Sie nennen mich: „Lilly-Fee“
Gebt mir mein Leben zurück, ich habe nur dieses eine…. (MS)

 

Lilli-Fee

Lilli-Fee war, zusammen mit einigen Samtpfoten, das Opfer eines Demenz“falls“. Sie alle lebten bei einem tierlieben Ehepaar, das sich auch gut um die Tiere kümmerte, bis erst der Mann und dann ganz überraschend auch der Sohn starb. Danach war nichts mehr, wie es vorher war, für die Frau und Mutter nicht, für die Tiere auch nicht, denn die Frau wurde durch die Traumata dement. Für alle begann eine Zeit der Hölle, bis die Behörden einschritten, die Frau in ein Pflegeheim und die Tiere zu uns und in Pflegefamilien kamen. Zum Glück fand auch die Border-Collie-Hündin, die wir Lilli-Fee nannten, eine tolle Pflegefamilie, die sich rührend um sie kümmerte, trotz ihres anfangs durch Milben- und Flohbefall penetranten Gestankes. Mit Hilfe dieser Menschen an ihrer Seite blühte Lilli-Fee auf, sie genießt das Leben wieder, auch wenn ihre Gesundheit ihr und ihrer Familie immer wieder Knüppel zwischen die Pfötchen wirft.

Update Lilli-Fee Dezember 2018

Lilli-FeeLilli-FeeLilli-Fees Gesundheit ist leider weiterhin ein Auf und Ab.

Lilli-Fee hat immer wieder Probleme beim Laufen. Zusätzlich zur Physiotherapie, die ihr sehr hilft, gibt ihr ihr Pflegefrauchen jetzt unterstützend Traumeel. Auch das hilft, Lilli-Fee läuft seither besser. Auch die Ohrenentzündung, die anfangs auf Akupunktur sehr gut ansprach, trat wieder auf. Der Tierarzt meint, dass die Entzündung inzwischen chronisch sei und man nichts machen könne, außer immer wieder Cortison zu geben. Beim letzten Besuch hat der Tierarzt am Hinterbein einen Knoten entdeckt, der Lilli-Fee allerdings nicht behindert und keine Schmerzen verursacht. Aber natürlich muss man, d. h. das Pflegefrauchen, das im Auge behalten.

Lilli-Fee

Soweit die schlechten Nachrichten. Die guten Nachrichten: Lilli-Fee hat inzwischen dichtes glänzendes Fell, wie es sich für einen Border-Collie geziemt. Und vor allem: Lilli-Fee genießt das Leben, jeden Tag. Sie geht sehr gerne spazieren, wenn auch gemütlich, aber das darf sie auch mit ihren zwölf Jahren (vielleicht sind es auch mehr, so genau weiß man das nicht). Immer noch verlässt Lilli-Fee das Haus nicht ohne ihren Ball – der muss zu jedem Spaziergang mit. Ebenso genießt Lilli-Fee das Nach-Hause-Kommen, denn dann gibt es Essen, und Essen steht bei Lilli-Fee ganz hoch im Kurs. Sie könnte „immer“ essen, und das Pflegefrauchen muss höllisch aufpassen, dass Lilli-Fee nicht zunimmt. Fast genauso wichtig wie der volle Napf ist für Lilli-Fee, wenn sich ihr Pflegefrauchen mit ihr beschäftigt und mit ihr schmust – stundenlang bitte und bitte, bitte nicht aufhören!

Lilli-Fee

Wir wünschen Lilli-Fee noch viele Spaziergänge und Schmusestunden und würden uns sehr freuen, wenn Sie Lilli-Fee in dieser Zeit mit einer Spende oder Patenschaft unterstützen.


