Die RegenbogenbrückeDie Regenbogenbrücke

Es gibt eine Brücke, die den Himmel und die Erde verbindet. Weil sie so viele Farben hat, nennt man sie die Regenbogenbrücke. Auf der anderen Seite der Brücke liegt ein wunderschönes Land mit blühenden Wiesen, mit saftigem grünen Gras und traumhaften Wäldern. Wenn ein geliebtes Tier die Erde für immer verlassen muss, gelangt es zu diesem wundervollen Ort. Dort gibt es immer reichlich zu fressen und zu trinken, und das Wetter ist immer so schön und warm wie im Frühling. Die alten Tiere werden dort wieder jung und die kranken Tiere wieder gesund. Den ganzen Tag toben sie vergnügt zusammen herum.
Nur eines fehlt ihnen zu ihrem vollkommenen Glück: Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag miteinander, bis eines Tages eines von ihnen plötzlich innehält und gespannt aufsieht. Seine Nase nimmt Witterung auf, seine Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß. Es tritt aus der Gruppe heraus und rennt dann los über das grüne Gras. Es wird schneller und schneller, denn es hat Dich gesehen!
Und wenn Du und Dein geliebtes Tier sich treffen, gibt es eine Wiedersehensfreude, die nicht enden will. Du nimmst es in Deine Arme und hältst es fest umschlungen. Dein Gesicht wird wieder und von ihm geküsst, deine Hände streicheln über sein schönes weiches Fell, und Du siehst endlich wieder in die Augen Deines geliebten Freundes, der so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber niemals aus Deinem Herzen. Dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogenbrücke und werdet von nun an niemals mehr getrennt sein ...

 

 

 

                    Nuri 18.11.2000 – 09.09.2011

Nuri war ein Geschenk Gottes – er für seine Familie, und seine Familie für ihn

Der Name Nuri war Programm. Im Arabischen mit „der Göttliche“ oder auch „das Licht“, im türkischen mit „Gottes Licht“ oder auch „mein Feuer“ übersetzbar, machte diese Seele von einem Hund jeder Übersetzung Ehre.
Nuri verlor sein erstes Heim im November 2007 wegen Trennung. Was wir dann da in die Vermittlung bekamen, war ein wunderschöner Rüde, 7jährig, der einfach nur traumhaft war. Nur gutartig, nur freundlich, nur zugewandt. Ein Hund, der bis dahin wohl keine schlechten Erfahrungen hatte machen müssen und eine liebevolle Erziehung genossen hatte.
Es verwundert darum nicht, dass er schon im Dezember sehnsüchtig erwartet sein neues Zuhause im schönen Bayern betreten durfte.
Auch denen, die Nuri erst jetzt auf den Fotos „kennenlernen“,, fällt sofort seine Präsenz auf, sein Ausdruck. Nuri war ein extrem liebenswerter, „gemäßigter Wirbelwind“. Wenn es irgend ging, war er immer zügig von A nach B unterwegs, immer dabei, möglichst viel „Welt“ mitzubekommen, dabei schien das hübsche Gesichtchen permanent zu lächeln, und wenn er seinen ganz speziellen Schelm mit einbrachte, legte er die Öhrchen an. Spätestens da sah jeder Hundeliebhaber: da hat aber einer ganz mächtig Spaß am Leben.
Dass er das jeden Tag erleben durfte, verdankte er seiner Familie. Wann immer es ging, war Nuri an ihrer Seite. Ob Restaurant, Familientreffen oder Freizeitaktivitäten – Nuri liebte alles, denn dieser Hund „liebte das Leben“.
Nuri war für alles zu haben. Wandern, sein geliebtes Joggen, Fahrrad- und Autofahren. Ob Sonne, Regen, Matsch oder Schnee, er gewann jeder Situation einfach das Beste ab. Ob Spielkumpan für Tochter Sofia, Begleiter von Herrchen und Frauchen, oder als Aufpasser für die hauseigenen Nager – Nuri stellte sich arglos und lebensfreudig auf jedes Familienmitglied ein, das in seiner Reichweite war. Auch fremde Menschen und sogar Hunde fanden Platz in seinem freundlichen Weltbild. Sogar wenn sie, wie es unter Rüden natürlich vorkommt, dicke Backen in seine Richtung machten. Nuri sah gar nicht ein, sich auf ein Kräftemessen einzulassen. Warum denn auch – das Leben war doch viel zu schön, um sich mit derlei unnötigem Kram herumzuschlagen.
Er war so sehr auf seine Menschen eingestellt, so verliebt in das harmonische Zusammensein, dass er auf bekanntem und übersichtlichem Terrain sogar frei sausen durfte. Immer achtete er dabei auf seine Leute, die ihn sogar mit reinen Hand- oder Kopfzeichen ansprechen konnten. Es hätte uns wirklich nicht gewundert, wenn sie uns eines Tages erzählt hätten, dass ihr Nuri das auch versuche. So in der Art von „wenn ich links wedle, würde ich gerne mit euch nach links gehen“. Denn Nuris Charakter und Charisma waren wirklich etwas ganz Besonderes.
4 Jahre durften Mensch und Tier diesen lebensbejahenden Zustand miteinander teilen. 4 Jahre voller schöner gemeinsamer Erlebnisse. 4 Jahre pure Lebenslust. Ob auf den heimatlichen Feldern oder im Urlaub im fernen Meran, ob im Wald über Stock und Bach oder auf den Straßen Roms – mit Nuri war alles einfach noch mal so schön.
Dann schlug das Pendel um, oder das Schicksal zu. Es begann mit einem starken Schwächeanfall aus dem Nichts. Sofort brachte man den geliebten Hund in die Klinik. Termin um Termin folgte, über lange, schwere Monate, denn so ganz klar war den Experten zuerst nicht, was mit ihm los war. Leider erst Stück für Stück kam die Realität ans Licht. Seine Menschen brachte die anfängliche Ungewissheit, vor allem aber das Auf und Ab von Nuris Gesundheitszustand an den Rand des seelisch Möglichen. Nicht aus den Augen gelassen wurde er, bei dem kleinsten Anzeichen von Verschlechterung sofort wieder in die Klinik verbracht, auf Hilfe für den Liebling hoffend. Auf Hilfe für Nuri, der doch erst 11 Jahre alt war und auf den da draußen noch soviel Welt wartete.
Doch die Welt wird ab jetzt umsonst warten. Denn Nuri, der Gentleman, Nuri, das liebenswerte Schlitzohr, Nuri, der seelenvolle Charmeur, Nuri, der Freund hat seine Augen für immer geschlossen.
In den Armen seiner Menschen, treu bis zum Schluss, durfte er gehen. Begleitet von all der Liebe, die ihm von der ersten bis zur letzten Sekunde entgegengebracht wurde.

Der Verlust wiegt unglaublich schwer. Denn man hat keinen Hund, sondern einen echten Freund verloren. Die Welt außerhalb der Familie hingegen hat ein Stückchen Glanz verloren, seit Nuris Licht nicht mehr leuchtet.
Wir möchten enden, wie oben begonnen: Mit einer Übersetzung aus dem Arabischen. Die da lautet:
"Ein freundliches Gesicht ist wertvoller als Kisten voller Gold".
Nuris Lächeln, die bedingungslose Freundlichkeit, die ihm aus den seelenvollen Augen sprang, lebt in den Herzen seiner Familie weiter. Das ist sein Geschenk an sie und die Welt.

Nachfolgend die Worte, die uns von seinen Menschen erreichten:

„Sehnsucht nach einem vierbeinigen Freund hatte unsere kleine Familie schon lange. Aber sind wir die Richtigen? Können wir diese Verantwortung übernehmen? Haben wir genug Zeit? Nach reichlicher Überlegung entschlossen wir uns es darauf ankommen zu lassen. Die Entscheidung über Rasse und Herkunft war dann nur noch rein pro forma. Es muss ein Nordischer sein und wir würden gern einer verletzten Seele eine zweite Chance geben. Im Internet sind wir dann auch ohne Umwege auf die Nothilfe für Polarhunde gestoßen und einen Telefonanruf später waren wir um einige Erfahrungen reicher. Das Motto der NfP ist nämlich nicht: Bei Anruf Hund! Sondern es wurde zunächst ein persönlicher Termin vereinbart, um zu sehen und zu prüfen ob wir für die Nordische Rasse überhaupt geeignet sind. Wir hatten bestanden. Es dauerte ein paar Wochen bis endlich der lang ersehnte Anruf kam: Wir hätten da einen Husky der zu Ihnen passen könnte! Nuri! Einige Tage später waren wir auf dem Weg nach Freudenstadt, um zu sehen, ob Nuri uns auch „auserwählen“ würde, und er tat! Die Heimfahrt nach München verlief problemlos und so kam es, dass wir im Dezember 2007 vierbeinigen Familienzuwachs hatten. Nuri nahm es niemandem Übel, dass er sein Herrchen und sein zuhause wechseln musste, ganz im Gegenteil, er fand alles Neue aufregend und spannend. Die nächsten Wochen waren geprägt vom Training z.B. dem Alleinsein, denn das kannte er nur wenig und Nuris Versuchen in der Hierarchie des Rudels nach oben zu gelangen. Aber auch hier zeigten sich binnen kürzester Zeit Erfolge. Nach einigen Wochen akzeptierte Nuri sogar unsere beiden Hasen und konnte mit Ihnen frei im Garten laufen gelassen werden. Nuri wurde somit fester und permanenter Bestandteil unseres kleinen Rudels und stetiger Begleiter bei all unseren Aktivitäten. Seine Lieblingskommandos waren: Nuri darf mit, Nuri Auto fahren und Nuri Joggen. Er wusste sofort was zu tun war. Entweder ging es zur Haustür und dann ab zum Kofferraum wo er aufgeregt und schwanzwedelnd mit einem „Wuff“ signalisierte, dass wir uns doch bitte beeilen sollten, denn er wäre ja schließlich schon abfahrbereit oder es ging zur Terrassentür wo er sehnsüchtig auf sein Geschirr wartete und auf Frauchen oder Herrchen, dass endlich die Joggingschuhe angezogen würden. Joggen mochte er am Liebsten, egal ob morgens oder abends oder auch gern mehrmals am Tag. Aber Nuri konnte sich nicht nur bei Freizeitaktivitäten benehmen, auch bei kulinarischen Ausflügen jedweder Art wusste er sich stets korrekt zu verhalten. Ein kurzer, prüfender Blick ins Restaurant und dann ab unter den Tisch bis Herrchen oder Frauchen das nächste Kommando geben.
So kam es, dass Nuri in den Jahren in denen er bei uns war viel von der „Welt“ gesehen hatte. Am liebsten mochte er aber unsere Ausflüge nach Südtirol, denn da gab es so viel Schnee zum Toben und Wasser zum Baden, oder unsere Verwandtenbesuche im Rheinland. Denn er liebte es die Weinberge rauf und wieder runter zu jagen und lange Spaziergänge mit uns zu machen.
Im Frühjahr diesen Jahres bemerkten wir, dass Nuri nicht mehr so agil und fit wie zuvor war. Ein Besuch in der Tierklinik brachte Gewissheit: Morbus Cushing. Die Diagnose an sich stellt ja noch keine Bedrohung dar, aber kurze Zeit später wurde Nuri komatös und eine erneute Konsultation des Tierarztes war ernüchternd: Nebennierenfehlfunktion, Lebertumore und daraus resultierende massive Unterzuckerung. Die Medikamente und ein stationärer Aufenthalt stabilisierten unseren Nuri und er war nahezu wieder unser alter Draufgänger. Anfang September dann ein erneuter Zusammenbruch mit der Diagnose: Wasser in der Bauchhöhle! Nicht mehr therapierbar!
Am 9. September haben wir uns dann schweren Herzens entschlossen, unseren Nuri zu erlösen. Es war eine der schwersten Entscheidungen die wir jemals treffen mussten und allein der Gedanke, dass es eine Erlösung für unseren Nuri ist, spendet uns Trost. Er schlief zuhause bei uns in unseren Armen ein.

Nuri

Nuri war ein prima Kumpel und treuer Weggefährte. Wir denken mit großer Freude an die leider nur sehr kurze Zeit, in der er uns begleitet hat zurück.
Nuri, wir werden Dich und Dein Lächeln mit Deinen verschieden farbigen Augen nie vergessen.“

Und wir sagen einfach nur DANKE dafür, dass unser einstiges Sorgenkind Nuri bei Ihnen ein so schönes und sorgloses Leben führen durfte.

 


 

                     Chico 01.01.1995 – 15.08.2011

Der helle Rüde kam gemeinsam mit Bruder Alaska und Schwester Cheyenne zu uns in die Vermittlung. Ursprünglich waren sie das Team eines Hobbymushers, verloren jedoch aus für uns nicht ganz nachvollziehbaren Gründen ihren Job dort. Anfänglich kam jeder der drei in einer Pflegestelle unter, wo sie sich auch gut einlebten und ihr früheres Leben in reiner Aussenhaltung sichtlich nicht vermissten.

Für Chico fanden sich dann Interessenten aus dem Schwarzwald. Dort erwartete ihn ein Zuhause und die Offerte als vollwertiges Familienmitglied willkommen zu sein. Als Chico schon ein gesetzter Herr war, vergrößerte sich die Familie erst um ein, dann um ein zweites kleines Menschenkind. So kam es, daß „El Chico“, wie er liebevoll genannt wurde, doch noch einmal zu seinen Anfängen zurückkehrte – nämlich als Zughund für die Kleinen. Ein Job, dem er mit Freude nachging.

