Inochi – bedeutet Leben !

 

Update Februar 2019

Bevor das neue Jahr zu weit fortschreitet, möchte ich Euch erzählen, was für ein Held ich geworden bin! Also, naja, ein kleiner, klitzekleiner Held, aber dennoch ein Held!
Ich habe beschlossen, ich kann Frauchen zeigen, wo man langgehen kann. Ich! Ich zeige, welchen Weg man gehen kann! Könnt Ihr Euch das vorstellen? Kommt, seid ehrlich: das hättet Ihr mir niemals zugetraut! Und gebt zu: ich bin ein Held!
Ich kann stundenlange Spaziergänge machen - an der Straße entlang finde ich immer noch furchtbar (im wahrsten Sinne des Wortes) - aber dann, dann sage ich, wo es langgeht. Ich bin nämlich der heimliche Rudelchef. Das ist so geheim, dass die anderen es auch nicht wissen - sie lächeln immer ein bisschen über mich aber sie werden es schon noch kapieren, eines Tages.

Inochi Inochi

Ich habe mich noch mehr getraut: ich kann aus zwei Meter Entfernung fremde Menschen anschauen. Einfach so, anschauen halt. Seid Ihr schon wieder beeindruckt? Gut! Wenn sich die Menschen dann nicht bücken und mich streicheln wollen, oder so was anderes blödes machen, dann habe ich keine Angst: ich bin eben ein Held!
Wenn wir spazieren gehen, dann traue ich mich auch schon, draußen etwas zu trinken!
Beeindruckt? Gut!!
Im Wald nehme ich jetzt sogar manchmal etwas zu essen!
Beeindruckt? Gut!

Inochi und Skadi Skadi und Inochi

Und daheim, da bin ich sogar noch viel tapferer! Ich trau mich aus meiner Schutzhöhle raus und lege mich vor die Terrassentür in die Sonne, so lange, bis mir wirklich viel zu warm ist - dann gehe ich wieder in meine Burg. Aber stellt Euch vor: ich lege mich mitten in den Raum, einfach so!
Beeindruckt? Gut!
Und wenn ich doch mal wieder große Angst bekomme, dann habe ich ja Skadi: sie hat bei anderen Sachen Angst - und so kann immer der eine dem anderen seinen kleinen Helden borgen und dann ist es nicht mehr so arg schlimm. Wenn ich Angst habe, dann beruhigt die liebe Skadi mich - wenn Skadi sich fürchtet, dann bin ich natürlich für sie da. Ist doch selbstverständlich, ich bin schließlich ein Held!
Beeinduckt? Gut!
Wenn "Omi-Frauchen" da ist, dann haben Skadi und ich was Tolles entdeckt: wir können betteln. Wir sitzen unter dem Tisch und warten ganz geduldig - Frauchens Mama kann man nämlich um das Pfötchen wickeln, wenn man sehr geduldig ist. Das macht Spaß - ist gar nicht langweilig...
Mit meiner Gesundheit geht es noch immer auf und ab, hoch und runter ... aber ich mache Fortschritte. Da die Bauchspeicheldrüse nicht heile ist werde ich wohl immer Antibiose und Cortison und solche Medikamente nehmen müssen. Aber mit der Medizin geht es mir viel besser, meistens.
Frauchen sagt immer: da ist noch Luft nach oben! (weil ich sie liebhabe, werde ich ihr niemals sagen, dass das logisch ist. Wenn nach unten Luft wäre, dann wäre ich ein Vogel ... menno!)

Inochi

Ganz ganz vielen Dank, dass Ihr mich so tüchtig unterstützt - ich werde mich auch im nächsten Jahr besonders anstrengen und meine Heldengeschichten ausbauen. Und wenn Ihr mir noch einen großen Gefallen tun wollt, dann macht bitte Silvester nicht gar so viel Krach, denn, wenn man Angst hat, dann ist Held sein ganz schön schwer ...
Ich wünsche Euch für das neue Jahr ganz viel Gesundheit (wichtig, kann ich beurteilen!) viel Freude und probiert mal aus: Held sein fühlt sich toll an!
Beeinduckt? Gut!
Pfötchen drauf - und alles Liebe
Euer Inochi

Das ganze Team der Nothilfe für Polarhunde e.V. Freudenstadt möchte sich bei Ihnen sehr sehr herzlich für die stete Hilfe bedanken und wünscht Ihnen ein gesundes, fröhliches und heldenhaftes neues Jahr.

