Katzenelend und kein Ende in Sicht …
(Sabine Kern und Monica Schwartze)

Katze

Eine enorme Anzahl von Katzenproblemen ergibt sich durch herrenlose, freilebende Katzen, meist verursacht durch gedankenlose Katzenbesitzer und der Ignoranz vieler Behörden. Mag ja sein, dass es – wie überall, vor allem bei uns im Tierschutz - am vorhandenen Geld liegt, es ist jedoch in §1 Tierschutzgesetz und Artikel 20a Grundgesetz verankert, dass der Mensch die Verantwortung für das Tier als Mitgeschöpf, dessen Leben und auch sein Wohlbefinden trägt.

Es ist strafbar, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder gar Misshandlungen zuzufügen.

Herrenlose und freilebende Katzen sind keine Wildkatzen, wie es oft falsch interpretiert wird. „Wildkatzen“ leben im Verborgenen und sind so gut wie nie zu sehen. Aus diesem Grund sind die herrenlosen und freilebenden Katzen im Sinne des Tierschutzgesetzes auch als Haustiere zu behandeln. Es sollte eine  Selbstverständlichkeit für den Mensch, d.h. den Tierhalter sein, hinsichtlich der Gesundheit und dem Wohlergehen der Tiere auch die Verantwortung zu übernehmen. Aber bei dem Wort „Verantwortung“ stößt man meist auf taube Ohren.

 

Wie so oft, wurden auch in diesem Jahr bei der Abtlg. Katzenhilfe der Nothilfe für Polarhunde e.V. in Freudenstadt eine Unmenge Katzenprobleme gemeldet, die wir versuchen zu lösen. Alle Probleme können wir jedoch nicht lösen, weil hier durch die Verantwortungslosigkeit vieler Katzenhalter das Pferd von hinten aufgezäumt wird und schlichtweg die Mittel fehlen.

Viele Landwirte weigern sich permanent, ihre Katzen kastrieren zu lassen, das regle die Natur, bzw. löst sich alles von selbst. Zur Not tötet der hofeigene Hund die Tiere oder man entsorgt die kleinen Wesen auf die eigene Art und Weise.

Und wie das aussieht, das ist uns hinreichend bekannt.

Meist sind es männliche Landwirte, die sich sofort angegriffen fühlen, wenn man ihnen Hilfe für die Kastration der Katzen anbietet, denen diese sowieso ein Dorn im Auge sind und sie als wertlos angesehen werden. Sie sollen Mäuse fressen, wie das früher auch gewesen ist. Ha, ha, da müssen wir immer lachen. Früher hatten viele Landwirte auch kein Auto, waren auf andere Fortbewegungsmittel angewiesen und, und, und. Auch hat man früher keine Kühe besamt, doch bei dem Thema Katzen hört jedes Verständnis für unser Anliegen „der Kastration“ auf.

Bei einer Katzen-Überpopulation auf einem Hof wandern viele Tiere einfach ab, gerne in Wohngebiete und so werden die Probleme einfach hausgemacht.

Hätten wir nicht in den letzten Jahren genug mit dieser Problematik zu tun gehabt, würden wir uns nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Es sind nur wenige Landwirte aus der Region, die uns direkt um Hilfe gebeten und sich auch an den Kosten beteiligt haben. Weil diese Landwirte wissen, wie wichtig die Katzen für den Hof sind. Und wie soll eine ständig für Nachwuchs sorgende Katze noch Zeit haben, sich um die Dezimierung der Mäuse auf dem Hof zu kümmern?

 

Angegriffen werden auch meist die Menschen, die ein Herz für die zugelaufenen Tiere haben und sie füttern. Beim örtlichen Tierschutzverein wird man jedoch abgewiesen. Immer wieder mit demselben Argument: „hören Sie auf mit füttern, dann löst sich auch ihr Problem“. Wie schwachsinnig und engstirnig. Dann wandern diese Probleme auf 4 Pfoten ab zum nächsten Tierliebhaber und das Spiel beginnt von vorne.  

Hilfe oder Unterstützung wäre eine Lösung, aber auch da läuft man selbst bei manchem Tierschützer gegen Windmühlen.

