Toffee - gib dem Leben eine (zweite, dritte, …) Chance!

Toffee

„Die Schwachen kämpfen nicht.

Die Starken kämpfen vielleicht eine Stunde lang.
Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre.
Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang.
Diese sind unentbehrlich.”
(Bertold Brecht)

 

Toffee machte Urlaub…

Toffee

… und machte alle glücklich – seine Pflegemenschen, seine Hundekumpels und natürlich auch sich selbst. Toffee hat uns ja bereits einen kurzen, aber begeisterten Bericht geschickt – mehr Zeit hatte er nicht –, jetzt berichtet das Pflegefrauchen ausführlicher, aber nicht minder begeistert:Toffee

Toffee an der OstseeAnfang August war es endlich so weit: Urlaub für Mensch und Hund! Nadie und Nikita und unser Feriengast Pixie kannten das Ziel an der Ostsee schon – Toffee nicht. Alle waren ganz aufgeregt, als der Bus beladen wurde und es endlich los ging. Am Ziel angekommen hat die Viererbande mit Begeisterung den riesigen Garten erkundet und die ersten Maulwurf-Probebohrungen durchgeführt.

Unsere Bedenken, Toffee könnte die neue Umgebung und ein erneuter „Umzug“ verunsichern oder gar beängstigen, stellten sich als völlig unbegründet raus. Toffee genoss die Freiheit, die 24-h-Betreuung und die entspannte Atmosphäre.

Und dann: das erste Mal im Sand, das erste Mal Salzwasser schmecken! Für Toffee war der Strand eine Art Bootcamp - ist schon für Mensch und gesunden Hund das Laufen im Sand anstrengend, bot sich für Toffee da noch eine ganz andere Herausforderung. Und wie alle anderen zuvor hat er auch die mit Bravour gemeistert! Es war rührend zu sehen, wie der kleine Hund gestrahlt hat, wenn er mit seinen Hundefreundinnen über den Strand geflitzt ist, und wie sehr er es genossen hat, in dem weichen, warmen Sand zu laufen, obwohl das für ihn unglaublich anstrengend war. Wenn wir nach Hause kamen, war er „hundemüde“, aber so sichtbar glücklich, dass jedem, der ihn erlebt hat, das Herz aufgehen musste. Das Meer und die Wellen waren für Toffee auch faszinierend – und als einziger ist er, der kleinste und vermeintlich schwächste aus dem Hunderudel, sogar schwimmen gegangen! Seine Menschen haben ihn dabei natürlich begleitet - und die Luft angehalten. Aber die Besorgnis war völlig unbegründet, er ist zwar wagemutig, aber nicht leichtsinnig, und er kann gut einschätzen, wie lange seine Kraft reicht. Dabei sein zu dürfen, wie Toffee sich eine weitere Welt erobert und mit wie viel Begeisterung und Freude er das tut, das war für uns das Schönste am Urlaub! Toffee

Was hat Toffee aus diesem Urlaub mitgenommen? Rundum glückliche drei Wochen, jede Menge neue Erfahrungen und vor allem: mehr Vertrauen in Menschen und ein großes Stück Selbstbewusstsein. Wenn wir auf die letzten acht Monate zurückblicken, ist es schier unglaublich, wie sich Toffee entwickelt hat. Als er zu uns kam, schienen seine Voraussetzungen nicht die besten zu sein, und hätten wir auf den ersten Tierarzt gehört, wäre Toffee längst unter der Erde. Aber da gehört er noch lange nicht hin! Mit viel Mut, Energie und Entschlossenheit hat Toffee jede Chance genutzt, die man ihm geboten hat. Er hat zahllose Untersuchungen mit stoischer Geduld über sich ergehen lassen und sich dabei von wildfremden Menschen anfassen lassen, obwohl er das anfangs so gar nicht mochte.Toffee Die Zahnkorrektur hat ihm schmerzfreies Futtern ermöglicht, und jetzt kann er Stöckchen und Kaustreifen bearbeiten, was mit dem alten Gebissstatus unmöglich war. Frau Dr. Jopp hat nach der Zahn-OP mit viel Können und Geschick auch die erste Korrektur seines zerstörten Beins bewältigt und für Toffee damit ungeahnte (Fort)Bewegungsmöglichkeiten eröffnet. Mit der wichtigste Mensch ist für Toffee aber seine Physiotherapeutin Kerstin Schubert, die ihn seit Monaten begleitet und mit ihren „magischen“ Händen Verspannungen löst und seine Beweglichkeit fördert. Und natürlich dürfen Toffees „Begleithunde“ nicht unerwähnt bleiben, vornehmlich Nadie und Nikita, die ihn fordern und fördern und gleichzeitig auf seine Möglichkeiten Rücksicht nehmen und ihn engagiert verteidigen, wenn ein fremder Hund ihn zu sehr bedrängt.

