Stationsaufbau in Burladingen-Gauselfingen - Das Jahr 2018

Bäume pflanzen zum Tierschutz

MACH MIT!
Ein Flyer mit diesem Titel lachte mich in unserer Kantine an.
Die Audi Stiftung für Umwelt hatte Projekte ausgeschrieben, für die sich Mitarbeiter zusammen mit gemeinnützigen Einrichtungen bewerben konnten.
Da fielen mir doch glatt die fünf weiteren Spitz-Ahorn-Bäumen ein, von deren Pflanzung auf der Südseite unserer Station wir schon lange träumten
.

Wir leben nicht nur Tierschutz sondern auch den Umweltgedanken. Beispielsweise gibt es bei unserem Weihnachtsmarkt gesammeltes Porzellan statt Einweggeschirr, unsere Gassi-Geher haben immer Tüten in der Tasche, um die Hinterlassenschaften unserer Hunde unterwegs mitzunehmen. Die restlichen Voraussetzungen waren auch gegeben, also bewarb ich mich für unser Projekt.

Die Auffangstation der Nothilfe

Unsere Auffangstation für Hunde in Not befindet sich auf der Schwäbischen Alb inmitten von Wäldern und Blumenwiesen mit vielen Insekten. Sicher der Grund , warum viele Singvögel rund um die Station leben. Auf der Alb wird es noch richtig kalt, weshalb wir immer ein Tonbehältnis mit ausgekämmter Unterwolle unserer Stationsbewohner auf vier Pfoten an einem Baum vor der Halle füllen. Das Angebot wird von den heimischen Vögeln gerne angenommen und vermutlich sind sämtliche Nester im Umkreis mit Husky-Wolle ausgepolstert. Meisenkästen, die wir in unsere Bäume auf der Südseite der Station hängen könnten, wären eine weitere Optimierung.

Fünf Bäume hatten wir vor zwei Jahren gepflanzt, weitere fünf fehlten bislang. Als wir im Mai den Förderbescheid erhielten, war die Freude riesengroß! Das Projekt konnte beginnen. In Abstimmung mit einem örtlichen Gärtner planten wir die Umsetzung im Herbst. Der Boden auf der Alb ist dermaßen steinig, dass wir dringend die Unterstützung eines Baggers brauchten, sonst würden wir wahrscheinlich bei unseren ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen im Frühjahr noch graben. Der extrem trockene Sommer brachte nochmals Spannung in den vereinbarten Pflanztermin. Aber Petrus war uns wohlgesinnt und schickte Ende Oktober Regen und Schnee auf die Alb. Die regionale Baumschule konnte rechtzeitig die Bäume ausgraben, ohne die Wurzeln zu verletzten.

Schweres Gerät zum Ausheben der Löcher Loch fertig interessiert beobachtet
Bäume stzen Bäume setzen Bäume setzen

Zuerst wurden die Löcher ausgehoben. Unsere Hunde waren schwer interessiert, was Mensch da so macht und welche Maschinen plötzlich auftauchten. Gute Muttererde wurde in den Mulden verteilt und die Bäume gesetzt und ausgerichtet. Die Gärtner arbeiteten ruhig und sehr sorgfältig. Als ideale Startvoraussetzung wurden Dreibeine aufgestellt, die Bäume angebunden, gewässert und die Erde mit Rinden-Mulch gegen Austrocknen gesichert.

Bäume befestigen Dreibeine
Bäume befestigen letzte Hndgriffe an den BäumenDrahtschutz

Am Abend war eine wunderschöne Allee fertig. Fehlten nur noch das passende Schild, welches von einer befreundeten Druckerei gespendet wurde, und der Drahtschutz gegen Nageversuche durch die Nordischen im Freilauf. Diesen Projektabschluss bekamen wir noch am Samstag während des Arbeitseinsatzes hin.

