Schönste von Michael: „Mensch, sieht der klasse aus, was habt Ihr gemacht?“ Tja, dazu kann ich nur sagen, durch Liebe und Zuneigung beginnt das Strahlen aus dem Inneren heraus. Jetzt gehen wir on Tour, ich zeige, nachdem ich River und Shadow begrüßen darf (sie waren noch in ihrem Womo), den Hohenzollern Albkreis. Sohoooo schön, denn wir ziehen um die Wette, wenn wir nicht grad buddeln. Und da wir die Sonne immer in unserem Herzen haben, ist der Tag traumhaft, ohne einen einzigen Regentropfen.Dans Losgewinn nach 5 Minuten

Gegen 16.00 Uhr müssen wir uns alle verabschieden. Wir fahren zur Burg Hohenzollern, um da den Abend auf dem Burgstellplatz zu genießen .... Doch was ist das?????? Gefühlte 5000 Menschen mit Autos und Reisebussen wollen auch hoch, weil da ein Weihnachtsmarkt stattfindet. Kurz vor der Burg sind wir uns mal wieder einig, nöhö, nicht mit uns, wir drehen um. Steffi sucht mit ihrer App einen Stellplatz Richtung Stuargard, den wir dann in Nehren finden. Chillig und ruhig ohne Menschen genießen wir den Abend. Morgens nach ausgiebigen Frühstücks geht es wieder Richtung Monnem, unterwegs machen wir noch eine Tour durch Wald, bis wir dann am Nachmittag wieder zu Hause sind. Was nicht wirklich schön begann, entwickelte sich wieder zu einem wunderschönen Dan‘s Camper Wochenende.

Es war wunderschön bei Euch, Ihr seid ein klasse eingespieltes Team, habt mein Rudel, vor allem Steffi, nach dem Worstcase am Morgen mit Eurer Herzlichkeit und Liebe wieder runtergebracht. Mein Rudel und ich wünschen Euch allen ein gesegnetes Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2019.

Und jetzt noch eine Vorwarnung: Der Monnemer Bu wird Euch jedes Jahr besuchen, und sein Rudel wird Eure Arbeit weiterhin in ihrem möglichen kleinen Rahmen unterstützen, z. B. Kalender kaufen (auch wenn der Novemberstar dann ein anderer ist). Steffi freut sich auch schon auf ihren bestellten Schal, denn wir hatten bereits das erste Mal Dan‘s Wetter.

 

Gruß und Knuddel

Euer Dan"

Ja, der „Monnemer Bu“ ist inzwischen ein weit gereister und routinierter Womo-Urlauber. Wie er, selbstbewusst, groß, kräftig, sportlich, dem Einbrecher „Beine gemacht“ hat, können wir uns bildlich vorstellen. Wer weiß, vielleicht gibt es bald eine neue Fernsehserie: Kommissar Dan. Lieber Dan, Steffi, Uwe, wir wünschen Euch auch schöne Weihnachten – ohne ungeplante Aufregungen – und ein gesundes und zufriedenes Jahr 2019 und freuen uns auf das nächste Wiedersehen.

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 


Luna, Grappa, Pino – eine erzählenswerte Geschichte

Das Trio aus Ettenheim hat eine lange Geschichte – aber eine, die es wert ist, erzählt zu werden, immer wieder. Und wir hoffen, viele Menschen lesen diese Geschichte – vor allem Menschen, für die nur und ausschließlich ein ganz junger, wunderschöner, den Rassestandards entsprechender und absolut gesunder Hund in Frage kommt….

Das Trio aus Ettenheim hatte bereits viele Namen: Balou/Luna/Linus; Balou/Luna/Grappa; Luna/Grappa/Arco und jetzt Luna/Grappa/Pino.

Luna, Grappa und Pino auf unserem Weihnachtsmarkt

Angefangen hat alles im Dezember 2014, als das Frauchen ganz spontan wegen einer Notfall-Hündin in unsere Station kam – nur, dass diese Hündin nicht in der Station, sondern in einer Pflegestelle war. Also besuchte das Frauchen die Stationshunde – und blieb bei den bereits älteren Husky-Border-Collie-Mixen Luna und Linus „hängen“. Zwei verkannte Schätze, sieben Monate bereits in der Station, ohne jemals einen Interessenten gehabt zu haben; absolut menschenbezogene Hunde, die zuvor ein einsames Leben in einem Garten gefristet hatten, ohne Anschluss an Menschen. Aber genau solche Hunde, Hunde, die wenig Chancen auf Vermittlung hatten, suchte das Frauchen. Dieses Frauchen schaute nicht auf die Riesenohren und nicht aufs Alter, sondern den beiden tief ins Herz – und was sie da sah, gefiel ihr so gut, dass sie einen zweiten Besuch in der Station machte, mit dem bereits zur Familie gehörenden Mischlings-Rüden Balou. Alles passte, Luna und Linus durften Weihnachten in Familie verbringen.