Viel zu wenig Menschen machen sich Gedanken darüber, dass sich die Zahl der herrenlosen und freilebenden Katzen aus gerade dieser Verantwortungslosigkeit heraus ergeben. Verantwortungsbewusste Katzenbesitzer sind ja einsichtig, doch es gibt noch genügend gedankenlose Menschen, die ihre Tiere einfach unkastriert und nicht gekennzeichnet frei herumlaufen lassen. So kann sich in der Folge dann die nächste Generation – wenn sie nicht kastriert ist – ungehindert vermehren. Genauso verhält es sich bei rechtswidrig ausgesetzten Katzen.

 

Womit wir schon beim Thema wären

 

Kiki – wir nennen sie unser „Ömchen“

 

Wenn sie klein und niedlich sind, dann hat man die Katzen-Kinder schnell vermittelt. Aber die älteren oder die ganz alten, die haben es nicht leicht.

Aber was ist hier passiert?

 

Unsere Katzen-Freundin Sabine sitzt bei der Tierärztin, als sie mit einer Kundin ins Gespräch kommt. Sie hat eine mehr tote als lebendige Katze bei sich auf dem Schoß. Angesprochen, was mit der Katze los ist erfährt sie, dass diese Frau die Katze auf der Straße im Wolftal gefunden hat. Was ihr fehlt, das wisse sie nicht. Sie ist jedoch umgehend  mit dem Tier zur Tierärztin nach Freudenstadt gefahren, um es versorgen zu lassen.Öhmchen

Die Katze, wahrscheinlich schon einige Jahre alt, nur noch Haut und Knochen, dehydriert und so geschwächt, dass sie sich selbständig nicht mehr auf den Beinchen halten konnte, hat wohl wenig Überlebenschancen. Ob sie die Nacht übersteht ist fraglich. Sie wird sofort stationär aufgenommen und bekommt Infusionen.

Und wie üblich stellt sich dann die Kostenfrage und wer sich kümmern wird, denn auf keinen Fall soll das Tier in das örtliche Tierheim gegeben werden. Die Frau selbst würde die Katze, wenn man sie retten kann, gerne übernehmen. Doch der eigene Hund, ein Dackel, ist alles andere als katzenfreundlich…

So hat Sabine entschieden, dass wir uns um die Katze kümmern, sollte sie es schaffen und am Leben bleiben. Nach 6 Tagen stationärem Aufenthalt bei der Tierärztin konnte man Kiki, das Ömchen, abholen. Und Kiki zog in der Geschäftsstelle in FDS ein. Ihre Körperausdünstung ließ nichts Gutes vermuten und so stellte sich aufgrund einer Blutuntersuchung heraus, dass Kiki schwer nierenkrank ist.

Auch verliert sie immer etwas Kot, was sich jedoch wieder einrenken kann.

Kiki ist nun seit einigen Tagen in der Pflegestelle und kann einigermaßen auf 4 Pfoten stehen. Sie hat ein großes Zimmer für sich alleine und bekommt oftmals am Tag Besuch. Die alte Miezendame sucht auch die Nähe des Menschen, wenn man das Zimmer betritt. Wir haben bei Kiki eine endlose Zahl an Zecken entfernt, wahrscheinlich war sie schon einige Zeit um Hilfe suchend unterwegs.

Nach einigen Tagen sollte nochmals nach den Ohren geschaut und die Fellpflege in Angriff genommen werden. Nur zaghaft putzte sie sich ihren Pelz.Öhmchen

Man traute sich auch nicht, sie hochzuheben, was nicht sein musste. Sie war nur noch ein Gerippe und mochte das Hochnehmen auch nicht besonders gerne. Ihr Fell war stumpf und fettig, zeigte also auch die Nierenschädigung an.

Kiki bekam Nieren-Diät-Futter und entsprechende Medizin. Sie konnte und durfte sich in Ruhe erholen, wir zwangen sie zu nichts. Wir hatten auch keine Erwartungshaltung, denn keiner wusste, wie alt das Ömchen - und wie weit fortgeschritten die Krankheit war.

 

Die Kosten für die Behandlung und den stationären Aufenthalt bei der Tierärztin hatte die Finderin spontan bezahlt. Selbstverständlich ist das nun mal überhaupt nicht. Wir sagen hier nochmals herzlich Danke – auch dafür, dass die Finderin das Ömchen gerettet hat und sofort beim Tierarzt versorgen ließ.