Die "Allee" ist fertig Projekthinweis Eileen ist neugierig

Sind die Bäume angewachsen und werfen ab dem nächsten Herbst Laub ab, werden wir im angrenzenden Wäldchen Igelhügel damit aufschütten. Und im Sommer bieten die Blätter auf natürliche Weise unseren Hunden Schatten.
Wir finden, das ist eine gelungene Symbiose unserer Umwelt mit den Notfellen.

Unser herzliches Dankeschön dafür geht an die Spender für die Förderung des Traumprojekts!

Ihre Christiane Breinig
mit dem Team der Nothilfe für Polarhunde e.V. Freudenstadt


Die Station – zweiwöchiger Arbeitsurlaub – zweiter Teil

Parallel zur bereits berichteten Renovierung der Hallenwand Nord gab es eine weitere Großbaustelle: Kernsanierung Hundehaus 4! Bereits am Vortag mussten unsere Oldies ins Hundehaus 5 umquartiert werden und bekamen im Gehege eine zusätzliche Hütte. Von dort aus beobachteten sie gespannt, was die Menschen wohl wieder so alles machten, die Geräusche waren ungewohnt. Am 22.09.2018 um 9:00 begann das Vorhaben mit dem Abbruch. Die Baustelle wurde von zwei maßgeblichen Männern geleitet, die die perfekten handwerklichen Fertigkeiten dazu besitzen. Die Zuarbeit mehrere Helfer war sichergestellt.

Kacheln abschlagen Schutt entsorgen Kernsanierung

Erst wurden die alten Fliesen abgeschlagen und im bereitstehenden Schuttcontainer entsorgt. Auch die dahinterliegenden Platten wurden abgerissen. Danach kam eine neue Herausforderung ans Tageslicht: der Unterbau war wie befürchtet bereits verrottet. Nach kurzer Beratung ging es erst einmal mit den ‚hundegerechten‘ Umbauarbeiten weiter. Die Rollladenkästen wurden abgetrennt und Schalter und Steckdosen in den Außenbereich des Hundehauses verlegt.

Kernsanierung Hundehaus Neuaufbau Hundehaus 4

In der Zwischenzeit besorgte der gelernte Zimmermann das Material für den neuen Unterbau. Er bekam das Holz nicht nur von einem Freund für unsere Notfelle gespendet, sondern die entsprechenden Bearbeitungsmaschinen für den Aufbau dazu ausgeliehen. Das war eine Überraschung! Wir freuten uns riesig darüber und möchten an dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN aussprechen! Frisch motiviert ging es weiter. Holzbau und Isolation füllten den Sonntag aus.

Ständerwerk aufbauen Holzarbeiten Dämmung einbringen

Eine weitere Herausforderung war auch noch zu lösen. Durch den krankheitsbedingten Ausfall eines ehrenamtlichen Helfers brauchten wir eine Notstrategie zur Unterputz-Verlegung der Heizungsrohre. Hier half uns flexibel die örtliche Heizungsbaufirma aus, die parallel unseren Heizkessel in der Garage auswechselt. Gleich am Montagmorgen erledigte ein Heizungsbauer die Arbeit im Hundehaus, damit der weitere Aufbau nicht ausgebremst wurde. Glück muss man haben und gute Handwerker! Jetzt konnten die Fermacell-Platten verklebt und angeschraubt werden. Wir waren begeistert, wie stabil der Wandaufbau geworden ist und scherzten, dass wir jetzt sogar für die Aufnahme eines ‚Braunbär in Not‘ vorbereitet wären.

Wandplatten anbringen Bodenfliesen Wandfliesen

Der Boden war noch abzuschleifen, dann konnte endlich gefliest werden. Wand für Wand entstand ein perfektes Gewerk, das sehr professionell und mit Stahl-Eckprofilen von unserem ehrenamtlichen Fliesen-Profi ausgeführt wurde. Schöner als manches Menschen-Bad und absolut Hunde-gerecht. Hunde nagen nämlich gerne mal die Ecken ihres Hauses an, aber sicher nicht, wenn diese aus Stahl sind.