Für Linus währte das Glück leider nur sehr kurz, schon im Januar 2015 musste er aufgrund einer Magendrehung über die Regenbogenbrücke gehen. Wenigstens hatte er noch erfahren dürfen, wie es sich anfühlt, in einer Familie geliebt zu werden. Der Schock darüber saß so tief, dass die Familie nicht nach einem neuen Dritten im Bunde suchte. Aber dann erfuhr sie von Grappa, Mitglied eines neunköpfigen Rudels, das wir im April 2015 von einem Musher übernommen hatten; Grappa, die, wie Luna und Linus, nur wegen ihres Aussehens prädestiniert dafür war, Dauersitzer bei uns in der Station zu werden. Beim Besuch in der Station mit Luna und Balou stimmte die Chemie zwischen den drei Hunden sofort – und so hatte Grappa viel schneller als von uns erwartet im Juli 2015 ihre Familie gefunden.

Nachdem Balou über die Regenbogenbrücke hatte gehen müssen, fiel die Wahl der Familie wieder auf einen Chancenlosen: Schäferhund-Mix Arco, ein vierzehnjähriger Trennungswaise. Kurz nach seinem Einzug (zunächst als Pflegehund) wurde Knochenkrebs festgestellt. Und: ohne ersichtlichen Anlass und ohne jegliche Vorwarnung biss Arco sein Herrchen und eine der Töchter! Die Familie hielt trotzdem zu ihm; nein, nicht nur das, sie übernahm Arco fest! Doch auch Arcos Glück währte nicht lange, nur viereinhalb Monate. Anfang März 2017 musste er über die Regenbogenbrücke gehen.

Ein paar Wochen gönnte sich die Familie eine „Auszeit“, aber dann hielt sie auf unserer Website wieder Ausschau nach einem neuen Dritten im Bunde. Als Pino (damals Shiro), ein achtjähriger, freundlicher, sportlicher, aber trotzdem ruhiger Husky-Rüde, der wegen Zeitmangels abgegeben worden war, bei den Vermittlungshunden erschien, war bereits aus der Ferne klar: „Der passt.“ Der Besuch in der Station bestätigte dies, und so heißt das Trio seit Juni 2017 Luna, Grappa und Pino. Jetzt gab es wieder einen Bericht des Frauchens:

"Liebes Nothilfe-Team,LunaPino

ich will Euch schon längst mal wieder berichten, wie es den drei Schätzen geht, jetzt endlich – dank einem Infekt mit Fieber und vom Büro brav zuhause Bleiben – kann ich das in Ruhe machen.

Grappa

Den dreien geht es gut, sie sind so ein braves Trio, unglaublich. Sie liegen zwar nicht zusammen in einen Korb, aber wenn es z. B. etwas zu nagen gibt, dann macht man das am besten auf einem Quadratmeter zusammen. Fressneid ist ein Fremdwort für die drei.

GrappaEin bisschen etwas hat sich dann doch getan, aber es hat sich alles zum Guten gewendet: Unsere Grappa hatte im Sommer Probleme mit dem blinden Auge bekommen. Das lassen wir ja jedes Jahr regelmäßig checken, fahren extra zu einem Spezialisten an den Bodensee (Dr. Heyder, Wasserburg, sehr zu empfehlen) und so auch in diesem Sommer. Leider war das Auge nicht ruhig geblieben, sondern hatte angefangen, permanent zu tränen. Sie war schlapp, man merkte, dass es sie ziemlich stark beeinträchtigte, wahrscheinlich hatte sie starke Kopfschmerzen, vermutete der Tierarzt. Auch Tropfen halfen nichts gegen die Ablösung der Hornhaut, und so mussten wir nach zweimaligem Besuch in Wasserburg das Auge entfernen lassen. Der Schritt ist uns nicht leichtgefallen, aber für Grappa musste es genau so sein. Und sie ist wieder munter, trotz der zwölf Jahre ist sie immer noch spritzig beim Rennen, rast durch den Garten und ist wieder fröhlich. Sie muss wohl schon noch Schatten mit dem kranken Auge gesehen haben, aber sie hat sich umgewöhnt, dass sie auf der rechten Seite nun gar nichts mehr sieht. Sie ist verschmust, eine Seele von Hund und macht das einäugig alles ganz toll. Das Gehör hat etwas nachgelassen bei ihr. Luna