Update Juli 2018

Lilly-Fee

Nachdem Lilly-Fee im letzten Update Ende April von diversen „Zipperlein“ und schlimmeren Schmerzen berichtet hat, erreichte uns jetzt ein Brief ihrer Physiotherapeutin – mit sehr vielversprechenden positiven Nachrichten:Lilly-Fee bei der MassageLilly-Fee bei der Physio

Lilly-Fee - eine Hündin auf dem Glücksweg

Lilly-Fees Pflegefrauchen Brigitte fand Anfang dieses Jahres den Weg in meine Praxis. Sie hatte von der "polarhunde-nothilfe.com" die bezaubernde Lilly-Fee als Pflegehund in ihre Familie aufgenommen.

Lilly-Fee

Lilly-FeeLilly-Fee kam mit stark durchtrittigen Vorderbeinen, Übergewicht, entzündeten Ohren und einem Haut-/Fell-Problem in meine Praxis gehumpelt. Auch die Liste der Medikamente, die Lilly-Fee bekam, war beachtlich.

Der Lebenswille sprudelte aber aus ihren Augen, und sie nahm jede Massage und Deblockierung so dankbar auf, dass sie sich schon bei der dritten Sitzung auf meiner Matte in Position brachte.Lilly-Fee mit Bandagen

Anfangs entlasteten wir ihr erst einmal ihre Vorderbeine und stützen diese mit Gamaschen. Ebenso gab es einige Wirbelblockaden, die gelöst und dann stabilisiert werden mussten.

Lilly-Fee mit Gamaschen

Lilly-Fee ging es wieder deutlich besser und voll motiviert ging ihr Pflegefrauchen die Sache mit den Ohren, dem Fell und dem Übergewicht konsequent an. Leider kam ein kleiner Rückschlag dazwischen.Lilly-Fee mit Gamasche Lilly-Fee hatte sich nun in ihrem neuen Übermut das Becken verschoben und ihr ISG (Ilio-Sakral-Gelenk) schmerzte so, dass sie sich kaum bewegen wollte. Daraufhin entschied ich mich, dieses tolle Team zu unterstützen, und wir machten einige direkt aufeinander folgende Termine aus, in denen die Kosten keine Rolle spielen sollten. Auch nahmen wir den Tierarzt mit ins Boot, um auch eine Veränderung der Medikation zu erreichen.

Mit Akupunktur unterstützte ich die Gewichtsreduzierung und die Ohrenentzündung. Auch die Haut- und Fellproblematik gingen wir mit Akupunktur an. Zusätzlich löste ich das ISG mit dem dazugehörigen Massieren und Muskelaufbau der entsprechenden Muskelgruppen.

Lilly-Fee - OhrentzündungSchon nach der zweiten Akupunktur überraschte mich Lilly-Fee mit einer fast abgeklungenen Ohrenentzündung. Bei ihrer sechsten Sitzung kam Lilly-Fee fröhlich in meine Praxis getrabt und schien zu sagen: "Beeil dich, ich hab heute noch ´ne Menge vor." Lilly-Fee hatte abgenommen, ihr Fell war nicht mehr so verdichtet und begann schon etwas zu glänzen, ihr ISG war stabil und ihre Muskulatur in Vorhand und Hinterhand begann, sich aufzubauen. Zudem konnten verschiedene Medikamente (unter anderem Cortison) komplett weggelassen werden.

Lilly-FeeNun haben wir den nächsten Termin erst in ein paar Wochen ausgemacht, um dann auf einen längeren konstanten Zeitraum überzugehen.

Es freut mich sehr, dass Lilly-Fee und ihr Pflegefrauchen Brigitte diesen Weg gegangen sind, und ich wünsche den beiden viele lustige Tage, an denen Lilly-Fee ihre Lebenslust ausleben und genießen kann.
Ein Bericht von der Tierphysiotherapie Anke Opwis

 

Diesen Wünschen können wir uns nur anschließen, und wir sagen hier herzlich danke an Frau Anke Opwis für ihre uneigennützige Hilfe für Lilly-Fee, an das Pflegefrauchen für ihre unermüdlichen Bemühungen um Lilly-Fees Wohlergehen und natürlich wieder einmal an die Pat(inn)en und alle Menschen, die für Lilly-Fee spenden. Nur mit Ihrer aller Hilfe ist es möglich, dass Lilly-Fee nun endlich ihr Leben genießen darf.