Boden Boden fliesen Boden im Hundehaus

Nach dem Verfugen der Wände wurde der Boden vorbereitet und anschließend mit Fliesen belegt. Für die optische Verbreiterung unseres rechteckigen Raumes wählte unser Profi eine entsprechende Verlegungsart. Unser Stationskater ‚Hannes von Huskyhof‘ kam vorbei und bestätigte wohlwollend die gelungene Ausführung!
Am Mittwoch ging es dann an die Bodenfugen. Auch der hündische ‚Stations-Sheriff‘ Junah schaut nach dem Rechten und prüfte das Putzwasser. Nach den Putzarbeiten konnten dann am Donnerstag die abschließenden Silikonfugen gezogen werden. Das Werk war vollbracht!

Boden fertig Kontrolle muss sein fertig!

Das Team hat für unsere Notfelle alles gegeben: Urlaub, Schweiß, Kraft, Ausdauer, Organisationstalent, Flexibilität, Handwerkskunst und Professionalität.
Das nennen wir selbstlos gelebten Tierschutz und es gibt nur einen treffenden Ausdruck für unseren Dank:

Chapeau!

Die finalen Fugen brauchten noch etwas Ruhe ohne Hundekontakt, aber am Samstag – nach zwei Wochen - war es endlich soweit: unsere Fellnasen bezogen stürmisch und höchst interessiert das renovierte Haus. Das ist ohne Zweifel das passende Lob aus ‚erster Pfote‘!

Die Inbesitznahme glückliche Bewohner

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt


Die Station – Beginn des zweiwöchigen Arbeitsurlaubes Ende September 2018

Von langer Hand geplant – weil ja dafür Urlaub genommen werden musste – starteten wir am 22.09.2018 um 9:00 Uhr auf der Station ins erste Wochenende. Am Vortag war bereits unsere Küchenfee den ganzen Tag in ihrer Küche zugange und eine Helferin war vor Ort, um Getränke, Kleinmaterialien und Hilfsstoffe im örtlichen Baumarkt einzukaufen. Schließlich waren 14 Helfer angekündigt und alles sollte vorbereitet sein. Und dann schlug es plötzlich zu, Murphy’s Law! Sechs Helfer fielen krankheitsbedingt kurzfristig aus, Transportgeräte waren lahmgelegt, alles was wir anpackten, wollte nicht funktionieren. Die Nerven lagen bereits am Vormittag blank, die Stimmung war auf null-Niveau. Aber wir wären nicht das bekannte zähe Team, wenn wir das nicht hinbekommen hätten. Während in aller Ruhe im Gehege 1 – wieder sehr zur Freude von Bobi - das Unkraut bekämpft wurde, gelang die Reparatur des Fadenmähers. Telefonate für Notstrategien waren wegen mangelnden Netzes unmöglich, aber mit dem Auto kommt man ja auch ans Ziel und persönliche Gespräche sind eh viel besser! Zeitgleich wurden auch noch kahle Stellen im Vorgarten bepflanzt. Und dann gab es das wunderbare Mittagessen. Eine herbstliche wohlschmeckende Kartoffelsuppe mit Würstchen und selbstgebackenen Apfeltaschen zum Nachtisch brachte die dringend notwendige Energie zurück. Wir konnten plötzlich wieder lachen, verlagerten und konzentrierten die zur Verfügung stehenden Kapazitäten an die zwei ersten Großbaustellen und hatten sogar schon Ideen für den diesjährigen Weihnachtsmarkt.

