Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 

Paula (ehemals Pêche) – ihre Menschen sind „jeden einzelnen Tag glücklich und dankbar mit ihr“

Paula

So die Worte von Paulas Familie. Wenn man den Bericht liest, versteht man auch warum: PaulaPaulaPaula, die in ihren ersten beiden Lebensjahren nichts kennen lernen durfte und entsprechend zurückhaltend auf Neues reagierte, ist in dem einen Jahr bei ihrer neuen Familie eine Traumhündin geworden. Sogar Freilauf in übersichtlichem Gelände ist möglich. Einzig mit Fußbällen kann sich die Hübsche noch nicht anfreunden:

„Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

unser Siberian-Husky-Mädchen Paula/Pêche ist jetzt schon ein ganzes Jahr bei uns. Sie ist hier einfach nicht mehr wegzudenken und hat sich sehr, sehr positiv entwickelt.

Sie ist einfach nur lieb zu allen Menschen und anderen Hunden, und sie wickelt alle um die Pfoten, sogar die größten Angstmenschen.

Einzig ihre Angst vor Fußball spielenden Kindern hat sie noch nicht überwinden können. Aber damit kann man leben, eventuell wird es ja noch besser. Bis dahin müssen wir eben beim Fußballtraining oder Spiel auf dem nahegelegenen Sportplatz einen Bogen laufen.

Sie kann bzw. darf zuhause und unterwegs auf großen Wiesen ohne Leine laufen. Sie hat Rückruf toll gelernt, allerdings geht sie im und am Wald nur mit Leine, denn wir wollen keinen Unfall riskieren. Insgesamt hört sie aber besser, als man es den Huskies gewöhnlicherweise unterstellt. Für kleine Leckerchen macht sie schon sehr vieles, und man merkt ihr die Freude richtig an, wenn es klappt. Im Wald springt sie mit Elan auf die höchsten Baumstämme hinauf. Auch das ist eine tolle Entwicklung, nachdem sie vor einem Jahr noch nicht mal richtig ins Auto hopsen konnte.

Paula

Wir sind jeden einzelnen Tag glücklich und dankbar mit ihr. Auch bei unseren Nachbarn ist sie inzwischen zuhause. Mit deren Hündin Mona hatte sie sich schnell zusammengerauft, und es ist immer wieder sehr schön anzuschauen, wenn die Mädels über die Wiese toben oder unter Sträuchern stöbern, oder, oder....Paula

Im Schnee im letzten Winter blühte sie naturgemäß richtig auf, und es gab zum Teil kein Halten mehr auf den tief verschneiten Wiesen. Da geht einem einfach nur das Herz auf beim Zuschauen. Ihr reicht aber auch nur mal ein richtiger schöner Raureif zum Abdrehen.Paula

Jetzt hoffen wir, dass die schöne Zeit noch so lange wie möglich weitergeht, und wir es zusammen genießen können.

Ich wünsche Ihnen und der ganzen Station weiterhin ein gutes Gelingen mit den Vermittlungen und allen im Team eine gute und gesunde Zeit und freue mich, wenn wir mal wieder nach Gauselfingen kommen.

Viele herzliche Grüße auch von meinem Mann

M. K.

PS: Die Bilder sind zum Teil von unserem Winterurlaub in Spanien. Da haben Paula die langen Ausläufe und Pausen am Strand auch sehr gut gefallen, und mit einem jungen Berner-Sennen-Hund hatte sie sich angefreundet. Der hat noch raubeiniger gespielt als sie selber, das passte ganz gut.“

Wir wünschen Ihnen allen von Herzen, dass Ihre schöne gemeinsame Zeit noch sehr, sehr lange weitergeht! Wir bedanken uns herzlich für den Bericht und die tollen Fotos – es ist immer schön zu sehen, wie sich unsere ehemaligen Schützlinge in ihren Familien entwickeln.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Panda - ein kleiner Kobold erobert die Herzen im Sturm

Panda

Als der liebe Husky(-Mix)-Rüde Panda nach vielen Monaten bei uns in der Station bei Chariot und dessen Frauchen ein Zuhause fand, war sein Glück unbeschreiblich. In dem Frauchen fand er den Menschen, der ihm endlich Liebe und (Be-)Achtung schenkte, in Chariot seine „Meisterin“, die ihm allerlei Blödsinn beibrachte, den er nur allzu gerne mitmachte. Er lebte sich schnell ein, und die drei erlebten viele Abenteuer, von denen das Frauchen uns immer wieder berichtete. So hätte es „ewig“ weitergehen können oder zumindest noch lange Zeit, aber das Schicksal hatte leider anderes vor: Ziemlich plötzlich musste Chariot über die Regenbogenbrücke gehen und hinterließ ein tieftrauriges Frauchen und einen noch traurigeren Panda. Inzwischen haben sich beide wieder gefangen, sie genießen wieder das Leben und die vielen gemeinsamen Unternehmungen:

„Nachdem wir wirklich schwierige Wochen nach Chariots Tod hatten, genießen wir nun das Leben. Panda hat einige Wochen gebraucht, um Chariots Tod zu verkraften, hatte unglaubliche Verlassensängste (ich durfte nicht in einen anderen Raum gehen, die Badezimmertür musste offen bleiben, selbst kurz zur Mülltonne musste er mitkommen, geschlafen hat er nur mit Körperkontakt) und musste ohne seine große Liebe Chariot klarkommen – keiner hat ihm mehr so unmissverständlich gesagt, wie was geht und was er zu tun oder zu lassen hatte. Keiner hat ihm gesagt, wohin man zuerst rennt, wer doof ist, wo man draufspringen soll, welchen Blödsinn man als nächstes veranstaltet.

Am 2. Dezember ist Chariot gestorben – Mitte Januar ist der Heizungsableser gekommen: ich musste Chariots Bettchen beiseitestellen, damit der Ableser an das Verbrauchsröhrchen kam. Panda hat sich unglaublich aufgeregt, ist hin und her getrabt und hat sich zu guter Letzt versteckt. Das war nach sechs Wochen einfach noch ein Unding, Chariots Bettchen nur zu verrücken …

Ich kooommeeeeeWo isses denn?Mein plüschiges Sensibelchen hat die Herausforderung gemeistert! Er ist im Freilauf, seine Kreise werden größer, er hält gut Kontakt und wird ganz aufgeregt, wenn er mich mal nicht sieht oder hört. Dann rast er los – genau da hin, wo er mich zuletzt gesehen hat. Wenn ihm der Schreck arg in die Glieder gefahren ist, dann muss er erst mal eine Runde kuscheln – ansonsten rennt er nur so weit, bis er mich zweifelsfrei erkannt hat, bremst und dreht ab. Referenzpunkt wiedergefunden – passt – weiterflitzen.

Sein Jagdverhalten hat mehr mit „Nachlaufen-Spielen“ zu tun. Er wetzt wie ein Derwisch hinter den Karnickeln her, biegt das Karnickel ab und er sieht es nicht mehr, ist das Spiel beendet. Er sucht nicht, er buddelt nicht – er rast nur nach und ist mit scharfem Pfiff abrufbar. Zumindest so weit, dass er das Spiel unterbricht und mich pampig anschaut: MENNO, Spielverderber! Bei Fischen sieht das Spielchen ein wenig anders aus: Fische versucht man zu bekommen! Dafür taucht man sogar mit dem Kopf komplett unter Wasser.