 


 

Update 04.04.2018

Inochis geruhsames Leben wurde in den letzten Wochen vom Schicksal ganz schön durcheinandergewirbelt.Inochi

Inochi und SkadiBegonnen hat es damit, dass ein langjähriges Mitglied unseres Vereins und enge Freundin von Inochis Pflegefrauchen unvermutet verstarb. Es gab eine Absprache zwischen Inochis Pflegefrauchen und der Freundin, sich jeweils um den Hund der anderen zu kümmern und ihn aufzufangen, sollte irgendetwas Unvorhergesehenes geschehen. Skadi, die verwaiste Hündin der Freundin, war 2015 als Teil eines Dreier-Rudels von Husky-Malamute-Mischlingen, die zuvor nur im Gehege gelebt und nicht viel kennen gelernt hatten, zu uns gekommen. Skadi (damals noch mit Namen Laska) hatte panische Angst vor Menschen und ließ sich kaum anfassen. Das verstorbene Frauchen ließ sich davon nicht abschrecken, nahm die Herausforderung an, und Skadi fand bei ihr im April 2015 ihr Zuhause.

Gemäß Absprache holte Inochis Pflegefrauchen also Skadi zu sich (Skadi kannte sie zum Glück von vielen Besuchen her), und die beiden Japaner der Pflegestelle, Shiba Inochi und Akita Kaika, nahmen Skadi freundlich auf.

Auf dem Rückweg vom ersten Spaziergang, kurz vor der Haustür, wurde das kleine Rudel von einem fremden, freilaufenden und nicht gehorchenden Hund bedrängt, bis Skadi nur noch den Ausweg in der Flucht sah. Inochi, dem der ganze Tumult mit fremden Menschen, dem fremden Hund und Skadis Herauswinden aus dem Geschirr extrem zusetzte, konnte gerade noch am Ausbruch gehindert werden. Skadi war dann etwa 42 Stunden verschwunden, in nahezu unbekanntem Gelände, weit weg vom ehemaligen Zuhause, gesucht von Menschen, die sie zwar kennt, bei denen sie aber auch nach Jahren immer noch fremdelt.

Skadi, Inochi und KaikaInochi

Am frühen Morgen des zweiten Tages nach Skadis Flucht meldete sich eine Dame des Reitstalls unweit Inochis, Kaikas und Skadis Zuhause mit einem Hinweis auf Skadis Aufenthaltsort. Inochi anziehen und sofort nachschauen waren eins. Zuerst war es die falsche Richtung, in der gesucht wurde; dann hatte Inochi eine Spur in der Nase, von der er sich noch nicht einmal von Spaziergängern abbringen ließ. Dann sah das Pflegefrauchen Skadi: Sie lag, nicht weit vom Haus entfernt, völlig erschöpft auf einer Wiese. Sehen heißt bei einem so scheuen und panischen Hund allerdings noch längst nicht haben. Aber da kam Inochi ins Spiel: er nahm Kontakt zu Skadi auf, langsam fasste Skadi Vertrauen und konnte nach einiger Zeit vom Pflegefrauchen eingefangen werden.Inochi

Seitdem sind Inochi und Skadi unzertrennlich. Skadi sucht bei dem „Zwerg“ Schutz, wenn ihr etwas unheimlich vorkommt, hat die Abläufe und Routine in der Pflegestelle durch sein Vorbild schnell gelernt und konnte nach den dramatischen Ereignissen mit seiner Hilfe schneller zur Ruhe kommen.

Es ist völlig egal, wie groß Dein Held ist - in diesem Fall gerade einmal 7 kg und ca. 35 cm – Hauptsache, Du fühlst Dich bei ihm sicher und geborgen.