Toffees Entwicklung in „Früher-Jetzt“-Videos und -Bildern zu vergleichen, macht uns immer wieder bewusst, wie rasant sich Toffees Leben verändert und verbessert hat und wie er immer mehr der wird, der er schon immer sein wollte. Wir sind so stolz auf ihn und seine Entschlossenheit, aus allem das Beste zu machen und das Leben zu genießen! Danke an dieser Stelle auch an alle, die Toffees Therapien finanziell unterstützt haben und unterstützen – billig ist all das nicht, aber Toffe versichert Ihnen: Preis-wert!
Toffes Urlaubsvideo auf unserem Youtube- Kanal https://youtu.be/TPkg4GpqsKk

Wie geht es weiter? Langsam. Nach den großen Weichenstellungen und den ersten OPs nehmen wir jetzt das Tempo raus. Sicher ist, dass Toffee noch mindestens ein weiteres Mal operiert werden muss. Einen genauen Zeitplan dafür gibt es noch nicht. Im Moment sichern wir mit der regelmäßigen Physiotherapie die erzielten Erfolge und arbeiten weiter am Muskelaufbau, um optimale Voraussetzungen für die nächste OP zu schaffen. Jetzt sollen erst einmal Herbst und Winter kommen und Toffee eine möglichst unbeschwerte Zeit genießen. Wenn dann die Zeit von Schnee und Eis vorbei ist und sicher ist, dass ein frisch operiertes Bein nicht durch die Witterung besonders gefährdet wäre, werden wir gemeinsam mit Frau Schubert und Frau Dr. Jopp den nächsten Schritt planen. Vielleicht fragen Sie sich, was das noch soll, wo er doch schon so toll läuft und offensichtlich so viel Spaß am Leben hat. Ziel ist nicht der „perfekte“ Hund, sondern dass Langzeitschäden und damit Schmerzen verhindert werden. Jede Knochenfehlstellung und Fehlbelastung führt auf Dauer zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen – und davon hatte Toffee in seinem Leben schon genug. Toffee soll ein möglichst langes und nur noch unbeschwertes, glückliches Hundeleben führen können, und dass er dazu bereit und wild entschlossen ist, zeigt er uns jeden Tag aufs Neue.

Toffee

Dem lässt sich nichts hinzufügen. Uns bleibt nur wieder einmal ein ganz herzliches Danke an alle, die Toffee in seinem neuen glücklichen Leben begleiten.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 


 

Update: Urlaub ist toll!

Toffee im Urlaub

Toffee ist gerade in seinem ersten Urlaub und zum ersten Mal am Meer. Er ist so begeistert davon, dass er uns ein paar Fotos geschickt hat, damit wir an seinem Spaß teilhaben können:

"Hallo Ihr lieben Daheimgebliebenen,

Urlaub ist toll! Ich wusste ja bis vor kurzem noch nicht, was das ist, aber jetzt weiß ich es: 24 Stunden mit seiner ganzen Familie zusammen sein, am Meer tollen, mit meinen Kumpelinen spielen bis zum Umfallen. Einfach nur schön! Meine Menschen schicken ein paar Fotos. Ich melde mich dann mal wieder von zuhause, jetzt muss ich erst mal wieder los ans Meer.

Viele Urlaubsgrüße von der Ostsee sendet Euch

Euer Toffee"

Toffee im Urlaub Toffee im Urlaub Toffee im Urlaub Toffee im Urlaub 
Toffee im Urlaub Toffee im Urlaub Toffee im Urlaub Toffee im Urlaub
Toffee im Urlaub  Toffee im Urlaub  Toffee im Urlaub  Toffee im Urlaub

Das ist doch Lebensfreude pur! Seine Menschen berichten, dass Toffee im Urlaub weiter aufblüht und in seinem Menschen-/Hunderudel sehr offen, zutraulich und verschmust ist. Nur mit fremden Menschen hat er es wohl immer noch nicht so, da ist er sehr vorsichtig. Aber das stört niemanden in seiner Familie, sie nehmen Toffee, wie er eben ist.

Danke für die Urlaubsgrüße und genießt die Zeit!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


 

Toffee - Wieder auf den Beinen und auf dem Sprung in seinen ersten Urlaub

Toffee

ToffeeToffeeKurz vor seinem allerersten Urlaub in seinem Leben hat sich Toffee noch einmal gemeldet und berichtet über seine letzte Op an der Kniescheibe. Alle sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis – auch wenn eine zweite Op wohl notwendig sein wird: Aber Toffee kann jetzt schon das Bein stabiler einsetzen als bisher, und er hat weitgehend seine Entlastungshaltung (Katzenbuckel) aufgegeben. Die letzten Röntgenbilder haben gezeigt, dass alles gut heilt. Frau Dr. Jopp, die ihn operiert hat, und seine Physiotherapeutin sind sehr zufrieden mit ihm, finden, dass er toll läuft – und dass er glücklich aussieht. Toffee glücklich über die jeden Tag dazugewonnene Lebensqualität – dann können wir alle auch glücklich sein: die Pflegeeltern, die sich in unglaublicher Weise für Toffee einsetzen; Sie, die Toffee finanziell unterstützen oder mit guten Wünschen begleiten; und wir als Verein, ohne den der Stein „Toffee“ nicht ins Rollen gebracht worden wäre.

Sein Pflegefrauchen schreibt: „Wir und alle, die ihn kennen und die erleben, wie er Fortschritte macht, lieben und bewundern Toffee und freuen uns jeden Tag über das Plus an Lebensqualität, das er so sehr genießt! Es geht nicht darum, was er nicht kann, es geht darum, dass und wie er lebt! Und er genießt das in vollen Zügen, bei dem springt die Lebensfreude und Zuversicht aus jedem Knopfloch! Toffee tut gut ... seinen Schwestern, uns und jedem, der ihm begegnen darf.“

Was kann man mehr wollen?