Panda der Fischer

Pandas BeuteAls es im Februar noch mal so eisekalt geworden ist, stand Panda im Rhein und versuchte zu fischen … Ich habe Freiwillige gesucht, die mir bestätigen, dass es toll ist, Eiszapfen am Penis zu haben …. Ich habe aufgegeben – kein Proband zu finden. Aber einen Fisch hat er erwischt! Stolz wie Bolle hat er ihn erst mal durch die Gegend getragen, hingeschmissen, angeschnuppert, draufgetreten, weitergetragen und auf Kommando nicht (!) abgegeben. Wir mussten ein bisschen diskutieren, bis ich das tote Tier bekommen habe, und dass ich es dann weggeschmissen habe, war empörend! Seiner Meinung nach hätte ich ihn essen können – aber wegwerfen? Skandalös! Gefundene Pizza, Döner und ähnliches von Menschenhand in die Gegend Geschmissenes rückt er raus – nicht begeistert, aber immerhin. Der Fisch, der war was ganz besonderes (da sich ein gesunder Fisch aber nicht von einem Panda fangen lässt, gab es kein Vertun).

Morgens am RheinSeit einer Woche werden die Rheinauen wieder durch Schafe beweidet! Schafe sind toll! Also eigentlich sind Schafe egal – oder komisch … aber das was hinten aus den Schafen rauskommt: das ist toll! Damit kann man sich einschmieren. Hinter die Ohren, den Hals entlang, auf den Rücken – eigentlich überall da hin, wo er der Meinung ist, dass es gut riechen soll. Wir sind nicht immer einer Meinung … Nach einer Beauty-Behandlung muss die Maske auch wieder abgewaschen werden, das weiß jede Frau (und Panda weiß es nun auch): ab in den Garten unter den Wasserschlauch. Findet er nicht toll, er steht aber ganz brav im Beet und lässt sich abwaschen. Ein bisschen Müffel bleibt im Fell hängen, da ich nur mit klarem Wasser wasche – und so haben wir beide ein bisserl Recht …

Wir streifen jeden Tag durch die Gegend: auf 15 bis 20 km am Tag haben wir uns geeinigt. Mehr schaffe ich nicht, ich habe ja auch noch einen Beruf (natürlich nur, um Futtergeld zu verdienen). Am Wochenende sind die Ausflüge dann größer. Er ist ausgelastet, fröhlich und unglaublich nett. Andere Hunde sind alles potenzielle Spielkameraden, die mit riesigem Gequatsche begrüßt werden (nur Schäferhunde sind doof und werden angepöbelt). Wird sein Gequatsche missverstanden – was regelmäßig vorkommt –, muss man sich schnell hinter mir verstecken. Mittlerweile hat sich eine große Anzahl von Hunden gefunden, die sein Gebabbel ganz gelassen hinnehmen und mit ihm toben. Können sie schneller rennen beim Fangenspielen – dann sind sie doof, dann tut er so, als hätte er eh keine Lust zu spielen! Sind sie nicht so schnell wie er, dann gibt es kein Halten mehr.

So verbringen wir unsere Tage mit Arbeiten und Ausflügen, Restaurantbesuchen und Spaziergängen, selbst Autofahren ist völlig okay: dann kann man mit! Besucher sind „Streichel-mich!-Opfer“, auf dem Wochenmarkt ist es herrlich, da gibt es fliegende Wurstscheiben und Karotten, bei der Post ist es interessant zum Menschen-Anglotzen … und Besuche bei meiner Freundin in Bremen sind immer noch Highlights: den ganzen Tag auf dem Pferdehof im Rudel durch die Gegend albern. Auf dem Pferdehof

Bei einem guten Freund von mir bleibt man schon drei Stunden (!) ohne zu jammern. Ihn hat er in sein großes Herz geschlossen, da ist er gerne mal zu Besuch. Alleine woanders übernachten habe ich noch nicht gewagt, dass konnte ich bisher immer anders regeln – aber wir sind auf einem guten Weg. Auch das wird er lernen. Hübsch langsam.

Anfang Juni bauen wir dann noch die Dachterrasse um – sie wird deutlich größer und bekommt eine hohe Umrandung. Dann kann Panda im Sommer auch draußen liegen, unter meinen Ahornbäumen, und kann nicht über die Dächer stiften gehen. Ich freue mich schon sehr darauf: Ich bekomme eine große Terrasse für all meine Rosen und Bäume und Tomaten und und und … und Panda-Bärchen ein kleines Hundeparadies.

Wir brechen gleich zu unserer großen Abendrunde auf – und überall wird es wieder schallen „Pandaaaa“ … zu mir ein kurzes „Hallo“, und dann wird der Hund gestreichelt – und Panda wird wieder so tun, als würde er nie gestreichelt und gefüttert schon mal eh nicht … er ist großartig!

Panda, ein Junge

Sie entsinnen sich an das herrliche Bild von Chariot "ich bin ein Mädchen" - als sie auf dem rosa Blütenteppich stand? Ich schwöre, ich erziehe die Hunde nicht geschlechtsspezifisch! Aber als Panda ausführlich an einem Bagger schnuppern musste, da war ich mir nicht mehr so sicher ... nun gibt es auch ein Foto "ich bin ein Junge" ...

Panda, müde vom "Tagewerk"

Anbei einiger Bilder von meinem Koboldchen und ganz herzliche Grüße von uns beiden

A. und Panda“

Chariot bleibt auch uns unvergessen, aber wir freuen uns sehr für Panda, dass er nun bei Ihnen, liebe A., endlich ein richtiges „Hundeleben“ führen darf. Wir wünschen Panda und Ihnen – Verzeihung, natürlich in der Reihenfolge: Ihnen und Panda - einen wunderschönen Sommer auf Ihrer neuen Terrasse und auf Ihren ausgiebigen Streifzügen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Jacky – „wir lieben ihn, „so oder so“

JackyJackyDieser Satz stammt von Jackys Zweibeinern, und wir freuen uns sehr für den sanften Jacky, dass er ein so liebevolles Zuhause gefunden hat. Jacky war als Junghund von uns vermittelt worden, der Tod seines Herrchens brachte ihn und seine Gefährtin zu uns zurück. Diesmal würde die Vermittlung nicht mehr so einfach sein, dachten wir, denn Jacky war „in die Jahre gekommen“ (für viele ist ein neunjähriger Hund ein alter Hund), und er hatte Rückenprobleme. Aber Jacky hatte das Glück, die Herzen von zwei Zweibeinern zu erobern, die sich weder um Alter noch Handicap scherten, sondern einfach einem Notfell ein Zuhause geben wollten. Und Jacky hatte das Glück, dass die beiden bereits in der Familie lebenden Hundekumpel ihn genauso herzlich aufnahmen:

„Hallo liebes NfP-Team,

nun ist es über ein Jahr her, dass wir Jacky aus der Auffangstation holen
und in unser Rudel integrieren durften.

Und das ist inzwischen zu 100 % gelungen. Mit unseren beiden Rüden Amor und
Minus versteht er sich prächtig. Die drei sind ein verschworenes Team geworden. Und auch die Bindung zu uns Menschen ist für einen Husky ausgesprochen intensiv geworden. Wir arbeiten weiter mit ihm auf einem Niveau, das ihm, seinem Alter und seiner Verfassung gerecht wird. Und das tut ihm, so haben wir das Gefühl, gut.

Leider gibt es auch Wermutstropfen, die wir an dieser Stellen nicht verschweigen wollen.

Da ist zum einen Jackys „Problem“ mit Katzen, das Zweien aus unserer Nachbarschaft schon das Leben gekostet hat. Es passierte jeweils im Garten, ohne, dass wir direkt dabei waren. So ist es für uns natürlich schwer, einzugreifen oder Einfluss zu nehmen. Wir bedauern dies sehr und müssen daran arbeiten. So ist die Natur, und so ist das Leben.

