Tenshi – das Leben ist vorbei, es lebe das Leben!

 

 

 

Update Februar 2019

Tenshi ist seit einigen Wochen ein Kleeblättchen geworden: neben Gismo, dem Nestor der Runde, Cookie, natürlich Tenshi ist nun Ayumi dazu gestoßen und macht das Kleeblatt komplett.

Ayumi
Der Neuzugang hat erst mal alles durcheinandergewirbelt, Tenshi hat sich tapfer geschlagen und hat die Hürde der erneuten Unsicherheit gut gemeistert. Er hat seine Box als Fluchtburg und Sicherheitsplatz.
Solange die Box da ist, ist Tenshi beruhigt: seine Burg kommt mit, egal wohin: wo Tenshi ist, ist seine Burg nicht weit. Auf diese Art und Weise kann Tenshi Autofahren, verreisen, andere Menschen besuchen – ohne Box undenkbar, mit Box kein Problem, dann macht der wunderbare kleine Kerl alles mit.
Die Eroberung des Hauses endet hinter der Couch. Hört sich ein bisserl krass an – ist aber bei einem so labilen Fellnäschen wie Tenshi schon ein großer Schritt – raus aus der Box, die Sicherheit verlassen und hinter der Couch rumtappeln: damit hat sich der Aktionsradius vervielfacht. Wir freuen uns maßlos über diese Fortschritte.

Von diesen kleinen Fortschritten gibt es viele – man muss nur recht genau hinschauen, dann bemerkt man auch die winzigen Schrittchen, die dem kleinen Kerl viel Mut abverlangen, die er aber selber, in seinem Tempo meistert.
Die panische Angst vor dem Staubsauger: passé. Sogar vor seiner Box kann Staub gesaugt werden, ohne dass es ihn im Geringsten stören oder gar ängstigen würde.
Ein Riesenschritt für den kleinen Mann.
Seit der Augen-OP kann Tenshi viel besser sehen und hat damit den Garten erobert. Er liebt den Garten, tollt darin herum und Ball spielen im Garten – eine wunderbare und nahezu endlose Freude. Wenn es ihm gut geht, er von IBD-Schüben verschont ist, dann genießt er es. Mit jeder Faser seines kleinen Körpers, es ist so schön, diese Lebenslust zu beobachten.
Tenshi hat ein so unsägliches Glück in dieser liebevollen Familie „gelandet“ zu sein: jeden Schritt, den die Familie macht, plant sie um die Kleeblättchen und das Bedürfnis eines jeden einzelnen.
Tenshi dankt es seiner Familie mit seinem wunderbaren Wesen und einem riesengroßen Vertrauen, das er seiner Familie jeden Tag aufs Neue schenkt.

Ihnen, liebe Paten, ein riesengroßes Danke-schön für die Fürsorge und Unterstützung, die Sie Tenshi zukommen lassen. Es ist, wie so oft, ein Mosaik aus vielen Steinchen, die ein Bild ergeben: hier ist es das Bild des wunderbaren Tenshi, der immer ein bisschen mutiger wird und seine chronische Erkrankung mit so viel Tapferkeit erträgt – von Ihnen und seiner Familie unterstützt und getragen.

Einer alleine kann kein Team sein – Danke!!

Das ganze Team der Nothilfe für Polarhunde e.V. Freudenstadt

 


 

Update Oktober 2018

TenshiTenshiSeit unserem letzten Bericht über das kleine Sorgenfell Tenshi ist nun wieder einige Zeit vergangen, und wir haben neue Nachrichten von der Pflegefamilie erhalten. Wir haben uns sehr gefreut, dass Tenshi immer mehr aufblüht und glücklich und zufrieden sein Leben genießt. Leider macht ihm seine Gesundheit immer noch Probleme, und Tenshi bleibt wohl Stammgast beim Tierarzt. Dennoch sind wir glücklich, dass Tenshi eine liebevolle Pflegefamilie gefunden hat, in der ihm alle Liebe und Fürsorge zuteil wird, die der kleine Hundemann so dringend benötigt. Aber lesen Sie selbst den Bericht des Pflegefrauchens:

„Psychisch geht es immer weiter bergauf mit Tenshi, sodass er mittlerweile sogar unseren Garten richtig liebt. Wo er letztes Jahr noch völlig überfordert war mit den Eindrücken im Garten und das auch durch sein „Kreiseln“ zeigte, fängt er heute sogar an, mit dem Ball zu spielen, und läuft ganz munter und interessiert durch das schöne Grün. Auch Streicheleinheiten werden von ihm heute nur zu gerne mit Genuss angenommen.

