Stationsau(f)sbau in Burladingen-Gauselfingen - Das Jahr 2019

 
 

 Fortschritt bis zum Juni 2019

Kaum war der Gärtner am Freitagabend am Zusammenräumen, kam auch schon das erste Paar mit dem Campingbus und ihren Fellnasen auf dem Hasleberg an. Beim letzten Treffen der Helfer hatten wir gleich den Folgetermin ausgemacht, an dem die meisten Zeit hatten: Samstag, der 22. Juni.

Das eingespielte ‚Farben-Trio‘ begann gleich morgens, das erste Garagentor zu schleifen. Die rote Farbe hatte jetzt vier Jahre auf der Wetterseite gehalten. Wir waren uns einig, wenn man den Kaufpreis neuer Tore bedenkt, können wir dafür noch lange streichen. Die Mechanik der Tore ist noch gut. Auf Schwedenrot möchten wir an dieser Stelle auch keinesfalls verzichten! Passt ja prima zu ‚unseren‘ Nordischen. Am Nachmittag war das erste Tor bereits Haftgrundiert.

Garagentore abschleifen Tore schleifen
Tor strecihen eines ist fertig

Das zweite Team kümmerte sich erst mal um das Sonnensegel im Gehege 5, dessen Mast am letzten Dienstag dem Sturm nicht standgehalten hatte. Die Lösung wurde etwas aufwendiger und erinnert an Schiffsbau. Bei den Naturgewalten müssen wir das Segel möglichst schnell einholen können, eben wie ‚auf See‘. Ede und Little Sky fanden den Betrieb in ihrem Gehege super und spielten ausgelassen auf der ‚Baustelle‘ mit. Cheenuk zog es vor, beim Unkraut jäten am Gehegerand zu helfen und sich schmusen zu lassen.

Sonnensegel
Sonnensegel fertig Unkraut jäten mit Cheenuk
 

Auf der Nordseite der Station stach ein weiterer Helfer bereits die Grasnarbe vor der frisch gestrichenen Wand ab. Wir wollten einen Kiesstreifen vor der Wand auffüllen, damit sie bei heftigem Regen und Gras-Freischneiden nicht weiter Schmutz abbekommt. Ein zweiter Mann kam dazu, als er mit dem Freischneider rund um die Station fertig war. Erst bekam der 2. Spaten einen Stil, dann war er einsatzbereit. Nach dem Mittagessen, das natürlich nicht fehlen durfte, wurde aufgefüllt und auch die anderen Baustellen kamen ins Ziel.

Spatenstiel
 
 

Gerade noch rechtzeitig. Langsam zog eine schwarze Wolkenfront am Himmel auf und gegen 15:00 Uhr schüttete es wie aus Kübeln! Alle, auch die Hunde, verzogen sich ‚unter Dach‘ und schauten den Sturzbächen zu, die u.a. auf der Südseite zu den Türen in die Halle drückten. Zeit für eine Kaffeepause und anschließender Konzentration auf den weiteren Anbau der weißen Antimarkier-Schutzplatten in der Halle. Als wir uns wieder vor die Tür wagten, war die Freude groß. Das Konzept mit dem Kies an der Nordwand ging auf! Das war doch gleich mal ein Härtetest und die Wand war sauber geblieben.

 

Es machte einfach wieder viel Freude, im Team zu arbeiten und den Stationsbetrieb voranzubringen. Danke, dass es trotz der vielen anstrengenden Arbeiten immer etwas mit Euch zu lachen gibt! Bis bald ...

Das Team der NfP – Freudenstadt e.V.


Projekt Durchbuddelschutz

Weiterentwicklung unserer Arbeit mit den Tieren ist uns immer sehr wichtig. Nicht nur die Methodik der betreuenden Menschen wird weiter optimiert, auch unsere Station braucht manchmal entsprechende Anpassungen.
Sie erinnern sich sicher noch an das verwahrloste Oldie-Rudel, das Anfang 2016 zu uns auf die Station kam. Alle brauchten viel medizinische und seelische Pflege, aber auch dringend sanfte Bewegung zum Muskelaufbau. Das brachte uns auf die Idee, das hintere große Quergehege dafür einzurichten, welches gerade geschlossen worden war. Die Oldies nahmen das Angebot gerne an und schlenderten den ganzen Tag dort umher. Wir tauften das Quergehege daraufhin ‚Kurgarten‘.