Und schlussendlich müssen wir Euch mitteilen, dass bei Jacky nun tatsächlich Diabetes insipidus renalis diagnostiziert wurde. Wir bekämpfen dies mit Medikamenten, was zu einer Linderung, aber leider nicht zu einem vollständigen Abklingen der Symptome (vermehrte Urinausscheidung und ein gesteigertes Durstgefühl mit vermehrtem Trinken) geführt hat. Wir erwägen, uns noch einmal Rat in der Veterinärmedizin der Uniklinik in Gießen einzuholen.

Aber natürlich hoffen wir, noch viele schöne Jahre mit Jacky verbringen zu dürfen. Wir lieben ihn, so oder so.

Jacky

Mit den besten Grüßen, derzeit aus dem Urlaub in der Schweiz, und auf ein baldiges Wiedersehen

Ilo und Didi mit Jacky, Minus und Amor“

Jacky hätte nichts Besseres passieren können, als in dieser Familie zu landen. Wir drücken ganz fest die Daumen, dass die Auswirkungen des Diabetes weiter gelindert werden können. Und wir drücken die Daumen, dass Jacky mit den Samtpfoten doch noch Frieden oder wenigstens Waffenstillstand schließt.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Dan und die Osterhasensuche

Blu

Unserer „Monnemer Bu“ hat uns sein Tagebuch von seinem Osterurlaub – natürlich mit Womo - geschickt. Dan ist offenbar bereits ein routinierter Womo-Urlauber. Und natürlich fällt so ein hübscher imposanter Husky-Bub überall auf. Ob er Osterhasis gefunden hat? Lesen Sie selbst:

Bu bei der Schlossbesichtigung„Hej meine Lieben,

28.03.2018

Wir sind mit unserem WoMo Arno nach Münster gestartet, um dem "Kind", meinem Moritz, noch für das nächste halbe Jahr im Studium sein Fahrrad und 1000 andere Dinge nachzubringen. Ich war die Woche zuvor nur noch betröppelt in der Ecke gelegen, denn er packte und packte,… … ich wusste, er verlässt mich, heul.

Naja, Münster & Kultur & Sightseeing war absolut genial, am Münsteraner Schloss und im Garten gab es sohoooo viele Osterhasis, nur mein Langweiler- Rudel hatte mich wieder an der Leine.

Am Abend ließen sie mich alleine, denn Steffi hatte Geburtstag, und sie wollten schön Essen gehen. Uwe hatte als Überraschung gleich Anna & Peter, die in der Nähe wohnten, eingeladen. Nach dem schönen Essen zu fünft (ohne mich) im Drübbelken kamen Sie alle zurück – und was soll ich sagen? Durch meinen Charme eroberte ich die beiden im Sturm. Moritz ging/rannte/tobte mit mir nochmals ausgiebig am Schlossplatz & Garten, dann war es Schlafenzeit. Blu

29.03.2018

Es geht weiter zum Kronensee nach Ostercappeln = Oster…hasi? Wir kommen der Sache näher. Wunderschöner Campingplatz mit vielen netten Menschen, die alle an unserem Platz stehen bleiben und meinem Rudel bestätigen, was ich denn für ein hübscher Kerl bin. Die Tour dort um den See mit viel Wald ist auch mega … nur keine Hasis. Am Platz selbst würde ich gerne auf die Wiese gegenüber, da sind so komische Erdhügel, oh menno … angeleint.

30.03.2018

Wie jetzt? Es geht schon wieder weiter, okay 20 Minuten Fahrzeit nach Osnabrück, dort sind wir bei Katharina und Adrian mit einer gewissen Tennessy zum Frühstück eingeladen. Okay, sind auch solche Camper und haben einen Oska in rot. Als wir aussteigen, lerne ich Tennessy kennen, eine ältere Schäferhundin. Nach kurzem Hallo gibt es von mir eine Ansage, muss ja nicht jeden riechen können, geht Euch Menschen ja nicht anders, oder? Ende vom Lied: Steffi bringt mich zurück in Arno..GsD kommt fünf Minuten später Adrian von der Arbeit, der ist eine coole Socke. Er sagt, sowas gibt’s nicht. Durch seine Ansage spür ich aber auch gleich, okay mit dem legst du dich nicht an. Ich beiße meine Zähne zusammen und gehe mit ins Haus. Tennessy legt sich in die eine Ecke und ich mich in die andere, geht doch. Katharina fängt an, mich durchzuknuddeln – ich liebe es. Nur die ist genauso wie Steffi: „oh, eine Zecke“. Na dann erfahre ich halt meine erste Zecken-OP in Osnabrück. Und wo war sie? In meiner Backe, buddeln ist halt meine Leidenschaft. Nach ausgiebigem Frühstück geht es aber schon weiter – Ganderkessee. Da werden die besten Freunde meines Rudels überfallen. Das ist auch eine wunderschöne Ecke, die haben ein schönes Haus und noch einen viel schöneren Garten. Den kann ich ausgiebig genießen, allerdings mit der 15-m-Schleppleine. Toben, spielen, chillen ist angesagt. Nur das Toben – die haben die Gartenstühle aufgestellt, und ihre Tochter Sarah (Mitte 20), die zu Besuch ist, setzt sich hin. Da ich ja gerne Frauen „flachlege“, nehme ich in meinem Run mal die Stühle mit, nur Sarah springt rechtzeitig hoch, also keine Frau, nur Stühle. Der Lachanfall von uns allen ist vorprogrammiert, und alle ärgern sich, dass es nicht gefilmt wurde. Die Gegend ist auch wunderschön, jede Menge Felder und Pferde, da laufen sogar Hunde mit … nur keine Hasis.

31.03.2018 Blu in Rysum

Wie jetzt? Es geht schon wieder weiter? Nach zwei Besichtigungen von weiteren Campingplätzen, die wir nicht prickelnd finden, landen wir in Rysum (bei Emden). Es riecht irgendwie verdammt salzig, okay, das nennt man Nordsee. Steffi mit der Schleppleine ausgerüstet geht davon aus, dass ich jetzt ausgiebig baden werde. Bin ich bekloppt? Nenene, ins Wasser geh ich nicht rein. Nach langem Laufen kommen wir an Stellen, wo irgendwie das Wasser nicht mehr da ist, okay das ist eine Alternative, da geh ich rein, da ja sich da auch meine Flugfreunde aufhalten. MMMMH, ich bin grad am Überlegen, es duftet so merkwürdig (nennt sich Watt)… ob ich mich da mal ausgiebig wälze? Uwe & Steffi sollen ja auch bisserl Spaß haben.Blu im Watt

Nach dem Chilltag am Meer fahren wir zum CP. Der ist ganz okay (ganz viele Hunde). Zwischen Deichen gelegen (langsam wird es mir egal, Osterhasi ersetz ich auch mit Osterlämmchen). Nur in meinem Camperchillmodus werde ich andauernd gestört, ständig laufen Hundebesitzer an uns vorbei und bleiben stehen, ich, angeleint schlage ich an und … die Halter lachen.

Camperchillmodus

Komisches Volk, Uwe & Steffi sind schon genervt. Als wir allerdings gegen 17.00 Uhr zum Osterfeuer wandern, kapiert mein Rudel, dass es die beste Therapie für mich war, denn warum sollte ich mich mit den Hunden am Feuer anlegen, die Halter lachen mich ja sowieso aus. Ich genieß das Osterfeuer. Sch… - den Marder, der aus dem Feuer flieht, sehe ich zu spät, egal, super Stimmung, zwei Kinder mit Körbchen kommen zu mir und schenken mir Ostereier, naja, kein Osterhasi, sondern Ostereier, man nimmt, was man bekommt.