Inochi

Und Inochi? Inochi nimmt die Liebkosungen und Küsschen seiner beiden Damen (beide ca. 30 kg und etwa 65 cm hoch) huldvoll entgegen. Er traut sich im häuslichen Umfeld mehr zu, kommt zum Leckerchen-Abstauben hin und wieder zum Pflegefrauchen. Skadi und InochiVon Skadi hat er gelernt, nicht mehr geduldig im Körbchen auf sein Futter zu warten, sondern die Futterschüssel ungeduldig „herbeizutanzen“, begleitet von ungeduldigem Fiepsen. Hin und wieder kommt er sogar schon zum Frauchen, wenn sie ihn ruft (nicht, dass diese in dieser Hinsicht allzu verwöhnt wäre, hat sie als Pflegestelle der NfP doch schon einige Charakterzüge der Nordischen kennen gelernt, und übertriebene Folgsamkeit gehört nicht zur Rassebeschreibung).

InochiBei Spaziergängen mutiert der Kleine inzwischen zum Leit-Shiba, der Trödeleien seiner Begleiterinnen ungeduldig hinnimmt, aber viel lieber laufen würde. Ist ihm etwas unheimlich, oder kann er eine Situation nicht einordnen, lässt er sich zwischen seine Mädels zurückfallen und diese agieren. „Man muss als Mann auch mal Verantwortung abgeben können“ - O-Ton von Inochis Tierarzt mit dickem Grinsen, als ihm die Geschichte erzählt wurde. Skadi und Inochi profitieren voneinander und stärken sich gegenseitig, besser hätte es sich mit den beiden nicht fügen können.

Zwei unsichere Hunde, die sich positiv aneinander orientieren - auch das gibt es.

Gesundheitlich gibt es bei Inochi noch keine gravierenden Veränderungen, er hat immer noch Probleme mit der Bauchspeicheldrüse. Seit einiger Zeit bekommt er Enzyme für seine Bauchspeicheldrüse, auf die er gut anspricht. Die Antibiotika wurden kurzzeitig abgesetzt, müssen aber jetzt wieder gegeben werden, weil sich Inochis Durchfall nach kurzer Zeit genauso heftig wie am Anfang einstellte. Zwischenzeitlich hat Inochi ein Gewicht von etwa 7 kg, das er mehr oder weniger hält, nur Stress wirkt sich negativ auf seine Verdauung aus. Das Fell ist an einigen Stellen sogar schon dunkler und glänzend nachgewachsen. Von einem dichten Shiba-Pelz ist er zwar noch um einiges entfernt, aber alles braucht eben seine Zeit. Inochi ist auf einem guten Weg, er wird aber noch einige Tierarztbesuche absolvieren müssen, um auf ein solides Fundament gestellt werden zu können.

Skadi, Inochi und Kaika (v.l.)

Wir danken der Pflegestelle sehr herzlich für ihre Geduld und Fürsorge. Wer einmal einen Hund mit Bauchspeicheldrüsenproblemen hatte, weiß um das Auf und Ab, die immer wiederkehrenden Durchfälle, dann Besserung, Hoffnung, wieder ein Rückschlag – es ist alles andere als einfach, organisatorisch und vor allem auch, dies psychisch zu verkraften. Ebenso herzlich danken wir den Paten, die Inochi unterstützen und die tierärztlichen Abklärungen und Therapien ermöglichen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 


 

Update 21.01.2018

Inochi

InochiInochi befindet sich jetzt seit gut drei Monaten in seiner Pflegestelle. In dieser Zeit hat sich einiges getan, aber gesundheitlich haben sich Baustellen ergeben, deren Ursache noch abgeklärt werden muss.Inochi

Inochi war ja sehr isoliert aufgewachsen, auf Menschen, Geräusche, Fahrzeuge, Witterungsbedingungen oder auf ein Leben, wie sie ein normaler Welpe in seiner Prägephase erlebt, wurde Inochi nie vorbereitet. Inochi hatte vorher nie in engem Kontakt zu Menschen in einer Wohnung gelebt. Für Inochi muss sein Einzug in die Pflegestelle vorgekommen sein, als hätte man ihn aus einer Höhle in die Neuzeit katapultiert. Das Laufen an der Leine musste mühsam erlernt werden, bei jeder vermeintlichen Gefahr (Autos, Menschen, Geräusche usw.) duckte sich Inochi zusammen und war durch nichts zu bewegen, auch nur noch einen Schritt weiterzugehen, oder er lief kopflos und in Panik einfach geradeaus. Das Pflegefrauchen hat wochenlang Stubenreinheit geübt, oft in der Gewissheit, dass sich Inochi nur in der relativen Ruhe der Wohnung lösen würde. Diese Bemühungen haben sich endlich gelohnt, Inochi kennt seine Plätze, an denen er sich lösen kann und nimmt diese auch an. Kurze Strecken ohne seine Freundin Kaika, auf denen ihm Menschen oder Fahrzeuge begegnen können, kann er in der Zwischenzeit tolerieren und legt sie auf den eigenen vier Beinen zurück.