Zum Jahreswechsel 2010 ereilte den da bereits 15jährigen Rüden eine Magendrehung. Im Zuge der Unersuchungen musste man feststellen, dass sowohl Skelettschäden als auch tumoröse Veränderungen vorhanden waren. Trotzdem waren ihm noch mehrere Monate vergönnt, während derer der alte Herr, inzwischen stark eingeschränkt, was Sehen, Hören und Riechen anging, noch so manches Sonnenbad auf der Terrasse genoss, sorgsam behütet von seiner Familie.
El Chico hat nach einem langen Leben 16jährig seinen letzten Gang angetreten. Seinen Menschen, die treu bis zum Schluss an ihm festhielten, fiel es sehr schwer, ihren Begleiter gehen zu lassen. Was bleibt, sind die Erinnerungen an unzählige kleine und große Momente, die untrennbar mit El Chico verbunden sind.

 


 

                 Teddy 07/1997 – 08.08.2011

Er war einer der Glücklichen, die bei wahren Chow-Freunden ein Zuhause finden. Familie M. (Herr M. als langjähriges Mitglied in einem Chow-Club sehr erfahren) gehört zu einer Gruppe von Menschen, die sich bewusst für Not-Chows entschieden haben und versuchen, aus den oft total verstörten, sehr eigenen Hunden wieder umgängliche Hausgenossen zu machen.
Wie alle Chows mit schlechter Vorgeschichte zeigte auch Teddy sich anfangs kompakt wehrhaft und misstrauisch. Aber mit enorm viel Liebe und Verstand wurde aus ihm ein echt toller Kerl mit einem großen Herzen. Jenem Chow-Herzen, von dem Kenner schwärmen.
Im Januar dieses Jahres hatte er dann einen Schlaganfall, von dem er sich mit tierärztlichem Beistand bedingt erholte. Den zweiten vom Juli konnte man jedoch nicht mehr kompensieren. Allen medizinischen und menschlichen Bemühungen zum Trotz, die nicht mehr helfen konnten, wollte der charakterstarke Hund nicht aufgeben und kämpfte verbissen. Nach einem letzten, langen, für beide Seiten schweren Wochenende hat Teddy seinen Kampf in den Armen seiner Menschen verloren. Er wurde bis zum letzten Atemzug behütet und umsorgt. Die Nachricht über den Verlust hat auch uns sehr berührt.

Teddy

Wir sind der Familie, die sehr trauert, überaus dankbar. Es war eine Freude, zu beobachten, wie Teddy aufblühte, wie beide Seiten miteinander gerungen haben, sich gefunden haben. Nun ist es zu Ende. Teddy wurde 14 Jahre alt. Doch in den Herzen wird er weiterleben. Er hat es sich erkämpft, und Familie M. hat es ihm möglich gemacht.
Unser herzliches Dankeschön dafür
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                Inuk 2001 – 02.09.2011

Geboren wurde der sanftäugige Malamute-Husky-Mix auf Teneriffa. Etwa jährig fand er sich in einer deutschen Familie ein, es waren jedoch nicht „seine“ Menschen, es passte nicht, und ein erneuter Wechsel über uns brachte ihn zu Herrn K.
Inuk war ein Brummler. Ein Hund also, der seine Gemütslage mit Brummen und Grollen ausdrückte. Statt zurückzuschrecken, verstand der neue Mensch sofort, dass hier einer eine ganz spezielle Sprache sprach. Inuk wurde von der ersten Minute an vom Auserwählten, vom richtigen Menschen verstanden und dankte es über ein Jahrzehnt mit seinem ganz eigenen, wundervollen Wesen, mit seinem leidenschaftlichen hingeben können.

Inuk

Trotz der tiefen Trauer um den geliebten Vierbeiner mit dem markanten Schneenäschen, das er mit Wonne über jedweden Untergrund schob, geeignet oder nicht, um seinen Knochen zu vergraben, hat sein zurückgebliebenes Herrchen seiner Dankbarkeit für unsere Arbeit Ausdruck gegeben. Dies im Moment einer Trauer zu tun, die so groß ist, dass sie einen überrollt, rührt uns sehr.
Lieber Herr K, wir danken sehr für Ihre Worte. Noch mehr aber für all die Liebe, die Sie Inuk geschenkt haben. Wir hoffen, Sie können dort am Waldrand, wo er nun ruht, Trost finden. Sie haben Ihrem Freund ein ganzes Leben zu Füßen gelegt – so wie auch er Ihnen von Anfang an zu Füßen lag.


 

 

              Askan 09.10.1995 – 07/2011

Gemeinsam mit 3 weiteren Rüden kam Askan Anfang 2001 in unsere Obhut. Zuvor waren die Vier gute 1,5 Jahre nur nötigst versorgt „herumgestanden“, da der Halter krankheitsbedingt zu mehr nicht mehr in der Lage war. Die Träume vom Zugsport, die Träume der Hunde nach artgerechter Haltung – alles hatte sich in Luft aufgelöst.
Demzufolge waren alle 4 Jungrüden völlig unbedarft und kannten nur sich selbst, ihre Unterkunft und ihren Menschen.
Askan sprach nach wenigen Monaten bei uns das Herz einer überaus feinfühligen, liebenswerten Person an und fand dort das für ihn perfekte Zuhause. Seine Bedürfnisse, sein Wesen, das ganze Individuum Askan wurde als Persönlichkeit ernst genommen. Aus dem körperlich und seelisch brachliegenden Rüden wurde unter der liebevollen Begleitung ein lebensbejahender, glücklicher Hund.

Wir trauern mit dem Frauchen um ihren nordischen Sturkopf, dem sie zum Abschied zuflüstert:

Askan

Leben ist wie Schnee. Du kannst ihn nicht bewahren.
Trost ist, dass Du da warst, Stunden, Monate, Jahre.
(Hermann van Veen)

 


 

               Ayko hat seinen letzten Weg angetreten 1996 – 11.07.2011

Ins Leben seiner Familie trat der hübsche Rüde als die alte Familienhündin verstarb. Da saß Ayko gerade knapp 2jährig in einem französischen Tierheim ohne Aussicht auf Vermittlung. Quasi unbesehen ohne Kenntnis der Vorgeschichte nahm man ihn mit offenen Armen auf. Völlig unerzogen, ängstlich und weltfremd war er. Nichts was sich nicht mit Spaß an der Arbeit mit ihm und viel Liebe in den Griff bekommen ließ.

Ayko

Doch vor allem war er lieb. Von Anfang bis Ende. So lieb und so schön, dass man ihn sogar für einige Werbekampagnen wünschte.
Ayko durfte Rudelhund sein. Anfangs mit dem Rüden Taiga der erst Pflege - dann Eigenhund wurde, wie auch mit Lisa und dem Rüden Tarik der für den verstorbenen Taiga einzog. Aus diesen Umständen und der Liebe seiner Menschen bezog er seine Sicherheit, seine Geborgenheit. Denn er war ein eher sanfter Vertreter seiner Rasse. So unkompliziert, wie er lebte, verabschiedete er sich auch und schlief nach einer kurzen Übergangszeit von einem Tag und einer Nacht ohne ärztliches Zutun im hohen Alter von 15 ½ Jahren sanft in den Armen seiner Menschen ein. Die Trauer um Ayko ist groß. Ebenso groß aber ist die Zuversicht, dass der charismatische Rüde sowohl ein friedliches Leben, wie auch ein friedliches „Hinübergehen“ genießen durfte.

Schönheit ist vergänglich, liebevolle Erinnerungen dagegen bleiben bestehen. Das ist Aykos Vermächtnis an A. und C.denen wir herzlich danken möchten.


 

              Dajuk 22.03.1997 – 08.07.2011

Optisch war Dajuk ein absolut standartgerechter Vertreter seiner Rasse. Ein Hingucker für jeden Liebhaber. Mit dem Rest, heißt seinen Lebensumständen, war es nicht so gut bestellt. Und so landete Dajuk 9jährig in unserer Obhut. Bis Familie J. Interesse bekundete, für die sein Alter keine Rolle spielte. Und so zog Dajuk kurz vor Ostern 2006 in sein neues Zuhause. Fortan lebte er als geliebter Familienhund und bereicherte das Leben seiner Menschen, ob im Alltag oder Urlaub.

Ende letzten Jahres, nach einem Rückenmarksinfekt, war seine Mobilität zwar etwas eingeschränkt, doch er konnte sich der Rücksichtnahme seiner Menschen sicher sein. Fürsorge und Medikamente erhielten ihm seine Lebensqualität.

Als sich im Juni diesen Jahres sein Zustand erneut verschlechterte und die Medizin ihm nicht mehr wie bisher helfen konnte, entschloss man sich mit dem behandelnden Tierarzt, den inzwischen 14jährigen Kameraden in Würde gehen zu lassen, auch wenn es sehr schwer fiel.

Dajuk

Unvergessen bleibt sein Blick aus den verschiedenfarbigen Augen, der immer ein wenig fragend-staunend erschien.

Danke, liebe Familie J. Für 5 ausgefüllte Jahre, die Dajuk mit und durch Sie verleben durfte.

 


 

                 Shakespeare 1996 – 22.07.2011

Ihm lachte sein Lebensglück im Alter von 4 Jahren. Zuvor von seinem Menschen tiefst enttäuscht, dem alles andere wichtiger war, fand der charismatische, äußerst kommunikative Husky in Familie B. alles, was er zum Glücklichsein brauchte. Als 4 Jahre später Gefährtin Dunja aus Spanien einzog, schwebte er fortan im 7.Himmel. Ein ganz besonderer Hund, allzeit fröhlich, mit „besonderen Vorlieben“. Kühe fand er faszinierend, bei ihm begegnenden Welpen verfiel er umgehend in einen Vaterrausch, wohingegen er anderen adulten Rüden auch schon mal leicht größenwahnsinnig entgegentrat.

Shakespeare

„Shaky“ schlief nach einem erfüllten Leben 15jährig friedlich in den Armen seiner Menschen ein, die ihn tief betrauern. Unvergessen seine wunderbare Persönlichkeit, der stolze Ausdruck, mit dem er sein Leben in vollen Zügen genoss. Sein Bruder Garfield, mit dem er seine ersten Lebensjahre verbrachte und von dem er nach der Abgabe getrennt wurde, ist im bereits vorausgegangen.

Danke, Familie B.
Danke für 11 Jahre besonderes Hundeglück.

 


 

                 Murphy  16.4.1996 – 25.6. 2011

Als wir Murphy, damals 4jährig, zur Vermittlung gemeldet bekamen, schien es nicht einfach zu sein, einen geeigneten Platz für ihn zu finden. Tiere, die man nicht selbst kennt, die vermittelt man sehr schwer. So waren wir glücklich darüber, als sich Familie M. für ihn gemeldet hatte und es war für sie auch kein Problem, Murphy direkt nach dem persönlichen Kennenlernen im November 2000 auch mit nach Hause zu nehmen. Für Familie M. hat sich der weite Weg gelohnt. Liebevoll wurde Murphy all die Jahre begleitet und er war ein treuer Kamerad an der Seite. Auf diesem Weg möchten wir uns nochmals dafür bedanken, dass man damals zu Murphy so uneingeschränkt JA gesagt hat.

Murphy

Es war im November 2000 als wir unseren damals 4 ½ jährigen Huskyrüden Murphy von der Nothilfe übernahmen. Murphy war am Anfang sehr zurück haltend uns gegenüber. Zuviel hat er wohl in Frankreich durchgemacht. Er musste erst mal wieder Vertrauen zu Menschen fassen. Das Vertrauen zwischen Mensch und Tier wurde aber schnell aufgebaut. Die Jahre, die wir mit Murphy verbringen durften vergingen wie im Fluge. Er hat uns all die Jahre viel Freude gemacht. Besonders schön war mit anzusehen, wie gut er mit unseren Enkelkindern zurechtkam. Kleine Kinder hat er über alles geliebt. Er war ein richtiger Familienhund, immer im Mittelpunkt und je mehr Trubel um ihn herum war, desto wohler fühlte er sich. In seinem letzten Lebensjahr hat er es aber ruhiger angehen lassen. Er verdöste fast den ganzen Tag auf seiner Decke oder lag draußen im Garten im Schatten. Auch die Spaziergänge wurden immer kürzer und richteten sich ganz nach ihm. Man konnte sehen, wie er alt wurde. Dann ging alles plötzlich ganz schnell. Von heute auf morgen hat er wohl für sich entschieden über die Regenbogenbrücke zu gehen und verschlief friedlich in unseren Armen. Wir Danken Murphy für die vielen glücklichen Jahre und werden ihn immer in guter Erinnerung behalten.

Murphy mach’s gut alter Junge.

Deine Familie M. aus Gronau

 


              Maluky 30.03.1998 – 29.05.2010

Die fast 9jährige Malamutin fand Ende 2006 nach kurzem Stationsaufenthalt ihren sicheren Hafen.