Wie erwähnt ist möglicherweise eine zweite Op notwendig, um die Kniescheibe noch besser zu fixieren. Aber das liegt in „ferner Zukunft“, erst einmal soll sich Toffee weiter erholen und stabilisieren, und je besser die erste Op verheilt ist, desto besser ist es für die zweite Op. Gleichzeitig mit der zweiten Op könnten auch die Schraube und der Draht entfernt werden. Jetzt aber sollen Toffee und seine Pflegefamilie erst einmal den wohlverdienten Urlaub genießen.

Hier nun Toffes Bericht:

"Liebe Freunde,

es wird höchste Zeit, dass ich mich wieder bei Euch melde.

Ihr wisst ja schon, dass ich die OP gut überstanden habe. Das war ein hartes Stück Arbeit, nicht nur für Frau Dr. Jopp, das kann ich Euch sagen! Die Zeit direkt nach der OP war irgendwie ein bisschen verschwommen und glasig. Alles hat sich wattig angefühlt, und ich war ziemlich müde. Sachen hab ich da geträumt … uiuiuiuiui - aber ein Gentledog schweigt und genießt!

ToffeeWeil wir gerade beim Genießen sind: das Beste nach der OP war, als ich wieder etwas zum Futtern bekommen habe. Irgendwie scheinen meine Pflegemenschen immer zu vergessen, mir etwas zu essen zu geben, bevor Frau Dr. Jopp mich schlafen legt - oder ist das Absicht? Es ist jedenfalls DOOF. Am Magen fehlt mir ja jetzt wirklich nichts!

ToffeeAber ich wollte ja erzählen, wie es dann weiter ging nach dem Aufwachen. Die ersten Tage danach lag ich ziemlich viel rum und hing meinen Träumen nach. Ab und zu bin ich aber auch aufgestanden und hab mich tierisch über diesen blöden Lampenschirm geärgert, den sie mir verpasst haben. Ich kam gar nicht an mein neues Bein, dabei wollte ich doch unbedingt sehen, wie es geworden ist. Erst meinen schönen Plüsch abrasieren und mich dann das Ergebnis nicht sehen lassen! Ich hab dann einfach versucht, wie immer zu stehen und zu gehen, aber das hat nicht so recht geklappt, weil sich das Bein zu lang anfühlte. Die Zweibeiner sagen, dass nicht das Bein zu lang, sondern der Muskel zu kurz ist und ich deshalb das Bein nicht so abbiegen kann wie nötig. Aber ich probierte, darauf zu stehen, vor allem, wenn ich mich geschüttelt habe, um diesen blöden Trichter loszuwerden, stand ich plötzlich auf allen vieren. Dabei ist mir gleich noch etwas aufgefallen: das Bein knickt nicht mehr weg!

Wenn ich mir so zuhöre, dann klingt das so, als hätte ich nur EIN Bein, weil ich immer „das Bein“ sage. Das stimmt natürlich nicht, ich habe vier Beine, aber mein rechtes Hinterbein war halt immer mein krankes Bein, und deswegen ist es nun DAS Bein. Also nicht wundern!

Vier Tage nach der OP hab ich Frau Dr. Jopp wieder getroffen. „Boah nee“, hab ich mir gedacht „nicht schon wieder!“ und hab ihr erst einmal einen großen Haufen hingesetzt, damit sie gleich Bescheid weiß, was ich von neuen Operationen halte. Das hat offenbar gewirkt, ich wurde jedenfalls NICHT wieder schlafen gelegt. Das merk ich mir! Frau Dr. Jopp hat mich dann gründlich untersucht und die Stirn gerunzelt, weil meine Temperatur ein bisschen erhöht war. Meine Pflegemenschen waren gleich auf Alarm, aber dann wurde die Wundflüssigkeit punktiert und untersucht - alles war in Ordnung! Dann wurde wieder ein Bild von innen von mir gemacht, also von DEM Bein, und auch da war alles in Ordnung und alles am richtigen Platz. Die nächsten Tage hatte ich dann aber echt Feuer auf dem Dach, weil meine Pflegemenschen meinten, sie müssten jetzt ständig meine Temperatur messen. Die war dann aber immer völlig normal - hab ich ja gleich gesagt, aber Menschen müssen immer alles messen und prüfen, was wir Hunde von ganz allein wissen. Ein paar Tage später musste ich dann wieder zu Frau Dr. Jopp. Es wurde wieder alles angeschaut, geröntgt, Wundflüssigkeit punktiert und untersucht - alles super! So bin ich eben. Toffee

Die Wochen nach der Op – neun Wochen!– waren LAAAAAAAAAAAAAAANGWEILIIIIIIIIIIG! Manchmal war ich auch echt sauer. Ich durfte nämlich nicht mehr mit den anderen spielen. Die Pflegemenschen sagten, das müsse jetzt für diese neun Wochen so sein. Ich durfte nicht rennen und nur an der kurzen Leine raus. Da habe ich nun endlich vier Beine, von denen keines mehr wegknickt, und dann werde ich zum Spazierengehen GETRAGEN! Und das auch noch allein! Wenn die anderen alle zum Spazierengehen durften, kam ich in eine Box und durfte nicht mit! Ja, gut, die Box war riesig, aber ich wollte mit den anderen rennen und buddeln und Beine baden! Durfte ich aber nicht. Und wenn alle daheim waren, war ich immer mit einem Pflegemenschen in einem anderen Zimmer. Die Zimmertüre war zwar offen, aber da war eine riesige Sperre dazwischen! Die anderen fanden das auch blöd, und natürlich wollten mich meine Freunde nicht im Stich lassen und sind munter drüber gesprungen. Aber statt dass sich die Pflegemenschen über so viel Solidarität freuten und uns alle belohnten, haben Sie die Sperre höher gemacht, so dass nicht einmal mehr Nikita drüber kam. Skandal!