Die ständigen Verdauungsprobleme, an denen Inochi seit seiner Ankunft leidet, wurden anfangs mit der Umstellung und dem damit verbundenen Stress in Verbindung gebracht. Teilweise besserte sich sein Zustand, und Inochi nahm ein wenig an Gewicht zu, um dann in der nächsten Zeit durch heftige Durchfälle wieder alles zu verlieren, was mühsam an Gewicht zugelegt wurde. Einige Tierarztbesuche waren nötig, um uns auf eine erste Spur zu bringen. Nachdem zuerst sämtliche parasitären Ursachen der Verdauungsprobleme ausgeschlossen werden konnten und Futterunverträglichkeit auch unwahrscheinlich schien, wurde ein Blutbild in Auftrag gegeben. Das Ergebnis hat einen Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenentzündung ergeben, die im Moment medikamentös behandelt wird. Weitere Tests stehen noch aus, aber nach kurzer Behandlung ist schon eine leichte Besserung eingetreten. Trotzdem werden noch weitere Tests nötig sein, um den Verdacht zu bestätigen und eine Zukunftsprognose zu stellen.Inochi Inochi

Wir hoffen, die gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen, um mit Inochi auch an der Umweltsicherheit arbeiten zu können. Die Pflegestelle hat erst in kleinen Schritten mit der Gewöhnung angefangen, weil Mensch oder Tier erst aufnahmefähig für Neues sind, wenn der Kopf nicht durch Schmerzen blockiert ist.

Spaziergänge mit Kaika in der freien Natur mit wenig angstauslösenden Faktoren genießt Inochi, begegnen ihnen jedoch Menschen, könnten die Reaktionen der beiden Japaner kaum unterschiedlicher sein: Kaika vermutet in jedem Menschen einen potenziellen Streichelkandidaten, der freundlich begrüßt werden muss, Inochi ist hin und her gerissen, ob Angst oder Loyalität mit seiner großen Freundin angebracht sind. Zumeist beobachtet er aus sicherer Entfernung, welche Reaktion von ihm gefordert ist und läuft dann mit zunehmend geringerem Abstand an den fremden Menschen vorbei.

Begegnungen mit Hunden verunsichern Inochi noch, hier kontrolliert Kaika, welcher Hund Kontakt aufnehmen darf. Auf sein Pflegefrauchen verlässt sich Inochi wegen der fehlenden Prägung auf Menschen noch nicht, zumindest hat er bisher auch noch keine schlechten Erfahrungen gesammelt. Nach drei Monaten hat Inochi zwar keine Angst mehr vor seinem Frauchen, reagiert aber zumeist noch mit Vorsicht. Seit ein paar Tagen verlässt Inochi seine von der Pflegestelle eingerichteten sicheren Fluchtpunkte, von denen er in Ruhe, aber geschützt am normalen Leben teilnehmen kann. Inochi fühlt sich langsam sicher genug, um neugierig seine Umgebung zu erkunden. Inochi soll, wie jeder seiner Vorgänger mit positiver Verstärkung an ein normales Hundeleben gewöhnt werden.

Inochi

Unser Dank gilt der Pflegefamilie, die alles tut, damit aus Inochi irgendwann ein fröhlicher Shiba wird, und den Paten, die ihn auf seinem Weg finanziell unterstützen.

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 

Inochi

InochiRasse: Shiba-Inu, black & tan
Geschlecht: Rüde
geb.: ca. 2015

derzeit in einer unserer Shiba-Pflegestelle

                                                Inochi ist verunsichert

Vom Leben war der kleine Kerl, als er am 20.10.2017 in seiner Pflegestelle eintraf, weit entfernt. Inochi haben wir von einer anderen Tierschutzorganisation aus Thüringen übernommen. Inochi beim TierarztNach einem Erstcheck bei einer Tierärztin wurde er von einem unserer Ehrenamtlichen übernommen und, nach einer mehrstündigen Fahrt, in unserer Geschäftsstelle der neuen Pflegefamilie übergeben.