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Update 27.04.2018

Lilly-Fee

Hallo Ihr Lieben,

Lilly-FeeLilly-Feeich wollte mich mal wieder melden. Habe den Winter gut überstanden und freue mich, dass es Frühjahr ist und ich bald wieder baden gehen kann.

Die Probleme mit meinen Gelenken sind leider schlimmer geworden. Da hilft auch kein Cortison mehr. Mein Pflegefrauchen ist nochmal zur Tierärztin gegangen, und die hat mir dann Schmerztabletten verschrieben. Wir waren auch bei der Physiotherapeutin, die hat mich dann richtig massiert und mir meine verschobenen Wirbel wieder gerade gerückt. Ich habe auch Bandagen bekommen, die mir Halt geben, weil ich eine Fehlstellung an meinen Vorderpfoten habe. Muss halt jetzt ein wenig langsam machen mit dem Ballspielen.

Lilly-Fee

Die gute Nachricht von der Tierärztin: Mein Mammatumor ist nicht gewachsen! Er wird ja in regelmäßigen Abständen kontrolliert, aber im Moment steht jedenfalls keine Op an.

Ansonsten geht es mir sehr gut bei meinem Pflegefrauchen. Ich hoffe, dass ich noch ein paar schöne Jahre habe.

Daran, dass es mir trotz meiner diversen „Wehwehchen“ heute so gut geht und ich in meiner Pflegefamilie bleiben, dort geliebt und umsorgt werde, sind auch meine lieben Paten und andere Menschen, die für mich spenden, „schuld“. Deshalb möchte ich mich auf diesem Wege ganz herzlich bei allen bedanken, die mir dieses Leben ermöglichen. Ich bin wirklich sehr dankbar dafür!

Eure Lilly-Fee


Update August 2017

Lilly-Fee

Hallo, liebes Team der Nothilfe, liebe Paten und Patinnen, Lilly-Fee am Badesee

ich möchte mich mal wieder melden, wie es mir so geht. Ich habe den Winter gut überstanden – war froh, dass mein Fell so schön nachgewachsen war und ich nicht frieren musste. Der Schnee war so richtig toll, und es machte Spaß darin zu toben.

Lilly-Fee mit Kumpel Boy

 

Lilly-Fee und die SamtpfoteJetzt ist es ja wieder schön warm, und mein Kumpel Boy und ich gehen mit unserem Frauchen sehr viel schwimmen. Das ist immer eine wunderbare Abkühlung.

 Leider habe ich seit etwa drei Monaten ziemlich Probleme mit meiner Verdauung. Mein Frauchen versucht alles, damit es wieder besser wird. Aber bis jetzt haben wir noch nicht richtig herausgefunden. woran es liegt. Die Kotprobe, die wir dem Doc gebracht haben, brachte kein Ergebnis. Alles sei gut, es konnte bei der Untersuchung nicht festgestellt werden, woran es liegt. Empfohlen wurde jedenfalls über längere Zeit Schonkost, dann hoffe ich, dass alles wieder in Ordnung kommt.

Auch mein Fell schafft mir wieder große Probleme. Vielleicht kommt es auch durch die Wärme. Da hilft nur, wieder konsequent baden und einölen. Wenigstens wächst das Fell wieder nach.

Abgesehen von all meinen Baustellen geht es mir richtig gut, und ich lasse mir die gute Laune durch die vielen Wehwehchen nicht verderben. Ich bin auch viel ausgeglichener geworden, wenn ich andere Hunde treffe. Längst bin ich keine solche Zicke mehr.

Ballspielen ist noch immer meine große Leidenschaft. Das könnte ich den ganzen Tag machen. Und manchmal kommt es mir sogar nachts in den Sinn. Aber da wird Frauchen ganz schön böse, wenn sie merkt, dass mich nichts drückt, sondern dass ich zum Spielen raus möchte.