Heute nutzen all unsere Stationsbewohner täglich den Freilauf, damit sie auch an Tagen ohne Gassi-Zeiten aus ihren Gehegen kommen. Nacheinander dürfen die Gruppen dort rennen, spielen, Nachrichten lesen und beantworten. Die Mäuse auf der angrenzenden Wiese animierten den ein oder anderen befellten Stationsbewohner allerdings auch zum Buddeln. Wir mussten uns etwas einfallen lassen. Als zwischenzeitliche Notstrategie schleppten wir Platten an die Löcher, aber eine Lösung auf Dauer konnte das nicht sein.

Little Sky buddelt Ausgangssituation Start

Weihnachten 2018 schenkte uns eine langjährige Freundin und Förderin des Vereins einen freien Wunsch und uns fiel sofort das Projekt ein, das mit unserem örtlichen Gärtner sicher schnell und günstig umsetzbar würde. Am 17. Juni in der Früh ging es los! Nachdem der Arbeitsbereich freigeräumt war, Maschinen und Werkzeuge bereitstanden, wurde die Planung auf dem Grund gekennzeichnet.

Fuhrpark Umräumen Planung

Die zwei Männer arbeiteten zielgerichtet und ruhig und die Hunde legten sich nach neugierigem Schnüffeln und Beobachten gegen 11:00 Uhr wie üblich entspannt zur Siesta hin. Als Alternative durften sie ja in dieser Woche alle mal zur Abwechslung in die Halle und hatten somit keine Einschränkung, sondern eher zusätzliche Unterhaltung.

Aushub start Aushub mitte

Montagabend war die komplette Bahn ausgebaggert und der Aushub auf dem LKW. Der brachte am Dienstag früh Schotter mit, der eingefüllt und verdichtet wurde. Die darauffolgende Split-Auflage wurde sauber abgezogen und die ersten Platten verlegt. Der Rest der 2015 gespendeten Platten reichte noch für ca. 2/3 der Strecke, so mussten nur für 1/3 Platten zugekauft werden.

Schotterauflage   Splitauflage
Splittabzug Plattenauflage Platten mitte

Zum Tagesabschluss zog, pünktlich zu Beginn der Gassizeit, ein heftiges Unwetter über den Hasleberg. Sturm, Regen, Hagel, das volle Programm! Die Gassi-Geher warteten mit uns in der Halle auf dessen Ende und gingen anschließend ihre Runden in der gereinigten Luft. Die frisch verlegten Platten waren jetzt auch gleich gereinigt, aber der vor drei Jahren im Gehege 1 gepflanzte Ahornbaum kam mit einer Neigung von ca. 20 Grad aus dem Unwetter. Das hat uns doch über die wirkenden Naturkräfte erschreckt. Aber zum Glück hatten wir ja einen Gärtner im Haus! Nachdem am Mittwoch alle Platten verlegt, die Ränder aufgefüllt und das komplette Gelände wieder eingeebnet war, konnte er den Baum gleich noch richten. Dessen Haupttrieb war wohl schräg gewachsen und bot mit dem vielen Blattwerk die Angriffsfläche für den Sturm. Kein Problem für den kundigen Naturburschen. Die große Bockleiter aus der Halle geholt, einmal gesägt und zweimal geschnitten, jetzt trägt der Baum wieder eine symmetrische Krone! Eine neue Stütze hat er auch noch bekommen.

 
Platten zugekauft   eben aufgefüllt
Baum gerichtet Pflater Tor perfekter Anschluß

Nach dem Feiertag erfolgte am Freitag das Finish. Da wir sicher mal wieder mit dem Traktor oder Bagger in den Freilauf müssen, wurde der Abschluss an der Durchfahrt des vorderen Tores gepflastert. Jetzt ist alles perfekt! Die Hunde durften bereits am Samstag wieder aufs Gelände und hatten ihren Spaß. Und wir schlafen jetzt um einiges besser bei dem Gedanken, dass sie nicht mehr durchbuddeln können.
Ein herzliches Dankeschön für die Arbeit gilt unseren zwei Gärtnern und ganz besonders unserer Sponsorin, die uns die zügige Umsetzung durch die Profis ermöglicht hat! Schön, dass Ihr immer für unsere Hunde da seid und uns beherzt unterstützt.