Bei Luna hat das Gehör noch stärker nachgelassen, aber sie ist ja auch drei Jahre älter. Ansonsten ist Luna auch geistig voll fit, ist gern mit dem Kopf beschäftigt und aufgrund ihrer Biografie nach wie vor eine echte Stubenhockerin .... Freiwillig im Garten bleiben, das will sie fast nie. Im Frühsommer war sie auch malad, denn sie hatte einen hühnereigroßen eitrigen Abszess am Bein bekommen, praktisch über Nacht. Dank sofortiger Tierarzthilfe und Antibiotikum ist alles gut gegangen und bestens verheilt.

Pino ist ein großer Frischluftfanatiker und ist/liegt am liebsten bei fast jeder Temperatur draußen. Nur Regen ist dann doch nicht seins .... Er ist inzwischen und besonders nach dem Sommerurlaub noch einmal stärker emotional bei uns angekommen. Meine Interpretation: Er war sich lange nicht sicher, ob er wirklich hierbleiben darf, nach den beiden Wechseln in seinem früheren Leben .... Dass er dann immer wieder die Erfahrung macht, dass es immer wieder zusammen nach Hause geht, dass er überall mit hindarf, das hat wohl einfach Zeit gebraucht. Er ist sowieso ein eher zurückhaltender Bub, hört gut, langes Laufen findet er irgendwann eher langweilig, da ist dann Action mit Toben mehr angesagt, aber er lässt uns immer unmissverständlich wissen, wenn ihm etwas nicht passt. Man kann in ihm lesen wie in einem Buch.

So ist also alles (wieder) in Butter, und wir hoffen sehr, dass es so bleibt. Wir sind sehr glücklich mit den drei Schätzen und sind so froh, dass wir sie haben. Anbei noch ein fast (was das Auge betrifft) aktuelles Foto vom Trio, mit herzlichen Grüßen von den drei Fellschätzen.

Grappa, Luna und Pino v.l.

Alles Gute dem Team für die bevorstehende kalte Zeit und hoffentlich genügend erfolgreiche Vermittlungen!!!

Eure
B. R. und T. B.-M. mit Luna, Grappa und Pino"

Wie sehr haben wir uns über diesen Bericht gefreut - und wieviel mehr noch über den Besuch des Trios mit seiner Familie auf unserem Weihnachtsmarkt! Die drei sind wirklich ganz große „Fellschätze“, und wir sind sehr froh, dass sie alle in genau dieser Familie ihren Platz fürs Leben gefunden haben. Alles Gute und ein gesundes Jahr 2019!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Shanuk - Lebenszeichen aus dem ersten Schnee dieses Jahres

Shanuk

ShanukShanukLange, lange hinter sich gelassen hat Shanuk sein voriges Leben: Aufgrund der Erkrankung seines damaligen Frauchens fristete er zusammen mit Kumpels ein langweiliges Dasein in einem zunehmend verwahrlosten Zwinger, ohne großartigen Auslauf. Der Umzug in unsere Station war der erste Schritt ins Glück: er genoss sein großes Gehege und Hundehaus und die Spaziergänge. Da machte es nichts, dass er ein bisschen warten musste bis zum nächsten Schritt ins Glück, ins vollendete Glück. Sein heutiges Herrchen kam zwar nicht seinetwegen in die Station – aber Shanuk fuhr mit zurück in sein neues Zuhause. Inzwischen ist er nicht mehr wegzudenken:

Shanuk

"Hallo Polarhunde-Team,

nachdem Shanuk gerade, nach einem ausgiebigen Winterspaziergang beim ersten Schnee in diesem Herbst, den Schlaf eines Gerechten schläft, wollte ich Euch von ihm und seinem Ergehen berichten.

ShanukShanuk

Zu seinem 8. Geburtstag gibt es für ihn nichts Schöneres als stundenlang neben dem Rad herzulaufen. 20 km werden es täglich. Ein normaler Spaziergang ist einfach zu langsam. Nachdem wir Leckerlis gefunden haben, die den Magen nicht spürbar belasten und es Herbst ist, darf er wieder frei laufen. Ausnutzen tut er dies eigentlich nicht. Leider klappt dies nur in bekanntem Gebiet ganz gut, weil überall jagdbare Ablenkungen lauern. Trotzdem tut es ihm gut. Und ohne Ablenkung folgt er auch dem Pfiff der Pfeife super.Shanuk Shanuk

Seine Zähne sind wieder richtig schön geworden, und auch härtere Leckerlies sind wieder kaubar. Das Barffutter tut ihm spürbar gut. Leider verträgt er Fertigfutter immer noch nicht. Seine Ausdauer und Geschwindigkeit sinken darunter spürbar. Wenigstens bekommt er keinen Durchfall mehr davon.