Osterfeuer

Massage für BluDas Rudel genießt den Abend am Feuer, und ich schau, wo ich bleibe, ein norddeutsches Mädi erliegt wie manch anderer meinen Charme, d. h. Leckerli und Massage gebucht.

01.04.2018

Mimimi, Steffi will den Osterrückreiseverkehr minimieren und überzeugt Uwe, Richtung Heimat zu starten. Oh menno, kaum angekommen, schon wieder los. Ziel ist Winterswijk in NL. Dort angekommen genießen wir eine wunderbare Tour durchs Naturschutzgebiet De Bekendelle, hammer. Ich springe über die Flüsschen, und Steffi, meine angeleinte Langweilerin, trifft immer beim Sprung die Baumstämme.

Blu

Uwe will immer filmen, wenn Steffi abstürzt – keine Chance. Am Spätnachmittag genießen wir die Sonnenstrahlen am Campingplatz. Herrlich dieses Zigeunerleben. Nur werde ich von zwei losgerissenen Hunden in meinem Schlafmodus überfallen, der eine bellt aggressiv wie verrückt auf mich zu, da ich diesem Überfall nicht gewachsen bin, schnapp ich mir seinen Nacken. Mein Rudel hat jetzt beschlossen, zu meinem Schutz vor Überfällen einen Weidezaun/Netz zu bestellen, denn es kann ja nicht sein, dass ich ständig angegangen werde, wenn ich chille.

02.04.2018

So, jetzt geht es nach Hause. Bin froh, dass mein Rudel wieder in den Alltag muss, denn ich bin so urlaubsreif, werde die nächsten Tage nur meine Couch genießen.

Und wisst Ihr was? Ende des Monats ist wieder ein langes Wochenende …

Es grüßt

Dan & sein Rudel

P.S.: Ach ja, neben meinem Personaltrainer besuche ich jetzt auch den Polizeihundesportverein. Das macht mega Spaß, und ich bin im Moment so konzentriert auf die geforderten Anweisungen, als wäre ich schon jahrelang dabei."

Lieber Dan, danke für diesen ausführlichen Bericht von Deiner (zum Glück für die Hasis) vergeblichen Osterhasi-Suche. Dann sind wir mal gespannt, was Du bei Deinem nächsten Urlaub erlebst.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Holly genießt ihren Lebensabend

Holly

Holly (ehemals Gixy) war Teil eines Rudels von acht „Oldies“, die im März 2016 zu uns kamen. Ihr Schicksal hat viele berührt: Hunde, die ihr ganzes Leben im Zwinger verbracht hatten, niemand hatte sie beachtet oder gar geachtet oder geliebt.Holly So waren sie zusammen alt geworden, alle waren verwahrlost, viele gesundheitlich angeschlagen – und doch einer liebenswerter als der andere. Zum Glück durften die acht noch Menschen kennen lernen, die sie fühlen ließen, wie es ist, geliebt und umsorgt zu werden. Für Oskar und Taki waren dies die Mitarbeiter in unserer Station, Bopi, Chuck, Jodel, Luna/Nanuk, Piper und eben Holly fanden Familien. Inzwischen sind alle außer Holly in den Armen IHRER Menschen über die Regenbogenbrücke gegangen – nur Holly darf noch ihr Leben genießen und tut dies, an guten wie an auch den schlechteren Tagen, die es nun auch gibt. Und an guten wie an schlechten Tagen weiß sie, dass ihre Menschen für sie da sind:

Liebes Nothilfe-Team,

wir haben Ende letzten Jahres gelesen, dass ziemlich schnell hintereinander mehrere Hunde des Rudels von Holly gestorben sind und nun auch Jodel tot ist. Jetzt scheint nur noch Holly (früher Gixy) am Leben zu sein. Wir möchten deshalb mal wieder einen kurzen Zwischenbericht geben.Holly

Ja, zwei ganze Jahre ist sie nun schon bei uns, und sie ist wirklich sehr lieb und auch anhänglich geworden. Ihr Zustand hängt aber stark von ihrer Tagesform ab, und die schwankt. An manchen Tagen möchte sie gar nicht spazieren gehen und dreht, nachdem sie ihr Geschäft erledigt hat, gleich wieder um. Sie läuft inzwischen oft ruhe- und rastlos im Garten oder Haus umher, es macht dann den Eindruck, als ob sie sich nicht mehr orientieren kann. Man muss ihr dann helfen, zur Ruhe zu kommen. Im letzten Urlaub hat sie der Ortswechsel sehr durcheinander gebracht. Sie ist im Haus, das sie eigentlich auch kennt, immer wieder in eine Ecke gegangen und hat da auch nicht wieder rausgefunden. Vielleicht ist das ein Anzeichen von beginnender Demenz. Zunehmend machen auch die Hinterläufe Probleme. Sie hat nur noch wenig Kraft und muss sich manchmal sogar beim Fressen schon hinsetzen. Das sind die schlechten Tage.

Aber Gott sei Dank gibt es auch noch gute Tage. Da läuft sie vergnügt neben uns her und legt auch schon mal ein paar Meter im Galopp zurück. Zwischendurch schaut sie mich dann von unten recht pfiffig an und weiß genau, dass ich dann Leckerlis werfe, die sie gerne fängt. Das gefällt ihr sehr. Zuhause angekommen nimmt sie dann die zwei Stufen zur Haustür in einem Satz, das kommt aber nur noch ganz selten vor.

Holly

Wir sind aber zufrieden, auch wenn manches beschwerlich wird und auch die Nächte öfter unterbrochen werden, und hoffen, dass sie noch eine Weile bei uns bleibt.

Viele Grüße an das ganze Team

Eva H.-H.“

Wir freuen uns mit Holly und ihrer Familie über jeden Tag, den Holly ihr Leben genießen darf, und wünschen, dass es Holly noch lange Zeit gut geht.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Blue(-Jayce) und Tikaani – „die geben wir nie wieder her“

BlueTikaaniDas war jeweils der Schlusssatz des Glücksfelle-Textes für diese zwei „Ehemaligen“, die nacheinander bei derselben Familie „landeten“.
Als erste NfP-lerin zog im März 2014 Tikaani ein. Tikaani, die leider auf den ersten Fotos so gar nicht nach Husky aussah. So geht es eben den Hunden wie den Menschen – manche sind fotogen, die anderen nicht. Tikaani ist aber „in echt“ ein Hingucker, ein „Bild von einem Husky“ (Mix??), wie ihre Menschen sie einmal beschrieben haben. Und abgesehen vom Äußeren ist sie eine ganz zauberhafte Hündin. Sie lebte sich schnell ein. Als ihre Menschen sahen, wie begeistert Tikaani mit anderen Huskies spielt, kam der Gedanke an einen zweiten Hund auf – und wurde mit Blue-Jayce im Juli des gleichen Jahres in die Tat umgesetzt.

Tikaani und Blue

Ausschlaggebend für die Entscheidung für Blue war, dass sich Tikaani und er vom ersten Augenblick an super verstanden. Und das ist so geblieben. Die beiden teilen alles, verlassen sich blind aufeinander und ihre Bindung an ihre Menschen ist so eng, dass sie in übersichtlichem Gelände für ein wildes Spiel sogar mal von der Leine gelassen werden können. Nur in einem sind sich die beiden nicht einig: Blue will, zumindest ab und zu, rennen, rennen, rennen …, Tikaani liebt es eher gemütlich. Also gibt es gelegentlich getrennte Spaziergänge: Blue darf „just for fun“ mit Herrchen und Bike rasant unterwegs sein, Tikaani bummeln. Auf den Fotos zum Bericht, den Blue und Tikaani geschickt haben, ist allerdings von „Bummeln“ nicht viel zu sehen: Tikaani und Blue

„Wir, das sind Blue und Tikaani, genießen noch einmal die letzten Schneeflächen auf dem Kienberg in Freudenstadt. Jetzt wird noch einmal ordentlich im Schnee getobt und gewälzt. Das macht immer voll Spaß, was man uns sicher ansehen kann. Wir werden dabei immer von der Leine gelassen und sind so glücklich darüber, dass wir immer bei unseren Menschen bleiben, damit das auch so bleibt!