Ja gut… klar, ich wurde beschäftigt. Mit dem, was Ihr Zweibeiner „Intelligenzspielzeug für Hunde“ nennt. Aber hey, ich habe Shiba-Blut, das ist doch für mich keine dauerhafte Herausforderung! Die Pflegemenschen ließen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um mich abzulenken, aber letztlich wollte ich nur eins: raus zu meinen Hundekumpels und das neue Bein ausprobieren. Uff, das waren echt harte neun Wochen, kann ich Euch sagen.

Aber inzwischen darf ich wieder alles, und jetzt geht es erst einmal in Urlaub. Das kenne ich ja noch gar nicht – ich bin mal gespannt, was das bedeutet. Es muss etwas Schönes sein, denn alle freuen sich darauf.

Toffee

Haltet mir bitte weiter die Pfoten oder Daumen oder was ihr so habt - ich bin froh, dass Ihr mich so unterstützt! Danke für Alles,

Euer Toff "

Bewegte Bilder haben wir auch bekommen <klick>

Danke, lieber Toffee, für diesen Bericht. Wir sind froh, dass Du alles so gut überstanden hast. Dir und Deiner Pflegefamilie wünschen wir einen wunderschönen und erholsamen Urlaub.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudendstadt

 


 

Toffee Update 23.05.2018: Er hat seine Bein-Op gut überstanden!

Toffee nach der OP

Am 18. Mai war es soweit: ziemlich auf den Tag genau vier Monate nach seiner Ankunft im neuen Leben wurde die erste Bein-OP durchgeführt. Die Vorbereitungen zu dieser OP waren langwierig und ausführlich - oder anders gesagt: sehr sorgfältig.ToffeeHerrchen erklärt Toffe die Verhaltensregeln

Mehrere Tierärzte hatten angesichts Toffees massiver Beinfehlstellung entweder abgewunken oder die OP als „reizvoll“ bezeichnet, was nicht unbedingt vertrauenserweckend klang. Als interessantes Versuchsobjekt wollten wir Toffee auf gar keinen Fall betrachtet oder gar behandelt wissen! Dann kam die Empfehlung von Toffees Physiotherapeutin, die schon mehrere Patienten von Frau Dr. Jopp betreut hat und begeistert von den Ergebnissen berichtete, die auch bei scheinbar aussichtslosen Fällen erzielt worden waren. Nachdem Toffee und seine Pflegeeltern Frau Dr. Jopp persönlich kennengelernt hatten, Toffee sie sympathisch und die Pflegemenschen sie kompetent schien, wagten wir die erste OP an den Zähnen. Der Erfolg gab dem Ruf recht, und so vertrauten wir Frau Dr. Jopp Toffee auch für die komplizierte Bein-OP an, in der Toffee ein Implantat eingesetzt werden sollte.

Der Eingriff war heftig und wegen Toffees zarten Knochen besonders schwierig. Sein Bein musste neu ausgerichtet und mit einer Schraube in der richtigen Stellung fixiert werden. Darüber hinaus wurde eine Schiene für die Kniescheibe gefräst, damit die Kniescheibe anschließend von ihrer bislang seitlichen Stellung viel zu weit oben am Bein neu an die richtige Stelle platziert werden konnte und künftig für mehr Stabilität bei Toffees Gang sorgen kann. Aufgrund der jahrelangen Fehlstellung ist allerdings der Oberschenkelmuskel extremst verkürzt, so dass aktuell sein rechtes Hinterbein in komplett gestreckter Stellung verharrt: der Muskel ist zu kurz, um das Bein beugen zu können. Ob intensive Physiotherapie Toffees Oberschenkelmuskel so verlängern kann, dass Toffee weitgehend normal laufen kann, ist noch offen, das wird die Zeit zeigen. Vor Toffee liegt noch ein langer und anstrengender Weg, aber so wie wir ihn kennengelernt haben, wird er ihn mutig und voller Elan gehen.Toffee nach der OPToffee und seine "großen Schwestern"

Sollte sich wider Erwarten langfristig kein Fortschritt erzielen lassen, müsste eine weitere OP durchgeführt werden – daran wollen wir heute aber noch nicht denken. Die nächsten sechs bis acht Wochen sind erst einmal kurze Leine und langsames Gehen angesagt. „Laaaaangweilig!“, sagt Toffee und die beiden großen Hundeschwestern stimmen zu. Aber nur so kann der Muskel sich seiner neuen Aufgabe stellen. Die wichtigsten Menschen in Toffees Leben sind unserer Meinung nach seine Pflegemenschen, die mit unendlicher Liebe, bewundernswerter Geduld und dem gleichen unerschütterlichen Optimismus, wie Toffee ihn hat, ihm zur Seite stehen. Wir wissen, das wollen diese besonderen Menschen gar nicht hören und verweisen als wichtigste Menschen in Toffees Leben auf seine Physiotherapeutin und seine Tierärztin. Ja, natürlich, auch diese beiden „Rettungsengel“, die Toffee engmaschig betreuen, sind äußerst wichtig. Also bitte keinen „Streit“, wer denn nun der oder die wichtigste sei – alle, auch Toffees Fans und Unterstützer, die die Daumen drücken und für seine OPs und Versorgung spenden, sind das Netzwerk, das Toffee seinen Traum vom „normalen Laufen“ erfüllen möchte.