Unkrautbekämpfung Motorsense reparieren Vorgarten bepflanzen
  Der Tisch ist gedeckt  

Frisch gestärkt ging es danach weiter. Nachdem das Gras gemäht war, wurde an der Nordwand geschliffen, mit Verdünnung gereinigt und grundiert. Am Sonntag konnte man dort schon einen großen Fortschritt verbuchen! Parallel wurden die Abbrucharbeiten für das Projekt ‚Kernsanierung Hundehaus 4‘ vorangetrieben und der bereitstehende Bauschuttcontainer begann sich zu füllen. Unsere Gassi-Geher waren erstaunt über die drei Wohnmobile, die rund um die Station geparkt waren, und freuten sich die ehemaligen Stationsbewohner auf vier Pfoten wieder mal zu sehen. Denn die dürfen bei Arbeitseinsätzen ja bekanntlich immer dabei sein und sorgen auch für Gelassenheit am Arbeitsplatz.

in der Ruhe liegt die Kraft relaxen
chill Husky

Die Zweibeiner mussten währenddessen einen Knochenjob absolvieren, wobei sicher der ein oder andere Muskelkater heute noch zu spüren ist. Am Sonntagabend waren schon große Erfolge an der Nordwand zu besichtigen. Zwischendrin wurden auch noch wichtige Dinge wie die Reparatur der Schließgarnitur im Hundehaus 1 durchgeführt.

määähen schleifen der Nordwand schleifen
Nordwand streichen   Nordwand gestrichen
arbeiten an der Nordwand Staubsauger reparieren

Montags war ‚Schichtwechsel‘. Einige der Helfer mussten wieder zu ihren Arbeitsstellen, andere Arbeitsurlauber blieben auf der Alb oder stießen neu dazu. Neben den weiteren Schleif- und Streicharbeiten wurden Staubsauger durch Reinigung der Filter für die Nachbarbaustellen wieder gangbar gemacht und Dachrinnen von Laub befreit. Die Organisatorin wurde erneut mit einer großen Liste in den Baumarkt geschickt. Sie brachte u.a. Laubfangkörbe für die Fallrohre mit, die gleich eingesetzt wurden, damit und das Abwassersystem nicht verstopft. Bis Donnerstagabend hatten wir die Nordwand dann auch komplett grundiert. Die erste Baustelle konnte für dieses Jahr geschlossen werden! In Frühjahr folgen dann noch zwei Schichten Decklack in unserem bekannten ‚Schwedenrot‘. Aber selbst die rotbraune Grundierung sieht schon viel besser aus und ist zu unserer Station für die Nordischen weitaus stimmiger als das merkwürdige grün.

Nordwand Nordwand streichen
Nordwand anmalen Nordwand in neuer Farbe

Unser großer Dank geht an alle, die hartnäckig ganz im Sinne unserer Aufgaben rund um die Versorgung der Nordischen immer wieder zu uns halten und all ihre Energie dafür einsetzen. Wir sind so froh und dankbar, dass es EUCH gibt!

Sobald wir an den anderen parallelen Baustellen und Projekten weitere Erfolge zu vermelden haben, melden wir uns erneut an dieser Stelle! Bis bald…

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt


Die Station – Fortschritt im August 2018

Sommerloch? Nicht bei unseren Arbeiten auf der Station! In den letzten zwei Monaten gab es vereinzelte Einsätze von Freiwilligen. Hier wurde mal etwas Klemmendes gangbar gemacht, da gab es von Gassi Gehern ‚erste Hilfe‘ beim Distel-Befall in den Gehegen und zwei Leute schauten an einem Wochenende nach günstigem Material für unsere im September geplante Kernsanierung eines Hundehauses. Sie wurden im örtlichen Baustoffhandel fündig! In der Halle wurde weiter verkabelt. Als der Sommerurlaub nahte, kam schon mal eine zweiköpfige weibliche Vorhut, die sich um das Unkraut im Gehege 1 kümmerte.
Bei ungewöhnlicher Hitze auf der Alb, die wohl auch die Disteln zu überhäufter Samenverteilung bringt, fiel es nicht gar so leicht, in gebückter Haltung die Wurzeln zu ziehen. Gute Gespräche und viel Wasser zum Trinken hielten uns bei Laune. Und wir mussten so lachen! Bobi fand die menschliche Gesellschaft wohl sehr anziehend und half uns mit kräftigem Ausbuddeln der Wurzeln. Nach zwei Tagen schaute kein Blättchen mehr aus dem Kies oder zwischen den Platten hervor!