Details über ihr Vorleben blieben weitestgehend im Dunkeln, und so präsentierte sich der Interessentin eine Hündin, die außer mit einer sehr individuellen Frisur (wegen des desolaten Fellzustandes mussten wir sie komplett abscheren) vor allem mit einer Riesenportion Charme ausgestattet war. Vermitteln wollten wir sie gerne in einen Haushalt ohne Katzen, Kleintiere und Kleinkinder, dafür aber gerne zu einem Rüden – und genau dieses Zuhause fand an ihr umgehend größten Gefallen. Huskyrüde Berry fand die eigenwillige Schönheit auch sehr apart, und so bezog sie wie selbstverständlich ihr neues Zuhause. Nur 3,5 Jahre blieben dem Frauchen, um den Sonnenschein für all das Erlittene zu entschädigen. Man kann den Zeitraum „viel zu kurz“ nennen – man kann aber auch sagen, Maluky durfte hier ein Viertel ihrer Gesamtlebenszeit geliebt und behütet „Maluky“ sein.

Die besondere Tragik besteht darin, dass kurz vor Maluky ihr Partner Berry erlöst werden musste – er war 18 Jahre lang der Augapfel seines Frauchens.

Still möchten wir uns darum den leisen Abschiedsworten des Frauchens anschließen:

Maluky

Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon.

 


 

                 † 3. August 2010 - Marlow - Wenn ein Clown sich verabschiedet........

Clowns verstehen es, uns zum Staunen, zum Nachdenken und auch zum Lachen zu bringen.
Clowns tragen ein Kostüm, und eine Maske. Wie Marlow.
Marlow landete gemeinsam mit einem Kumpel nach reinem Zwingerleben 14-jährig im Tierheim. Die beiden wurden abgegeben wie zwei abgelaufene Pralines. Immer wieder kann man im Tierschutz nur fassungslos den Kopf schütteln.
Doch hier ist die Geschichte nicht zu Ende – Gott sei Dank. Nein, sie begann einfach noch mal von vorn. Denn für die eine Praline, den Clown Marlow, fand sich bald ein Zuhause, wie es besser nicht hätte sein können.
Für ihn, das alte, abgeschobene, herzkranke Schokostückchen tat sich eine Pralinenschachtel auf. Gefüllt mit einem eigenen Frauchen und zwei weiteren Leckermäulchen, mit weichen Kissen, aufregenden Ausflügen und all den kleinen Annehmlichkeiten, die er ein Leben lang vermisst hatte. Weil das neue Frauchen nicht mit ansehen wollte, wie das Leben dieses Hundes im Tierheim endet.
Wieder einmal hat ein Mensch einem eigentlich chancenlosen Hund die Tür zu einem erfüllten Leben geöffnet. Indem er diese Tür einfach aufstieß, alle Bedenken beiseite wischte, die nun mal aufkommen, wenn es sich um so alte und kranke Hunde handelt, und schlicht gesagt hat: Komm herein, fühl dich wohl, wir alle bemühen uns, dich so zu nehmen, wie du nun mal bist.
Und Marlow, der Clown, trat ein. Und weil er sich angenommen fühlte, zeigte er, was er hatte, was er war. Witzig, charmant, feinfühlig, neugierig und lebensbejahend. Und als er abtrat aus dem Scheinwerferlicht, das die Liebe seines Frauchens auf ihn warf, tat er es, wie Clowns es tun: still, unkapriziös, mit einem letzten leisen Gruß – aber für immer unvergessen.
Liebe Frau B., wir freuen uns von Herzen mit Ihnen, dass Sie die Zeit mit Marlow, dem Clown, inzwischen mit einem Lächeln im Herzen tragen können. Denn irgendwie können wir uns des Gedankens nicht erwehren, dass einer wie Marlow nicht gewollt hätte, dass Sie ihn betrauern. Vielmehr sind wir geneigt zu glauben, dass er irgendwo im Hundeland sitzt und sich diebisch freut, wenn Sie seiner mit einem Augenzwinkern gedenken.
Ihnen alles Gute und Danke.

Marlow

Marlow - 10. August 2010:

Heute ist Marlow zurück gekommen… Als ich das Haus verlassen wollte, stand er vor der Tür – verpackt in eine kleine Schachtel, die das Emblem des Tierkrematoriums trug. Die nette Frau von der Post hatte einen übrigen Karton darüber gestülpt, um ihn vor dem Nieselregen zu schützen...
Marlow war ein absolut überraschendes Goldstück und ich bin sehr froh, dass ich ihn bei mir haben durfte. Das erste Mal sah ich ihn im Internet auf einer Tierheimseite. Seine Geschichte: „Zwingerhund, geschätzte 14 Jahre alt, herzkrank, Wasser auf der Lunge, wurde mit seinem Hundekollegen nach 13 Jahren abgegeben“. Ich dachte nur „dieser nette Kerl sollte nicht im Tierheim sterben müssen, aber mit der Geschichte wird ihn niemand haben wollen.“ Schnell stand fest, dass er bei mir und meinen 2 Huskys seinen Lebensabend verbringen darf.

Es war mit klar, dass dies nur eine begrenzte Zeit sein würde und seine Vorgeschichte ließ Probleme im Zusammen leben vermuten. Doch Marlow überraschte mich - und das fast täglich: mit seinem feinen Wesen, seiner Freude am Leben, seinem guten Benehmen im Haus, seinem Genuss an der Natur, seiner schier unersättlichen Neugier und seinem „Witz“ - er war ein richtiger Clown. So begleitete er uns noch 16 Monate und 12 Tage.
Bis zum 3. August 2010.
Mich hatte in der Woche zuvor eine schwere Sommergrippe erwischt. Ab Samstag lag ich mit Fieber im Bett, unfähig, mich um mich selbst oder die Hunde zu kümmern. Eine Freundin ging in der Zeit mit ihnen laufen und fand, dass alle wohl auf sind. Als ich am Donnerstag das erste Mal wieder selbst unterwegs war, fiel mir seine Teilnahmslosigkeit auf - er lief nicht mehr voraus, war an nichts wirklich interessiert, zeigte keine Freude. Am Freitag, verlor er das erste Mal die Kontrolle über seine Hinterbeine und knickte weg... ein Besuch beim Tierarzt brachte die Diagnose „kleiner Hirnschlag“ und eine Handvoll Medikamente, die die Durchblutung im Gehirn fördern sollten. Von da an schlief er fast nur noch. Samstag und Sonntag waren wir noch 2mal eine ganz kurze Strecke laufen. Am Dienstagmorgen entschied ich mich, ihn einschläfern zu lassen. Die Medikamente gegen das Wasser auf der Lunge wirkten nicht mehr, sie füllte sich zunehmend, man konnte es hören... Ein paar Stunden, bevor die Ärztin kam, stand er von sich aus auf und wollte raus, überquerte die Straße und pinkelte dem Nachbar ein letztes Mal ans Grundstück.

Als die Ärztin da war, schlief er tief und fest, bekam nichts mit...

Heute schreiben wir den 13. Juni 2011:

Damals hat mich die Geschwindigkeit seines Sterbens überrumpelt. Ich war sehr traurig, hätte ihm noch etwas mehr Zeit gewünscht. In den letzten Monaten erlebe ich an meinem anderen Rüden, was langsames Altwerden bedeutet. Seit Oktober baut er immer mehr ab und hat mit allerlei „Zipperlein zu kämpfen“. Im Alter wird eben vieles mühsam...
Heute sehe ich Marlow’s Ende anders: ich bin sehr dankbar, dass er seine letzten Monate bis fast zum Schluß geistig rege und körperlich nicht zu sehr eingeschränkt genießen konnte und nach nur 5 Tagen friedlich einschlafen durfte.
Zurück bleiben die schönen Erinnerungen und ein Strafzettel wegen zu hoher Geschwindigkeit, als ich mit ihm ins Tierkrematorium gefahren bin – typisch Marlow!
Ciao du netter Clown!

 


 

 

             15.01.2011 Karli

Abschied von Karli - Karli kam mit seiner Schwester Kira als Opfer der Finanzkrise am 16. Sept.2010 zu uns ins Nordlicht, denn ihr Herrchen war wirtschaftlich nicht mehr in der Lage, für die beiden kastrierten, elfjährigen Geschwister, die ein ganzes Leben miteinander verbracht haben und sehr aneinander hängen, zu sorgen. Der letzte Ausweg war die Abgabe, aus gesundheitlicher Sicht viel zu spät für die beiden extrem sensiblen und liebenswerten Vierbeiner, denn für medizinische Betreuung waren wohl schon länger keine Mittel mehr vorhanden.

So hatte sich bei Karli im Laufe weniger Monate auf dem Rücken eine Geschwulst gebildet, die mittlerweile fast Fußballgröße erreicht hatte. Endlich wurde Karli dem Tierarzt vorgestellt, der einen 3,5 kg schweren Tumor entfernte, der sich leider als bösartig herausstellte. Karli selbst hatte die Operation gut überstanden und fühlte sich allem Anschein weder älter noch kränker als andere. Äußerst unternehmenslustig und agil präsentierte er sich im Nordlicht und schien die Aufmerksamt der Zweibeiner und die ausgiebigen Streifzüge in die Natur mit allen Sinnen zu genießen. Nach einigen Wochen im Nordlicht traf dann die erste Anfrage für unser Geschwisterpaar ein. Ein junges Paar in der Nähe hatte die Geschichte unserer beiden Pelznasen verfolgt und konnte sich vorstellen, Beiden einen Pflegeplatz zu bieten. Und wieder einmal war das Glück Karli und seiner Kira wohl gesonnen, die äußeren Umstände waren ideal, da nicht davon auszugehen war, dass sich unsere beiden Pelznasen von heute auf morgen zu ausgesprochenen Sofa-Liebhabern mausern würden.

Am 12. November 2010 starteten Karli und Kira dann in ihr neues Leben in der Pflegestelle und nicht ganz unerwartet stellten sie auch umgehend klar, dass sie keinesfalls Haushunde sein würden und dass man sie langsam in kleinen Schritten an die Wohnung gewöhnen müsste. Auch die tägliche Fütterungszeit war eine Herausforderung für die Pflegeeltern, denn Karli erwies sich als äußert mäkelig und so musste jeden Tag auf das Neue herausgefunden werden, was Karli denn heute schmecken könnte. Dennoch hatte sich Karli schnellt eingelebt und genoss sichtlich die Zuwendung der Zweibeiner und die regelmäßigen Spaziergänge. Bald entpuppte sich Karli als anhänglicher und äußert verschmuster Vierbeiner, der von Streicheleinheiten gar nicht genug bekommen hatte. Dann wurde Karli plötzlich sehr krank, eine schwere Infektion machte ihm zu schaffen. Doch mit der liebevollen Pflege und Fürsorge der Pflegemenschen hatte sich Karli recht schnell wieder vollständig erholt und war wieder zu allerlei Schabernack aufgelegt. Nichts deutete darauf hin, dass Karli irgendwelche Probleme haben könnte und so traf es die Pflegeeltern völlig unvorbereitet: Als die Pflegemutter an diesem Samstagmorgen nach ihren Lieblingen schaute, kam ihr nur Kira entgegen. Karli war in der Nacht im Schlaf auf seine letzte Reise gegangen.

Karli

Tief betroffen und unendlich traurig haben wir die Nachricht von Karli´s Tod vernommen, denn nur wenige Wochen Glück in seiner Pflegefamilie waren ihm vergönnt. Dennoch sind wir sehr dankbar, dass unser Karli dieses Glück, eine eigene Familie zu haben, geliebt und verwöhnt zu werden, noch erleben und genießen durfte. Dafür sagen wir ganz lieben Dank, es war für uns wie ein Geschenk, dass unser Oldie-Doppelpack gemeinsam einen warmen Platz finden durfte.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe
die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen
und Abschied nehmen müssen.

(Albert Schweitzer)


 

            †  30.11.2010 - Nari

Im September 2003 kam die damals 4jährige Shiba-Inu-Hündin Nari (geb. ca. 1999) in unsere Auffangstation zur Vermittlung. Scheu, zurückhaltend, ängstlich, es war kaum ein Rankommen an Sie.
Gemeinsam mit einer anderen scheuen Hündin bestärkten sie sich in ihrem panischen Verhalten.
Mühsam mussten sie eingefangen werden und fanden dann erst zusammen einen Pflegeplatz, wo man sie einigermaßen sozialisieren konnte. Zwingend notwendig erfolgte dann im Dezember die Trennung der beiden Hündinnen, Nari fand einen festen Platz bei einer lieben Familie. So zog Nari also Anfang Dezember 2003 um. Es folgte eine lange Zeit mit viel Aufbauarbeit. Zum Glück war keinerlei Erwartungshaltung vorhanden, so dass sich die nette Hündin schnell ein- und an die Familie gewöhnen konnte.
Es entstand ein solch starkes Vertrauensverhältnis, dass nach gar nicht langer Zeit Nari ihrem Frauchen ohne Leine auf Schritt und Tritt folgte. Da sie ohne jeglichen Jagdtrieb war, konnte sie sich auch im Wald frei bewegen. Leider war Nari herzkrank und im Lauf der Jahre gesellten sich noch weitere gesundheitliche Probleme dazu. Als es im November 2010 nicht mehr ging, durfte Nari in den Armen ihres Frauchens für immer einschlafen.
Auch wir von der NfP, die wir Nari einige Wochen in Pflege hatten, trauern mit der Familie, die wirklich alles Erdenkliche getan hat, um der kleinen Shiba-Hündin ein tolles Leben zu geben. Ganz herzlichen Dank für all die Mühe, vor allem dir, liebe Beate.