Für den Moment ist aber erst einmal Durchatmen angesagt: Toffee hat die schwere OP gut überstanden und ist stabil. Nachdem er in den ersten 36 postoperativen Stunden heftige Schmerzmittel bekommen hatte, ist er jetzt wacher und klarer - und genervter. Denn ein großer Trichter schmückt seinen zierlichen Kopf und stört. Wenn man genau hinschaut, trägt er seinen Kopfputz aber inzwischen ein bisschen lieber. Warum? Sein Pflegeherrchen hat Toffee erklärt, dass sich durch diesen Trichter alles Glück der Welt auf ihn bündelt!

Was für eine wunderschöne Erklärung! Wahrscheinlich also wird Toffee diesen Trichter in ein paar Tagen, kurz bevor er ihn ablegen darf, genauso mit Würde und Grazie tragen wie seine Windel.

Wir hoffen, Sie freuen sich genauso wie wir darüber, dass Toffee seine Op so gut überstanden hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

 


 

Toffee – Update 16.05.2018

Toffee

Toffee, der kleine große Kämpfer hat viel Glück – er scheint alle Schutzengel der Welt an seiner Seite zu haben, nennt eine super kompetente Ärztin seine „Freundin“, hat eine Physiotherapeutin mit „magischen Händen“, und vor allem hat er seine Pflegefamilie mit ihrer unendlichen Geduld und Fürsorge. Trotzdem: Am Freitag, 18.05.2018, kann er viele Daumen brauchen, die für ihn gedrückt werden, denn am Freitag wird sein kaputtes Beinchen operiert – ein riesengroßer Schritt in ein (fast) normales Hundeleben. Toffee hat uns geschrieben, und wir veröffentlichen gerne seinen Bericht und seine Bitte um Unterstützung mit guten Gedanken und vielleicht auch einer Spende für diese große Op:

Toffe„Hallo Ihr lieben Menschen,

erst einmal vielen Dank an alle, die mich bis hierher schon unterstützt haben! Ich bin überwältigt, dass mein kleines Hundeschicksal doch nicht so egal ist im großen Weltgeschehen, wie ich es in meiner Jugend manchmal befürchtet habe.

Aber seit ich mein altes Leben verlassen habe, hat sich so viel geändert, dass mir manchmal schier schwindlig wird, wenn ich zurückdenke! Da wären: ein neues Land, eine neue Stadt, neue Menschen, zwei große Hundeschwestern, Gras, das an den Fußballen kitzelt. Meine eigene Physiotherapeutin mit magischen Händen und einem Wasserbad, in dem ich fast schwerelos laufen kann. Näpfe mit Fleisch und Gemüse und irgendwelchen geheimnisvollen Zutaten, die gut schmecken und gut tun. Zu meinen neuen Bekanntschaften zählen auch eine Menge Weißkittel. Mit einer von denen, Frau Dr. Jopp, hab ich mich ein bisschen angefreundet. Die ist echt großartig und nimmt viel Rücksicht darauf, dass ich hohe Tische nicht so toll finde. Neulich durfte ich bei ihr ein bisschen schlafen, und als ich wieder wach wurde, hat sich in meinem Maul was anders angefühlt. Ich wusste erst nicht so recht, was da nicht stimmte, aber dann hab ich gemerkt: das ist ja viel besser als vorher, die Schmerzen sind weg!Toffee Seitdem kaue ich mit Begeisterung kleine Karotten-Stücke, das ging vorher nicht so gut. Und ich hab nochmal nachgezählt: alle Zähne sind noch da! Da war ich mir nicht so sicher, denn andere Weißkittel hatten darüber gesprochen, dass man den einen oder anderen Zahn ziehen müsste.

Weil Frau Dr. Jopp so geschickt ist und sich so gut mit mir auskennt, wollte sie noch mehr von mir wissen und hat Bilder von mir gemacht. Also, inzwischen bin ich ja gewohnt, dass ständig Bilder von mir gemacht werden, aber normalerweise nur Bilder von außen, aber die Frau Dr. Jopp, die wollte es ganz genau wissen, die hat auch Bilder von innen von mir gemacht! Und zwar nicht so wie die anderen nur von meinem kranken Bein, sondern komplett von mir! Sie hat erklärt, dass sie mich im Ganzen kennen muss, damit sie mich wieder ganz zusammenbauen kann - das leuchtet mir ein.