Ich bin sehr glücklich, dass ich Menschen gefunden habe, die sich um mich kümmern und die mich unterstützen. Ein Hund wie ich ist nicht überall erwünscht, aber hier kümmern sich alle liebevoll um mich. Dafür möchte ich allen Paten und Spendern herzlich danken.

Lilly-Fee und das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt


Update 09.02.2017

Liliy-Fee

Lilly-Fee geht es so gut, dass sie uns einen Besuch abstatten und uns ihr neues „Outfit“ zeigen wollte. Natürlich haben wir uns sehr gefreut, vor allem generell über die kleine Maus und im Besonderen über dieses neue Outfit:Liliy-Fee kommt zu Besuch

 

Ihr Fell ist super gewachsen und seidig weich – die Spuren ihres  Vorlebens sind so gut wie verschwunden, und der Border-Collie ist wieder sichtbar. Nur wenn man genauer hinschaut, sieht man die vielen Schuppen auf der Haut. Aber die alleine verursachen kein lästiges Jucken. Dieses tritt nur auf, wenn Lilly-Fee etwas „Falsches“ gefressen hat. Sie bekommt deshalb ausschließlich Diätfutter, was sie sehr gut verträgt und was dem ständigen Kratzen ein Ende bereitet hat.Lilly-Fee

Lilly-Fee steht weiterhin unter Beobachtung und ist in Behandlung beim Tierarzt. Die Schilddrüsenmedikamente sind inzwischen gut eingestellt. Und der Mammatumor hat sich nicht vergrößert. Eine OP ist deshalb im Moment nicht erforderlich, und wir wünschen Lilly-Fee, dass das noch lange so bleibt.  Dabei hilft, dass sich Lilly-Fee rundherum wohl fühlt und sie von ihren Pflegemenschen sehr gut versorgt und umsorgt wird.

Unterwegs mit Boy

Lilly-Fee ist ein „anderer“ Hund geworden. Sie genießt die ausgedehnten Spaziergänge mit ihrem Frauchen und ihrem vierbeinigen Freund Boy. Vor allem liebt sie, wie fast alle Hunde, den Schnee und tobt ausgelassen darin herum. An ihrem Pflegefrauchen hängt sie sehr und folgt ihr auf Schritt und Tritt.Lilly-Fee

Alles hat sich wunderbar eingespielt, und wir glauben nicht, dass sie ihr altes Zuhause vermisst. Wir sind sehr froh darüber, dass das nette Hundemädel so gut abgefangen wurde und ihr Leben nun in vollen Zügen genießen kann.

Lilly-Fee

Das alles war und ist nur möglich mit Ihrer Unterstützung – Lilly-Fee, ihre Pflegefamilie und das ganze Team der NfP sagen herzlich DANKE dafür!


Update 30.09.2016

Wir sind immer wieder aufs Neue erstaunt, was so manche Pflegestelle aus verwahrlosten Hunden hervorzaubert.Lilly-Fee

Es scheint, dass die liebe Border-Mix-Hündin zu neuem Leben erweckt wurde. Sie blüht förmlich auf, seit ihre Pflegemenschen das Hautproblem ein wenig besser in den Griff bekommen haben und Lilly-Fee nicht ständig wie verrückt kratzen muss. Man hat auch noch seine eigenen Heilmittelchen. So wurde Lilly-Fee am ganzen Körper mit Weihrauch-Öl eingerieben, nachdem die Haut schon wieder anfing wie doll Schuppen zu bilden. Es hat gewirkt und wir hoffen für Lilly-Fee, dass der Zustand so bleibt, d.h. sich immer weiter verbessert und es nicht wieder zu einem Rückschlag kommt. Ihr heftiger Körpergeruch hat durch die erneute Behandlung weiter abgenommen.

Der ganze Heilungs-Prozess wird immer noch mit Cortison-Tabletten und Medizin für die Schilddrüse unterstützt.

Auch die Futterumstellung zeigte ihre Wirkung. Alles in allem ist Lilly-Fee auf einem guten Weg. Ihr Fell ist ständig gewachsen und glänzt wieder.Lilly-Fee

Man sieht ihr die Spuren des früheren Lebens so gut wie nicht mehr an.