Tenshi

Das Durchfallproblem beschäftigt uns leider immer noch stark. So hat sich herausgestellt, dass Tenshi nicht nur auf Futtermittel heftig reagiert, sondern auch Stresssituationen sofort einen Schub bei ihm auslösen. Vom Barfen mussten wir leider wieder weggehen, da er das dauerhaft auch nicht gut vertragen hat. So suchen wir nach wie vor nach einer optimalen Lösung.
Wir haben uns dann schweren Herzens für eine Darmbiopsie entschieden, da man festgestellt hat, dass Tenshis Vitamin-B12-Wert trotz der Spritzenkur unter dem Minimum ist und zusätzlich auch noch der Eiweißwert weiter gesunken ist. Nun wollte man einfach schauen, wie stark geschädigt Tenshis Darm durch die chronische Entzündung ist. Die Ergebnisse stehen noch aus, und wir hoffen wirklich sehr, dass es noch nicht ganz so schlecht steht um Tenshis Gesundheit. Wir werden Euch weiter auf dem Laufenden halten.“

Tenshi

Wir hoffen nun sehr, dass sich Tenshis Gesundheit stabilisiert, und unsere kleine Frohnatur noch sehr lange glücklich sein darf. Tenshis Paten und Unterstützern danken wir ganz herzlich – Sie stellen Tenshis aufwändige medizinische Versorgung sicher und ermöglichen ihm ein angenehmes und erfülltes Leben in seiner Pflegestelle. Wir werden Ihnen natürlich auch weiterhin über Tenshis Leben berichten.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 


 

Update 07.03.2018

Tenshi

Tenshi mit PflegemanmaTenshiRegelmäßig bekommen wir Nachrichten über Tenshi von seiner Pfegefamilie. Wir freuen uns sehr darüber, zumal immer auch von den kleinen und größeren Erfolgen berichtet wird, die Tenshi macht. Die Pflegestelle schreibt diesmal:

Nun wird es wieder einmal Zeit für einen kleinen Bericht über unser Sorgenfell Tenshi. Vergangene Woche stand wieder eine Kontrolle der Augen an, und die Ärzte sind überwältigt von dem Heilungsverlauf von Tenshis Auge. Darüber waren natürlich alle Beteiligten heilfroh. Die Behandlung mit den Augentropfen muss ja lebenslang einmal täglich für jedes Auge weitergeführt und halbjährlich kontrolliert werden. Da Tenshi aber unheimlich kooperativ ist, stellt das für ihn kein großes Problem dar.

Anders sieht es bei seinem Durchfall aus: da mittlerweile feststeht, dass Tenshi eine sogenannte IBD oder CED, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, hat, wird das wohl auch eine Dauerbaustelle bleiben. Wir versuchen immer noch, das Futter und die Futterzusätze zu optimieren, um möglichst wenig Gebrauch von den Medikamenten machen zu müssen. Momentan bekommt er zweimal täglich Aloe-Vera-Saft, Barf-Futter mit Pute, eine spezielle österreichische Kräutermischung und ein Darmaufbaumittel.
Das funktioniert im Allgemeinen ganz gut, trotzdem braucht er täglich einmal Antibiotika – ohne das geht es leider momentan nicht. Wenn er einen schlimmeren Schub bekommt, erhält er zusätzlich eine viertel Cortison-Tablette. Diese aber, wie gesagt, wirklich nur bei Bedarf.

Was uns und den Ärzten auch noch Sorge bereitet, ist sein extrem niedriger Vitamin-B12-Spiegel. Daher bekommt er nun sechs Wochen lang einmal wöchentlich eine Vitamin-B12-Spritze, dann wird der Spiegel wieder überprüft, und man wird entscheiden, ob diese Spritzenkur verlängert werden muss. Durch das IBD ist Tenshis Darm so schwer geschädigt, dass er dieses Vitamin nicht mehr resorbieren kann. Wir müssen nun sehen, ob wir das wieder in Gang bekommen oder ob Tenshi sein Leben lang zusätzlich Vitamin B12 bekommen muss.