ToffeeUnd jetzt ist es soweit … am Freitag, 18.05.2018, werde ich wieder operiert! Macht Euch keine Sorgen, ich vertraue Frau Dr. Jopp, die kann das! Sie hat sogar ein neues Bein für mich bestellt, also, ein Teilbein, Implantat nennt sich das. Das ist etwas ganz Besonderes und nur für mich gemacht! Das wird also in jeder Hinsicht perfekt zu mir passen, denn ich bin auch was ganz Besonderes. Was da am Freitag genau passiert, kann ich noch gar nicht sagen. Es ist alles „sehr spannend und teuer“, das hab ich verstanden. ToffeeIch bin sehr zuversichtlich und mach mir nur ein bisschen um meine Pflegeeltern Sorgen, weil die sehr aufgeregt sind, seit sie den Termin kennen. Dabei bekomme ICH doch dieses Implantat!

Haltet mir bitte die Daumen, und bitte unterstützt mich weiter. Auch wenn sich schon so rasend schnell so unglaublich viel zum Positiven geändert hat: mein Weg ist noch lang, das habe ich auch verstanden. Ich will ihn aber gehen - und mit Eurer Unterstützung schaffe ich das auch! Vielen Dank Euch allen, auch vom Team der NfP-Freudenstadt, ich melde mich wieder, wenn ich am Freitag ausgeschlafen habe!

Euer Toffee“

Toffee und seine "Schwestern"

Und wir haben verstanden: Du, lieber Toffee, bist wirklich etwas ganz Besonderes, und wir begleiten Dich gerne auf Deinem Weg. Nicht nur, um ein klein wenig auszugleichen, was andere Menschen Dir angetan haben, sondern weil DU diesen Weg gehen WILLST. Alles Gute für die Op!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 


 

Update 26.04.2018

Toffee vor der Kiefer-OPToffee nach der Kiefer-OPSo schnell kann es manchmal gehen: Toffee hat seine Kiefer-Op bereits hinter sich! Alles ging gut, Toffee hat sich an der Seite seiner Menschen und bei den netten, verständnisvollen Tierärzten wacker geschlagen, und Toffee zeigt deutlich, dass das neue „Maulgefühl“ angenehm für ihn ist. Und die beste Nachricht: Die Ärzte konnte alle Zähne erhalten! Jetzt wird es nicht mehr lange dauern, und Toffee kann seinen beiden „Schwestern“ nicht nur beim Stöckchenkauen zuschauen, sondern mitmachen.

Toffee

Die Gelegenheit, dass Toffee bereits in der Narkose war, wurde auch genutzt, um ein CT von Toffees Wirbelsäule zu machen – mit überraschenden Ergebnissen, guten wie schlechten. Dass die Wirbelsäule nicht gebrochen ist, wie der erste Arzt, der Toffee kurzerhand einschläfern wollte, diagnostiziert hat, hatte man schon vermutet, denn Toffee ist ja nicht gelähmt. Dies hat sich nun bestätigt. Allerdings wurde im CT eine „Masse“ sichtbar, die sich über dreieinhalb Wirbelkörper erstreckt und die auf das Rückenmark drückt. Bei dieser „Masse“ handelt es sich, und das ist eine weitere gute Nachricht, nicht um einen Tumor. Aber die „Masse“ ist zu fest, um sie einfach absaugen zu können. Um die Masse zu entfernen, müsste man die dreieinhalb Wirbelkörper auffräsen, und danach wären diese instabil. Eine Op ist also nicht sinnvoll. Aber es gibt noch eine gute Nachricht: Toffee hat in dem Bereich der Masse so gut wie kein Empfinden, d. h. er empfindet auch keine Schmerzen.

Bleibt noch die mittelfristig anstehende Bein-Op: Die Kniescheibe ist nicht vorne, sondern an der Seite, „Luxation 4. Grades“ ist der medizinische Fachausdruck. Außerdem stimmt die Anordnung der anderen Knochen im Knie nicht, so dass Toffee das Bein nicht stabil aufsetzen kann. Hier gibt es laut Tierärztin eine operative Lösung, aber erst wenn Toffee noch mehr Muskeln aufgebaut hat.

Wie bereits geschrieben, geht Toffee regelmäßig zur Physiotherapie, und das Pflegefrauchen übt auch täglich mit ihm zu Hause, was Toffee zum Glück Spaß macht und ihm immer mehr Bewegungsfreiheit bringt. Die Physiotherapie ( hier ein Video) beinhaltet Interferenzstrom, Massagen, Akupunktur, Hindernistraining, Balanceübungen auf Kippkissen und Balanceboards und Training auf dem Unterwasserlaufband. Vor allem mit dem Unterwasserlaufband kann Toffee – völlig „schwerelos“ – „normales“ Laufen üben (zum Video). Diese Trainings sind für Toffee sehr anstrengend, aber er macht eifrig mit – und mit erstaunlichen Erfolgen.

Toffee kann jetzt Stöckchen kauen

Die Fotos und Videos zeigen diese Erfolge. Und sie zeigen einen fröhlichen Toffee voller Lebensfreude, und das ist das Wichtigste. Er merkt, dass seine Pflegemenschen zu ihm stehen und an ihn glauben. Wir würden uns sehr freuen, wenn es weiterhin Menschen gibt, die Toffees Kampf um ein immer besseres Leben finanziell unterstützen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 


 

Toffee

„Da kann man nichts machen. Ich würde Ihnen raten: lassen Sie ihn einschläfern, hier und jetzt. Das ist für niemanden zumutbar.“ Der renommierte Tierarzt hatte sein Urteil gesprochen. Toffees Leben sollte beendet werden, wo es gerade zum zweiten Mal begonnen hatte.