Ihr Gesichtsausdruck ist ein wenig verschmitzt, sie treibt ihre Späße und man könnte den Eindruck gewinnen, als möchte Lilly-Fee nur gefallen. Oft bringt sie ihre Pflegemenschen zum Lachen. Diese haben viel Freude an ihr und können sich das Mädel schon gar nicht mehr wegdenken.

Zwischen Hunde-Kumpel und Katze Mickey fühlt sich Lilly-Fee wohl und geborgen. Und auch ihre Anhänglichkeit an Frauchen und Herrchen ist enorm.

Lilly-Fee

Und im Namen von Lilly-Fee möchten wir uns bei all den Menschen bedanken, die sie finanziell begleiten. Es ist schön, dass es SIE ALLE gibt. DANKE.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Alle großen Worte erscheinen zu klein für Eure Hilfe,
ein kleines Wort drückt Großes aus: D A N K E

Lilly-Fee

Lilly-FeeObwohl ihr mich nicht persönlich kennt, so habt ihr Anteil an meinem leidvollen Schicksal genommen. Durch Eure Spenden ist meine tierärztliche Versorgung ein wenig abgedeckt, so denn hoffentlich keine OP an meinem Gesäuge ansteht.

Aber daran möchte ich jetzt keinen Gedanken verschwenden, denn ich kann nun bei meinen Pflegeeltern endlich das Leben genießen.

Die neuen Bilder sagen auch mehr als alle Worte die ihr kennt. Ich hatte euch ja versprochen, dass sie Euch sicherlich als kleines Geschenk gut tun werden.Lilly-Fee und ein Hundekumpel

Ja, ich bin es wirklich, auch wenn es mancher nicht glauben mag. Geblieben sind noch immer das schlimme Kratzen und der üble Geruch. Aber das ist nun erst einmal zweitrangig – wichtig findet die NfP, dass ich mich nun ENDLICH meines Lebens freue, liebevoll umsorgt werde und vor allem auch immer einen vollen Napf habe.

Ich bin mächtig stolz auf meine Unterstützer, denn die Menschen werden immer egoistischer und abgeklärter was das Leid der Schwachen angeht. Aber noch gibt es sie, die Zweibeiner mit Rückgrat, die nicht verdrängen oder wegschauen und gerne helfen, um anderen Lebewesen eine Zukunft zu geben.

Ihr hört wieder von mir – versprochen!!

Eure Lilli-Fee

 

 


 

Ein wahres deutsches Märchen, das das Leben schrieb und leider täglich schreibt:

Es könnte beginnen mit den Worten: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann -leiden- sie noch heute….“ Aber lesen Sie selbst, dass auch Märchen ein gutes Ende nehmen können:

In einem kleinen Ort lebten ein Mann und eine Frau, die auch immer wieder Tiere besaßen. Sie mochten die Tiere und kümmerten sich auch um sie. Irgendwann meinte es das Schicksal nicht gut mit der Frau und ihr Mann starb. Sie hatte noch ihren Sohn und sie meisterte die neue Situation so gut sie konnte. Sie ahnte nicht, dass sich ihr ganzes Leben erneut dramatisch verändern würde.

Ohne dass es Vorzeichen gab, starb ihr Sohn. Es brach für sie eine Welt zusammen und fatal war, dass der Tod auch in ihrem Kopf dramatische Veränderungen ausbrechen ließ.

Ganz langsam zog der Teufelskreis seine Runde, bis sich dieser Kreis schloss.

Nichts war mehr wie es war, außer dass noch immer die Katzen und die Hündin, nennen wir sie Lilli-Fee, bei ihr lebten.