Tenshi

Psychisch geht es dem Bub aber immer besser. Er wird immer besonders sein, aber er macht weiter Fortschritte und zeigt inzwischen ganz deutlich, dass er uns vertraut. Das „ Kreiseln“ tritt hier bei uns gar nicht mehr auf. Lediglich beim Arztbesuch vor zwei Wochen hat er angefangen, im Behandlungszimmer im Kreis zu laufen. Nachdem er vom Pflegefrauchen sofort auf den Arm genommen wurde, hat er sich jedoch schnell beruhigt. Man sieht aber daran, dass er noch immer instabil ist, wenn es um Stresssituationen geht. Auch der Nystagmus kommt dann öfter wieder durch. Diese „Störung“ wird er wohl ebenfalls beibehalten. Trotzdem ist er ein lebensfroher kleiner Bub, den man einfach lieb haben muss. Wir nehmen ihn so, wie er ist, versuchen, das Beste für ihn herauszuholen, und haben gelernt, mit seinen Dauerbaustellen zu leben und umzugehen.

Tenshi

Wieder einmal zeigt sich, dass es sich lohnt, um jedes Leben zu kämpfen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern und Paten, die Tenshi bei seinem Weg in ein schönes „Hundeleben“ unterstützen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.

 


 

Update September 2017

Tenshi

Tenshi geht auf Urlaubsreise und bewältigt danach seine Augen-OP

Wir freuen uns immer sehr darüber, Nachrichten von unseren besonderen Sorgenfellen zu bekommen, die optimistisch stimmen. Die Dauerpflegestelle von Tenshi meldet sich heute zu Wort:

Es wird wieder Zeit für ein Update von unserem „Bubi“:

Tenshi mit einem Viszla-RüdenMittlerweile war er das erste Mal mit im Urlaub, im Thüringer Wald. Diese Ferien mit uns haben Tenshi sehr gut getan und bei ihm unheimliche Fortschritte ausgelöst.

Tenshi im Urlaub

Mit im Urlaub waren zwei Vizsla Rüden, die auch überall mit dabei waren. Da der eine Rüde immer etwas aufdringlich war, hat Tenshi doch tatsächlich gelernt „Zähne zu zeigen“ und sich deutlich zur Wehr zu setzen. Das war für uns eine ganz neue Seite an dem sonst so scheuen, zum Teil panischen, Shiba-Bub.
Außerdem hat er angefangen zu spielen und Tannenzapfen zu jagen. Das alles waren wirklich herzerwärmende Entwicklungen für uns. Auch unsere Befürchtung, dass Tenshi die Reise und die neue Umgebung zusetzen würde, war umsonst. Er hat alles wirklich toll gemeistert. Sein Vertrauen zu uns ist scheinbar schon so groß, dass er keinerlei Angst, geschweige denn eine seiner Panikattacken, bekommen hat. Durchfall hat er allerdings gegen Ende des Urlaubs bekommen. Wir vermuten, dass sein Darm mit dem Harz und den Splittern der Tannenzapfen, die er beim Spielen zerbissen hat, nicht zurechtkam. Da der Reisestress schon über zwei Wochen zurücklag und auch am Futter nix verändert wurde, blieben nur die Tannenzapfen als Erklärung übrig. Diesen Durchfall haben wir auch die nächsten zwei Wochen nicht mehr in den Griff bekommen.

Zwei Tage nach unserer Rückkehr mussten wir nach Haßloch um die Voruntersuchung für die OP des rechten Auges machen zu lassen. Diese verlief ohne Schwierigkeiten. Der Arzt sagte uns im Vertrauen, dass er Tenshi eigentlich nicht hätte operieren wollen, da er nie gedacht hätte, dass wir ihn jemals „wieder so hinbekommen“ würden. Aber jetzt, wo er gesehen hat, wie wir um Tenshi kämpfen und daran arbeiten, ihm das Leben wieder lebenswert zu machen, habe er seine Meinung geändert. Da waren wir alle (Tenshi inklusive) sehr stolz auf uns.