Verklemmungen Die Disteln müssen weichen Bobi

Am darauffolgenden Samstag gab es dann wieder einen großen Arbeitseinsatz. 12 Menschen strömten aus allen Richtungen Deutschlands und der Schweiz herbei, um zu helfen. Nachdem der ein oder andere noch ein Notfell Gassi geführt hatte, ging es los. Zettel mit Arbeitsaufträgen wurden verteilt, die behände abgearbeitet wurden. Unser Tüftler hatte einen großen Zettel mit vielen komplizierten Kleinigkeiten, die im Alltag auf der Station enorm wichtig sind. Ein loser Gehege-Randstein, ein wackelndes Schlossblatt, ein bockender Rasenmäher, und und und.... Auch die Fensterfront an der Westseite wurde von einem Helfer nochmals an Stellen abgedichtet, an welchen immer wieder Wasser bei Starkregen eindringt. Die Verkleidungen der Schnittkanten an den Türausschnitten der Südseite der Halle mittels Leisten, die ein Helfer besorgt und mitgebracht hatte, wurden vorangetrieben. Zeitgleich startete eine Helferin mit dem Polar-Express Richtung Mülldeponie mit vielen Säcken voller alter Hundedeckenreste. Das war mal eine alternative Ladung in den Hundeboxen.

Leisten gegen Nässe loses Steine
Schnittkanten versäubern ab zur Deponie

Im Gehege 3 wurde währenddessen den Disteln von zwei weiteren Fleißigen zu Leibe gerückt. Sehr zur Freude der Gehege-Bewohner auf vier Pfoten. Als die Schubkare voll war und abtransportiert wurde, nutzten unsere jungen Mischlingsmädels gleich die Gelegenheit, das mitgebrachte Kniekissen in drei Teile zu teilen. Diese Gauner! Völlig ungestört konnte derweil unser Hobby-Maler zwei Türrahmen streichen.

noch mehr Disteln eine Schubkarre voll mit Disteln Türrahmen streichen

Eine Großbaustelle hatten wir auch. Der selbstgebaute Pellet-Speicher im Heizraum wurde abgerissen. Puh, war das eine Knochenarbeit und staubige Angelegenheit. Das noch brauchbare Holz wurde gleich gesäubert und eingelagert. Es ist eines der Gewerke, mit dem wir ehrenamtlich den Tausch unserer Heizung unterstützen können, um Geld zu sparen. Wir müssen leider nach dreijährigem Kampf um unseren alten Heizkessel einsehen, dass er die Leistung für die Station trotz permanenter Reinigung nicht mehr bringt. Es ist einfach auch zu riskant, den Stationsbetrieb rund um unsere Hundebetreuung im Winter zu gefährden. Das hatten wir im vorletzten Winter schon mal und möchten es nie mehr erleben müssen. Zum Glück konnten wir einen sehr guten Heizungsbauer aus der Region für das Projekt gewinnen. Er war auch am Samstag zwischendurch da, um die weiteren Schritte mit uns zu besprechen. Am Abend war der Raum leer und am Dienstag darauf auch noch vom restlichen Staub an der Decke und den Wänden befreit.

Projekt Pelletspeicher  Heizungsbauer 
Pelletspeicher  Pelletspeicher 

Bei so viel Einsatz darf natürlich auch ein kräftiges Essen nicht fehlen. Wir testeten Grillwürste von unserem Steak-Metzger für die Feste. Sehr gut! Die gibt es künftig – auf Wunsch eines Mitgliedes – auch zur Mitgliederversammlung. Dazu schmeckten die vegetarischen Salate. Unsere Küchenfee brachte noch luftig gebackenen Apfelkuchen mit! Den gab es mit Mohrenköpfen aus der Schweiz zur Kaffeepause. Am Abend waren alle rechtschaffen müde, auch die Hunde unserer Stationsleiterin.