Nari

Du warst für mich die Sonne am Tag
und der Stern in der Nacht,
mit dir habe ich geweint und gelacht.

Und war ich mal traurig, warst du für mich da,
dein Blick hat gesagt: ich bin dir ganz nah,
schnell war vergessen alles Leid,
sie war nur viel zu kurz, mit dir - „die Zeit“.

In meinem Herzen hast du deinen festen Platz,
du warst mir viel mehr wert als der größte Schatz.
Nun bist du gegangen, für immer, „du mein Glück“,
doch deine Seele begleitet mich weiter, Stück für Stück.

Ich spür dich noch immer in meiner Nähe,
auch wenn meine Augen dich schon lange nicht mehr sehen.
Unser gemeinsames Leben war eine harmonische Zweisamkeit,
das kann uns keiner nehmen, das bleibt in Ewigkeit.

In Liebe, deine Beate

 


 

             †  16.11.2010 - Alabama

Im Juli 2006 war es mal wieder soweit, ein ganzes Rudel Malamuten suchte einen neuen Wirkungskreis. Darunter war die am 25.06.1997 geborene Alaskan-Malamute-Hündin Alabama, die von Menschen in Pflege genommen wurde. Mensch und Tier wurde einfach ins kalte Wasser geschmissen. Und es hat auf Anhieb gepasst, man war ständig und immer „ein Herz und eine Seele“. Das führte dann dazu, dass man die liebenswerte Hündin nicht mehr ziehen ließ und sie fest adoptierte.
Auf diesem Wege wollen wir nochmals all denen, die an der Übernahme-Aktion des Malamuten-Rudels beteilitg gewesen sind, nochmals unseren Dank aussprechen für so viel Unterstützung und Hilfsbereitschaft, wir erinnern uns immer wieder gerne daran.

Alabama

Wir haben Alabama mit 9 Jahren bei uns aufgenommen, und wir haben keinen Tag davon bereut. Sie hat sich von Anfang an bei uns zu Hause gefühlt, am liebsten hätte ich den Hund schon viel früher gehabt, aber dann wäre sie bestimmt nicht der Hund gewesen der sie war. Am 16.11.2010 mussten wir unsere Bami dann gehen lassen. Es wird sicher noch lange dauern, bis ein anderer Hund in unserem „Rudel“ Platz findet, denn Bami werden wir so schnell nicht vergessen. Jeder der überlegt einen Hund aus der Tiernothilfe zu nehmen, dem kann ich nur sagen: wir würden es wieder machen.
Wir hatten viel Freude an ihr und ich hoffe wir konnten ihr noch ein schönes Leben bescheren. Danke an Alle die solchen vom Menschen gestraften Hunden ein neues Zuhause geben und sie in ihren Herzen aufnehmen. Corinna und Nicole, sowie den anderen Helfern möchten wir Danke sagen für ihre Aufopferung diesen Tieren gegenüber.

Familie P.

Ihnen, liebe Familie P. gilt unsere ganze Anteilnahme. Bami war eine wunderbare Hündin und vor allem die Mitarbeiter vom Nordlicht werden weder die ganze Aktion, noch die tolle Hündin jemals vergessen können. DANKE!
 


                †  29.12.2010 - Mickey

Es war wieder einer der besonderen Hunde, die schwer zu vermitteln gewesen sind.
Groß, schwarz, geprägt vom Vorleben, jeder ging an ihm vorbei, seine Vermittlung hat sich gezogen.
Seine beiden Kumpels, mit denen zusammen Mickey, geb. 17.04.2000, gekommen war, sie hatten ein leichtes Spiel und durften schnell in einem neuen Zuhause einziehen. Doch das lange Warten hat sich für Mickey gelohnt, es kamen dann die Richtigen und es hat einfach gepasst. Auch wenn man einen Hund mit absolut keiner guten Vorgeschichte übernommen hat, so waren die neuen Besitzer sicher, mit Mickey das große Los gezogen zu haben. So hat Mickey eine große Leere hinterlassen – sein plötzlicher und viel zu schneller Tod war für alle ein Schock. Die Vermittlung von Mickey hat uns jedoch mal wieder gezeigt, dass es immer wieder die richtigen Menschen für den richtigen Hund gibt. Ein ganz liebes DANKE, Familie R.-G., für all das, was Sie an Mickey wieder gut gemacht haben.

Mickey

„Schweren Herzens mussten wir uns von unserer großen Mickey-Maus am 29.12. verabschieden!!!
Es tut unheimlich weh,... Mickey hat uns 5 1/2 tolle Jahre geschenkt, er war ein Traum von einem Hund!!!
Bei allem was ich gemacht hatte, war Mickey dabei, wir haben uns unendlich geliebt, er hat uns beschützt, er war dankbar und treu, er hat Kyra erzogen,... er war einfach ein Traum!!
Mickey mein Bub, ich muss es akzeptieren, dass nur noch deine Seele bei uns ist,... gerne hätte ich noch so viele Jahre mit dir verbracht!! In Gedanken wirst du immer bei uns sein!!
Ich danke dir von Herzen für die wunderschöne, gemeinsame Zeit. Es wird der Tag kommen, an dem ich dich in einer anderen Welt wieder in den Arm nehmen darf,“
alles Liebe deine

Anja, Inge und Kyra

 


                 12.12.2010 Nanuk - am Ende eines langen Weges

Als Nanuk Ende 2009 in die Obhut unseres Vereins kam, konnte er schon auf über 12 glückliche und zufriedene Jahre in seiner Familie zurück blicken, mit der er auch bereits mehrere längere Aufenthalte in USA verbracht hatte. Nun stand ein erneuter Aufenthalt in Übersee an, doch dieses Mal konnte Nanuk´s behandelnder Tierarzt einen erneuten Langstreckenflug mit allen damit verbundenen Anstrengungen für den alten und chronisch kranken Nanuk nicht gutheißen. Nanuk fand Unterschlupf in einer Notpflegestelle und hatte dort umgehend alle Zweibeiner und alle bellenden und miauenden Mitbewohner um seine dicken Pfoten gewickelt. Nanuk war höflich und freundlich zu allen und jedem - ein bescheidener, zurückhaltender und überaus liebenswerter Vierbeiner, der sich problemlos einfügte und einfach dazu gehörte. Seine chronische Bronchitis machte Nanuk anfangs sehr zu schaffen und altersgemäß zwickte es schon mal in den alten Knochen und Gelenken. Doch Nanuk ließ sich von seinen Beschwerden nie seine gute Laune verderben und beeindruckte alle mit seiner überschwänglichen Lebensfreude.

Als dann Anfang Januar das Angebot für eine Dauerpflegestelle kam, die alles bot, was man diesem liebenswerten alten Hundemann wünschte - ein Haus mit freien Zugang zum Garten und liebe Menschen, die immer für ihn da sein würden - packte Nanuk zum letzten Mal sein Köfferchen um auf dicken Pfoten in sein großes Glück zu stapfen. Ja, bei diesen Menschen, die ihn mit offenen Armen liebevoll willkommen hießen, fühlte er sich wohl und binnen kürzester Zeit zuhause. Mit seiner Krankheit lernte man zu leben und die gut eingestellten Medikamente linderten seine Beschwerden. Nanuk blühte richtig auf, er genoss das Zusammensein mit seinen Menschen, seine Freiheiten und seine ausgiebigen Streifzüge in die Natur. Geliebt, umsorgt und behütet verbrachte unser Nanuk seine letzten Monate in seiner Pflegefamilie, in der er schon lange nicht mehr wegzudenken war. Doch Nanuk´s Lebensfreude täuschte darüber hinweg, dass er schon am Rande der Regenbogenbrücke stand. Im Dezember ging es unserem Nanuk plötzlich schlechter und schlechter, seine Hustenanfälle häuften sich und er bekam kaum Luft. Am 3. Advent mussten sich die Pflegeeltern der traurigen Wahrheit stellen, dass der gemeinsame Weg zu Ende war. Nanuk´s geschädigte Lunge füllte sich unaufhaltsam mit Wasser, er drohte zu Ersticken. Doch Nanuk sollte nicht leiden - er durfte in den Armen seines geliebten Pflegeherrchens auf seine letzte Reise gehen.

Leb wohl, Nanuk, wir werden dich nie vergessen.

Nanuk

"Der Tod ist nur das Tor zum Licht
am Ende eines mühsam gewordenen Weges."
(Franz von Assisi)


Unser Dank gilt der Pflegefamilie, die Nanuk so liebevoll aufnahm, ihm noch glückliche und ausgefüllte Monate schenkte und auf seinem letzten Weg begleitete. Ebenso herzlich danken wir den Paten, die dem alten Nanuk ihr Herz schenkten und mit Ihrer Unterstützung Nanuk´s Glück erst möglich machten.

Ihr Team der Nothilfe für Polarhunde e. V. Freudenstadt

 


                 21.11.2010 - Chica – eine besondere Husky-Hündin

Es war im Oktober 2006, als eine Meldung kam, dass man seine über 11 Jahre alte Husky-Hündin abgeben muss, da das Haus wegen familiärer Probleme verkauft werden muss. Man hört sich alles an, doch glauben tut man es nicht.
Es geht einem gegen jegliche Einstellung, solche alten Hunde abzuholen – doch in diesem Fall, fast vor der Haustüre der NfP, tat man es doch. Was einen dann immer wieder erschüttert ist, wenn man einen einst innig geliebten Hund, der mit den Kindern aufgewachsen ist und mit ihnen im Haus lebte, plötzlich im Garten, weit ab von jeglichem direktem Kontakt zur Familie, vorfindet.
Und was einen dann noch mehr erschüttert ist, wenn man sieht, wie gebrochen dieser Hund da sitzt, der seine neue Unterkunft im Schuppen gefunden hat. Man ballt die Faust in der Tasche und hält die Worte, die man sagen möchte, höflich zurück.
So saß dann im November 2006 eine traurige Chica hinten im Tierschutzauto und jammerte leise vor sich hin, als man mit ihr von ihrem Zuhause weg fuhr. Das sind Momente, an denen man jegliche Tierschutzarbeit an den Nagel hängen möchte.
Doch alles war für Chica noch mit großem Glück verbunden, wenn es auch so schnell nicht danach aussah. Im Nachhinein muss man sagen, wahrscheinlich waren es die schönsten Jahre ihres Lebens, dass sie bei ihrer letzten Pflegefamilie einziehen durfte und dafür bedanken wir uns von ganzem Herzen. Wir gehen davon aus, dass Chica nie zuvor so viel Zuwendung und Liebe erfahren durfte – war es Glück im Unglück? An einem Tag im November wurde sie abgeholt und nach 4 Jahren an einem Tag in November hat sie für immer die Augen zugemacht.

Unsere Chica gehörte zu den Vierbeinern, bei denen man überhaupt nicht verstehen konnte, warum sie immer wieder Pech an den Pfoten haben: Eine liebenswerte, bescheidene Hündin, die nichts weiter wollte, als dabei zu sein und geliebt zu werden, aber selbst das wurde ihr viele Jahre lang verwehrt. Einst als Welpe zu ihrer ersten Familie gekommen, wurde der Traum vom guten Zuhause schnell zerschlagen, als die Menschen sich trennten und ein neuer Lebenspartner ins Haus kam. Dieser verbannte Chica in den Garten, wo sie von nun an saß: Tagein, Tagaus, traurig und nicht verstehend, warum sie verstoßen wurde. Als sie selbst von dort weg musste, wurde sie von uns übernommen und konnte schließlich in eine Familie vermittelt werden. Doch auch dieser vermeintlich gute Platz erwies sich als Luftblase und als sie zurückkam, hatte sie eine schwere Last zu tragen: Eines der Kinder war des Nachts über die tief schlafende Chica gestiegen, diese hatte sich erschreckt und sollte zugeschnappt haben. In der Station jedoch konnte man nichts Auffälliges an Chica´s Verhalten feststellen, sie war einfach nur lieb und freundlich zu jedermann, zu Kindern wie auch zu Erwachsenen. Das gänzliche „Aus“ für eine mögliche Vermittlung lieferte dann die tierärztliche Untersuchung. Chica´s Nieren arbeiteten nur noch zur Hälfte und zu dem hatte sie hohen Blutdruck. Für eine 12-jährige kranke Hündin einen Platz zu finden, war wie ein Sechser im Lotto und daher nahmen wir dankbar das Angebot einer Pflegestelle für unsere Chica an, in die sie dann 2007 einzog.

Freudig erwartet wurde Chica von einer großen Familie und ihrem vierbeinigen Gefährten Nanuk, die unsere vom Pech verfolgte Pelznase herzlich willkommen hießen. Und Chica spürte wohl, dass sie genau dort angekommen war, wo sie hin gehörte. Von Nanuk ließ sie sich die geltenden Hausregeln erklären und akzeptierte selbst als begnadete Jägerin, dass die im Haushalt lebenden Kleintiere keine Beute darstellen. Schnell hatte sich Chica eingelebt und in alle Herzen geschlichen – niemand konnte verstehen, warum man Chica abgeschoben hatte – war sie doch einfach ein kleiner Sonnenschein: Lieb, bescheiden, zurückhaltend und machte keine Mühe. Chica genoss ihr Leben, die gemeinsamen Unternehmungen, die Ausflüge in die Natur oder auch ein Nickerchen im Garten. Drei Jahre lebte Chica als geliebtes Familienmitglied gut versorgt in ihrer Pflegefamilie und ließ sich auch von gelegentlichen gesundheitlichen Einbrüchen niemals ihre gute Laune verderben.