 

Aber wo packen wir unsere Wut im Bauch hin?

 

-      Wie kommt diese arme Katze in diesem Zustand auf die Straße?

-      Wer hat sie ausgesetzt oder einfach entsorgt?

-      Wenn ein Tier schwer krank ist und man evtl. die Kosten nicht tragen kann, wieso hat man nicht nach Unterstützung gesucht?

-      Wie alt ist das Ömchen wirklich?

-      Warum vermisst sie keiner?

-      Warum ist diese geschundene Katze noch so zutraulich zu uns Pflegern?

-       

Fragen über Fragen, die uns keiner beantwortet hat und wohl sicher auch keiner beantworten wird. Vielleicht erhalten wir ja noch einen Hinweis von jemandem, der über das Ömchen hier liest.

 Öhmchen

So ist es geschehen - und wir dachten einige Tage: es ist gut, dass man Kiki helfen konnte. Sie hätte hier ein Zuhause gehabt.

Was dann folgte hat uns sehr erschüttert. Plötzlich, von jetzt auf gleich hing Kiki durch und stellte das Fressen ein. Der Besuch beim Tierarzt war sehr ernüchternd. Für Kiki kam jede weitere Hilfe zu spät, ihre Nieren haben versagt. Wir mussten Kiki in Frieden gehen lassen.

 

Trotzdem durfte Kiki nochmals Liebe und Zuwendung erfahren, wenn es auch nur für kurze Zeit war und sie musste nicht auf einer befahrenen Straße einfach „verrecken“.

 

 

Hope“ – heißt Hoffnung……

 

Alle Begleiterscheinungen, die mit der Übernahme von Hope und ihrer Herkunft zusammenhängen lassen jedoch unsere „Hoffnung“ auf eine Problem-Lösung ziemlich schwinden (siehe unten „eine unglaubliche Geschichte“).

 Hope mit vereitertem Ohr

Diese arme Katze lief bei Menschen an und bot diesen einen schlimmen Anblick.

Ihr Ohr hing herunter und daraus floss Eiter.

Durch Hope kamen wir an ein Schicksal, das uns einige Wochen emotional ziemlich zugesetzt hat.

 Hope in der Pflegestelle

Nachdem mal wieder niemand erreichbar war, der helfen wollte oder konnte, wurden die Menschen mit Hope über ihren Tierarzt an uns verwiesen. Mit Falle und Box bewaffnet fuhren wir in einen ca. 20 km entfernten Ort, um nach der Katze zu sehen. Hier war ziemlich Gefahr im Verzug und Hope wurde sofort zum Tierarzt gebracht. Dieser stellte fest, dass das Ohr von Hope einer dringenden Behandlung bedarf und sie zudem ein pralles Gesäuge hat. Er forderte uns auf, nach Babies von ihr zu suchen.

Das taten wir auch und stießen dabei auf einen extremen Fall der Verwahrlosung. Nicht nur ein Mensch, sondern auch die Tiere befanden sich in einem katastrophalen Zustand.

Vorgefunden haben wir noch eine schwarze Katze, die mit 8 Jungen, ca. im Alter von 10 Tagen, in diesem Haushalt lebte. Verlassene Katzenbabies haben wir nicht gefunden.

Da Hope unter unsagbaren Schmerzen gelitten haben muss, behielt der Tierarzt sie bei sich. Das Ohr musste in Narkose behandelt werden und sie wurde auch gleich kastriert und gekennzeichnet. Bei jeder Nachfrage hörten wir, dass es der Katze noch lange nicht gut geht und wir waren weiterhin in Sorge um die Babies.

 

Da uns die Situation des verwahrlosten Falles nicht aus dem Kopf ging, setzen wir uns mit den Behörden in Verbindung und so kam auch eine Lawine ins Rollen.

Bereits im Herbst 2015 wurden dort 6 Katzen herausgeholt und in ein nahegelegenes Tierheim gegeben, zu welchem wir Kontakt hielten. Dort war man auch sofort bereit, weitere Katzen aufzunehmen, sollten wir erneut aus der verwahrlosten Haltung mit einer Unterbringung in Not kommen. Doch so einfach schien sich der Fall nicht zu gestalten.