Geschafft!

Es war wieder ein sehr erfolgreicher Einsatz und die Stimmung im Team war prima. Was dabei alles für unsere Notfelle leistbar ist! Vielen herzlichen Dank an alle! Wir freuen uns heute schon auf das nächste Arbeitstreffen Ende September!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde


Die Station – Fortschritt bis Mai 2018

Es geht beharrlich weiter. Rund um die Mitgliederversammlung, die ja bekanntlich in unserer Station stattfindet, gab es wieder einen großen und mehrere kleine Arbeitseinsätze. Während deren Vor- und Nachbereitung fand auch noch ein Frühjahrsputz in der Küchenzeile statt. Die antike stromfressende Spülmaschine hatte ihren Dienst verweigert und musste ersetzt werden. Was da alles hinter der Verkleidung hervorkam! Aber jetzt ist sogar der Kühlschrank wieder blitzblank. Der Tag mit den Mitgliedern war wieder sehr schön und hat Spaß gemacht. Danach gingen die Pflegearbeiten weiter. Ein Schließblatt an einer Hallen-Haustüre in Richtung Gehege wurde getauscht. Der Dachkandel rund um die Halle war voller kleiner Äste und vergammelter Blätter. Jetzt nicht mehr! Die Rinnen wurden gesäubert und ein Fallrohr gerichtet.

Durch Lieferungen hatten sich Paletten angesammelt, die zerlegt und von Nägeln befreit wurden, sowie das Holzlager aufgeräumt.

Reinigung Palettenentsorgung

Bei bestem Wetter konnten zwei Garagenwände gestrichen werden, nachdem erst mal alle Spinnweben beseitigt worden waren. In den Gehegen arbeitet sich der Kies durch die Bewegungen und Spiele unserer Notfelle immer Richtung Hallenwand. Gehege 2 wurde mit Schubkarre, Schaufel und Rechen erobert und der Kies wieder an die fast blanken Stellen verfrachtet. Wir hörten viele freudige Laute aus der Richtung. Dort leben nämlich unsere drei Malamuten, die keine Gelegenheit auslassen, Streicheleinheiten abzuholen. So macht die Arbeit Spaß!

Garagenwände streichen Kies rechen neugierige Beobachtung

Alle Hunde waren wieder schwer interessiert am Treiben in ihren Freiläufen. Kamen doch überall Menschen herein, verkleideten die Schnittkanten an den Hütten und brachten die Terrassen hinter den Hütten wieder in Ordnung. Bei der Füllung der Buddellöcher glaubte ich manchmal den verschmitzten Blick eines Notfells zu sehen, so als Mitteilung: das ist ein tolles Spiel, ihr macht die Löcher zu, dann können wir morgen wieder ausbuddeln! Gute Arbeitsteilung.

Die Kanten an allen fünf Hütten wurden an diesem Wochenende verkleidet, damit hätten wir nie gerechnet. Es war wieder rundherum ein toller Erfolg für den Fortschritt der Station und eine tolle Leistung. Und damit uns die Kraft nicht ausging, verwöhnte uns eine der Küchenfeen mit bestem Essen. Alleine der Salat war eine Augenweide und hat super zum Kartoffelgratin geschmeckt. Und die importierte Schweizer Schokolade!

Neugieriger Hund  Kanten ausbessern  Ausbesserungsarbeiten 
Hütten ausbessern    Wer schafft braucht Kraft 
 

Vielen, vielen Dank für Eure unermüdliche Hilfe rund um die Notfelle!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde


Die Station – Fortschritt bis März 2018

Im neuen Jahr kamen bis Ostern drei Arbeitseinsätze auf der Station zustande. Aber auch zwischendurch kam immer wieder mal einer unserer ‚Heinzelmänner‘ zum Arbeiten vorbei. Wetterbedingt arbeiteten wir überwiegend im Gebäude, aber sobald es möglich war, auch draußen.