     

Tenshi in NarkoseAm 12.09. war dann die Augen-OP. Sie verlief sehr gut. Leider konnte Tenshi keine neue Linse bekommen, da seine Augen einfach zu klein sind. Aber es ist trotz allem eine Riesen-Verbesserung seines Sehvermögens erreicht worden. Die Nachsorge ist zwar sehr aufwändig und der Bub im Moment ein echter Intensiv-Pflegi: Er muss 10x täglich Tropfen bekommen und wir müssen wöchentlich nach Haßloch zur Nachsorge fahren. Aber das stehen wir auch noch durch. Durch die Antibiotika und das Kortison nach dem Eingriff ist nun auch der Durchfall wieder weg. Wir werden das mit den Durchfällen weiter im Auge behalten. Hoffen aber, dass wir ihn irgendwann dauerhaft beschwerdefrei bekommen.Tenshi nach der Augen-Op

Wir danken an dieser Stelle der hingebungsvollen Pflegestelle von Tenshi. Und auch allen Spendern und Paten, die es immer wieder ermöglichen, dass unsere vom Schicksal gebeutelten Patienten wieder auf die Pfoten kommen können.

Tenshi genießt die Nähe

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Update 01.07.2017
Auf steinigen, langgezogenen Serpentinen geht es langsam den steilen Berg hinauf…

Tenshi

Nachfolgend der gesamte Klinikbericht von Tenshi mit aktuellem Ergebnis der letzten Untersuchung (siehe hier):

"Tenshi" wurde erstmals am 20. Januar 2017 im Zentrum für Tiergesundheit vorgestellt. Er zeigt phasenweises Drangwandern nach links. Der Gesamtzustand ist schlecht, er hat schuppiges Fell und ist abgemagert.

In der Untersuchung läuft er immer links um Behandlungstisch, ist orientiert, stößt nicht an, zeigt jedoch gelegentlich Einknicken in der Hinterhand.

Als Hauptbefund fällt ein permanenter horizontal-rotatorischer Nystagmus (Augen-Zuck-Bewegung) nach links auf. Die Computertomographie des Kopfes ergab einen Normalbefund. In der durchgeführten Liquoruntersuchung (Hirnwasser-Untersuchung) fällt ein grenzwertig erhöhter C-reaktives Protein auf (Entzündungsparameter). Dies ist hinweisend, jedoch nicht eindeutig für einen entzündlichen Prozess im zentralen Nervensystem.

Aufgrund dieses Wertes bekommt der Hund über 4 Wochen in kontinuierlich reduzierender Dosis Cortison. Am 28.Februar wird der Hund erneut vorgestellt. Der Gesundheitszustand verbessert sich zunehmend unter normaler Fütterung/Haltung/Pflege. Er scheint schlecht zu sehen, auf kurze Distanz ohne Orientierung. So lange er sich langsam bewegt und keinen Stress hat ist kein Nystagmus zu sehen.

Tenshi bei der Augenuntersuchung Augenuntersuchung bei Tenshi Tenshi beim Augenarzt

--> V.a. Sehschwäche: in beiden Augen stellt sich hinter Iris Präzipitat dar, Linsentrübung --> Rat Augenuntersuchung --> zu Dr. Gröschl überwiesen. Dort konnte eine chronische Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut), sowie beidseits ein Sekundärglaukom (grauer Star) diagnostiziert werden. Links ist zusätzlich eine Linsenluxation erkennbar.Tenshi an seinem Rüchzugsort

Der Hund wurde mit Depot-Kortison und Antibiotika anbehandelt.

Am 27. März wurde Tenshi erstmals mit massivem Durchfall vorstellig. Die Kotuntersuchung (Giardien/Flotation) verlief negativ, auf Behandlung mit Metronidazol stoppte der Durchfall sofort. Nach ein paar Tagen fing der Durchfall jedoch wieder an. Es folgte eine testweise Gabe von Cortison über 4 Tage, was den Durchfall ebenfalls stoppte. Der daraufhin durchgeführte ACTH Test, als Überprüfung auf eine Nebennierenunterfunktion verlief jedoch negativ.Tenshi hat Spaßß mit dem Kauknochen

Aufgrund des anhaltenden Durchfalls und gleichzeitig der zentralen Symptome (Nystagmus) wäre ein mögliches weiteres Vorgehen eine Probenentnahme des Darmes und ein MRT des Kopfes um selbst kleinste Veränderungen im Bereich des Gehirnes darstellen zu können.

Da sich der Magen-Darmtrakt unter einer Futterumstellung stabilisiert hat, wurde vorerst auf eine Magen-Darm-Biopsie verzichtet und die weitere Diagnostik des Nystagmus im nächsten Schritt geplant.