Die ältere Frau, die mit der aus dem Ruder gelaufenen Tierhaltung nicht mehr klar kommen konnte, war selbst in größter Not. Ein Fall von Demenz. Unter Einbeziehung der entsprechenden Behörden wurde ein Ortstermin anberaumt, zu dem wir als Tierschutzverein geladen wurden. Border collie

Vorgefunden haben wir zudem eine bedauernswerte Hündin, die nicht nur entsetzlich stank, sondern auch unter starkem Floh- und Milbenbefall litt. Die Hündin selbst ein liebevolles Tier, zeigte uns Katzenbabies, die sie auch gleich an Mutterstelle putzte und beleckte. In einem nackten Weidenkorb lagen dann weitere Katzenkinder, schwarz und getigert. Die Katzenmutter befand sich draußen vor der Terrassentüre und traute sich nicht, hereinzukommen.

Mit Hilfe der Amtspersonen konnten wir die Katzenmutter mit ihren Jungen gleich übernehmen, zwei der Kleinen von insg. 8 waren angeblich schon verstorben.Border collie

 

Die Hündin wurde entsprechend mit Flohmittel versorgt, mehr konnte man zu diesem Zeitpunkt nicht tun. Dies hat sich dann in der Folge von Amts wegen geregelt. Die Zeit des Wartens, bis man jedoch den Tieren – vor allem auch der dementen Frau – helfen konnte, schien eine Ewigkeit zu dauern.

Damit die Tiere überhaupt versorgt werden konnten, wurde Futter zur Nachbarin gebracht, die sich angeboten hatte dafür zu sorgen, dass die Tiere bis zu einer Klärung der Notsituation wenigstens regelmäßig Futter bekommen, was in der Vergangenheit wohl absolut nicht der Fall war.

Eine vor Hunger schreiende, ca. 14 Jahre alte Katze bot uns einen Anblick des Jammers. Sie war nur noch Haut und Knochen. Man konnte sie jedoch zum Zeitpunkt des Besuchs mit Katzenfutter versorgen, das sie gierig verschlang.

 

Alle Tiere hatten Unmengen Flöhe und auch uns fing es schon an zu jucken. Ein menschliches, sowie auch ein Tier-Drama, das man so nicht belassen konnte.

 Pia mit Katzenbabys

Die Katzenmutter, die wir Pia tauften wurde mit den Babies zum Tierarzt gebracht. Alle Tiere schrien vor Hunger. Hier erlebten wir dann etwas Seltsames. Als wir in den Quarantäne-Raum beim Tierarzt mit den kleinen Kätzchen kamen, schrie die Katze Hope, die noch in der oberen Box saß so sehr, dass wir vermuteten, dass die Tiger-Babies wohl die ihrigen sein müssten.Hope findet ihre Kinder wieder Nun durften wir die Zusammenführung von Hope, Katze Pia und den Katzenkindern erleben. Es war trotz des ganzen Schicksals ein rührender Anblick, als Mutter und Babies sich sofort erkannten.

Als Hope wohl nicht mehr zu ihren Kindern zurück kam hat die schwarze Katze  Pia die Versorgung übernommen. Anders konnten wir es uns nicht vorstellen.

 

Zum heutigen Zeitpunkt sind die beiden Katzenmütter mit den Kindern in unserer Pflegestelle und fühlen sich sehr wohl. Leider ist ein kleiner Kater verstorben, so dass nur 5 Welpen von den beiden Müttern versorgt werden mussten. Sie tun es bis heute beide mit Hingabe.

Hope mit Kindern

 Als dann der Amtsschimmel das Notwendige veranlasst hatte und der bestimmte Tag der Lösung des menschlichen Problems kam, wurden wir vor Ort gebeten, um die arme Hündin und die alte Katze aufzunehmen. Es war die dringende Bitte der Zuständigen, dass diese beiden Tiere unter keinen Umständen im örtlichen Tierheim landen sollten. Wir hatten die Hoffnung, dass sich eine Pflegestelle für die Hündin ergeben würde.Border collie