Im Quarantänehaus wurden an den drei Wochenenden nacheinander Optimierungsarbeiten an den Wänden durchgeführt. Erst mussten die Fugen ausgekratzt werden, da das dafür aufgebrauchte alte Material den zu verwendenden Hochdruck- und Dampfreinigern im Quarantänebereich nicht standhält. Unser ehrenamtlich tätiger Fliesenexperte brachte alles in Ordnung und schützte zusätzlich die Kanten mit Alu-Profilen.

Fugen erneuern Frisch verfugen
Kantenschutz zusägen Kantenschutz montiert

 Unzählige wichtige Reparaturarbeiten standen auch auf dem Programm. An den Türen der Gehege müssen zunehmend die teilweise seit mehr als 20 Jahren der Witterung ausgesetzten Schließeinheiten ausgetauscht werden. Sämtliche Heizkörper in den Hundehäusern wurden überprüft, an rostigen Stellen geschliffen und mit der ersten neuen Lackschicht überzogen. Die Fensterfront an der Westseite neben dem Tor wurde nochmals komplett abgedichtet, nachdem im Winter immer wieder bei stürmischem Wetter Regen eingedrungen war. Aber auch die Dichtstreifen an einer Hundeklappe, die die kalte Winter-Luft von draußen abhalten, aber dennoch den Hunden Ein- und Ausgang ermöglichen, wurden wieder ersetzt. Einer unserer Hounds findet die nämlich doof und störend und knabbert sie immer wieder ab. Am Infokasten an der Garagenwand war die Glastür rausgefallen und zum Glück auf dem Sandhaufen darunter gelandet. Einer unserer Tüftler erneuerte die Stifte und setzte die Tür wieder ein.

Fassadenarbeiten An der Fassade
Hundevorhang Schib vom Infokasten befestigen

Der Durchgang im Pferdetrakt zu den Nebengebäuden wurde weiter entrümpelt und gereinigt, sodass jetzt die Kreissäge dort platziert werden konnte. Das verbessert auch den Arbeitsraum in der Werkstatt, wo bereits in einigen Schubladen altes Werkzeug aussortiert wurde. Der Vorgarten konnte auch von vielen abgefallenen Ästen und vertrockneten Blütenständen befreit werden, damit dort bald der Frühling wieder einziehen kann. Solange die Heizung noch lief, mussten immer wieder Pellets in Säcken besorgt und nachgefüllt werden. In Vorbereitung der im Sommer geplanten Grund-Reinigungsaktion des Speichers für die Pellets wollten wir ihn möglichst leer fahren. Im Bürocontainer sortierten parallel zwei fleißige Helferinnen die ausgekämmte Husky-Unterwolle und befreiten sie von kleinen Fremdkörpern.

entrümpeln Äste zusammensammeln
Neue Pelletlieferung Pellets einfüllen
Huskywolle sortieren lecker Kartoffelsuppe

Natürlich gab es auch zur Stärkung jeweils gesundes, schmackhaftes Essen. Der Ofen in der Küche sorgt dafür, dass sich alle nicht nur von innen aufwärmen können. Beim Mittagstisch konnten wir wieder die nächsten Aktionen besprechen und Ideen zur Umsetzung austauschen. Nach der Mitgliederversammlung steht die Renovierung sämtlicher Hundehütten in den Außengehegen an. Diese wurden bereits ausgemessen und das benötigte Material wird – nach umfassender Recherche im Internet - bereits beschafft. Vielen herzlichen Dank an alle für den unermüdlichen Einsatz für unsere Tiere, auch zwischen den Arbeitseinsätzen!

Jetzt freuen wir uns alle auf den Frühling und auf die Arbeiten in den Gehegen bei unseren Fellnasen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde


 

 

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