ToffeeAber von vorne: Toffee ist ein Shiba-Inu-Mix, dem von Welpenbeinen an viel Leid durch Menschen zugefügt wurde. Im wenig tierfreundlichen Ausland geboren wurde er als Welpe über eine Mauer in den Hof eines Tierschützers geworfen. (kurzes Video hier)Vielleicht haben Toffees rechtes Hinterbein und seine Wirbelsäule dabei so schweren Schaden genommen, vielleicht stimmte von Geburt an schon etwas nicht - ganz nachvollziehen lässt sich das nicht mehr. Der Wurf über den Zaun hat Toffee jedenfalls endgültig zum Krüppel gemacht.

Ein bisschen Glück im Unglück hatte Toffee, weil sich der Tierschützer trotz Toffees nicht zu übersehender Behinderung rührend um die Handvoll Leben kümmerte. Toffee profitierte von den Kenntnissen seines Retters in der Bewegungstherapie: konnte er anfangs seinen Hinterleib nur mitschleifen, lernte Toffee nach und nach, sich hoppelnd kurze Strecken vorwärts zu bewegen. Als stolzer Shiba vermochte Toffee, seiner ungewöhnlichen Fortbewegung Selbstverständlichkeit und sogar eine gewisse Würde zu verleihen - aufgeben war nie eine Option. Im Gegenteil: Toffee strahlte eine Lebensfreude und Energie aus, die jeden beeindruckte, der ihm begegnete (Kurzes Video hier). Das Schicksal hatte etwas gut zu machen und hatte ein Einsehen: irgendwann traf eine sehr tierliebe Person auf Toffee und dieser Gute-Laune-Hund traf bei ihr mitten ins Schwarze. Ein größeres Glück hätte es nicht geben können – Toffee reiste aus und hatte ein Zuhause. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann … „STOP“, sagte das Schicksal, „ich hab da noch was!“ Der Vermieter der Frau störte sich an dem Anblick des behinderten Hundes und zog die zunächst erteilte Erlaubnis zur Hundehaltung kurzfristig zurück. Toffee sollte verschwinden, und zwar schnell. So trat die völlig aufgelöste Frau an uns heran – überall hatte sie davor Absagen bekommen.

Was wäre eine Nothilfe, wenn sie nicht auch vorrangig für die wirklich in Not geratenen Hunde da wäre? Wir sagten eine Übernahme zu, und es gab auch eine Pflegestelle in München, die Toffee kurzfristig übernehmen konnte.

Wir ahnten noch nicht, in welchem Zustand Toffee wirklich war. In die Pflegestelle zog ein zweijähriger, verunsicherter und, ehrlich gesagt, ziemlich stinkender Shiba-Mix. Er war auch völlig überwältigt von … naja, eigentlich von allem.

Toffee bei Ankunft in München

Der weiche Boden im Englischen Garten, die beiden freundlichen „großen Schwestern“ Nadie und Nikita, ein voller BARF-Napf – immer wieder schien der kleine Gast schier von innen zu leuchten vor Begeisterung. Der Gestank war auch schnell erklärt: Toffee war nicht stubenrein und dazu noch inkontinent.Toffee im engl. Garten

Dann der Besuch bei oben bereits erwähntem Tierarzt (diesen Tierarzt hatte das ehemalige Frauchen ausgesucht, und sie hatte den Termin für Toffee bereits ausgemacht, als er noch bei ihr war). Und anhand eines Röntgenbild die Diagnose: der Hund habe eine durchtrennte Wirbelsäule und ein durchtrenntes Rückenmark, eine inkomplette Querschnittslähmung. Da könne man nichts machen, und überhaupt sei eine dauerhafte Inkontinenz doch unzumutbar. Also: einschläfern.

Toffees Röntgenbild

Das Pflegefrauchen tauschte mit dem Partner kurz einen Blick aus, und Toffee wurde wieder eingepackt und mitgenommen. Nach Rücksprache mit uns war klar, einen Hund einschläfern zu lassen, der nach einem denkbar schlechten Start gerade das Leben entdeckt, dem die Begeisterung und die Neugier aus jedem Knopfloch springt? Nein, nicht ohne mindestens eine weitere Meinung. Toffee beim Tierarzt

Also wurde Toffee zunächst bei einer Physiotherapeutin vorgestellt, die auch erstaunt war, dass dieser munter laufende, hopsende, manchmal auch schleifende kleine Kämpfer keine neue Chance bekommen sollte.

Toffee bei der PhysioSeitdem ist Toffee dort in Behandlung und begeistert seine Therapeutin mit den bemerkenswerten Fortschritten, die er von Mal zu Mal macht. Zusätzlich stellte ihn die Pflegefamilie in Absprache mit uns noch in der „Tierklinik ihres Vertrauens“ vor. Auch dort wurde Toffee offen und freundlich empfangen, es wurde ein Video von seinem Gangbild angefertigt, und man hat gemeinsam überlegt, wie man Toffee am besten helfen kann.