Ein kleiner Shiba-Inu, ohne Namen, ohne Papiere und ohne genaue Altersangabe (in einer der ersten E-Mail war von circa 2,5 Jahren die Rede, später wurde er jünger und sollte erst 1,5 Jahre alt sein). Realistisch ist wohl die Zeitspanne zwischen zwei und drei Jahren. Genau weiß es keiner.

Stinkend, extrem verwahrlost, völlig ohne Muskulatur und total verängstigt präsentierte sich das nur noch 5,3 Kilogramm schwere Leichtgewicht. Inochi wurde er von uns getauft, ein japanischer Name, der übersetzt Leben bedeutet – Leben, das jetzt für diesen kleinen Burschen endlich beginnen soll.

Arztbesuch

Reizarm und wohl eher isoliert aufgewachsen lernt Inochi langsam, was ein Hund in menschlicher Gesellschaft wissen muss. Stubenrein ist er noch nicht verlässlich, hierfür muss er erst die Angst überwinden lernen - noch ängstigt er sich vor allem, Menschen, Fahrzeugen, Wind und Wetter, Geräuschen. Die Liste ließe sich endlos fortsetzten. Aber, und das ist Inochis größtes Plus, Inochi ist neugierig!Inochi und Kaika
Nach längerer Beobachtung kann es sein, dass er sich auf neue Erlebnisse einlässt. Diese Lernschritte dauern lange, und Mensch muss eine gehörige Portion Geduld mitbringen, um bis zu zwanzig Minuten auf einem Platz stehen zu bleiben, um Inochi nicht noch mehr zu verunsichern. Spaziergänge im Wald, begleitet von seiner großen Akita-Inu-Freundin Kaika, mit wenigen Menschen kann Inochi genießen. Zu viel Stress verursacht heftige Verdauungsprobleme, die bei Inochis Untergewicht vermieden werden müssen. Inochi

Eine erste Untersuchung bei unserem Tierarzt förderte außer den uns schon bekannten Problemen noch gravierende Zahnschäden zutage. Der Besuch bei unserer Tier-Physiotherapeutin gab uns einen Hinweis auf Inochis manchmal verdreht wirkende Körperhaltung. Unser Verdacht auf eventuelle Schäden am Skelett oder Deformationen ob der suboptimalen Haltung haben sich Gott sei Dank nicht bestätigt. Nach eingehender und gründlicher Untersuchung wurde festgestellt, dass Inochi über keinerlei Muskulatur verfügt. Nicht einmal Halsmuskeln waren vorhanden. Der einzige Muskel der halbwegs ausgebildet ist, ist der Kniestreckermuskel. Dieser Muskel wird hauptsächlich dazu gebraucht, um sich ablegen oder aufstehen zu können. Zur Fortbewegung hätte mehr Muskulatur vorhanden sein müssen. Das heißt im Umkehrschluss, Inochi hatte gar keine Möglichkeit, sich zu bewegen, was die Unsicherheit im Umgang mit Umweltreizen erklärt - er hatte keine Möglichkeit, irgendetwas kennen zu lernen. Die verdrehte Haltung ergibt sich aus der Tatsache, dass im Moment noch keine Muskulatur das Skelett stützt, und der Körper versucht, das Gewicht irgendwie auszugleichen. Wir sind dabei, langsam und in moderaten Schritten mit Hilfe unserer Physiotherapeutin Muskeln aufzubauen und Fehlhaltungen nicht entstehen zu lassen.

Inochi sucht Nähe

Inochi wird noch einige Zeit in seiner Pflegestelle verbringen müssen, bevor er irgendwann „normal“ leben oder man an eine Vermittlung denken kann. In der jetzigen Pflegestelle ist der kleine Kerl sehr gut aufgehoben und wird, immer in Absprache mit der Geschäftsstelle, optimal betreut.

Über Paten und Spenden, die Inochi finanziell ins Leben begleiten, würden wir uns sehr freuen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

Für Inochi eine Patenschaft übernehmen.

Inocki

 

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letzte Bearbeitung am 16. Feb 19