Am 31.5. erfolgte in der Tierklinik in Hofheim die MRT-Untersuchung des Gehirns.
Die Untersuchung zeigte keine strukturellen Veränderungen, somit bleibt die Ursache für den Nystagmus weiterhin unklar.
Allerdings bleibt positiv hervorzuheben, dass auch keine schwer krankhaften Veränderungen (wie z.B.: ein Tumor) gefunden wurden.
Der nun nötige nächste Behandlungsschritt sind eine Operation des linken Auges und nach der Rekonvaleszenzzeit, dann die Beobachtung der Symptome.

Zu diesem medizinischen Bericht noch ein Juni-Update der Pflegestelle:

„Tenshi ist nun seit intensiven 5 Monaten bei uns. Wir haben sehr viele Täler zu durchlaufen gehabt. Unter anderem waren wir in verschiedenen Spezialkliniken Stammgäste um Tenshi's vielen Symptomen auf den Grund zu gehen.

Als schwierigste Baustellen haben sich seine Magen-Darm- und seine Augenprobleme erwiesen. Es hat uns sehr viel Kraft gekostet und - um ehrlich zu sein - haben wir zwischendurch wirklich gedacht, dass wir das nicht hinkriegen mit ihm. Der Bub hatte ununterbrochen wirklich schwere Durchfälle und war auch psychisch sehr schlecht drauf. Er war nur noch am Zittern, hat sich versteckt und wollte niemanden sehen, geschweige denn sich anfassen lassen.

Zum Teil hat er auch tagelang nichts gefressen oder getrunken, so dass er per Spritze zwangsernährt werden musste. Dazu kamen sein Nystagmus, der phasenweise wirklich schlimm ist, und dass er fast blind ist. - Was seine extreme Unsicherheit, zum Teil richtige Panik, nicht wirklich verbessert. Doch niemand fand den Grund für den Durchfall und den Nystagmus.

Durch den Tipp eines Mitglieds der NfP, bei Tenshi mal eine Bioresonanz-Untersuchung machen zu lassen, haben wir herausgefunden, dass er auf sehr Vieles allergisch ist. Unter anderem Rind, Pferd, Känguru und Getreide. Trotz der Vermeidung dieser Inhaltsstoffe bekamen wir den Durchfall nicht weg. Nach vielem Experimentieren haben wir dann herausgefunden, dass er offensichtlich generell negativ auf Trockenfutter reagiert und er wirklich nur mit einer Sorte Nassfutter klarkommt. Seit wir konsequent bei diesem Nassfutter bleiben, haben wir einen neuen Hund! Tenshi hat eine unglaubliche Lebensfreude entwickelt, liebt sein Futter über alles – und fordert dieses auch lautstark ein. Er zeigt große Freude wenn seine Menschen nach Hause kommen, ja sogar zum Spielen lässt er sich ab und zu schon animieren. Auch seine Fellprobleme sind Vergangenheit. Er bekommt richtig weiches “Plüschfell“. Zwar sind noch ein paar Überbleibsel der alten Borsten übrig, aber auch diese werden sicher bald ersetzt durch sein „neues Kleid“.

Tenshi

Der Grund für seinen Nystagmus wurde trotz MRT nicht gefunden, so dass die Ärzte von bleibenden Nervenschäden früherer Infektionen oder einer Art Epilepsie ausgehen. Wir waren nur erleichtert, dass man nichts Tumoröses gefunden hat und der Bub nun endlich eine echte Chance auf ein neues Leben bekommt. - Auch wenn er aufgrund seines früheren Lebens immer ein besonderer Hund bleiben wird.

Was für ihn jetzt wirklich eine große Hilfe wäre, wäre eine OP, die ihn wenigstens auf einem Auge wieder etwas sehen lassen würde. Damit er nicht mehr ganz so hilflos und unsicher ist, wenn er in neue Situationen kommt, damit sich seine Lebensqualität verbessert. Er hätte es so sehr verdient.“

Wir würden dem kleinen Mann so gerne zu dem Glück verhelfen, wieder etwas sehen zu können. Jedoch wird sich diese dringend notwendige Operation wenigstens für ein Auge, das noch gerettet werden kann (mit neuer Linse und Nachversorgung) in einer Größenordnung von ca. 1200 Euro bewegen.
Wir bitten Sie sehr herzlich um Spenden oder Patenschaften, damit wir so das Projekt „Wieder-Sehen-für-Tenshi“ gemeinsam stemmen können.