Es blieb uns nur übrig, auch hier wieder umgehend den Tierarzt aufzusuchen, um den Hund untersuchen zu lassen. Der Gestank, den die Hündin im Auto hinterließ entbehrt jeder Beschreibung. In der Tierarztpraxis angekommen hing die Hündin schon an meinen Fersen und suchte Schutz. Leider musste ich sie dort belassen, denn sie sollte dringend gebadet werden – zudem wurden auch die notwendigen Untersuchungen gemacht. Herausgestellt hat sich, dass die Hündin nicht nur eine Flohallergie hat, sondern auch noch von der Demodexmilbe befallen ist. Die 4 vor Juckreiz angefressenen Pfoten boten ein weiteres Bild des Jammers.Border mix Hündin

Tags drauf konnten wir einen gebadeten und ein kleines bisschen weniger stinkenden Hund, der schon ein anderes Erscheinungsbild ergab, in Empfang nehmen. Zwischenzeitlich ist die Hündin in einer privaten Pflegestelle aufgenommen worden. Natürlich hat sich der Verein bereit erklärt, bis zur Rekonvaleszenz die Kosten zu übernehmen. Wie lange dies dauern wird, kann niemand sagen, da immer noch Juckreiz besteht. Vielleicht sieht alles in 2-3 Monaten anders aus.

Was wir jedoch alle nicht wissen das ist, ob die 8-jährige Hündin für den Rest ihres Lebens mit gesundheitlichen Problemen kämpfen muss.

 

Es wäre schön, liebe Paten zu finden, die die Hündin finanziell unterstützen:

 

Border-Mix-Hündin aus verwahrloster Haltung 

IBAN: DE29 6426 2408 0052 3760 01 BIC: GENODES1VDS

bei der Volksbank Dornstetten

 

 

Die alte Miezen-Dame, die auch für 2 Wochen stationär beim Tierarzt bleiben musste, lebt derzeit in der Geschäftsstelle. Sie war nicht nur unterernährt, sondern litt unter wässrigem Durchfall und hatte sich auch ständig übergeben.

Ömi

Ömi

Nach diesen 2 Wochen Aufenthalt in der Tierarztpraxis wurde sie aber soweit stabil entlassen und hat sich in weiteren 2 Wochen gut erholt. Sie stürzt sich immer auf ihr Futter aus Angst, es gibt mal wieder für Tage nichts mehr zu fressen. Wir nennen Sie „Ömi“ – ihren ursprünglichen Namen möchten wir ihr nicht mehr geben, denn sie ist in ein neues Leben gestartet. Auch hier bleibt zu hoffen, dass sich liebe Menschen finden, die ihr eine liebevolle Zukunft mit regelmäßiger Versorgung bieten.

Ömi ist dankbar für jede Streicheleinheit und überhaupt nicht anspruchsvoll.

 

Ömi

Ömi

 

„Eine unglaubliche Geschichte“

 

Im Zuge des „dementen Falls“ in unserem Landkreis mussten weitere Katzen, die aus der verwahrlosten Haltung stammten, eingefangen und kastriert werden. Dank der Nachbarin, die in derselben Straße, fast nebenan wohnt und sich seit Jahren dort um das Katzen-Elend kümmert, wurden wir auf diese Frau aufmerksam gemacht. Zwei der Katzen konnten wir übernehmen und kastrieren lassen. Fünf weitere Katzen sollten von Amts wegen vom örtlichen Tierschutzverein eingefangen und übernommen werden.

Auch von Amts wegen erhielt die Nachbarin die Auflage, dass sie draußen kein Futter mehr aufstellen und dadurch weitere Katzen anfüttern darf.

 Was sich dann abgespielt hat, das entbehrt jedem Tierschutzgedanken.

 Und wieder hat sich die hilfsbereite Nachbarin für die Einfangaktion durch den TSV eingeklinkt. Sie hat die Falle aufgestellt und den Tierschutzverein informiert, dass Katzen in der Falle sind, die von einer Mitarbeiterin  auch dem Tierarzt zur Kastration gebracht wurden. Von dort sind diese Katzen dann ins Tierheim gekommen. Im Erstgespräch wurde auch hier von Amts wegen angeordnet, dass die Tiere nicht mehr an den Einfangort gebracht werden dürfen, da das Füttern draußen verboten wurde.

 Angeblich waren die Katzen nach Aussage der Mitarbeiterin des TSV nicht händelbar, was man schon nach 1 Woche und bei 2 später eingefangenen Katzen schon nach 3 Tagen festgestellt haben will.