Blue beim BikejöringGelegentlich mache ich, Blue, auch bei Schlittenhunderennen mit, „just for fun“. Tikaani hat dazu leider keine Lust, sie ist halt nicht ganz so sportlich wie ich und liebt die etwas langsameren Bewegungen. Die Schlittenhunderennen sind immer Ende Februar - Anfang März. Leider ist dann immer sehr wenig Schnee vorhanden, aber das stört mich und mein Herrchen nicht. Wir fahren dann einfach mit dem Rad und nicht mit dem Schlitten oder Ski.
Was mein Herrchen und ich machen, heißt Bikejöring, das heißt, ich laufe vor dem Rad meines Herrchens mein Tempo, und er unterstützt mich ganz toll dabei. Da ich ja ein Rüde bin, lasse ich mich nicht gerne von anderen hündischen Freunden überholen, auch versuche ich, die vor mir gestarteten mit etwas Glück und Kampfgeist einzuholen. Das ist immer sehr aufregend und anstrengend, aber es ist immer ein tolles Gefühl, von so vielen netten Menschen im Ziel begrüßt und geknuddelt zu werden, Tikaani wartet auch immer dort auf mich!

Blue und Tikaani

Ich bin halt ein Lauftier, und das kleine Rennen mit vielen mir bekannten Hunden ist immer eine schöne Abwechslung vom Alltag und voll spannend für uns alle.

Viele Grüße aus dem schönen neuen Zuhause
Blue und Tikaani“

Wir sagen herzlich danke, lieber Blue, liebe Tikaani, für diesen Bericht und die wunderschönen Fotos von Euch beiden. Man sieht, dass es Euch gut geht – und das ist für uns immer die größte Freude und der schönste Lohn für unsere Arbeit. Euch und Eurer Familie weiterhin viel Spaß, auch wenn jetzt die wärmere Jahreszeit kommt. Wir freuen uns schon auf den nächsten Bericht.

Eine kleine Laufstudie von Blue beim Bikejöring finden Sie hier <klick>

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Naomi – in wenigen Wochen von „höchstwahrscheinlich nicht vermittelbar“ zu „um nichts in der Welt würden wir sie wieder hergeben“

NaomiAnfang Dezember letzten Jahres schien Naomis Vermittlung nicht nur in weiter Ferne, sondern vermutlich unmöglich – ihr Blutbild zeigte Allergien gegen ziemlich alles, gegen Hausstaubmilben, diverse Futtermittel, Flohspeichel usw.. Doch dann verzauberte das kleine, damals noch recht schüchterne Shiba-Mädel bei unserem Weihnachtsmarkt Menschen, die auf der Suche nach einem Nachfolger für ihren Shiba-Buben waren, der mit 17 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen war. Es waren ausgerechnet Menschen mit viel Shiba-Erfahrung, Menschen, die von dieser Rasse begeistert sind, und – Menschen, deren Haushalt bereits auf einen Hausstaubmilbenallergiker eingerichtet war, nämlich das potenzielle Herrchen. Ende Dezember durfte Naomi dann von ihrer Pflegefamilie zu IHRER Familie umziehen. Dass Naomi dort bleiben durfte, auch wenn es ein paar Schwierigkeiten gab, stand außer Frage. Jetzt haben wir einen ausführlichen Bericht über Naomis erste Wochen in ihrer Familie erhalten:

„Hallo liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

hier unser Bericht über die vergangenen Wochen mit unserem Shiba-Mädel Naomi.

Nachdem Ende Oktober unser Shiba-Rüde Tibo mit 17 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen ist, haben wir überlegt, ob wir überhaupt wieder einen zweiten Hund wollen. Dann sind wir zum Weihnachtsmarkt nach Gauselfingen gefahren und haben Naomi kennengelernt.

Chica und NaomiEnde Dezember durfte Naomi bei uns einziehen. Sie wurde von ihrer Pflegefamilie und ihrer Hunde-Freundin Gipsy zu uns gebracht. Naomi kam in die Wohnung und hat sich sofort alles genau angeschaut und unsere Shiba-Hündin Chica begrüßt. Nach dem Mittagessen sind wir alle zusammen eine Runde gelaufen, und Naomi ist bei der Rückkehr wie selbstverständlich wieder mit in die Wohnung gegangen. Als gegen Abend die Pflegefamilie den Heimweg antrat, blieb sie im Körbchen liegen. Die erste Nacht verlief ganz ruhig. Sie hat bei uns im Schlafzimmer in ihrem Körbchen geschlafen.

Am nächsten Tag beim Spaziergang hat Naomi uns dann gezeigt wie viel Power in ihr steckt. Nichts mehr mit gemütlichem ruhigem Spaziergang, wie wir es das letzte Jahr gewohnt waren. Naomi wollte laufen und die Welt entdecken.Chica und Naomi unterwegs Also sind wir eine große Runde gelaufen, was Chica schon etwas verwirrt hat. Dies war sie von Tibo nicht mehr gewohnt. Und ohne Tibo laufen, das ging für Chica gar nicht. So ist sie also tapfer hinter Naomi hergelaufen, wenn auch nicht mit großer Begeisterung. Chica hat sich inzwischen auch wieder an die großen Spaziergänge gewöhnt und ist jetzt mit Begeisterung dabei. Naomi tut ihr sehr gut. Sie fordert Chica immer wieder zum Spielen auf, und es ist schön mit anzusehen, wie die beiden durch die Wohnung toben.

Naomi und Chica

Wenn wir vom Spaziergang nach Hause kommen, saust Naomi wie ein Wirbelwind durch die Wohnung. Sie zeigt uns immer wieder, was für eine Sprungkraft sie hat. Kein Tisch ist ihr zu hoch, und man könnte ja auch mal versuchen, auf das Fensterbrett zu springen und den Vorhang herunterzuziehen.

Die ersten Wochen haben wir kein Fenster geöffnet, wenn Naomi im Raum war. Sie hätte es geschafft  hinauszuspringen. Mittlerweile können wir ohne Bedenken die Fenster öffnen. Naomi ist deutlich ruhiger und entspannter geworden.Naomi und Chica

Chica hatte das letzte Jahr, als Tibo immer schwächer wurde, immer mehr versucht, Tibo zu kontrollieren. Da Tibo taub und blind war, hat er dies nicht mitbekommen und ist immer unbeeindruckt an ihr vorbeigegangen. Es gab jedoch nie Streit zwischen den beiden. Nun fing sie an, Naomi zu überwachen und einzuschränken. Dies wollte sich Naomi nicht gefallen lassen, deshalb hatten die beiden Mädels eine Auseinandersetzung. Chica hatte davon ein getackertes Ohr und lief schreiend und am Ohr blutend davon. Wir wollten die Sache nicht weiter eskalieren lassen und haben einen Hundetrainer zu uns geholt. Er hat uns nützliche Tipps zum Umgang mit den beiden Mädels gegeben. Danach gab es noch zwei kleinere Diskussionen zwischen den beiden, inzwischen sind sie zu einem guten Team zusammengewachsen.