Doch im November war Chica´s Lebensuhr abgelaufen. Hatte sie doch schon seit dem Sommer immer wieder gekränkelt, ohne dass man hätte eine Ursache feststellen können, wurde Chica nun akut krank. Binnen weniger Tage war die einst stämmige kleine Hündin bis auf die Knochen abgemagert, sämtliche Versuche, sie zu päppeln und aufzubauen liefen ins Leere. Am 21.11. mussten sich die Pflegeeltern eingestehen, dass Chica´s Zeit abgelaufen war und der einzige Liebesdienst nur noch der sein konnte, Chica in eine andere Welt zu begleiten. Chica wird von ihrer Pflegefamilie und Kumpel Nanuk schmerzlich vermisst – Chica gehörte zur Familie, so als wäre sie schon immer da gewesen.

Chica

„Wenn tausend Sterne am Himmel stehn,
schau hinauf - Du kannst sie sehen,
der Hellste, das bin ich,
schau hinauf und denk an mich.“

Wir trauern mit den Paten, der Pflegefamilie und Nanuk um eine äußerst liebenswerte und bescheidene Hündin, die uns immer in Erinnerung bleiben wird.

Unser herzliches Dankeschön geht an die Pflegefamilie, die Chica zwölfjährig aufgenommen hat, ihr ein Heim gab, die sie liebte, hingebungsvoll um- und versorgte und Chica ein glückliches, ausgefülltes Leben ermöglichte.

Ganz besonders danken möchten wir den Paten, die Chica auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben und die mit ihrem Engagement Chica´s Leben in der Pflegestelle und ihre medizinische Betreuung sichergestellt haben.

Ihre Nothilfe für Polarhunde e. V. Freudenstadt

 


 

           †  19.08.2010 - Bandu

Mit ca. 2 Jahren kam der total scheue und verängstigte Eurasier-Rüde aus einem befreundeten Tierheim in unsere Vermittlung. Was er alles erlebt hatte, das konnten wir nicht nachvollziehen, man wusste nichts weiter von seiner Herkunft. Bandu musste alles das lernen, was ein normal lebender Hund von sich aus kann. Angefangen hat die Pflegestelle, die ihn im Dezember 1998 übernommen hatt, bei Null. Es lief auch einigermaßen in der Spur, man hat Bandu liebevoll begleitet, ihn oft, wenn er mal wieder vor Panik aus dem Geschirr geschlüpft war, mit viel Mühe wieder eingefangen. So viel Erfahrung mit scheuen Hunden, wie man im Lauf der Jahre sammeln konnte, hatte man damals leider noch nicht, was das Zusammenleben sehr erschwerte. Doch die Ängste von Bandu nahmen durch den nahegelegenen Truppenübungsplatz immer mehr zu und so wurde sein Leben, obwohl er gut behütet wurde, durch den ständigen Lärm unerträglich. Schweren Herzens zog er im Oktober 2000 nach Bayern um. Hier zog er bei einer liebenswerten und souveränen Chow-Dame ein, die ihn bei der Pfote nahm und ihm langsam beibrachte, dass das Leben ohne solchen Lärm auch angenehm sein kann. Tag um Tag, Woche um Woche und Monat um Monat baute der kleine Hundemann mehr Vertrauen auf, fing an, sich langsam "fallen zu lassen". Seine Menschen leisteten Schwerstarbeit aber diese mit Erfolg.
Bandu entwickelte sich zu einem wunderbaren Gefährten, der seine Familie rundherum glücklich machte. Viele kleine nette Eigenschaften rückten zu Tage und ganz schnell war Bandu nicht mehr wegzudenken.
Die Jahre vergingen, Bandu wurde älter und mit ca. 14 Jahren stellte sich ganz schnell heraus, dass er unheilbar krank war. Seine letzte Zeit verbrachte die Familie ganz intensiv mit ihm, kochte für ihn, er wurde gefüttert.......doch dann war der Tag gekommen, wo man spürte, dass der Abschied kam und leiden sollte er nicht müssen.
Dass Bandu die ganzen Jahre in der Familie so glücklich und ohne Erwartungshaltung leben durfte, das war für ihn ein 6er im Lotto. Ein ganz herzliches DANKE ist es für uns von der NfP, da wir uns noch sehr gut an den Bandu von früher erinnern - ein Angstbündel, das zu einem FAST normalen Hund wurde.

Bandu

Bandu kam als Problemhund vor nicht ganz 10 Jahren in unsere Familie. Er hatte sich zu einem tollen Hund entwickelt, der sein neues Leben genossen hat. Doch eine schwere Krankheit hat diesen gemeinsamen Weg, den wir gegangen waren, beendet. Wir mussten ihn schweren Herzens gehen lassen.
Wir sagen Danke für so einen wunderbaren Hund, den wir alle schrecklich vermissen.

Familie Q.


 

       †  01. November 2010 Banja
 

Es war im im Dezember 2006, als ein Hilferuf kam, welcher der NfP ein kleines Rudel Husky-Hündinnen bescherte, das Herrchen war verstorben. Ein schwieriges Unterfangen, zum Teil sehr alte, gehandikapte und vor allem kranke und kostenintensive Hunde aufzunehmen. Aber es war Gefahr im Verzug und man überlegte nicht lange, da angeblich alle anderen Versuche, die älteren Tiere unter zu bekommen, gescheitert sind. U.a. gehörte auch die hübsche Banja, geb. 15.10.1997, zu diesem Rudel. Für sie hatten wir jedoch schnell eine ganz wunderbare Pflegestelle in Aussicht, also zog Banja schon 3 Tage nach der Übernahme um. Und direkt von dieser Pflegestelle durfte Banja Ende Januar 2007 zu einem aktiven Mitglied umziehen, es war so etwas wie "Liebe auf den ersten Blick". Da Banja gewohnt war, mit Hündinnen zusammen zu leben, schien es für das neue Frauchen auch kein Problem, sie mit der bereits vorhandenen Husky-Hündin Zora zu vergesellschaften. Und auch das hat wunderbar funktioniert, die beiden Hundedamen fanden sich sehr sympathisch und haben sich im Lauf des Zusammenlebens eng aneinander gebunden. Dann kam das Jahr 2010, kein gutes Jahr für Banja. Sie kränkelte, wurde liebevoll gepflegt und begleitet. Doch zum Schluss hat die Krankheit gesiegt und Banja durfte in den Armen ihres Frauchens auf die letzte, große Reise gehen.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Sch. dafür, dass sie Banja, trotz ihres Alters, eine Chance gegeben hat, nochmals in eine Familie integriert, die letzten Jahre ihres Lebens zu verbringen.

Banja

Erinnerungen sind die Sterne , die die Dunkelheit der Trauer erleuchten:

Meine geliebtes Banja -Mädchen wir haben uns an einem grauen Tag kennengelernt. Als ich dich streichelte, riss für einen kleinen Moment der Himmel auf und die Sonne blinzelte hervor. In diesem Augenblick hast du deine stahlblauen Augen geöffnet und einer deiner berühmten Blicke trafen tief in mein Herz. Wir wussten es ab diesem Zeitpunkt... wir gehören zusammen. Souverän warst du die Chefin im Minirudel. Selbst als du letztes Jahr im Dez erkrankt bist ,hast Du nie deine unbändige Lebenslust,-energie und deinen so feinsinnigen Humor verloren. Sie gaben dir damals 2 bis 5 Monate . Ab diesem Zeitpunkt haben Zora und ich so viel Zeit als möglich mit dir verbracht. Ich befand mich in dem Glauben, dass die vielen schönen Erinnerungen über die Trauer hinweg helfen würden. Na ja es funktioniert leider nicht immer. Am 01.11.2010 war nach unglaublichen 10 Monaten deine Kraft am Ende. Erschöpft bist du doch recht friedlich eingeschlafen.
Mein liebes Mädchen danke für die wunderschöne Zeit mit DIR, leb wohl. Ich hoffe ich kann dich eines Tages in einer anderen Welt wieder in die Arme schließen.
Du bist unvergessen und geliebt!

Zora & Anja
 


 

Sky, der im Alter noch mal sein Glück fand, ist tot

Im Februar 2010 war Sky (damals noch mit dem Namen „Whisky“) als Umzugs-Opfer in unsere Auffangstation nach Horb gekommen. Er war ein etwas in sich gekehrter Husky, der die Welt nicht mehr verstand, als er sich als ehemaliger Haushund mit seinen 12 ½ Jahren plötzlich in unserem Gehege wiederfand.

Seine Vermittlungsaussichten waren sehr gering, doch dann hat ihn sein künftiger Besitzer im Internet entdeckt und Sky durfte nach Schweden umziehen. Problemlos gliederte er sich in seine neue Familie, bestehend aus Herrchen Thomas und den Hündinnen Sheila und Pizi, ein.

Sky genoss sein neues Leben und blühte regelrecht auf. Leider war sein Glück nur von kurzer Dauer, denn nach einem unglücklichen Zwischenfall, wo eine Pfote in Mitleidenschaft gezogen wurde, ging es Sky plötzlich schlecht. Als er dann kurz nach seinem 13. Geburtstag seinem menschlichen Partner zu verstehen gab, dass er seinen Lebensmut verloren hatte, ließ dieser ihn schweren Herzens gehen. Doch genau wie seine Vorgänger wird auch Sky unvergessen bleiben!

Sky

Liebster Sky,

was konnte ich mir wünschen von einem neuen Rudelmitglied, das ich bewusst nicht bei den jungen Hunden in der Vermittlung gesucht habe, sondern am anderen Ende, bei den lebensweisen Oldies mit geringeren Vermittlungschancen: Vielleicht, dass der neue Freund die befindlichen Rudelmitglieder akzeptiert, dass er sich mit den Wohnbedingungen zurechtfindet, nicht fortläuft, Konflikten aus dem Weg geht, sich mit dem Essen keine Schwierigkeiten macht, elegant und rassetypisch außerdem ist? – Das hast Du alles erfüllt.

Aus Gründen, die ich nicht kenne, warst Du eher wie ein Kater souverän und geschlossen als anschmiegsam und schmusig. Demzufolge war es fast unmöglich, ein Einzelfoto von Dir zu machen und es gibt fast nur Gruppenbilder.

Vor etwa einem Monat wurde deine Klaue eingeklemmt und wir waren natürlich beim Tierarzt. Der Schmerz war Dir kaum anzumerken, aber nach der kleinen OP wurdest Du trotz Schmerzlinderung nie mehr wie Dein altes Selbst. Deine Kraft und der Stolz hatten einen Knick bekommen, beim Stehen begannst Du zu torkeln, Dein Appetit schwand und Dein Vorwärtswille nahm ab. Noch vor 8 Tagen machten wir einen langen Spaziergang wie meist sonntags.

Aber ohne eigentlichen Befund hast Du in einer Woche völlig aufgegeben, sacktest sofort zusammen, wenn ich nicht an der Leine zog, und jetzt sagt mir seit ein paar Tagen Deine Körpersprache, dass sich unsere Wege trennen.

Sheila, Pizi und ich sind Dir sehr dankbar, dass wir gute 5 Monate Teil Deines Rudels sein durften, ein einziger aber sehr schöner langer Sommer. Gizmo, Assi, Agi und Laika warten auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke.

Dein Mensch Thomas

Wir sind sehr traurig, dass Sky nicht noch länger sein erfülltes Leben bei Thomas genießen konnte, doch es ist ein Trost zu wissen, dass ihm erspart wurde, in der Station sterben zu müssen. Wir wissen, dass Sky auf seinem letzten Weg liebevoll begleitet wurde und möchten uns ganz herzlich bei Thomas bedanken, der unserem Oldie sein Herz schenkte und ihm bis zum Schluss in jeder Situation beistand.

 


 

Manchmal fehlen die Worte.............
...............Raixa und Samson............

Samson hatte einen unglücklichen Start ins Leben. Aufgewachsen in Bremen, verlor er nach 2 Jahren wegen schwerer Krankheit des Besitzers sein Zuhause.
Ein Neues fand er für weitere ca. 4 Jahre, doch auch hier schlug die gleiche Krankheit überaus tragisch zu, so dass für Samson, zwischenzeitlich im besten Alter, notgedrungen um Asyl bei der NfP ersucht wurde. Schon wenige Tage später zog er zur Pflege zu Familie Sch. um, die ihn freundlich empfing. Wo Samsons sanfte Art ihm sofort guten Zugang zu den Pflegeeltern gewährte, lag die Sache bei Ina, der betagten Familienhündin, ganz anders. Sie wollte nicht mit ihm – aber nach wenigen Monaten auch nicht ohne ihn. Letztendlich griff das Schicksal ein und Familie Sch. musste die alte Dame gehen lassen.
Samson brach zusammen, wollte und konnte nicht mehr alleine bleiben, ohne lauthals sein Unglück über den Verlust von Ina hinauszuheulen.
Aus der Pflegestelle war schon längst eine Feststelle geworden, und Samson war für seine Familie der Traumhund schlechthin. Natürlich lag es allen sehr am Herzen, den Rüden wieder aufzufangen. Dieses „Sicherheitsnetz“ fand sich in Form von Raixa.
Ebenfalls von der NfP.
Als gebürtige Spanierin etwas heißblütig und ganz und gar keine einfache Hündin, hatte man zuerst Sorge, dass der sanfte Samson ihr nicht gewachsen wäre – doch weit gefehlt. Bremsen konnte er ihr überschäumendes Temperament zwar nicht, doch ihr klar und souverän die Regeln von Disziplin und Achtung beibringen, das konnte er. Die Mischung fand ihre Waage und beide, Samson und Raixa, lebten harmonisch diese Konstellation aus. Zu verdanken ist das der liebevollen und sachkundigen Art der Familie Sch., die diese beiden so gegensätzlichen Hunde derart vergesellschaftete, dass aus dem Gegensatz ein Ergänzen werden konnte.