Angeblich seien die Katzen an den glatten Wänden hoch (jeder Tierschützer weiß, dass die Tierheime frisch eingefangene Katzen separat und in Quarantäne aufbewahren müssen).

Angeblich seien die Katzen nicht vermittelbar, denn man hätte sie nicht einmal mit Leckerchen zahm bekommen.

 Und das alles in 8 bzw. 3 Tagen !!

 Hut ab vor solchen Tierschützern, die so kompetent sind, dass sie Katzen, die sich in Stresssituationen befinden, so schnell so gut beurteilen können (ha, ha !!).

 Bereits Ende 2015 wurden an derselben Stelle ca. 6 Katzen eingefangen, die ein kleines Tierheim in der Nähe übernommen hat. Auch hier waren es teilweise verwilderte und scheue Katzen. Die dortige Tierheimleiterin hat jedoch kein Problem, auch solche Tiere vermittlungsfähig zu bekommen.

 Es ist schon ein Armutszeugnis, dass scheuere Tiere vom örtl. TSV einfach auf solch unprofessionelle Art und Weise ihrem Schicksal überlassen und wieder ausgesetzt werden.

 Mit einer kurzen SMS wurde die Nachbarin  abgefertigt, dass man die Katzen zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder an den Einfangort bringt. Das hat man auch getan, ohne dass abgeklärt war, wo die Tiere unterkommen, wenn sich die kalte Jahreszeit wieder einstellt.

Auch ohne dass vorher abgeklärt und abgesprochen war, dass die Tiere regelmäßig Futter bekommen.

 Weitere Tiere sei man nicht bereit einzufangen, 5 seien von Amts wegen gemeldet worden, um den Rest soll sich die Nothilfe für Polarhunde kümmern.

Es ist unglaublich und dreist, was sich hier abspielt.

 Der Nachbarin wurde ein Fütterungsverbot ausgesprochen. Diese hat selbst Katzen und ist eine sehr tierliebe und kompetente Frau, wir durften sie als eine solche auch kennen und schätzen lernen.

Was vermuten Sie, lieber Leser, wer letztendlich hier den Kopf wieder herhält?

 Dass die Hilfsbereitschaft der Nachbarin dermaßen ausgenützt wird und die Katzen einfach wieder „ausgesetzt“ wurden, bedarf eigentlich einer Anzeige.

 Das örtliche Tierheim ist 20 km entfernt und verlässt sich einfach drauf, dass alles seinen Gang geht. Die Näpfe stehen einfach vor dem nicht mehr bewohnten Haus mit Trockenfutter überfüllt und von den Nacktschnecken befallen – durch die Draußenfütterung werden weitere Tiere angezogen.

Ein neuer, unkastrierter Kater ist aufgetaucht.

 Trotz Meldung beim Tierschutzverein wird sich um einen verletzten Kater, der an der Futterstelle aufgetaucht ist nicht gekümmert. Man fragt sich, warum sich solche Menschen Tierschützer nennen.

 Ganz bewusst wird in diesem Fall ein neues hausgemachtes Katzen-Problem geschaffen. Und alles ausschließlich zu Lasten der Tiere.

 Wir haben das Gefühl, dass sich Hilferufe an unseren Verein immer mehr häufen. Erklären können wir uns dies nur damit, dass es sich herum gesprochen hat, dass wir möglichst umgehend dort unterstützen, wo Not am Manne ist.

 

Vielleicht interessiert es Sie, was sich sonst noch bei der Katzenhilfe tut:

 

Roxy – Fundkatze

 

RoxyDie verschmuste Katze  war auf der Suche nach einer Bleibe. Wo sie auch um Einlass bat, hat man sie fortgejagt. Bis sie zu Leuten kam, die uns informierten und wir haben Roxy bei uns aufgenommen.

Den Grund für ihre dringende Suche auf ein Zuhause ließ Roxy uns dann auch wissen, als sie beim Tierarzt zur Untersuchung vorgestellt wurde. Dieser lehnte lächelnd ab mit der Begründung, dass Roxy hochtragend sei. Roxys BabysWir hatten so etwas schon vermutet. Ein paar Tage später hat sie auch 2 Kitten geboren.

 

Nun warten nicht nur Roxy, sondern auch ihre beiden Kinder auf ein neues Zuhause.