IBAN: DE29 6426 2408 0052 3760 01 BIC: GENODES1VDS
bei der Volksbank Dornstetten
Verwendungszweck: „wieder-sehen-für-Tenshi“

oder


 

 


 

Update 20.02.2017

 Tenshi

Tenshi - zwei Schritte vor und einen zurück

TenshiSeit unserem letzten Bericht hat Tenshi noch einige Tierarztbesuche und Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen – leider ohne sicheres Ergebnis. Es hat sich herausgestellt, dass Tenshi eine Entzündung im Gehirn hat, deren Ursache man noch nicht weiß, die jetzt aber erst einmal vorrangig mit Cortison behandelt wird.

Der Tierarzt berichtet: „Tenshi wurde uns am 20.1.2017 vorgestellt und zeigte deutliche Verhaltensauffälligkeiten. Auffällig waren ein stresstriggerbares Drangwandern nach links im Kreis. Eine anfängliche Blutarmut konnte sich nach guter Betreuung in der Kontrolle nicht mehr darstellen lassen. In der neurologischen Untersuchung stellte sich ein so genannter Nystagmus dar, dieser ist ein Anzeichen auf eine Störung in der Verarbeitung des Gleichgewichtsorganes. In der durchgeführten CT-Bildgebung stellte sich das Mittelohr und das Gehirn strukturell unauffällig dar, somit wurde im nächsten Schritt eine Untersuchung aus Blut und Hirnwasser auf Infektionserkrankungen durchgeführt. Die Ergebnisse im Hirnwasser zeigen eine mäßige Entzündung ohne spezifische Ursache an, somit wir im therapeutischen Ansatz vorerst die Entzündung bekämpfen müssen, um zu sehen, ob permanente Schäden vorliegen oder das Nervengewebe nach Rückgang der Entzündung wieder ‚normal‘ reagiert.“

Da Tenshi in seiner Pflegefamilie super umhegt und umsorgt wird, macht er trotz seiner gesundheitlichen Probleme enorme Fortschritte. Sicher, es gibt auch immer wieder – bislang unerklärliche – Rückschritte, aber Tenshis Familie lässt sich nicht entmutigen oder verliert gar die Geduld. Lesen Sie, was Tenshis Pflegemama schreibt:Tenshi

„Endlich haben wir, nach langem Warten, die Laborergebnisse von Tenshis Hirnwasseruntersuchung. Er muss jetzt, aufgrund eines erhöhten Entzündungswertes, circa drei Monate lang mit Cortison behandelt werden. Woher die Entzündung kommt, weiß man leider nicht, da das CT von seinem Gehirn unauffällig war.

Wir hoffen sehr, dass ihm diese Behandlung hilft und man damit vielleicht auch sein Augenproblem in den Griff bekommt. Sonst macht er ganz gute Fortschritte. Zum Beispiel hat sich sein Fressverhalten, auch schon vor Beginn der Cortison-Behandlung, sehr zum Positiven verändert. Mittlerweile fängt er richtig energisch an zu rufen und zu jaulen, wenn er hört, dass das Futter in den Napf kommt. Seine zu Anfang noch kahlen, ja richtig ausgefransten Ohren haben sowohl innen als auch außen richtig schönes, samtiges Fell bekommen. Seine Augen liegen auch nicht mehr so tief in ihren Höhlen, und er hat am ganzen Körper super Muskulatur aufgebaut, sodass er auch insgesamt immer kräftiger wird. An einem schönen Sonntag ist er eineinhalb Stunden mühelos mit durch den Wald marschiert. Wir waren über diese Entwicklung wirklich erstaunt, da er am Anfang in der Pflegestelle in Freudenstadt überhaupt nicht zum Laufen zu bewegen war. Und trotzdem fällt er zwischendurch aus für uns bisher noch unersichtlichem Grund in ein Loch. An diesen Tagen versteckt er sich nur und wenn man ihn wenigstens zum Gassigehen holen möchte, fängt er so stark an zu zittern, dass es wirklich den ganzen Hund regelrecht durchschüttelt. Wir haben noch nicht herausgefunden, was ihn in dieses Loch fallen lässt. Jedoch hoffen wir, dass auch dieses Geheimnis irgendwann gelüftet werden kann. Es sind ja zum Glück immer nur vereinzelte Tage - am nächsten Tag ist in der Regel alles schon wieder in Ordnung. Wir erarbeiten uns das Abenteuer „Tenshi“ Schritt für Schritt und wünschen uns sehr, dass wir ihm helfen können, irgendwann das Leben einfach nur genießen zu können.“