Dafür möchten wir uns noch einmal bedanken.

Beide Hunde durften ihr Leben als gleichwertige Familienmitglieder in vollen Zügen genießen. Die Verbindung Mensch-Hund war eine überaus tiefe und ehrliche.
Als Samson sein vierzehntes Lebensjahr erreichte, war nicht mehr zu übersehen, dass das lange Leben seinen Tribut forderte. Langsam, aber kontinuierlich schwanden seine Kräfte, und seine Menschen mussten ihn schweren Herzens mit knapp 15 Jahren gehen lassen. Samson durfte diesen letzen Schritt im Kreis seiner Familie in seinem Zuhause gehen. Diesen überaus schmerzvollen Schritt mit einem langjährigen Gefährten – zum richtigen Zeitpunkt – gemeinsam zu beschreiten, erzeugt immer wieder Achtung bei jedem echten Hundefreund. Auch wir achten und respektieren in höchstem Maß diese Haltung – die wir uns für jeden Hund wünschen würden.
Raixa, die alleine zurückblieb, öffnete sich ihren Menschen nun nochmals um ein weiteres Stück.
Noch während die gesamte Familie um den charaktervollen Rüden trauerte, folgte der nächste, diesmal überhaupt nicht vorhersehbare Schlag. Denn wenige Wochen später, beim völlig normalen Spazierengehen mit einer lebenslustigen, gänzlich unauffälligen Raixa knickte diese weg, fiel auf die Seite und verstarb noch an Ort und Stelle, trotz der verzweifelten Herzdruckmassage ihrer völlig verstörten Besitzerin.
Hier, an dieser Stelle, fehlten uns die Worte. Als diese Nachricht uns erreichte, blieb uns wirklich nichts, als in uns hineinzuhorchen, weil der Schock über dieses Ereignis auch in uns widerhallte.
Vom Tierarzt wurde später ein Herzinfarkt diagnostiziert. Ein Problem in diese Richtung war nie auffällig gewesen.
Samson starb am 18. August 2010. Raixa folgte ihm, erst 9 ½-jährig, am 10. September überraschend nach.
Liebe Familie Sch., wir möchten Ihnen für die Aufnahme dieser 2 Vierbeiner von Herzen danken.
Ihren Schmerz über das, was geschehen ist, empfinden wir mit. Worte haben wir dafür immer noch nicht. Außer, dass die Großherzigkeit und Treue, die Sie allen Ihren Hunden bis zum letzen Herzschlag angedeihen lassen, von uns mit Respekt und Achtung erwidert wird.

 

Samson und Raixa

 

Samson, der Bär 18.08.2010 & Raixa, die Ziege 10.09.2010

Unser großer, schwarzer Bär war ein zweimaliges "Krebsopfer". Als Welpe kam er zu einem Frührentner nach Bremen, der auf Grund seiner Erkrankung zwei Jahre später körperlich nicht mehr in der Lage war, den Hund auszulasten. Er gab ihn an ein befreundetes Pärchen weiter, die beide ebenfalls krebskrank jetzt Frührenter wurden. Dort blieb er 4 ½ Jahre. Das letzte Jahr war sein Herrchen dann schon im Krankenhaus und das Frauchen musste den Balanceakt Hund, Mann besuchen, Haushalt und eigene Arztbesuche unter einen Hut bringen. Als ihr Mann dann zum Sterben nach Hause kam, bat sie die Nothilfe, Samson zu übernehmen.
Bei Sabine D. holten wir ihn als Pflegehund mit unserer alten Ina in Hamburg ab, und schon der erste Blick in seine sanften Augen besiegelte sein Schicksal. Dazu kam, dass wir Bilder von ihm für die Homepage machen sollten. Und just an dem Tag hatte die Kamera Ladehemmungen. Aber dieses Zeichen brauchten wir gar nicht.
Ina ließ ihn im ersten ½ Jahr weder in die Küche noch unter den Wohnzimmertisch, wollte aber bald auch nicht mehr ohne ihn sein. Dieser unkastrierte Rüde war ausnahmslos mit allen anderen Hunden verträglich und hatte eine absolut ruhige und souveräne Ausstrahlung. Ein Traumhund!
Als Ina dann ging, wollte er auf keinen Fall allein bleiben. Er weinte viel, wenn wir nicht da waren. Und nach 3 Wochen rief meine Nachbarin in der Firma an, dass er gar nicht mehr aufhörte. So kam Raixa zu uns und von Stund an war er wieder zufrieden. Wir hatten ein wenig Angst, dass die dominante Hündin ihn unterbuttern würde. Aber er zeigte ihr auf ruhige, bestimmte Art sofort ihre Grenzen und meist zog sie dann auch zurück.
Im letzten Winter merkte man dann wie sehr das Alter trotz sehr guter Blutwerte an seinen körperlichen Kräften zerrte. Voll Freude sprang er in die Schneewehen und - blieb stecken. Er kam allein nicht mehr heraus. Auch sonst setzte er sich beim Spaziergang einfach mal hin und machte ein paar Minuten Pause. An seinem letzten Tag hatte er nicht mal mehr die Kraft sich beim Koten hinten zu halten. Und hier haben wir dann entschieden, ihn mit knapp 15 Jahren gehen zu lassen. Peter und Oliver kamen vom Dienst nach Hause und wir haben uns ganz in Ruhe von ihm verabschieden können. Auf der Terasse, einem seiner Lieblingsplätze, durfte er dann friedlich einschlafen.
Samson war eine wirklich große Hundepersönlichkeit und faszinierte jeden, der ihn kennenlernte. Wir sind froh und glücklich, dass wir einen so tollen Hund für eine Zeit begleiten durften.

Nicht einmal vier Wochen später schlug das Schicksal dann nochmal und absolut erbarmungslos zu. Auf ihrem letzten Spaziergang war unsere kleine graue Ziege total gut drauf, machte den Mäusen der Umgebung das Leben schwer und lief fröhlich ihres Weges.
Urplötzlich sackte Raixa hinten ein, legte sich flach auf die Seite und gab einen lang gezogenen, schrecklich lauten Ton von sich. Ich dachte erst an ihre Arthrose, doch dann setzten Atmung und Herzschlag aus. Ich versuchte noch eine Weile per Herzdruckmassage den Puls zurückzuholen, stand dann aber geschockt und völlig fassungslos vor meinem toten Hund.
Der Tierarzt diagnostizierte einen Herzinfarkt. Sie hatte zwar 8 Wochen vorher einmal ein kurzes Holpern bei der Untersuchung, aber nichts, was auf dieses abrupte Ende hindeutete. Zwei Wochen vorher wurde sie vor der Impfung auch untersucht und da war alles in Ordnung. Wir waren mit ihr wegen diverser kleinen und größeren Geschichten in den letzten Jahren relativ häufig beim Tierarzt und nie ging es dabei um ihr Herz.

Raixa kam mit 4 ½ Jahren von Mallorca nach Deutschland und hatte wahrlich keinen einfachen Charakter. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir gegenseitig voneinander wussten, worauf der andere Wert legte. Und von da an kamen wir wunderbar miteinander aus.
Nachdem Samson gegangen war, wurde sie noch anhänglicher und genoss es geradezu, jetzt die alleinige Aufmerksamkeit zu bekommen. Trotz ihrer Arthrose und anderer Unpässlichkeiten, hatten wir natürlich noch mit einigen schönen Jahren gerechnet und können gar nicht begreifen, dass diese erst 9 ½ jährige, super intelligente und liebebedürftige Hündin von jetzt auf gleich nicht mehr da ist.

Die beiden waren jeder für sich einzigartig und liebenswert. Wie bei Ina werden sicher irgendwann die schönen Erinnerungen trösten....

Anja, Peter und Oliver aus Kiel

 


 

Abschied von Chano

Als Anfang des Jahres ein Hilferuf durch die Verteiler ging, dass ein etwa 12-jähriger Malamute-Mix gestrandet war, der dringend Hilfe benötigte, waren die Verantwortlichen von Chano´s Schicksal tief berührt und sagten Hilfe zu. So kam Chano Anfang des Jahres in die Obhut unseres Vereins. Was dann im Nordlicht eintraf, war ein sichtlich angeschlagener Vierbeiner, der eigentlich mit dem Leben abgeschlossen hatte: Physisch und psychisch am Ende, sein Leben lang herum geschubst, vernachlässigt und sich selbst überlassen. Kurz nach seiner Ankunft brach Chano röchelnd und zitternd zusammen und musste umgehend dem Tierarzt vorgestellt werden. Die Blutuntersuchung ergab sehr schlechte Schilddrüsenwerte und so wurde Chano behutsam auf die Medikamente eingestellt. Die Behandlung zeigte Wirkung und langsam wurde sein Zustand besser und besser. Chano schloss sich seinen Bezugspersonen mehr und mehr an und entwickelte sich im Laufe der Wochen zu einem lebensfrohen, lustigen Vierbeiner, der es mit seinem liebenswerten Charme verstand, alle Zweibeiner um seine Pfoten zu wickeln und seine Wünsche und Vorstellungen nahe zu bringen.

Die täglichen ausgiebigen Spaziergänge rund ums Nordlicht waren für Chano ein Höhepunkt, den er mit allen Sinnen genoss. Jeden Morgen saß er sehnsüchtig in seinem Gehege, Ausschau haltend nach seiner Frau Winter und war vor Freude kaum zu bändigen, sobald sie eintraf und sie sich gemeinsam auf den Weg machten. Chano faszinierte seine menschlichen Begleiter, wenn er vollkommen in sich ruhend am Wegesrand stand und in die Ferne schaute – und er forderte sie, wenn er „Beute“ entdeckt hatte und urplötzlich durchstartete. Nie ließ sich Chano von seiner angeschlagenen Gesundheit seine gute Laune verderben, er liebte das Leben, genoss die Liebe und Zuneigung seiner Menschen und pflegte seine kleinen, liebenswerten Eigenarten. Er bestand auf seinem geregelten Tagesablauf und sein ausgiebiges Schläfchen nach dem aufregenden Spaziergang – was er dennoch gerne unterbrach, wenn Besuch im Nordlicht eintraf um diesen freudig zu begrüßen und ein paar Extra-Streichelheiten und Leckerlis einzuheimsen. Ja, Chano war glücklich und er ließ jeden an seinem Glück teilhaben, doch er bestand auch auf seine Auszeiten.

Als der Sommer nahte und Chano keine Anstalten machte, seinen dicken Pelz abzuwerfen, marschierte er tapfer in den Hundesalon, um sich seine Sommerfrisur abzuholen und blühte – befreit von seiner dicken Last – förmlich auf. Chano schien um Jahre verjüngt, benahm sich, als hätte er mit dem alten Pelz auch sein altes Leben abgelegt, bereit und fit für jedes Abenteuer, wild entschlossen, sein neu gewonnenes Leben auszukosten und zu genießen. Wir hätten ihm so sehr mehr Zeit gewünscht, doch Anfang Oktober schlug das Schicksal unerbittlich zu: Vom ersten Zusammenbruch bis zur niederschmetternden Diagnose, dass Nieren und Leber versagten, vergingen gerade einmal vier Tage. Man konnte nichts mehr anderes für Chano tun, als ihn auf seinem Weg in eine andere Welt zu begleiten.

Nur wenige Monate Glück waren ihm vergönnt, doch am Ende seines Lebens hatte Chano das gefunden, was er vorher niemals hatte: Menschen, die ihn bedingungslos liebten, die ihn umsorgten, Sicherheit gaben und ihm dennoch seine Freiheit ließen, die er brauchte. Zum ersten Mal in seinem Leben wurde Chano als Persönlichkeit wahrgenommen und respektiert, zum ersten Mal durfte er ein Leben führen, das eines Nordischen würdig war und er war geliebtes Mitglied einer großen Familie. Chano verbrachte seine glücklichsten Monate im Nordlicht und er dankte es seinen Menschen, in dem er alle an seiner Freude teilhaben ließ und jedem sein Herz schenkte.

Wir werden Chano nie vergessen, er war eine außergewöhnliche und faszinierende Persönlichkeit, der trotz angeschlagener Gesundheit das Leben liebte und jeden Tag davon genoss. Seine letzte Ruhestätte hat Chano im Nordlicht gefunden, dort, wo er glücklich und zuhause war.