Wenn es ihm gut geht, ist er ein super lieber Hund. Er ruft mich, wenn das Telefon läutet und ist ein sehr geduldiger, aufmerksamer Begleiter.

Zum Abschluss meines Berichtes noch ein paar Herbst- und Winterfotos, nochmals verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für diesen tollen Hund,

Shanuk

G. B."

Lieber Herr B., danke für diesen Bericht und die schönen Fotos. Wir freuen uns riesig, dass Shanuk endlich das Leben leben darf, das er verdient hat. Wir drücken Ihnen die Daumen für einen richtig schönen Winter, wünschen weiterhin viel Spaß miteinander und freuen uns auf den nächsten Bericht.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Inuk (ehemals Loki) – es hat sich gelohnt

Inuk

InukSiebenjährig abgegeben wegen eines Beißvorfalls – nicht gerade die besten Voraussetzungen, um schnell eine neue Familie zu finden. Doch Loki bekam diese Chance und hat sie genutzt. Der Siberian-Husky-Rüde ist nun auch kein aggressiver Hund, er ist nur unsicher und sucht Orientierung am Menschen. Aber am Menschen orientieren kann er sich nur, wenn dieser Mensch ihm sympathisch ist. Dies war offenbar bei seinem ehemaligen Frauchen nicht der Fall – bei seiner heutigen Familie hingegen stimmt die Chemie, denn Inuk ist dort ein absolut freundlicher und offener Rüde, und Menschen und Hund vertrauen sich gegenseitig.

"Hallo zusammen,

Inuk renntnun ist es fast ein Jahr her, dass Inuk (Loki) bei uns einzog. Mittlerweile haben wir gegenseitig das Vertrauen aufgebaut, um ein gutes Team zu sein. Selbst den ersten Tierarztbesuch (Impfung war nötig) meisterten wir ohne Probleme, und Maulkorb war auch keiner nötig! Das war, ehrlich gesagt, noch unsere große Sorge nach dem, was wir alles gehört hatten.

Selbst das Laufenlassen ohne Leine klappt ganz gut. Nur ist Inuk auf das Mäusebuddeln gekommen. Statt zu laufen, verbringt er die meiste Zeit auf den Feldern mit Mäusejagd. Und da hört er wirklich nichts.

Wir sind sehr glücklich, dass wir Inuk ein neues Zuhause schenken durften. Trotz seines angekratzten Rufes verhielt er sich uns und unserer gesamten Familie inklusive Kinder und anderen Haustieren gegenüber sehr freundlich und interessiert.

Sicher ist es wichtig, alles erst mit Vorsicht zu genießen, aber wenn man allen Beteiligten Raum und Zeit gibt und Verständnis aufbringt, entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft. In manchen Fällen läuft es einfach und wie von selbst. In anderen Fällen wiederum braucht man etwas mehr Durchhaltevermögen und Vertrauen.

Eins ist aber sicher: ES LOHNT SICH!

Viele dankbare Grüße

Martina"

Die Dankbarkeit ist ganz auf unserer Seite! Danke, Martina, dass Sie und Ihre Familie Inuk Orientierung und ein Zuhause geschenkt haben. Wir freuen uns sehr, dass Inuk sich bei Ihnen so gut entwickelt und gelernt hat zu vertrauen. Wir wünschen Ihnen allen noch viele Jahre der Freundschaft.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Mogwai – der Tausendsassa

Mogwai

Der quicklebendige Husky-Mix-Rüde Mogwai hat ganz offenbar seinen Wirkungskreis gefunden: Schwimmen, Mantrailing, Hundeschule, Gondelfahren, Treibball, Hürdenlauf, Kastanienfangen, Laufen vor dem Scooter, Canicross – für Mogwai sind alle dies keine Fremdwörter. Er lernt unglaublich schnell, macht begeistert alles mit und zeigt damit auch, wie sehr er bereits jetzt, nach noch nicht einmal einem Jahr, seiner neuen Familie vertraut. Und obwohl Mogwai erst zwei Jahre alt und, wie soeben beschrieben, sehr unternehmungslustig ist, ertrug er eine mehrmonatige Pfotenentzündung samt Pfotenverband mit stoischer Geduld. Nur an der Lektion „Mogwai alleine zu Hause“ muss noch gearbeitet werden, aber mit Gefährtin Ikuma an seiner Seite klappt auch das schon ganz gut.

"Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

seit unserem letzten Bericht über Mogwai ist schon einige Zeit vergangen, also höchste Zeit, mal wieder zu schreiben.

Nach gerade einmal knapp zwei Monaten in unserer Familie entwickelte sich bei Mogwai eine stark entzündete und angeschwollene Zehe am Vorderfuß. Unsere Tierärztin hielt es zunächst für eine leichte Entzündung, hervorgerufen durch eine kleine Hautverletzung, und Mogwai wurden im Anschluss Antibiotika verordnet. Während der nächsten Woche stellte sich allerdings keine Besserung ein, die Zehe entzündete sich sogar noch stärker. Zwei weitere Antibiotika konnten auch keine Abhilfe schaffen. Auf einmal stand dann ein Tumorverdacht im Raum. Um diesen Verdacht abzuklären, besuchten wir mit Mogwai eine Tierklinik. Dort wurde letztendlich unter Narkose eine Gewebeprobe entnommen und eingeschickt. Die nächste Woche war erfüllt mit bangem Warten auf das Ergebnis. Dann kam endlich die erlösende Nachricht: Es handelte sich um keinen Tumor, sondern um stark entzündete Haarwurzelkanäle. Ein viertes Antibiotikum wurde verschrieben, und es stellte sich die erhoffte Besserung ein. Nach über zwei Monaten mit Pfotenverband, welchen Mogwai mit einer unglaublichen Geduld täglich über sich ergehen ließ, war die Pfote endlich wieder ausgeheilt, und die ersten längeren Spaziergänge konnten unternommen werden.Mogwai

Nach Mogwais Genesung war schnell klar, dass wir ihm gerne die Möglichkeit geben wollten, sich frei im gesamten Garten bewegen zu können. Gesagt, getan, und so wurde in einer Wochenendaktion kurzerhand der Garten mit einem 1,80 m hohen Zaun „hundesicher“ gemacht. Seitdem genießt er die neugewonnene Freiheit, saust durch den ganzen Garten und spielt am allerliebsten mit heruntergefallenen Kastanien.Mogwai

Im April hieß es zum ersten Mal Taschenpacken, und wir fuhren für ein verlängertes Wochenende mit beiden Hunden ins Allgäu. Auf zahlreichen Wanderungen konnte Mogwai sich ordentlich austoben. Sogar eine Fahrt mit der Gondel aufs Nebelhorn hat er mit Bravour gemeistert und sich tierisch über den restlichen Schnee auf den Wanderwegen gefreut.

Damit die körperliche und geistige Auslastung für Mogwai nicht zu kurz kommt, besuchen wir regelmäßig eine Hundeschule. Aktuell stehen dort wechselnde Hundesportarten wie Treibball und Hürdenlauf auf dem Programm. Er hat dort auf Anhieb viele Hundefreundschaften geschlossen und ist auch bei den Trainern aufgrund seines freundlichen Wesens gegenüber unterschiedlichsten Hunden sehr beliebt. Zur kontrollierten Auslastung seines Jagdtriebes gehen wir seit kurzem zusätzlich zur Hundeschule noch ins Mantrailing. Es war spannend zu sehen, wie Mogwai direkt beim ersten Mal verstanden hat, worum es dabei geht, und sich zielstrebig seinen Weg zur versteckten Person erschnüffelte. Seit dem Rückgang der heißen Temperaturen gibt es jetzt endlich auch wieder die Möglichkeit zum hobbymäßigen Zughundesport. Vor dem Scooter oder beim Canicross macht es Mogwai riesigen Spaß, voraus durch den Wald zu sausen.

 

Mogwai

Eine größere Baustelle mit viel Übungsbedarf ist bei Mogwai aktuell das Alleinebleiben. Mit unserer Hündin Ikuma zusammen funktioniert es mittlerweile ganz gut (wenn man mal von Mogwais Geschick für das Öffnen von sämtlichen Türen und Fenstern während unserer Abwesenheit absieht - was für ein Glück, dass es montierbare Kindersicherungen gibt. Die hat er bis jetzt noch nicht knacken können). Alleinebleiben ohne unsere Hündin löst bei Mogwai aktuell noch großen Stress aus. Das muss noch ganz kleinschrittig weiter mit ihm trainiert werden.