Mehr und mehr verkam das kleine Häuschen, in dem sie mit den Tieren lebte. Auch den Tieren konnte sie schon lange nicht mehr gerecht werden. Die Katzen waren nicht kastriert und Babies wurden geboren, wurden erwachsen und vermehrten sich weiter. Der gesundheitliche Zustand der Katzen war eine Katastrophe. Für die Hündin „Lilli-Fee“ wurde mit jedem Tag das ganze Leben zum Trauma. Sie erzählt ihre Geschichte ohne Groll, denn sie weiß, dass die Frau es nicht so weit hätte kommen lassen, wenn sie Herr ihrer Sinne gewesen wäre:

Lilly-Fee mit Samtpfote

„Ich heiße Lilli-Fee und auch wenn ihr es auf den Fotos nicht erkennen könnt, so zähle ich zu der Rasse des Border Collies. Irgendwann war in meinem Leben ganz plötzlich alles anders.
Es begann damit, dass das Haus mehr und mehr zur Müllhalde wurde und die Katzen und ich auch unsere Geschäfte oft hier zwischen dem anderen Unrat verrichten mussten. Es war ekelig für uns, aber wir hatten keine Wahl.

Futter gab es nicht regelmäßig und manches Mal hat unser Frauchen es in ihrer Not auch selbst gegessen, so dass wir an manchen Tagen nicht zu essen hatten. Es kam auch vor, dass unser Frauchen etliche Kilometer zu Fuß zum Einkaufen ging und ohne etwas in der Tasche zurückkam, da sie einfach vergessen hatte, weshalb sie losgelaufen war.

Ab und an kam eine nette Nachbarin und brachte für uns Futter und für unser Frauchen Essen. Anfangs nahm sie es noch an, aber nach einer Weile beschimpfte sie die nette Frau und diese kam dann auch nie mehr zu uns. Es war alles unvorstellbar hier für uns Tiere (lest auch hier wie es den Katzen erging – <klick>) und trotzdem war mein einziger sehnlichster Wunsch, dass endlich das bestialische Jucken auf meinem Körper aufhören würde.

Es muss ein Heer von Flöhen und anderen Krabbeltieren hier gehaust haben. Sie haben das Haus und mich belagert und meinen Körper förmlich aufgefressen. Vor lauter Jucken habe ich ständig mit Kratzen dagegen gehalten, aber meine Haut war schon größtenteils von dem Getier zerstört. Meine Pfoten kribbelten und juckten, dass ich in meiner Not begonnen habe, diese anzuknabbern bis es offene Wunden waren, um dem Wahn zu entkommen. Es gelang mir aber nicht. Nicht nur meine Schönheit ging nach und nach verloren, auch meine Lebensfreude war auf dem Nullpunkt.

Manches Mal wurde ich auch draußen vergessen und habe auf der Straße übernachtet. Für mich war es sogar angenehm, so konnte ich meinem eigenen Gestank für eine Weile entkommen. Die umherstreunenden potenten Kater fanden den Geruch wohl anregend und haben mich sogar angepinkelt.

Es ist unvorstellbar, wie widerlich ich mich gefühlt habe. Auch wenn ich "nur" ein Hund bin, so habe ich doch ein Verständnis für eine gewisse Sauberkeit.

Ich hatte mich schon aufgegeben und mich meinem Schicksal gefügt, als irgendwann Leute hier auftauchten und unser Frauchen wurde weggebracht. Es wurde von einem Heim gesprochen, in dem sich Leute um sie kümmern würden, damit sie nicht mehr so hausen muss, wie sie es die letzten Jahre getan hatte.

Was würde denn nun mit uns Tieren passieren? Uns habt ihr Menschen in solchen Fällen doch nie eingeplant, denn für uns sind ja keine öffentlichen Gelder vorhanden. Es kam so, wie es in diesem Lande eigentlich immer kommt: Wir Tiere werden von Menschen aufgefangen, die eigentlich keine Verantwortung für uns tragen. Sie tun es aber trotzdem und das können sie nur, weil sie wiederum andere Menschen finden, die es ihnen durch Spenden überhaupt nur möglich machen.

Wir wurden also von der NfP Freudenstadt allesamt übernommen. Die Katzenmütter und Babies kamen in Pflegestellen und wurden dort erst einmal tierärztlich versorgt. Um die restlichen, etwas scheueren Katzen sollte sich der örtliche Tierschutzverein kümmern.