Physiotherapie

Das Wort „einschläfern“ oder „euthanisieren“ fiel nie wieder. In der Tierklinik wurde der Pflegefamilie empfohlen, weiter zur Physiotherapie zu gehen, damit Toffee noch mehr Muskeln aufbaut. Er macht tolle Fortschritte und aus ihm ist wieder ein stolzer, neugieriger, frecher Shiba-Mix geworden, der seine Pflegemenschen mit seiner Lebensfreude und seiner Entschlossenheit jeden Tag aufs Neue beeindruckt.Physiotherapie für Toffee

Toffee hat ein eigenes BettWenn Toffee sich weiter so gut entwickelt, kann man mittelfristig über eine Op nachdenken, bei der sein rechter Hinterlauf erneut gebrochen und dann richtig zusammengesetzt, und die Schiene, in der die Kniescheibe läuft, so vertieft würde, dass die Kniescheibe auch da bleibt, wo sie hingehört. Dazu würde man versuchen, die Wirbelsäule wieder gerade auszurichten, um letztlich die Langzeitschäden, die ihn mit seiner aktuellen Knochenstruktur unweigerlich erwarten, abzuwenden oder zumindest zu minimieren.

Aber das ist noch Zukunftsmusik - erst einmal steht eine Op am Kiefer an, denn Toffee hat einen veritablen Überbiss, so dass die unteren Reißzähne im Oberkiefer schon Löcher gebohrt haben, die ständig von Entzündungen bedroht sind. Also wird Toffee etwas länger in der Pflegestelle bleiben, als wir das mal geplant hatten.

Vielleicht fragt sich jemand „lohnt sich das?“ ( Lohnt es sich diesem kleinen Kämpfer zu helfen? Sehen Sie selbst.)Toffee beantwortet diese Frage jeden Tag neu mit einem klaren JA. Er macht täglich Fortschritte, manchmal kleine, manchmal größere; wirklich sichtbar werden sie, wenn wir zurückschauen und sehen, wie er sich entwickelt hat, seit er in der Pflegestelle lebt und Physiotherapie bekommt.

Natürlich ist Toffee immer noch inkontinent, aber er hat inzwischen gelernt, das meiste draußen zu pinkeln – den Rest fängt eine Windel auf, die er mit Würde und geradezu Grazie trägt. Er spielt und tobt mit allen Hunden, er frisst mit Begeisterung seine BARF-Menüs, er übt mit Geduld und Bemühen bei der Physiotherapie, er akzeptiert Akupunktur und Interferenzstrom, macht fleißig die täglichen Übungen zuhause und meistert den Parcours aus Balanceboards und Kippkissen, die die Pflegestelle zuhause aufgebaut hat, mit Grandezza.

Toffee mit Windel

Und wenn man sieht, mit welcher Euphorie die beiden Hündinnen der Pflegestelle sich um den – im Vergleich zu ihnen – kleinen Hundemann kümmern, dann geht dem Betrachter das Herz auf. Nikita und Nadie sind das Beste, was Toffee in seiner Situation hat passieren können.

Nadie und Toffee

Gemeinsam mit den Pflegeeltern wird hier Großartiges geleistet, um Toffee bestmöglich zu unterstützen. Kuscheln mit Nikita

Keine Frage, es liegt noch ein weiter Weg vor Toffee, aber weil er ihn gehen will, werden wir ihn mit ihm gehen. Er ist ein kleiner, mutiger und entschlossener Kämpfer, der im Leben noch verdammt viel vorhat. Und wenn er seinen Weg gerade nicht gehen kann, hoppelt er ihn eben (Video).Toffee

Wie geschrieben, stehen zwei Operationen an: zunächst die Kiefer-Op und später, mittelfristig, wenn Toffee sich körperlich weiter gefestigt hat, die Knie-Op. Wir würden uns deshalb über Spenden oder über eine Patenschaft für Toffee, die seinen weiteren Lebensweg ebnen, sehr freuen. Obwohl man ihn eigentlich live erleben muss, werden Sie sicherlich auch auf den Fotos und Videos erkennen, dass sich bei der Entscheidung, Toffee weiter leben zu lassen, die Kostenfrage nicht stellen darf.

Nikita und Toffee

Die anstehenden Operationen und die auf lange Sicht notwendige Physiotherapie haben ihren Preis, sind jedoch jeden Cent wert, denn sie werden Toffee noch mehr Lebensqualität bringen. Toffee hatte keinen leichten Start ins Leben, aber er hat nie aufgehört zu kämpfen. Er hat nun in seiner Pflegefamilie Menschen und zwei Hundefreundinnen an seiner Seite, die ihn auf ganz außergewöhnliche und wunderbare Weise unterstützen. Wir würden uns freuen, wenn Sie ebenfalls an seiner Seite kämpfen und ihn finanziell unterstützen.

Toffee mit seinen beiden "Schwestern"

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

Spendenkonto

Volksbank Dornstetten
Kontonummer           523 760 01 BLZ 642 624 08
IBAN:            DE29 6426 2408 0052 3760 01
Papierform:   DE29 6426 2408 0052 3760 01
BIC: GENODES1VDS (Ort: Dornstetten, Württ)

oder über PayPal

Verwendungszweck in beiden Fällen: Hilfe für Toffee

 

Eine Patenschaft für Toffee übernehmen?

 

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letzte Bearbeitung am 08. Okt 18