Vor kurzem ging es für zwei Wochen an die Ostsee. Mogwai hat nicht schlecht beim ersten Anblick des Meeres gestaunt, sich danach umgehend ins Wasser gestürzt und ist eine Runde geschwommen. Das Planschen im Wasser hat sich zu einem seiner liebsten Hobbys entwickelt, einmal im Wasser ist er nicht mehr zu bremsen.

Mogwai

Wir sind glücklich, mit Mogwai einen tierischen Begleiter gefunden zu haben, der so gut zu unserer Hündin und zur Familie passt, und freuen uns auf noch viele gemeinsame Abenteuer.

Viele Grüße von Mogwai mit Ikuma und Familie"

Und wir sind glücklich, dass sich hier ganz offensichtlich, einmal mehr, ein richtig tolles Menschen-Hunde-Gespann zusammengefunden hat. Weiterhin viel Freude an- und miteinander!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Whiskey (Bacchus) - ein freudiger Anlass: 15 Jahre alt!

Whiskey

Wer hätte das gedacht? Erst einmal waren wir überrascht, wie viele Interessenten Whiskey, damals noch mit Namen Bacchus, bei seinem Alter (über 13) und seiner Vorgeschichte (Zwinger) hatte. Aber seine Ausstrahlung war (und ist) einzigartig.Whiskey Jetzt bekommen wir Post von seiner Familie – anlässlich seines 15. Geburtstages! Auch dass er diesen erlebt, hätte, ehrlich gesagt, kaum jemand erwartet. Gehofft ja, auf jeden Fall, alle Zeit der Welt gönnten und gönnen wir diesem lange Jahre misshandelten (Missachtung ist auch eine Form der Misshandlung) und doch so menschenfreundlich gebliebenen, liebenswerten und charismatischen Husky-Rüden. Inzwischen lässt es Whiskey langsamer angehen, aber er genießt es, voll integriertes und geliebtes Familienmitglied unter zwei Zwei- und fünf Vierbeinern zu sein:Whiskey läuft mit

"Liebes Team von Nothilfe für Polarhunde,

hier ist Mal wieder ein Update von Eurem ehemaligen Schützling Whiskey (Bacchus). Sein 15. Geburtstag ist ein guter Anlass zum Schreiben. Auch einige Bilder, damit Ihr seht, dass es ihm gut geht.

Am Mittwoch, den 07.11.2018, wurde Whiskey schon 15 Jahre alt – Wahnsinn! Das hatten wir nicht erwartet, als wir ihn im April 2017 abgeholt haben. Weg ist der scheue Hund, der „damals“ zu uns kam: Auch im Garten musste er immer angeleint sein, sonst konnte man ihn nicht mehr einfangen (ja, wir haben es mal versucht mit drei Personen, es ist uns nicht gelungen, der Garten zu groß, er zu schnell). Jetzt kann er sich ohne Leine und Geschirr im Garten frei bewegen, er kommt, wenn ich ihn rufe, und fordert auch Streicheleinheiten ein. Er ist einfach ein Goldstück!

Ja, im letzten Jahr ist er alt geworden, es gibt Tage, da will er nicht spazieren gehen, und dann darf er auch zu Hause bleiben. Wir haben ein circa 2.000 qm großes Grundstück hinter dem Haus, da hat er seine Bewegung. Aber es gibt noch immer mehr Tage, an denen er gerne mitgeht, aber nur mit mir, Frauchen, beim Herrchen geht er circa 30 Meter und kehrt dann um. Wenn Herrchen dann nicht gleich zurück geht, fängt er an zu schreien. Wahrscheinlich geht ihm das Umkehren nicht schnell genug, meinem Mann geht es ja nicht mehr so gut. Auch wenn er warten muss, weil einer der anderen Hunde etwas sieht, und es dauert ihm zu lange, fängt er an zu schreien, und ganz laut. Hören tut er nicht mehr so richtig gut, aber wenn es Leckerchen gibt, hört er auf.

Nachts ist er nicht mehr stubenrein, aber da habe ich etwas gefunden: Er macht immer an der gleichen Stelle, da habe ich jetzt einen Matratzenschoner liegen, 1 x 2 m, morgens lege ich einen sauberen hin, und abends nochmals, funktioniert super und ist umweltfreundlich. Er ist jetzt umgestellt auf Nierendiät, da seine Nierenwerte erhöht waren. Das Herz ist immer noch topfit.

Wir hoffen jetzt, dass wir nächstes Jahr sogar seinen 16. Geburtstag feiern dürfen. Ich glaube, Whiskey gefällt es noch sehr gut bei uns, also die Hoffnung ist da.