Gott sei Dank haben sich auch Menschen gefunden, die mir als Pflegestelle eine Bleibe gegeben haben. Auch ich wurde und werde tierärztlich versorgt und schon das erste Bad hat Wunder gewirkt.

Lilly-Fee beim Tierarzt

Lilly-Fee beim Tierarzt

Lilly-Fee beim Tierarzt

Lilly-Fee beim Tierarzt

Lilly-Fee beim Tierarzt

Durch ganz viel Waschen und Ölen ist meine Haut zwar etwas besser geworden, aber ich stinke noch immer wie ranziges Fett. Es wird wohl noch dauern, bis die letzte Milbe meinen Körper verlassen hat.
Der Tierarzt meinte, das kann auch noch lange so sein.
Das Fell wächst ganz langsam nach, aber Kratzen und Beißen an den Pfoten haben sich nicht gebessert. Es hat sich so tief über die lange Zeit verankert, dass mein Kopf mir diese Signale noch sendet, obwohl es vielleicht kein Jucken mehr geben dürfte.Lilly-Fee nach 4 Wochen

4 Wochen späterMeine Pflegemenschen sagen, ich habe ein sehr liebevolles Wesen, sei sehr folgsam und lasse alles über mich ergehen, ohne zu murren und knurren. Bei unseren Spaziergängen bin ich so verdammt glücklich und freue mich meines neuen Lebens. Wenn wir nach Hause kommen von unserem Abendspaziergang, begrüße ich mein Pflege-Herrchen im Haus täglich stürmisch. Auch mein Spieltrieb ist wieder erwacht oder ich habe ihn vielleicht auch erst jetzt entdeckt. Ich liebe es, wenn ich gefordert werde. Sie verstecken z. B. den Ball unter Tontöpfen und ich finde sofort heraus, unter welchem Topf der Ball sich befindet.

Gestern war ich wieder beim Tierarzt, da meine Hautprobleme, der Gestank und der ständige Juckreiz trotz Medikamenten, dauerndem Baden und Einölen einfach nicht nachlassen. Leider hat er auch jetzt noch ein Geschwür am Gesäuge festgestellt, welches man erst einmal beobachten soll. Für den Juckreiz und den Gestank konnte er mir nur auf den Weg geben, Geduld zu üben, mehr kann man wohl momentan nicht dagegen tun.Nach 4 Wochen

Da man für mich nun schon so viel getan hat, beschämt es mich ein wenig, dass ich nun doch noch um Unterstützung bitten muss. Wie immer, reißt ein solcher Notfall wie ich es bin, ein großes Loch in die dürftige Kasse des Vereins. Da auch noch nicht sicher ist, ob ich an meinem Gesäuge operiert werden muss, wäre es prima, wenn ihr ein paar wenige Euro vielleicht an eurem geplanten Urlaub für mich verwenden würdet.

Ich habe natürlich keine Gegenleistung zu bieten, außer schon jetzt Danke zu sagen, und Euch vielleicht in meiner nächsten Geschichte mit Fotos glücklich zu machen, auf denen ich in neuem Glanz erstrahle, da bin ich sicher.

Wenn es nicht zu unverschämt ist, dann denkt vielleicht auch mancher von Euch an meine früheren samtpfötigen Mitbewohner, denen es leider auch nicht besser als mir ergangen ist? Darüber würde ich mich sehr freuen.

DANKE - Eure Lilli-Fee

Lilly-Fee nach 4 Wochen

Bitte unterstützen Sie Lilly-Fee, sie braucht Ihre Hilfe.

IBAN: DE29 6426 2408 0052 3760 01
BIC: GENODES1VDS
Volksbank Dornstetten

oder direkt über PayPal

 

Verwendungszweck: Hilfe für Lilly-Fee

 

 

Eine Patenschaft für Lilly-Fee übernehmen?

 

Diese Seite einem Freund mailen

zurück

letzte Bearbeitung am 26. Mrz 19