Naomis viele Allergien haben wir soweit im Griff. Es gibt immer wieder Tage, an denen sie sich öfters kratzt. Aber die Haut ist trocken, und das Fell wächst so langsam nach. Sie muss jedoch noch einmal in der Woche mit Spezialshampoo gebadet werden, sonst fängt der Juckreiz wieder an. Dies macht sie aber gut mit. Nach dem Baden rennt sie durch die ganze Wohnung und schiebt sich an den Möbeln, der Wohnzimmercouch und den Wänden entlang.Naomi und Chica

Das Bellen konnten wir Naomi bis jetzt noch nicht abgewöhnen. Beim kleinsten Geräusch rennt sie lauthals bellend an die Eingangstür. Dies ist besonders in der Nacht nicht so schön. Natürlich wird sie dabei auch noch von Chica unterstützt. Die beiden haben die Aufgabe einer schrillen Alarmanlage übernommen. An diesem Problem müssen wir noch arbeiten.

Wir besuchen mit Naomi auch die Hundeschule. Sie hat sehr schnell die Grundkommandos gelernt und auch brav die ersten vier Stunden mitgemacht. Inzwischen sieht sie keinen Sinn mehr im Lernen und stellt die Ohren auf Durchzug. Dieses Verhalten kennt der Hundetrainer (www.hundeschule-kern.de) noch von Tibo.

Den ersten Besuch in einem Gasthaus zum Mittagessen hat Naomi gut gemeistert. Zuerst war sie sehr unruhig und wollte gehen. Nachdem sich Chica aber ruhig hinlegte, hat sich Naomi auch unter den Tisch gelegt und ist sogar eingeschlafen. Wir sind ganz stolz auf Naomi.

Trotz all ihren Problemchen bereitet uns Naomi jeden Tag viel Freude, und um nichts in der Welt würden wir sie wieder hergeben.

Naomi und Chica

Viele Grüße an das ganze Team von Familie T.  mit Naomi und Chica“

Nachdem Naomi lange Zeit ein richtiges Sorgenfellchen war, freuen wir uns über solche Zeilen natürlich besonders – für Naomi, dass sie nach ihren schlimmen ersten Jahren so einen liebevollen Platz fürs Leben gefunden hat; für ihre Familie, dass sie so viel Freude an Naomi haben; für Chica, dass sie eine Freundin gefunden hat; und für uns, dass sich wieder einmal alle Mühen gelohnt haben. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Familie, dass sie Naomi ohne Erwartungshaltung aufgenommen haben und sie weiter ins Leben führen, und auch nochmals bei den Paten, die Naomi während ihrer Zeit in der Pflegefamilie unterstützt haben.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt 


Chano sendet Urlaubsgrüße

Chano

ChanoChanoDass er mal Urlaub machen würde, hätte sich Chano in seinem „vorigen“ Leben nicht träumen lassen. Weggesperrt in einem Zwinger, unbeachtet, ungeliebt – das war Chanos „voriges“ Leben. Mit vierzehn Jahren kam er zu uns in die Station und konnte mit seiner, trotz seiner Vorgeschichte, offenen Art und seinem Lebenshunger Menschen für sich begeistern. Seit August 2017 genießt Chano nun sein Leben als geliebter und verwöhnter Familienhund – Urlaub eingeschlossen.

„Hallo Freunde,

hier ein paar Fotos von meinem Urlaub. Ich war mit meinen Zweibeinen in den Bergen und habe den frischen Schnee so richtig genossen! Mir geht es trotz meines Alters noch richtig gut, ich genieße mein Leben und werde ständig verwöhnt.

Chano

Ich hoffe, Euch geht es auch gut und dass meine alten Vierbeiner-Freunde auch alle ein neues Zuhause gefunden haben.

Mit ganz herzlichen Grüßen
Chano“

Chano im Urlaub

Wir freuen uns riesig, dass es Chano so gut geht, dass er seine schlimmen Jahre im Zwinger vergessen und erleben darf, wie es ist, geliebt zu werden. Wir wünschen der ganzen Familie noch eine lange schöne Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Hera – die „beste Entscheidung des Jahres 2017“

So nennen Heras Menschen ihre Entscheidung für Hera. Obwohl sie „eigentlich“ davon ausgegangen waren, einen jüngeren Hund aufzunehmen. Aber dann kam Hera und eroberte auf einem einzigen Spaziergang die Herzen ihrer heutigen Familie im Sturm. Vergessen war Heras Alter („damals“ vor exakt einem Jahr elf), unwichtig, dass sie bislang nur draußen gelebt hatte, und man nicht wusste, wie sie sich in Haus und Wohnung einlebt. Aber Hera wäre nicht die göttliche Hera, wenn das ein Problem gewesen wäre.

"Hallo liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

heute (Anm.: 06.03.2018) vor einem Jahr haben wir Hera zu uns geholt! Beste Entscheidung des Jahres 2017.

Wir wollten Euch wissen lassen, dass es ihr gut geht …. Und es uns somit auch gut geht. Hera im Brunnen

In einer Woche hat sie ja ihren 12. Geburtstag, und wir staunen und sind dankbar, wie fit die alte Dame ist.

Zu den drei Bildern: Im Sommerurlaub hat sie die Brunnen diverser Kleinstädte im Trentino erobert (Schnappschuss), sie kann weitaus besser chillen, als unsere Söhne im besten „Chillalter“ es konnten,

Hera

und wir kennen die besten Trinkgelegenheiten unserer Umgebung, wenn wir unsere ausgedehnten Spaziergänge und Wanderungen machen.

Hera

Liebe Grüße und viel Freude und Kraft für Ihre wertvolle Aufgabe.

Ganz liebe Grüße,

Elka und Hannes N."

Wir hoffen auch, dass sich durch Ihre Begeisterung, so, wie Sie schreiben, Menschen dazu bewegen lassen, einem älteren Hund ein Zuhause zu geben. Vor allem aber freuen wir uns, dass es Hera und mit ihr Ihnen so gut geht, und wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude an- und miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


 

Ashanti – „alles richtig gemacht“

„Alles richtig gemacht“ schreiben Ashantis Menschen und meinen damit ihre Entscheidung für Ashanti – Ashanti, die Grönlandhündin, die Angsthündin, die Misstrauische, die Clevere, die Schönheit, die Königin, die Chefin über alle Hunde. Ganz bewusst hat sich diese Familie vor einem Jahr entschieden, einem Hund, dessen Leben bis dahin alles andere als schön war, ein schönes Zuhause zu schenken. Egal, wie schwierig es werden würde mit einem Angsthund – man nahm diese Verantwortung an. Und wir können nur sagen: Ja, liebe Familie W., Sie haben ganz offensichtlich alles richtig gemacht. Denn wer hätte gedacht, dass Ashanti mal gerne Auto fährt, zum Hundefrisör geht, sich chirotherapeutisch behandelt lässt, …?

Ashanti„Nachdem im Jahr 2016 unsere beiden Hunde kurz nacheinander über die Regenbogenbrücke gegangen sind, war es unser Wunsch, wieder einem Hund ein Zuhause zu geben. Unabhängig voneinander hielten mein Mann und ich Ausschau. Überraschenderweise gefiel uns Ashanti auf Anhieb. Diese bildschöne, jedoch ängstliche Grönlandhündin hatte unser Herz berührt. Am meisten berührte uns, das sie seit drei Jahren auf Menschen wartete ….
Also nahmen wir Kontakt zur Nothilfe für Polarhunde auf und vereinbarten ein Kennenlernen (zu ihrem 10. Geburtstag). Wir waren hin und weg von ihrer Schönheit, aber doch schockiert über so viel Misstrauen, Zurückhaltung, Angst und Panik. Was dieser Hund im Leben von Menschen erfahren haben musste, ließ nichts Gutes erahnen. Egal …. Genau diesem Hund wollten wir das Leben schön machen. Und wir wussten sehr genau, welche Verantwortung wir da übernehmen würden.