Euer dankbares Team der Nothilfe für Polarhunde

 

Die Station – Fortschritt bis zum Mai 2019

Einige Heinzelmännchen waren in den ersten Monaten des Jahres bereits auf der Station aktiv und haben Reparaturen aller Art durchgeführt sowie die ‚Ahornbaumzucht‘ aus dem Dachkandel auf der Nordseite entfernt. Das Frühjahr war wettertechnisch auch nicht wirklich einladend, um Großes im Freien anzugehen. Aber dann nahte ein Brückenwochenende und der geplante dreitägige Arbeitseinsatz vom 30. Mai bis zum 01. Juni konnte unter besten Wetter-Bedingungen stattfinden. Die aus allen Himmelrichtungen angereisten Helfer verteilten sich auf mehrere Baustellen und legten am Donnerstag voller Energie los.

Im Norden der Station wurde die im September 2018 aufwendigst geschliffene und grundierte Blechwand erst mal vom Winterschmutz befreit und bekam anschließend zwei Decklack-Schichten in feinstem Schwedenrot! Zwei Tage lang arbeiteten jeweils fünf Zwei- und sechs Vierbeiner an dieser Baustelle. Am dritten Tag wurde noch der durch das neue Dach entstandene Schlitz zur Fassade isoliert und mit Blech verkleidet. Anschließend konnte die Wandverkleidung darunter mittels Hochdruckreiniger wieder bis zur ursprünglich hellen Farbe erstrahlen. Was für ein gepflegter Anblick der Nordseite zeigt sich einem jetzt auf der Anfahrt zur Station! Wir sind völlig begeistert!

Wand reinigen Nordwand Anstrich Nordwand
  Beobachter  zusägen
Verblendung anbringen Dachrinne Nordwand fertig
 

Zeitgleich ging es in der Halle mit dem ‚Antimarkierschutz‘ weiter. Nicht nur unsere Rüden, nein auch ausgesuchte Hündinnen wie Helga und Manchita sind während ihres Freilaufs in der Halle wahre Weltmeister im Markieren sämtlicher Ecken der saugenden Holzverkleidungen. Wir haben immer unsere liebe Mühe, die Spuren mit Gießkanne und Hochdruckreiniger wieder zu beseitigen. Aber seit dem Wochenende ist ein erheblicher Fortschritt in Sachen Pflegeleichtigkeit zu erkennen. Ein weiteres Team baute mehrere Meter der Verkleidungsplatten an. Zeit raubte dabei die Optimierung einer Tür, die wohl in der Vergangenheit aus Zeitgründen etwas abenteuerlich angebaut wurde. Sie bekam jetzt einen stabilen Rahmen, ist professionell eingebaut und auch aushängbar.

Zusägen Markierschutz Markierschutz anbringen Markierschutz fertig
 

Völlig lautlos lief parallel an anderen Stellen der ‚Stationsservice‘. Der PolarExpress wurde mit allerlei Elektro- und Metallschrott und verschlissenen Hundedecken beladen und zur Mülldeponie gefahren. Der südliche Dachkandel erfuhr den notwendigen Frühjahrsputz und im sogenannten Kurgarten wurde die Umgebung für die im Herbst gepflanzten neuen 5 Ahornbäume gerichtet. Ein Helfer schnitt am Samstag rund um die Station alle Fläche frei und der Lärmschutzwall sowie die Westseite wurden Unkraut-frei.

 
Unkraut jäten
Unkraut Zaun Zaun aufdoppeln
 

In der Küche wurde fürs leibliche Wohl geschnippelt, geschält und gebrutzelt. Die wahren Energiebringer waren natürlich die mitgebrachten selbstgebackenen Kuchen, eine selbstgemachte Eiscreme und aus der Schweiz importierte, gespendete Mohrenköpfe, das war alles sehr lecker!

Mit so viel Energie und Elan waren wir weit vor unserem Plan und konnten sogar noch den Prototyp einer Zaunaufdopplung an den Engstellen unserer Gehege Anlage zum Erfahrung sammeln aufbauen.
Es war ein äußerst erfolgreiches Wochenende mit einem riesen Fortschritt für die Station. Und es hat auch noch dazu viel Spaß gemacht! Vielen herzlichen Dank, dass Ihr so motiviert und tatkräftig angepackt habt.

Wir sind so froh, dass es Euch gibt und dass wir und vor allem unsere Tiere uns auf Euch verlassen können!

Das Team der NfP – Freudenstadt e.V.

 

 

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