Chano

„Als der Regenbogen verblasste,
da kam der Albatross und trug mich auf sanften Schwingen
weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts.
Ich trat hinein und fühlte mich geborgen.
Ich habe Euch nicht verlassen,
ich bin Euch nur ein Stück voraus.“

 

† Chano
05.10.2010

 

Unser herzlichster Dank gilt den Paten, Gassigängern und Freunden, die an Chano glaubten, die ihn unterstützten und auf seinen letzten Monaten begleiteten, die ihn liebten und umsorgten, die ihm ein artgerechtes Leben ermöglichten und die nun gemeinsam mit uns um Chano trauern.


 

†  23.07.2010         Akita-Hündin N a o m i – Abschied für immer

Im Herbst 1995 kam Naomi als Welpe zur Nothilfe in die Vermittlung. Eine entzückende kleine Akita-Hündin, die man nur ungern abgeben wollte. Doch dann kam der Zufall – oder war es Bestimmung? – dass sie bei bereits bekannten Leuten – und dann noch in unmittelbarer Nähe, schon bald einziehen durfte. Ein schönes und erfülltes Leben hatte die kleine Hündin. Und es gab unendlich viele Aufgaben, die ihren Tagesablauf nie langweilig werden ließen. Ob es darum ging, die kleinen zweibeinigen Erdenbürger zu beaufsichtigen oder den vierbeinigen Hundekumpel Baiko groß zu ziehen. Naomi machte alles, was sie auch tat, perfekt. Mit ihrer stoischen Ruhe stand sie immer erhaben über den Dingen – nichts konnte sie erschüttern. Ein Kamerad, wie man ihn sich einfach nur an der Seite wünscht.
Umso mehr vermisst man sie, diese Hundedame, die trotz ihrer vielen gesundheitlichen Probleme stets der Sonnenschein im Leben ihrer Menschen war. Nun fehlt sie und es ist leer geworden im Haus. Ein neuer Lebensabschnitt hat auch für die Zweibeiner begonnen und die Kinder mussten lernen, dass der Tod ein Teil vom Leben ist.

Naomi

Vergessen kann man Naomi nicht, zu viele wunderbare Erlebnisse mit ihr und Erinnerungen hat sie hinterlassen. Wir alle bewahren sie in unserem Herzen, wo sie ihren festen Platz einnimmt und auch zu Lebzeiten schon immer eingenommen hat.
lesen Sie hier mehr über Naomi.

Ich denke, wir waren schon Freunde in einem anderen Leben,
von Anbeginn der Zeit !!...... bevor wir uns trafen.

 


 

Im November 2005 kam ein total verängstigter Shiba-Rüde, damals mit Namen Jiro, in die Vermittlung. Wie es immer so ist, sucht man für diese "besonderen" Hunde auch "besondere" Menschen. Und so durfte Jiro am 23.12.2005 bei lieben Freunden einziehen. Fortan wurde Jiro nun "Gismo" genannt und war in der Familie nicht mehr weg zu denken. Wieviel Herzblut man in Gismo investiert hat, das kann man nicht wiedergeben. Es war für uns einfach nur schön zu sehen, wie liebevoll seine neue Familie mit ihm umgegangen ist und ihn voll in ihr Familienleben integriert hat. Danke Alex und Tom - Danke auch an die Kinder und die vierbeinigen Kameraden, dass ihr Gismo immer mit viel Wertschätzung begegnet seid und seine Würde bewahrt habt. Auch wenn Gismo keinen langen Aufenthalt bei uns hatte, so denken wir gerne an ihn zurück.

 19.08.2010        GISMO

„Wer liebt, glaubt an das Unmögliche.“
(Elisabeth Barrett Brownin)

Als Weihnachtsengel bist du am 23.12.2005 zu uns gekommen.
Ängstlich. verunsichert, entwicklungsverzögert und ohne Selbstbewusstsein.
Die ersten Tage und Wochen waren nicht immer einfach für dich, denn eigentlich hatten wir nach einem Spielkameraden für unseren Shibarüden Kenzo gesucht.
Spielen, buddeln, markieren, aufspüren, baden gehen – all dies war dir aber fremd.
Wir glaubten an das Unmögliche, denn wir haben dich geliebt. Wir gaben dir eine Chance und behielten dich in unserem Rudel.
Der Schleier der Angst blieb weiterhin bestehen und ganz abgelegt werden konnte er nie.
Dein Rudel gab dir aber das notwendige Selbstvertrauen und so konntest du dich zu einem prächtigen und glücklichen Shibajungen entwickeln.

Gismo

Der Baggersee war deine Heimat und auch beim Wandern mit Oma und Opa bist du aufgeblüht. Noch spät - im Herbst deines Lebens – hast du die Freude am Wasser entdeckt. Triebe wurden entdeckt und auch das Schmusen hast du gelernt. Selbst als im April ein Katzenkind in unser Rudel kam, so war dies für dich kein Problem.

Wie ein Schock war im März die Diagnose: Lungenkrebs! Wir wollten es nicht wahrhaben. Haben so manche Gedanken verdrängt und hinausgeschoben.
Tapfer hast du den Sommer verlebt und so manche Beschwerde einfach hingenommen.
Schon vor unserem Urlaub hatten wir dich aufgegeben – geweint und getrauert. Doch nach unserer Rückkehr warst du noch da. Du hattest auf uns gewartet, wolltest noch nicht gehen. Am 19.8.2010 hast du dann den Kampf verloren. Schlimm und beinahe kaum zu ertragen waren die letzten Stunden, bis du endlich erlöst werden konntest.
Still, tapfer und ohne viel Aufsehens – so wie du immer warst – so hast du auch diese letzten Stunden einfach angenommen.
Hinterlassen hast du eine große klaffende Wunde in unserem Herzen – eine Leere, die nur allmählich begriffen werden kann.
In unserem Herzen behalten wir dich für immer.
Wir sehen uns wieder, wenn wir gemeinsam die Regenbogenbrücke überqueren.

„Liebe jene, die dich lieben.“
(Voltaire)

In Liebe Elena, Hannah, Tom, Ada mit Joschi, Kenzo und Tiger

 


 

† 13.07.2010       Danny - Danach gibt es kein Davor mehr

Nachdem die Besitzerin einfach umgezogen ist und ihre beiden Hunde, eine Husky-Hündin und einen Alaskan-Malamute-Rüden alleine auf dem Gelände zurück gelassen hatte, wurden diese nach über einem Jahr von Tierschützern in Obhut genommen. Auf diesem Weg kamen damals Ronda und Danny zu der Nothilfe.

Eine besondere Ausstrahlung hatte der imposante Alaskan Malamute-Rüde Danny mit seinen 10 Jahren, aber auch wenig Aussicht, schnell vermittelt zu werden. Nachdem bereits eine Vermittlung fehlgeschlagen hatte, wurden uns bereits bekannte, verantwortungsbewusste Menschen und Malamute-Liebhaber auf Danny aufmerksam. Anlässlich eines Besuchs am 19.07.2007 in der Station Süd sprang zwar nicht gleich der berühmte Funke über, doch es hat sich im Lauf der Zeit eine innige Beziehung zwischen Mensch und Hund entwickelt. Danny durfte noch 3 schöne und glückliche Jahre in seinem neuen Zuhause erleben, leider ist er dann viel zu früh gegangen. Wir sind Fam. M. sehr dankbar, dass sie gerade diesem Rüden ein neues Heim gegeben hatten.

Leb’ wohl, mein großer Freund…..

Mein lieber Danny, die letzten Wochen waren für uns alle schwer, am schwersten für Dich, Du hattest Schmerzen, Deine Beweglichkeit war eingeschränkt und Deine Kraft ließ nach. Für uns, weil wir ahnten, dass eine ernste Erkrankung hinter den tief greifenden Veränderungen Deines Verhaltens verborgen sein könnte.

Noch auf dem Weg zur Klinik waren wir alle zuversichtlich, denn Deine Blutwerte waren ja OK und in die dortigen Ärzte hatten wir großes Vertrauen. Die Dich untersuchende Ärztin schlug eine umfangreiche Diagnostik vor, um Deinen Beschwerden auf den Grund zu gehen. Es wird alles wieder gut werden……..!
Doch schon die Ultraschalluntersuchung Deines Bauchraums ergab die schreckliche Gewissheit. Du hattest keine Chance. Das Einzige, was uns die Ärztin anbieten konnte, war, Dich von Deinen Schmerzen zu erlösen. Hier und jetzt. Und dann tat sie etwas sehr Ungewöhnliches: Sie überließ uns beiden den mit den teuren Geräten voll gestopften Schallraum, damit wir voneinander Abschied nehmen konnten. Du schliefst zwar, aber ich wusste, dass Du mich spürst, meine Hände, meinen Atem, meine Tränen auf Deinem Fell. Die Zeit blieb für eine Weile stehen. Alles um uns herum erschien plötzlich so unwichtig.

Im Juli 2007 kamst Du zu uns, Du warst schon 10 Jahre alt. Du hattest bis dahin kein schönes Leben, hattest auch gerade erst Deine Gefährtin Ronda verloren. Wir holten Dich in Untertalheim ab und Du hast uns sofort vertraut, sprangst in unser Auto und schliefst über vier Stunden, bis wir nach langer Reise zu Hause ankamen. Du warst zunächst sehr unsicher und überaus ängstlich, Deine Hyperaktivität und Dein Manegeverhalten waren mitunter beängstigend. Doch wir hatten all Deinen Schwächen etwas entgegenzusetzen:
Geduld, Zeit und unsere Liebe zu Dir. Und wir hatten Erfolg, waren so stolz auf Dich. Du legtest Dir mit der Zeit wieder ein wunderschönes Haarkleid zu und tratest selbstsicher und souverän Deinen Artgenossen und den Menschen gegenüber.

Wir haben gemeinsam viel unternommen. Du hattest aufregende Erlebnisse im Bärenwald, von denen Du gelegentlich lauthals träumtest. Auf unseren Wanderungen durch das Moor und die offenen Fernen der Rhön sprühtest Du vor Lebensfreude. Wir beide tobten ausgelassen über die weichen Matten des Heidelsteines, jagten Schmetterlingen hinterher, waren auf eine seltsame Weise miteinander verbunden. Manchmal hatten wir den Eindruck, Du wolltest nun all das nachholen, was Dir in den ersten 10 Jahren Deines Lebens vorenthalten war.
Wir erlebten eine unvergessliche Zeit miteinander. Leider haben wir uns erst so spät getroffen, wir durften Dich nur drei Jahre lang begleiten. Doch in dieser kurzen Zeitspanne hast Du unserer Herzen berührt.

Am 13. Juli war Deine Stunde gekommen. Leb’ wohl, großer Freund. Wir lieben Dich und wir vermissen Dich.

Danny

Unsere Herzen halten Dich gefangen,
so als wärst Du nie gegangen.

Robert und Sophie M.
 


 

† 13.06.2010           Jeff „ein ganz besonderer Malamute-Rüde“

Viele Menschen haben sein Schicksal verfolgt, damals, im Sommer 2008, und nur EINE hat spontan geholfen, um Jeff, geb. am 04.10.1998, weiteres Leiden zu ersparen. Wegen familiärer Veränderung wurde Jeff bei den Vorbesitzern in Spanien „ausrangiert“. Aufgrund seiner stolzen 10 Jahre hatte er keine Chance, dort weiter vermittelt zu werden. Und es musste ja alles so schnell gehen – wie immer eben. Dank unserem Aufruf auf der Website hat sich dann jemand gemeldet, dem kein Weg zu weit war. Und so flog man selbst und direkt nach Spanien, um dort den wunderbaren Rüden in Empfang und „mit nach Hause“ zu nehmen. Bereut hat man es keine Sekunde.
Das alles ist erst 2 Jahre her und wir haben diese Blitzaktion immer noch gut in Erinnerung.
Sehr schnell hat sich Jeff eingewöhnt und dankbar alles angenommen, was Mensch ihm bot. Es hat uns sehr berührt, nun von seinem schnellen Ende zu hören. So bleibt uns nur noch, den Menschen, die so viel Einsatz gezeigt haben, ein ganz herzliches Danke zu sagen für all die Liebe, die sie diesem traumhaften Rüden entgegen gebracht hat.

Hallo liebes NfP-Team,
wie man so schön sagt, sind keine Nachrichten gute Nachrichten und dies trifft auch in unserem Fall zu. Gestern jedoch mussten wir uns von Jeff trennen, seine Zeit bei uns war abgelaufen. Alles ging viel zu schnell, innerhalb von 3 Tagen blieb uns nichts mehr anderes übrig, als seine Würde zu wahren und ihn zu erlösen. Am Donnerstag fing alles an. Man glaubt es erst gar nicht. Und auch jetzt noch nicht. Er hatte Schwierigkeiten beim Aufstehen, kam nur noch mit Hilfe hoch. Haben wir es zuerst auf einen Muskelkater geschoben (vom vielen Umherlaufen beim Gewitter), wurde unsere Hoffnung zerstört, dass es nur eine Lappalie ist. Am Samstagabend ist er das letzte Mal (nur mit unserer Hilfe) aufgestanden und der Tierarzt konnte am Tag darauf nichts mehr für ihn tun. Eine Veränderung an der Wirbelsäule hatte die Nerven eingeklemmt und ihm jegliches Gefühl für alle hinteren Extremitäten genommen.