Whiskey

Liebe Grüße,
Jan und Diana B. mit Whiskey, Kingston, Sumi, Kaya und Niru"

Lieber Whiskey, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Genieße weiterhin Dein neues Leben und lass es Dir gut gehen! Diana, Jan und Ihr Vierbeiner, ganz, ganz lieben Dank, dass Ihr Whiskey diesen „Ausgleich“ für sein voriges Leben ermöglicht. Whiskey sowieso, aber auch wir sind Euch unendlich dankbar!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt


Lynn – mit ihr sind ihre Menschen „auf den Hund gekommen“

Lynn

Lynn ist der erste Hund für ihre Menschen – eine Entscheidung, die diese nie bereut haben. So jedenfalls schreiben sie in ihrem neuen Bericht. Ungefähr ein Jahr ist die jetzt sechsjährige Husky-Mischlingshündin in ihrer neuen Familie und kommt sich, so menschenbezogen, wie wir sie kennen gelernt haben, dort bestimmt wie im siebten Himmel vor. Lynn, die damals in der Station noch so manche Unsicherheit zeigte, dankt es ihren Menschen mit absolutem Vertrauen.

"Hallo zusammen im Süden,

unsere Lynn ist jetzt seit etwas über einem Jahr bei uns im Ruhrgebiet. Vieles war nicht leicht, aber es hat immer richtig Spaß gemacht. Lynn hat absolut Vertrauen gefasst zu allen in der Familie, sie kann sie aber auch ganz gut verteidigen. Durch den Mischling in ihr schafft sie es leicht, uns und unser Haus bei Bedarf ausdrucksstark zu schützen.

LynnDieses durchaus positive Verhalten ist aber auch gut händelbar. Die schwierigen Hundebegegnungen sind auch bei entsprechender "Ansprache und Beachtung der Situation" gut geworden. Allerdings wird der Gegenüber absolut eindringlich beobachtet. Eine kleine falsche Bewegung kann schon ausreichen, um klar zu zeigen, dass das Mädel absolut aufmerksam ist.

Dank einer guten Hundeschule zeigt Lynn sehr gute Fortschritte im Verhalten und im Gehorsam. Somit sind auch erste vorsichtige Freigänge in einsamerer Gegend möglich. Lynn mag Aufgaben und will ihre Fähigkeiten einsetzen. Dem wollen wir natürlich gerecht werden.... Lynn ist begeistert beim Trailen dabei. Natürlich ist sie da noch keine Professionelle, zeigt aber richtig gute Leistungen. Wir werden das auf jeden Fall weiter ausbauen.Ansonsten will sie einfach immer und überall dabei sein. Im Urlaub, in der Stadt, beim Radfahren, im Garten, egal, Hauptsache, es passiert etwas.

Unsere Lynn ist aus der Familie nicht mehr weg zu denken.

Leider hat Lynn auch eine Kastrations-Inkontinenz. Aufgetreten ist es erst nach etwa drei Monaten. Als sie anfing, entspannter in den Tag zu gehen, sprich, als sie richtig bei uns angekommen war. Dies hatte uns zuerst ziemlich in die Verzweiflung getrieben und auch einige Tierarztbesuche zur Folge gehabt. Schlussendlich haben wir uns auf eine pflanzliche, tägliche Behandlung und einen festen Tages- und Zeitablauf eingeschossen. Neun Stunden schafft sie nun in der Nacht problemlos. Und da wir mit so einem Hund ja nicht den Tag verschlafen wollen, sind wir eh dann wieder das erste Mal auf Achse.

Wie gesagt bereuen wir die Entscheidung zu unserem ersten Hund nicht. Es ist eine Aufgabe, aber auch eine Bereicherung im Leben.Lynn

Sollte es mal passen, kommen wir gerne vorbei und schauen rein. Leider liegt die Station nicht so ganz auf unserem Weg.... Bis dahin also hin und wieder mal eine kleine Info von uns!

Gruß aus dem Ruhrgebiet von Lynn und Familie R."