Ein Jahr sind wir jetzt gemeinsam unterwegs. Ein Jahr mit vielen Herausforderungen. Ein Jahr mit einem ANGSTHUND:Ashanti

Grundvoraussetzung für ein Zusammenleben und den Umgang mit einem solchen besonderen Hund: Keine Erwartungen, Geduld, körperliche Kraft und Fitness.

Mit ihrem Einzug hatte Ashanti sofort verstanden, dass nun was Neues beginnt. (Sie ist der cleverste Hund, den wir bisher hatten.) Anfangs wirkte es, als habe sie ihre Angst in Gauselfingen zurückgelassen. Alles Neue saugte sie förmlich in sich hinein. Sie bemühte sich sehr, alles richtig zu machen und ansonsten auf ihrem Platz im Haus unauffällig und still zu liegen. Niemand sollte sie sehen, ansprechen oder anfassen. In schöner Regelmäßigkeit machte sie vor Angst unter sich, sobald eine Situation für sie bedrohlich wirkte. (Damit es keinen Ärger gibt, hat sie sich dann drauf gelegt oder es aufgeleckt!!!) So hatten wir die ersten Monate sehr zu kämpfen und zu putzen! Bei Spaziergängen zeigte sie sich uns als ein fast normaler Hund. Sobald sie im freien Feld unterwegs war, war und ist sie ein fröhlicher Hund, der schnüffelt, jagt, rennt …. In der Anfangszeit baute sie körperlich erheblich ab. Es gelang ihr kaum, so viel zu fressen, wie sie vor Angst und Unruhe an Energie verbrauchte. Zusätzlich bekam sie noch einen Magen-Darm-Infekt, und ein Zahn machte Probleme beim Fressen. Da stand es nicht so gut um sie. Infekt behandeln, selbstgekochte Schonkost und Zahnarzt. Hat geholfen. Hört sich logisch und einfach an? Im Normalfall schon. Außergewöhnlich schwierig jedoch, wenn Hund nur unter Panik seinen Platz verlässt, sich von (wieder fremden Menschen) anschauen und anfassen lässt. Desweiteren musste sie für den Weg zur Klinik (auf die Schnelle) noch die Angst vorm Autofahren verlieren. Da braucht es schon menschliche Geduld, Kraft und Kreativität. Sie hat auch das gelernt und fährt seitdem sehr gerne Auto. Insgesamt ist Ashanti sehr neugierig und will lernen. Das zeigt sie immer sehr deutlich an ihrer Körpersprache. Und wenn sie ihre Angst überwinden kann, … freut sie sich, indem ihr ganzes Hinterteil vor Freude hin und her wackelt. Das ist soooo schön anzusehen. Ashanti liebt Wasser

Im Frühling und Sommer hatten wir zu kämpfen mit dem Fell eines Grönlandhundes. Dies unterscheidet sich doch erheblich von Huskies. Jedenfalls bei Santi. So sehr Santi regelmäßige Fellpflege mag, umso unbefriedigender doch das Ergebnis. Santi schwitzte, schwitzte und schwitzte. Keine Pfütze und kein Wasserloch ließ sie aus. Das blieb nicht ohne Folgen für ihre Haut. Sie war dauernass. Ihr Bauch entzündete sich mehr und mehr. Das Dreckwasser der Pfützen machte die Sache nicht besser. Nun war Handeln angesagt. Vorsichtig versuchten wir, das Fell unter ihrem Bauch zu kürzen. Mit haushaltsüblichen Geräten ist leider kein Durchkommen gewesen. Also musste sie zum Friseur. Einmal waschen, schneiden, legen …. Fell am Bauch stutzen und Badeverbot brachten den Erfolg. Die Haut erholte sich und das Schwitzen naja. Ashanti hat seitdem einen Pool, indem sie zur Abkühlung regelmäßig badet. Den Garten betritt sie jedoch bis heute nur in Begleitung und höchst ungern. Damit sie den Garten überhaupt kennen lernt, haben wir uns eines Tricks bedient: Ashanti ist im Kontakt und Umgang mit anderen Hunden recht souverän. Sie ist die Chefin. Und andere Hunde will und braucht sie NICHT, um zufrieden zu sein. Versuchsweise haben wir einen sehr verspielten jungen Hund einer Bekannten in IHREN Garten geholt. Da ist es ihr gelungen, sich zu überwinden, IHR REVIER zu verteidigen. Der Jungspund hat es sofort kapiert. Ashantis Sprache ist da wirklich eindeutig.

AshantiDer Herbst mit dem feuchten Wetter ist Ashanti auf die Gelenke geschlagen. Sie läuft zeitweise schlecht und ihr tun die Knochen weh. Schmerzmittel sollen doch eher die Ausnahme bleiben und erst zum Einsatz kommen, wenn es keine Alternativen mehr gibt. Daher bekommt sie nun in regelmäßigen Abständen Chirotherapie. Das tut ihr gut, und diese Stunden liebt sie sehr. Vorteilhaft erweist sich dabei der Umstand, dass unsere Tierärztin Ashanti zuhause behandelt und sie somit im gewohnten Umfeld ihr Wohlfühlprogramm bekommt.

Das mit Sorge befürchtet Silvesterfeuerwerk hat sie im Haus fast tiefenentspannt erlebt. Dieser Angsthund, der sonst bei vielen Geräuschen aufschreckt und fast panisch wird … Ashanti ist immer wieder für Überraschungen gut.

Wir sind zusammengewachsen. Ashanti hat ihre Angst und ihr Misstrauen bis heute nicht ganz verloren. Wahrscheinlich gelingt ihr das nie. Aber sie ist ein angenehmer und anspruchsloser Begleiter. Und sie fühlt sich sicher. Das spürt sie selbst. Die Vorzüge eines warmen Zuhauses mit Familienanschluss weiß sie zu schätzen.

Wir werden weitergehen mit ihr … und sie mit uns. Alles richtig gemacht. „

Wir ziehen den Hut vor diesen Erfolgen! Und vor allem vor der Einstellung, einem Hund ein Zuhause zu geben, von dem man nichts erwarten darf, von dem man nicht weiß, in welche Richtung und wie schnell er sich entwickelt. Solche Menschen gibt es selten, leider immer seltener. Ganz herzlichen Dank für das, was Sie erreicht haben – zum Wohle Ashantis. Alles Gute weiterhin auf dem gemeinsamen Weg!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Polara – das inzwischen neunjährige „Brummelchen“ ist aufgeblüht und hat sogar gelernt zu spielen

Polara

PolaraPolara lebt nun seit über einem Jahr in ihrer neuen Familie, nachdem sie mit acht Jahren ihr früheres Herrchen und damit auch ihr Zuhause verloren hatte. Nach den anfänglichen gesundheitlichen Problemen mit verstopften Analbeuteln und einer Analdrüsenentzündung hat sie sich schnell eingelebt und verliert immer mehr ihre Ängstlichkeit, ja ist sogar so aufgeblüht, dass sie spielt. Auch mit dem Hundekumpel in ihrer neuen Familie ist sie ein Herz und eine Seele geworden. Ihre Familie ist ganz begeistert von Polaras Fortschritten, die Polaras „junges Frauchen“ so schildert:

Polara

"Unser letztes Update über unsere Polara ist schon etwas her.