Jeff

Ich weiß gar nicht, was am schlimmsten ist. Der Gedanke an die letzten Atemzüge? Den Blick, den er mir gestern Morgen erst noch zu warf "Mama, tu was!" schien er zu sagen. Die Leckerli-Vorräte, die in der Speisekammer liegen? Oder die Vorwürfe, die man sich selbst macht? Seit letztem Herbst war er nur noch inkontinent, so schlimm, dass wir sogar Rüdenwindeln gekauft haben.
Und jetzt, da denkt man nur an das, was man versäumt hat, an die weniger schönen letzten Monate in denen keine großen Spaziergänge oder Ausflüge mehr möglich waren. Es hatte ihm immer so viel Spaß gemacht!
Ich kann es nicht glauben. Zwei kurze Jahre. Klar, man weiß vorher, dass der Tag irgendwann kommt. Aber das Wissen darum macht es nicht besser.

Jeff wird immer in unseren Herzen bleiben – so kurz die Zeit auch gewesen ist, sie bleibt unvergessen und war wunderschön.

J. Sch.


Abschied von Torok

Als Torok Anfang 2001 in die Obhut unseres Vereins kam, hatte er bereits eine 18-monate dauernde „Zwingerhaft“ hinter sich. Der Vorbesitzer, der die Hunde, Torok und drei weitere Husky-Rüden, sportlich führen wollte, hatte die Hunde krankheitsbedingt seit 18 Monaten nicht mehr bewegt und nur mit dem Allernötigsten versorgt. Dementsprechend war auch Toroks physischer und psychischer Zustand. Als Torok dann im Juni in eine Pflegestelle umziehen konnte, kannte er nichts; keine Wohnung, keine Treppen, die Verkehrsgeräusche machten ihm Angst, eigentlich alles um ihn herum war beängstigend – schließlich hatte er in seinem jungen Leben außer dem Zwinger, seinen Leidensgefährten und seinem Besitzer nichts kennen gelernt.

Die ersten Wochen waren für beide – Hund und Mensch – belastend, doch Torok richtete sich ein. Langsam lernte er alle Umweltreize kennen, baute Muskeln auf und hatte sichtlich Spaß am Leben. Doch dann wurde er schwer krank, eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung verursachte ihm große Schmerzen, ließ ihn apathisch werden und abmagern. Die Medikamente schlugen nicht an und Torok´s Zustand verschlimmerte sich zusehends. Am Tag, an dem sein Leiden beendet werden sollte, fuhr das Pflegefrauchen ein letztes Mal mit Torok in die Heide und es war, als ob ein Wunder geschehen war: Torok tobte glücklich durch die Heide, wie ihn das Pflegefrauchen noch nie erlebt hatte. Von da ab ging es wieder aufwärts. Torok wollte leben und kämpfte um sein Glück. Ganz gesund war Torok nie, da war einerseits seine HD, die Bauchspeicheldrüse, für die er sein Leben lang Medikamente brauchte und auch sonst hatte das Schicksal noch so machen gesundheitlichen Tiefschlag für Torok parat.
Der jedoch ließ sich von nichts beeindrucken, egal, was ihn umwarf, Torok stand wieder auf und stapfte selbstbewusst, charmant und liebenswert durch's Leben. Bis ins hohe Alter bestand er auf seine Ausflüge am Rad oder seine Spieleinheiten auf der Hundewiese. Doch irgendwann ging auch an Torok das Alter nicht spurlos vorüber und seine Knochen und Gelenke machten ihm zunehmend zu schaffen. Den letzten Winter genoss Torok in vollen Zügen und brachte sein Pflegefrauchen auf spiegelglatten Wegen so manches Mal zur Verzweiflung. Doch Anfang August war seine Kraft zu Ende und Torok's enormer Lebenswille musste sich seinem schwächer werdenden Körper beugen.

Wir trauern mit den Paten und dem Pflegefrauchen um einen überaus liebenswerten, sensiblen und freundlichen Malamute, der trotz seiner Vorgeschichte und seiner gesundheitlichen Probleme ein langes und glückliches Leben verbringen durfte und der jeden Tag genoss.

Torok

„Wenn Ihr mich sucht,
dann sucht mich in Eurem Herzen.
Habe ich dort eine Bleibe gefunden,
lebe ich in Euch weiter.
Ich bin nicht tot,
ich tausche nur die Räume.
Ich lebe in Euch und geh´ durch Eure Träume.“

Torok

02.08.2010


†                      09.06.2010 - Nanuk - Sib.Husky-Malamute-Mix-Rüde

Du bist nicht tot, du wechselst nur die Räume,
du lebst in uns und wanderst durch unsere Träume.

Schon als Nanuk im Jahr 2000 bei der Nothilfe in die Vermittlung gekommen ist, war er etwas ganz Besonderes, weshalb er auch uns noch in guter Erinnerung geblieben ist. An der Seite von seinem Herrchen durfte er wunderschöne 7 Jahre verbringen, geliebt und wohl behütet. Sehr herzlich möchten wir uns für all das bedanken, was Nanuk, von dessen Vorleben wir nicht viel wissen, erfahren durfte - nämlich viel, viel Liebe.

Nanuk

Als ich vor mittlerweile fast 10 Jahren den kleinen Nanuk auf der Seite der Nothilfe sah, war die Entscheidung auch bereits gefällt. Es musste genau dieser Hund sein. Ich kann nichteinmal genau begründen was das Bild in mir auslöste, ich wusste nur, ER oder keiner.

Als Nanuk dann 2 Wochen später bei mir einziehen durfte, wusste ich was es war: Nanuk war genau Mein Hund! Wir verstanden uns bereits vom ersten Augenblick an.
Leider war über die Vorgeschichte Nanuks nicht viel bekannt, sodass mir bestimmte Verhaltensweisen immer unerklärlich blieben oder aber Raum für Spekulationen ließen.

Nanuk war mein erster Hund und somit hatte ich natürlich versucht mir viel über die Rasse anzulesen. Es stellte sich jedoch sehr schnell heraus, dass alles was ich mir angelesen hatte nicht unbedingt auf meinen Nanuk passte.
Der war nämlich genau das Gegenteil von diesen bewegungswütigen Sportskanonen. Nanuk ging zwar gerne lang spazieren, dass aber gemütlich und ohne Stress. Nur wenn ein netter Artgenosse oder die ein oder andere Katze seinen Weg kreuzten kam er in Wallung.
Und da war noch etwas, sein unfassbar großes Schmusebedürfnis. So lange konnte man sich gar nicht mit ihm beschäftigen, dass es ihm langweilig geworden wäre. Er genoss jede Streicheleinheit sehr.

Nanuk gehörte einfach zu meinem Leben. Er war immer für mich und ich für ihn da – 10 Jahre.

Leider ließen jedoch das Alter und die damit einhergehenden Beschwerden Nanuk kein schmerzfreies Leben mehr führen. Nach langer medizinischer Behandlung und trotzdem weiterer Verschlechterung seines Zustandes mussten wir Nanuk am 09.06.2010 mit 13 Jahren leider gehen lassen.

Nanuk wird immer einen besonderen Platz in unserer Erinnerung einnehmen und auch in Zukunft einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Mach´s gut kleiner Schnuff...

Ch.E.

 


 

†                            18.06.2010 – Chow-Rüde Chang

„Ich habe die Sonne des Tages gesehen,
jetzt ist es Zeit, um schlafen zu gehen.
Jetzt ist es Zeit, nach Sorgen und Wachen
die Augen in Frieden zuzumachen.

Doch wem ich ein wenig Licht gegeben,
der lasse mich in seinem Herzen weiterleben.“

Chang

Unendlich traurig haben wir die Nachricht vernommen, dass unser Chang in den Armen seines geliebten Pflegefrauchens über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Doch man an den Chang zurück denkt, der damals vor zehn Jahren als einer von 15 verwahrlosten Chows in einer beispielhaften Rettungsaktion in die Obhut unseres Vereins kam und den Chang, der die letzten Jahre in der Pflegestelle für Chows in Not lebte, so ist das Leben unseres schwarzen Bärchens auch eine Erfolgsgeschichte. Denn Chang ist ein Beispiel dafür, dass auch ein schwer traumatisierter Vierbeiner, der jedem Menschen misstrauisch und ablehnend gegenüber stand, mit viel Geduld, Verständnis und vor allem viel Liebe über seinen Schatten springen kann und sein Vertrauen verschenkt.

Aber auch dafür, dass so ein Vierbeiner durchaus willens ist, um sein neues Glück zu kämpfen und eine – eigentlich gut gemeinte – Vermittlung in ein schönes eigenes Zuhause zum Scheitern zu verurteilen, weil er sein Futter verweigerte, sich nicht mehr anfassen ließ und derart randalierte, dass das Pflegefrauchen ihren schwarzen Zögling nach zehn Tagen zurück holen musste. Chang spazierte ins Haus, als ob er nie weg gewesen wäre und tat mit seinem Verhalten unmissverständlich kund: „Hier bin ich glücklich, hier gehöre ich hin und hier bleibe ich“.

Etwas anderes hätte ihm niemand antun können und wollen und so blieb Chang in seiner Pflegestelle - begleitet und unterstützt von seinen Paten. Chang blühte weiter auf, genoss die Fürsorge und Pflege seiner Pflegemutter und dankte es täglich mit seinem sanften Wesen und seiner Anhänglichkeit. Chang hat viele Chows in seiner Pflegestelle kommen und gehen sehen, die dort gesund gepflegt und aufgebaut wurden und hat sie auf den Weg in ein neues Leben begleitet. Wir sind Frau Ueding sehr dankbar, dass sie Chang trotz seiner Vorgeschichte ein sorgloses, glückliches und ausgefülltes Leben ermöglicht hat und ihm die Liebe und Sicherheit gegeben hat, die Chang so sehr brauchte und dankbar annahm.

Liebe Frau Ueding, was Sie für unsere Chows geleistet haben und leisten, mit welchen Mühen und Hingabe Sie sich um all die kranken, misshandelten oder vernachlässigte Chows kümmern, um sie gesund zu pflegen, seelisch und körperlich wieder aufzubauen und liebevolle Familien zu vermitteln, ist mit Worten nicht zu beschreiben und macht sie für uns und unsere Vierbeiner unersetzlich. Wir danken Ihnen von ganzem Herzen – auch im Namen unserer Chows.

Wir alle und auch seine Paten, die ihn viele Jahre unterstützt und begleitet haben, werden Chang immer im Herzen behalten, ein überaus sanfter und liebenswerter Vierbeiner, der trotz denkbar schlechtem Start ins Leben seinen Platz und seine Menschen fand und dort glücklich war.

 


 

†                07.06.2010 Kessy

Als nicht nordische Hündin kam die kleine, 6jährige Hündin zur NfP in die Vermittlung. Ihr Vorbesitzer hatte die Austr.Sheperd/Cattle-Dog-Mix-Hündin in einer Tierpension abgestellt und kein Interesse mehr an ihr gezeigt. Sie wurde schlichtweg nicht mehr abgeholt. Nun sollte sie in ein Tierheim verbracht werden, da die Tierpension die Plätze für Urlaubshunde benötigte.

Aufmerksam auf Kessy wurde eine mit uns befreundete Tierschützerin, die aufgrund der Katzenverträglichkeit von Kessy bat, dass die NfP sie übernimmt. So zog sie in der damaligen Geschäftsstelle ein und stellte sich als total unproblematisch dar, nur ihre Ängste ließen die Vermutung aufkommen, dass man nicht immer freundlich mit ihr umgegangen ist. Einige Wochen blieb Kessy in der Pflegestelle, wo man sie sehr lieb gewonnen hat, bis ein Vereinsmitglied sie gerne für die halbwüchsige Tochter als Begleiterin adoptieren wollte. So zog Kessy am 12.04.04 in ihr neues Zuhause um.

Sehr schnell jedoch schloss sich Kessy nicht an die Tochter, sondern an die Mama an und war fortan deren Schatten. Ob als Reitbegleitung, Familienhund oder auch als Kumpel für die anderen Hunde, Kessy war nur lieb und passte sich überall super an. Es war nicht dran zu denken, etwas ohne Kessy zu tun. Souverän und ruhig nahm sie ihren Platz ein und akzeptierte die eigenen, sowie auch die ständig wechselnden Pflegekatzen.

Eine starke Arthrose plagte Kessy zunehmends und die schockierende Nachricht, dass sie Krebs hat, machte es nicht einfach, diese liebenswerte Hündin gehen zu lassen. Dass bei all den Untersuchungen dann noch festgestellt wurde, dass Kessys Beine sowie der Bauchraum voller Schrotkugeln waren, ließ im Nachhinein nur erahnen, was die arme Hündin wohl in ihrem Vorleben alles mitmachen musste. Wir werden sie immer in guter Erinnerung behalten, denn sie war eine kleine Zaubermaus.

Dein treues Herz, es schlägt nicht mehr, um mich herum ist's still und leer.
Ich weiß du bist nicht wirklich fort von hier und schaust von oben herab zu mir.
Schweren Herzens ließ ich dich gehen, du konntest mich so gut versteh'n.
Hinter dem Regenbogen geht es dir wieder gut,
das macht mir wieder etwas Mut:

Ein DANKE geht an Kessys Frauchen, das immer für sie da war und sie liebevoll versorgte.

 

 

"If there are no dogs in Heaven,
then when I die I want to go
where they went."
Will Rogers, 1897-1935

 
 

übersetzt:
"Wenn es im Himmel keine Hunde gibt,
dann möchte ich, wenn ich sterbe, dahingehen,
wo sie hingegangen sind."

 

 

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14.12.21