Wir fragten auf diesen Bericht hin nach der „Behandlung“ der Kastrations-Inkontinenz, weil diese Tipps vielleicht auch für Sie, liebe Besucher und Besucherinnen unserer Website, nützlich sein können, und bekamen diese ausführliche Information, für die wir uns hier noch einmal ganz herzlich bedanken möchten:

"Wir verabreichen Granufink Blase, am Morgen und am Nachmittag jeweils eine Kapsel zu den Hauptmahlzeiten. Abends gibt es nur noch ein paar Leckerchen bei den verschiedenen kleinen Kopfaufgaben, die man gesellig noch zu erledigen hat. Gegen 21 Uhr stellen wir das Trinkwasser zur Seite und sind bis ca. 22 Uhr noch draußen. Zur Nacht gibt es nach dem Spaziergang noch zwei Schlückchen für die Schleimhäute. Lynn hält dann locker bis 7 oder 8 Uhr am nächsten Tag durch. Meistens bin ich aber eh schon um 5 Uhr, vor der Arbeit, mit ihr unterwegs. Tagsüber sind bei freier Trinkmenge (wir füttern das hochwertige Trockenfutter mit dem Wolf drauf… ist das Werbung?) 4 bis 5 Stunden möglich, dann wird es Zeit, mal wieder Luft zu schnappen.

Sollten wir es am Morgen etwas langsamer angehen lassen, kann sie kurz in den Garten gehen, und alles geht entspannter. Lynn hält tagsüber bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen die 4 bis 5 Stunden toll durch. Hin und wieder gibt es mal ein paar Tröpfchen, wenn sie absolut tiefenentspannt ist. Ist aber wirklich sehr selten und dadurch tragbar.

Ich möchte ausdrücklich anmerken, dass dies so nicht vom Tierarzt empfohlen wurde, sondern von uns auf der Suche nach guten Möglichkeiten und viel Lesen ausprobiet wurde. Der Tierarzt ist aber darüber informiert und äußert keinerlei Bedenken dazu. Ist halt immer eine Einstellungssache, ob man gängige Medikamente mit teilweise unschönen Nebenwirkungen verabreicht oder versucht, etwas anderes mit seinem Tier zu "erarbeiten".

Solche Zeilen, die zeigen, wie sehr die Familie sich um Lynn bemüht und sorgt, sie liebt und in ihr Leben einbindet, sind der schönste Lohn für unsere Arbeit. Wir freuen uns riesig für die so liebenswerte Hündin und ihre Familie, dass alles so super passt und Sie sich gegenseitig das Leben bereichern. Danke!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Nayeli – noch schöner ist es zu zweit!

Nayeli und ihre neue "Schwester" Hanja

Noch kein Jahr ist es her, dass unser „Baby“ (damals!) ausgeflogen ist – mit gerade mal acht Monaten längst nicht „trocken hinter den Ohren“, aber bereit für ihre eigenen Menschen. Inzwischen hat sich Nayeli super entwickelt, wie bereits dem letzten Bericht ihrer Familie zu entnehmen war. Von Zurückhaltung oder gar Scheu keine Spur mehr – Nayeli weiß, dass sie wer ist, sie ist mit Hilfe ihrer Familie und durch vielfältige Erfahrungen zu einer selbstbewussten jungen Husky-Dame herangewachsen. Und nun hat sie auch noch Verstärkung durch ein weiteres Husky-Mädel bekommen:

"Liebes Polarhunde-Nothilfe-Team,

Nayeli möchte nach unserem Urlaub wieder „Hallo“ sagen.

Bei einem sehr aufregenden Urlaub durch Dänemark und Schweden durfte Nayeli das erste Mal mit dem Meer in Kontakt kommen. Unsere Wasserratte war sofort dem Meer verfallen, und im Handumdrehen schwamm Nayeli. Den Strand verlassen ohne Leckerli – unvorstellbar. Am schönsten war die viele Zeit, immer draußen, die man während der drei Wochen zusammen verbringen konnte.

Nayeli und Hanja Hanja und Nayeli beim Spiel Nayeli und Hanja Mäusejagd
auf dem Sofa Nayeli mit Baby Nayeli schläft
Nayeli am Strand Hanja und Nayeli Nayeli am Strand

Vor ein paar Wochen haben wir durch Zufall das Husky-Mädchen Hanja im Tierheim Elisabethenhof entdeckt. Bei einem ersten Treffen stimmte sofort die Chemie zwischen Hanja und Nayeli, was Frauchen und Herrchen sehr glücklich machte.

Seitdem sind wir zu viert.

Viele Grüße und bis bald! Werden Euch zum Weihnachtsmarkt besuchen kommen.

Nayeli, Hanja, M. und S."

Herzlichen Glückwunsch zum weiteren Familienzuwachs! Was für zwei Husky-Schönheiten und was für eine Harmonie zwischen den Mädels! Wir freuen uns schon riesig auf das „Vierer-Rudel“ beim Weihnachtsmarkt.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

nächste Seite