Die allertollste Nachricht seither: Brummelchen weiß inzwischen, was „spielen“ ist. Nicht immer, jedoch gerne ab und an mal, spielt Polarchen mit einem Stofftier, einem Leckerchen oder sogar mit unserem Husky-Rüden.Polara

Am liebsten würde ich der ganzen Welt mitteilen, wie lieb wir sie haben, und wie zauberhaft ihre Fortschritte sind. Im letzten meiner Briefe stand „Besen oder Staubsauger sind der Teufel in Person“ ... Polara hat diese Angst so gut wie überwunden. Es gibt Menschen, die denken, es ist nur eine Kleinigkeit, doch das ist falsch. Es ist ein großer Schritt in ein für sie ruhigeres, wenig stresserfülltes Leben. Nun kann sie einfach am Staubsauger vorbei gehen. Das war vor einem halben Jahr bzw. einem Jahr nicht annähernd möglich.Polara

Polara ist nun schon mehr als ein Jahr bei uns, und meine zwei Pupsis sind ein Herz und eine Seele geworden. Gegenseitig achten sie aufeinander und passen auf sich auf. Wenn sie auf ihrem Kissen liegen, kuscheln sie sich aneinander. Polara breitet sich gerne auf dem flauschigen Kissen aus, und man merkt deutlich, dass sie das Kissen und die Wärme des Kaminfeuers genießt. Jede Art von Liebe und Aufmerksam genießt sie, so, als hätte sie noch nie Liebe erfahren/gespürt. Abtrocknen nach einem nassen Spaziergang und das Kämmen findet sie inzwischen auch ganz toll. Am Baden üben wir noch, doch das wird auch immer besser. Ihre Unsicherheit gegenüber Menschen hat sich gelegt. Das größte Problem scheint noch zu sein, wenn laute, plötzlich auftretende Geräusche ertönen. Wir arbeiten weiterhin fleißig mit ihr daran.

Polara

Ausgedehnte Spaziergänge sowie das Wandern findet sie traumhaft. Sie wirkt inzwischen richtig lebhaft. Am meisten freut sie sich bei Bächen und Flüssen und wälzt sich richtig darin. Zudem ist sie nicht nur lebhaft geworden, sondern hat auch zugenommen und ist nicht mehr so dünn, dass ihre Knochen anstehen. Sie hat weiches gepflegtes Fell, ist aufmerksam und hat ein richtiges Strahlen in den Augen.

Zum Schluss muss ich auch noch erzählen, dass ihr Stuhlgang schon des Längeren ohne Schmerzen verläuft, und sie sich so freut, dass sie direkt anfängt, voller Freude alles zu zu scharren.

Polara

Liebe Grüße
Familie A."

Das sind ja richtig gute und tolle Nachrichten! Wir freuen uns sehr, dass das liebe Brummelchen bei Ihnen so gut „aufgefangen“ wurde und ihr neues Leben richtig genießen kann. Wir wünschen Ihnen allen weiterhin viel Freude miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

Gibbs – fährt gerne mit Herrchen Schlitten

Gibbs

Im Dezember 2016 durfte der heute siebenjährige Husky-Rüde Gibbs aus unserer Station in sein heutiges Zuhause umziehen. Er war damals ein „Vorzeige-Husky“ und ist dies offenbar immer noch – auch Tablettenschlucken kein Problem. Wir freuen uns sehr, von ihm zu hören und zu sehen:Gibbs

„Hallo,

Gibbs möchte sich mal wieder melden: Mir geht es ziemlich gut. Meine Epilepsie haben wir ganz gut im Griff. Ich bekomme morgens und abends eine Tablette .... meistens in Speck oder Banane. Lecker.

Meine neue Kumpeline Roxy hat sich auch langsam eingelebt. Im letzten Jahr waren wir wieder in Norwegen. Und dann waren wir öfter im Schnee. Herrchen lässt sich von uns ziehen. Das macht Spaß. Mal so richtig Gas geben.

Gibbs

Liebe Grüße auch von meiner Familie

Euer Gibbs“

Sieht ja schon abenteuerlich aus – aber es sieht auch nach einer Riesengaudi aus. Lass es Dir weiterhin gut gehen mit Deiner Familie und Roxy zusammen, lieber Gibbs! Und danke für Deine Zeilen und Fotos.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

… dann kam Freya

Freya

FreyaFreyaDie vierjährige Malamute-Hündin Freya kam im August 2017 zusammen mit ihrem Bruder Oberon zu uns, weil ihr Herrchen gestorben war. Freya war quasi bei ihrer Ankunft bereits vermittelt, denn es wartete ein Malamute-infizierter Interessent auf eine Malamute-Dame. Warum es ein Malamute und warum eine Dame sein „musste“, erfahren wir im unten stehenden Bericht. Schöne Fotos hat das Herrchen auch mitgeschickt – von einer vor Glück strahlenden Freya. Vielleicht lenkt dieser Bericht und die Fotos ja auch die Aufmerksamkeit auf den immer noch in unserer Station wartenden Oberon? Wir hoffen es sehr!

„Es ist eigentlich eine ewig lange, persönliche Geschichte zwischen mir und den Malamuten. Lang ist es her, wohl in der Mitte der Achtziger, dass ich über ein Pfingstwochenende einen älteren, schweren Alaskan-Malamute-Rüden vorübergehend zur Kurzpflege bekam. Man gewöhnte sich aneinander, und ich war damals sofort fasziniert von dem etwas „sonderbaren" Hund aus dem hohen Norden - etwas anders, etwas quer, etwas wenig Hündisches, ein bisschen Wolf und groß und schwer ... Ganz schnell kam dann ein junger, eigener Rüde ins Haus, ohne Papiere aber bildschön; die Tragik war, dass er sehr rauflustig war und sich mit einem Pitbull anlegte. … Es war klar, dass zukünftig nur noch Hündinnen für mich in Frage kamen.

Freya

Dann: Malamute-Welpe aus Katalan, aus den Bergen, große Liebe, ein Mädel mit gelben Augen, der Vater war Spanien-Champion, Nila wurde alt, war nicht einfach, absolut auf mich fixiert, fuhr mit mir durch ganz Europa, war auch mal am Polarkreis beim Ausladen meines Lastzuges in der Tundra verschwunden und tauchte nach circa vier Stunden wieder auf, als ob nichts wäre .... Es folgten zwei weitere Hündinnen aus der Nothilfe, eine schöner als die andere. Die Grand Dame war Nena, die dreizehn Jahre bei mir war, kam ursprünglich aus Kroatien in die Auffangstation, war furchtbar abgemagert, blühte aber alsbald auf, bis sie im Frühjahr 2017 in den ganz hohen Norden entrückte .... Freya

... dann kam FREYA. Die Schönheit ist malamute-typisch arrogant, schaut durch andere Hunde durch, stellt sich quer, beeindruckt das andere Gegenüber und "bläst" sich auf - ach, ich kenne das alles schon, das haben sie alle so gehandhabt, ihre Vorgängerinnen, so sind sie halt .... Auf jeden Fall ist sie ein liebenswertes Tier, dankbar, glücklich und verspielt, und genau das strahlt sie auf ihr Umfeld ab, ein Sonnenschein eben. Leider ist das Zusammenleben mit dem im Haus lebenden, ebenfalls aus einem Heim kommenden, alten Pitbull Nero manchmal etwas schwierig, aber das wird schon noch werden.

Freya

Dank an das Team von mir und Freya, Regina und Nero“

Wir sagen danke, dass Sie Freya in Ihre Familie aufgenommen und sie trotz Schwierigkeiten bei der Vergesellschaftung mit Nero nicht aufgegeben haben! Wir sind sehr froh, Freya so glücklich zu sehen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

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