Vermisst wurde Roxy nicht, sie hatte auch keine Kennzeichnung. Wenn ihre Kinder alt genug sind, wird Roxy kastriert, tätowiert und gechippt. Anschließend wäre sie zur Vermittlung frei.

 

 

 

 

 

Sissy

 

Anfang Mai wurden wir von Leuten aus einem weiter entfernten Dorf angerufen. Von der Tierärztin hätten sie erfahren, dass wir uns um Katzen kümmern. Auf der Terrasse vor ihrem Wohnzimmer, auf dem blanken Boden hätte eine Katzenmutter ihre beiden Kinder geboren und sie können das so nicht belassen. Obwohl ein Bettchen und Futter bereitgestellt wurde, sollte die Mama ihre Jungen nicht im Freien und ungeschützt vor der damals herrschenden Kälte aufziehen müssen. Gerne dürften wir die Mama wieder zurückbringen, wenn die Kleinen abgenabelt seien, es wäre nett, wir würden sie auch gleich kastrieren lassen. Auch würden sie vermuten, dass die Katze Hilfe braucht, da es das erste Mal sei, dass sie die Kinder direkt auf der Terrasse zur Welt bringt und nicht erst im vermittlungsfähigen Alter anschleppt und selbst wieder verschwindet.Sissy

Wo die Katze hingehört, das weiß in der ganzen Nachbarschaft keiner.

 Sissy

Da die Familie seit 6 Jahren in diesem Dorf lebt haben sie beobachtet, dass die Katzenmutter zuverlässig zweimal im Jahr ihre Kinder vorbeibringt und ihnen  zur weiteren Versorgung überlässt. Freunde und Bekannte seien mit Katzen versorgt, sie selbst hätten auch einen Kater aus dem letzten Wurf behalten, nun müsse der Katze jedoch geholfen werden. Das Alter der Katze bezeichneten sie mit ca. 8 Jahren. Es wäre auch das erste Mal, dass sie nur 2 Kinder zur Welt gebracht hätte.

Also zog auch „Sissy“ bei uns ein. Die eigentlich scheue Katze ließ sich beim Einzug streicheln und war für einige Tage sehr kooperativ. Plötzlich war dies jedoch nicht mehr der Fall und sie warnte deutlich mit erhobener Pfote. Das tut sie bis zum heutigen Tag. Ihre beiden Jungs, Carlo und Rudi sind aber zutraulich und lassen sich gerne hochnehmen und beschmusen. Obwohl am 26.04. geboren und nun am 20.06.2016 bereits 9 Wochen alt, werden die beiden Katerchen noch gesäugt und denken nicht unbedingt daran selbst zu fressen.

Katzenbabys

Wir sind gespannt, wie es sich weiter entwickelt. Sissy soll bald kastriert werden und wenn die Racker 12 Wochen alt sind, dann könnten sie in ein neues Zuhause umziehen.

 

 

 

Namika

 Namika

Ein neuer Hilferuf ließ nicht lange auf sich warten, wie soll es auch anders sein… natürlich ein Wochenende.

 

In einem Schafstall neben einem Wohnhaus wurde eine unbekannte Mamakatze mit 3 Kitten gefunden. Die Bewohner machten sich Sorgen um die kleine Familie und baten uns die Tiere abzuholen, da sich Fuchs und Marder um das abgelegene Haus und den Schafstall aufhalten.Namika

Somit zog Katzenmama Nummer 4 mit ihren 3 Kindern in der Pflegestelle ein und belegt nun die letzte Unterbringungsmöglichkeit.

Derzeit ist unsere Katzenhilfe mit 6 Muttertieren und 15 Katzenwelpen am Ende ihrer Aufnahmekapazität.

 

So musste eine weitere Katzenmama mit ihren 3 Kindern in eine andere Pflegestelle umziehen, diese befindet sich jedoch im Raum Karlsruhe. Man hat ja im Lauf der Jahre seine Fühler ausgestreckt und erhält oft auch vertrauenswürdige Hilfsangebote. Auch diese Katzenmutter ist  zahm und zutraulich, so dass wir die Hoffnung nicht aufgeben, nicht nur für die Kids, sondern auch für die wunderbaren Katzenmütter ein neues Zuhause zu finden.

 

 

Das Team der Katzenhilfe bei der NfP - Freudenstadt