Tenshi 

Darauf hoffen wir alle, und wir sagen wieder einmal ganz herzlichen Dank an Tenshis Pflegefamilie, dass Ihr den kleinen Mann so toll auffangt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Tenshi weiterhin die Treue halten und ihn finanziell unterstützen würden. Herzlichen Dank!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


 

Tenshi

Update 10.02.2017

 

Tenshi hat VertrauenNun ist Tenshi gerade mal drei Wochen in seiner neuen und endgültigen Pflegefamilie – und schon legt sich ein Schatten über sein neues kleines großes Glück: Eventuell wird sein Kreiseln an der Leine nicht nur durch Stress verursacht, sondern durch – ja, was? „Irgendetwas Körperliches“. Genaueres können wir noch nicht sagen, Tenshi wird derzeit in einer Tierklinik im wahrsten Sinne des Wortes durchleuchtet. Kein guter Start für Tenshi und seine Familie, aber diese hält fest zu ihm und gibt ihm den nötigen Halt, und Tenshi hat trotz der vielen Tierarztbesuche schon tiefes Vertrauen in seine Menschen. Liebe Familie B., herzlichen Dank, dass Ihr so für Tenshi da seid, Ihr seid unbezahlbar. Wir wünschen uns sehr, dass Tenshi sein neues Leben bald uneingeschränkt genießen kann und danken allen, die ihn und uns auf dem Weg dorthin begleiten. Über weitere finanzielle Unterstützung zur Abklärung von Tenshis Gesundheit würden wir uns sehr freuen.

Tenshi kuschelt

Das Team der NfP

Tenshi mit Frauchen

Das Pflegefrauchen hat uns einen Bericht geschickt, den wir hier gerne an Sie weitergeben:

TenshiAls Tenshi vor etwas mehr als drei Wochen bei uns eingezogen ist, war er in einem Zustand, der uns wirklich zu Tränen gerührt hat. So ein Elend kannten wir bis dahin nur aus schrecklichen Reportagen im Fernsehen. Völlig unterernährt, mit kaum Fell und völlig traumatisiert kam der kleine Mann hier an. Dabei war er vorher schon fast drei Wochen in der Pflegestelle in Freudenstadt gewesen – wie schlecht musste sein Zustand gewesen sein, als er dort aufschlug? Wir möchten uns diesen Anblick gar nicht ausmalen. Trotzdem haben wir uns, nach dem wirklich schmerzlichen Verlust unseres „ Fröschles“ Yuri, wieder ganz bewusst für ein gebeuteltes und verwahrlostes Shiba-Schätzchen entschieden. Gerade diese Tiere haben ja noch nichts Positives, geschweige denn Schönes erlebt und haben es verdient zu erfahren, wie sich Liebe und Geborgenheit anfühlen.

Tenshi geht spazieren

Kenshi kuscheltMittlerweile macht Tenshi langsame, aber schöne Fortschritte. So hat er richtig Gefallen am „Gassigehen“ gefunden, so dass wir mit ihm jetzt schon bei einer Stunde Laufen angelangt sind. Er liebt es, querfeldein zu marschieren und orientiert sich schon sehr stark an seinem Menschen. Dadurch lässt er sich auch schön durch Situationen durchführen, die ihm Angst machen  bzw. ihn verunsichern. Auch am viel zu lang vermissten hochwertigen Futter hat er große Freude. Einzig sein scheues Verhalten im Haus bessert sich nur zögerlich. Mal hat er Phasen, in denen er mit auf dem Sofa kuschelt und einen mitunter auch schon schwanzwedelnd begrüßt, und dann auf einmal fällt er wieder zurück und versteckt sich gleich, wenn man sich ihm nähert. Durch viel Lesen haben wir uns die Hundesprache der ängstlichen Hunde zu Gemüte geführt, so dass wir auch hier auf einem guten Weg sind, dem Kleinen seine Angst vor Menschen und Alltagsgeräuschen zu nehmen. Aber so etwas braucht natürlich einfach viel Zeit.Tenshi entspannt

Leider hat Tenshis vorheriges Leben auch körperliche Spuren hinterlassen. So haben wir schnell festgestellt, dass er ein Problem mit den Augen hat und in Stresssituationen in eine Art Zwang verfällt und anfängt, ganz schnell im Kreis zu laufen. Aus diesem Zwang lässt er sich auch nicht herausrufen, sondern man muss ihn auf den Arm nehmen und regelrecht festhalten, da er auch auf dem Arm noch einige Sekunden mit dem Kopf kreist. Man hat in der Klinik einen Nystagmus festgestellt, dessen Ursache noch gesucht wird. Wir hoffen sehr, dass man dem süßen Kerlchen helfen kann und nichts Lebensbedrohliches gefunden wird, damit wir die Chance bekommen, ihm die schönen Seiten des Lebens zu zeigen.

 

Familie B.

 

 

 


 

Tenshi

Shiba-Inu-Rüde „Tenshi“
Geb. ca. 2010
Black & tan
aus verwahrloster Haltung

Und wieder erreichte uns der Hilferuf für einen Shiba aus schlechter Haltung. Aus schlechter Haltung? Aus miserabler Haltung!kaum Fell
Oder vielmehr gar keiner Haltung, denn der kleine, circa sechsjährige Rüde war irgendwo in Thüringen draußen sich selbst überlassen gewesen. Stinkend, borstig wie ein Wildschwein, mit schuppiger Haut, dehydriert, mit Krallen, die viel zu lang waren zum Laufen, die Ohren zerfranst und voll mit Milben, die Blase heftig entzündet , vollkommen unterernährt , schwach auf den Beinchen (er drohte ständig umzufallen) schlug er in der Shiba-Pflegestelle der NfP in Freudenstadt auf. Und mit einem Blick, einer Haltung, die deutlich zeigten, dass der Kleine mit dem Leben abgeschlossen hatte.

Tenshi wird gebadetTenshi am Tropf

Tenshi, so taufte ihn die Pflegestelle, wurde erst einmal gebadet – anders hätte man es in geschlossenen Räumen nicht aushalten können – und dem Tierarzt vorgestellt. Da Tenshi vollständig dehydriert war, musste er an den Tropf. Alles ließ er still und stumm über sich ergehen, es gab keine Reaktion seinerseits. Nur sein Darm reagierte auf die Reizüberflutung mit heftigem Durchfall. Tenshi ist kein Angsthund, aber der „Kulturschock“ war einfach zu groß. Zwei Tage lang ließ ihn die Pflegestelle weitgehend in Ruhe, separiert in einem Raum, bei geöffneter Türe, damit er sich fallen lassen konnte.

kuscheln auf der CouchDann holte sie ihn nach und nach in die Familie und ließ ihn zum ersten Mal spüren, was menschliche Wärme ist. Und Tenshi nahm diese gern und schnell an! Kuscheln auf der Couch – oh ja!

menschliche Nähe

Tenshi läuft an der LeineAuch Spaziergänge und eine Leine hatte Tenshi nie kennen gelernt: geht schon rech flottEr wusste zunächst nicht einmal, wo er denn nun Pipi machen sollte, und musste sich selbst dafür an den anderen Hunden der Pflegestelle orientieren. Aber bereits nach kurzer Zeit ging er gut an der Leine und war nach 3 Wochen sogar schon recht flott unterwegs.

 

Tenshi wurde natürlich entwurmt, und wegen des heftigen Durchfalls wurde vorsorglich ein Ultraschall des Bauchraums gemacht, wobei allerdings zum Glück keine Auffälligkeiten festgestellt wurden.

Beim Arzt

Tenshi in Dauerpflege

Inzwischen ist Tenshi in eine andere Pflegestelle umgezogen, in die Familie, die schon Yuri vorbehaltlos aufgenommen hatte. Tenshi blüht in dieser Familie genauso auf wie Yuri, bevor sie viel zu früh, nach nur sieben Monaten, über die Regenbogenbrücke gehen musste. Tenshi hat SEINEN Platz gefunden; wir werden dem kleinen Mann nicht zumuten, nochmals herausgerissen zu werden. Medizinisch muss noch manches abgeklärt werden, da sind noch einige Fragen offen. So bitten wir um Unterstützung mit einer Patenschaft oder einer Spende für diesen Dauerpflegehund.

 

Das Team der NfP - Freudenstadt

 

 

 

 

 

 

 

Für Tenshi eine Patenschaft übernehmen.

 

 

Diese Seite einem Freund mailen

Kontakt über:

letzte Bearbeitung am 28. Feb 19